005A Vorgestellt: "Was man von hier aus sehen kann"

Shownotes

Eigentlich geht es darum, euch einen Einblick in das Buch "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky zu geben. Stattdessen reden wir über Meerschweinchen. Naja nicht nur. Es geht auch um die Farben von Handys. Tobias puzzlet Tiere in seinem Kopf zusammen, doch Elisa hat ein wirklich sprachgewaltiges Buch mitgebracht, das irgendwie anders ist als andere Bücher und erklärt, warum es besser ist, gefundenes Brot nicht zu essen. Nein, Letzteres ist keine Abschweifung! Wir reden nämlich natürlich auch ganz viel über das Buch der Folge. :)

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00:00:03: Zwischen die Seiten geflüstert, der Podcast setzt dich zu uns aufs Sofa und wir reden zusammen über ein Buch aus unserem Bücherregal.

00:00:19: Elisa.

00:00:20: Ja Tobias.

00:00:21: Ich möchte heute mit dir über Sätze reden.

00:00:28: Du meinst, wo mehrfach die hintereinander drin ist?

00:00:31: Genau so, weil mich immer beschäftigt, wie viele dies kriegt man eigentlich so aneinander.

00:00:36: Okay.

00:00:37: Und

00:00:37: ich habe hier einen Satz vorbereitet.

00:00:39: Der geht folgendermaßen.

00:00:42: Er hielt eine Rede, die die, die die Redefreiheit verteidigen, weil sie die Gesetze nicht kennen, verunsichert.

00:00:48: Okay.

00:00:49: Hast du jetzt verstanden, worum es in dem Satz eigentlich geht?

00:00:52: Ja, also ein Typ hat eine Rede und diese Rede verunsichert die Leute, die Redefreiheit nicht verstehen.

00:00:58: Und ich habe mich halt gefragt oder damit gespielt, so ein bisschen, wie viele kriegt man da so hintereinander?

00:01:03: Ja, ich fand, das waren jetzt schon ziemlich viele, ehrlich gesagt.

00:01:06: Wie viele waren das jetzt?

00:01:07: Sechs Stück.

00:01:08: Aber es ist gar nicht so einfach so ein Satz zu konstruieren, wenn man sich hinsetzt und das mit Absicht versucht, wird es plötzlich ziemlich schwierig, zumindest so ab dem Dritten.

00:01:17: Ja.

00:01:17: Und ich habe mir den Satz nochmal anders aufgeschrieben, mit sozusagen mit den ganzen Bezügen und dann wird es irgendwie besser zu verstehen, weil am Ende wusste ich auch nicht mehr, welches die bezieht sich jetzt eigentlich auch was, so verdammten Relativ-Sätze.

00:01:29: Und dann ist es so aufgeschlüsselt worden, erhielt eine Rede, die die Klammern auf Menschen, die die... In klammern Gesetze nicht kennen, also diese Menschen kommen, die die Redefreiheit verteidigen, weil sie die Gesetze nicht kennen, verunsichert.

00:01:45: Gott, das muss ich richtig schrecklich anhören, wenn man es nicht vor Augen hat.

00:01:48: Ja, ich merke auch gerade, ich habe ja eben, also das mit den Gesetzen habe ich irgendwie so ausgeblendet, als ich eben den Satz zusammengefasst habe, dass ich das irgendwie nicht mehr auf dem Schirm bin.

00:01:58: Ich bin auch grundsätzlich immer besser darin, Sachen zu verstehen, wenn ich sie lese als wenn ich sie nur höre.

00:02:03: Mich irritiert gerade auch richtig.

00:02:05: Meiner Notiz steht, weil ich es am Handy getippt habe, weil sie dich Gesetze nicht kennen.

00:02:10: Verstock ich jetzt gerade nicht jedes Mal auch noch.

00:02:13: Blöde Autokorrektor.

00:02:15: Ja, Klassiker.

00:02:16: Also noch einmal in seiner Gänze.

00:02:17: Er hielt eine Rede.

00:02:18: Die, die, die, die Rede frei verteidigen, weil sie die Gesetze nicht kennen, verunsichert.

00:02:24: Ja, ich finde, du hast es jetzt gerade aber auch nicht so betont, dass man es besonders gut verstehen kann.

00:02:30: Willst du es einmal betonen?

00:02:32: Nur, wenn ich den Satz zum Lesen kriege.

00:02:34: Ja, Moment.

00:02:35: Wahrscheinlich mache ich es jetzt auch nicht besser, weil es immer leichter ist, einen anderen Raum zu meckern, als es selber gut zu machen.

00:02:39: Ist in der Nachricht, die du vor dir hast, ganz unten.

00:02:41: der Letzte, ist die Lesefassung.

00:02:43: Ah, okay.

00:02:43: Erhielt eine Rede, die die, die die Redefreiheit verteidigen, weil sie die Gesetze nicht kennen, verunsichert.

00:02:51: Gut.

00:02:51: Mögen unsere Zuhörer unsere RichterInnen sein und beurteilen, wer es besser gemacht hat.

00:02:57: Außerdem könnt ihr uns gerne eure selbst gebasselten Relativ-Sätze mit Klammern für Erklärung, also einmal in die DDD-Form oder der der geht das auch.

00:03:07: Es würde gehen, aber die ist leichter, weil die mehr verschiedene Fälle sein kann.

00:03:12: Okay, das heißt Hausaufgabe eins schickt uns einen DDD-Satz möglichst lang, mindestens sechs.

00:03:19: Ihr dürft mich gerne toppen und die Profis machen es mit das, das oder der der.

00:03:24: Wenn man das, das macht, ist dann das mit Doppel-S auch erlaubt oder nur das mit einem S?

00:03:28: Ich finde, bein ist gut.

00:03:30: Dann könnte das vielleicht sogar leichter sein, als das mit die.

00:03:33: Das habe ich jetzt nicht zu Ende aus, also nein, ich habe es gar nicht ausprobiert.

00:03:37: Also versuch ihr es doch mal und sagt uns Bescheid.

00:03:39: Ja, und dann, dann losen wir hier aus, wer es dann vorlesen muss.

00:03:45: Oder schick unsere Sprachaufnahme, dann müssen wir das nicht machen.

00:03:48: Nee, schickts ist uns lieber als geschriebener Setzer, das ist... Sonst verstehen wir das doch wieder nicht.

00:03:53: Das schickt uns bei.

00:03:54: Das

00:03:55: ist am besten, ja.

00:03:56: Ja, mich hat das jetzt lange, lange beschäftigt.

00:03:58: Und endlich habe ich es mal ausgeext, wie weit man es so treiben kann.

00:04:02: Und es geht, aber es ist erstaunlich viel schwieriger, als ich dachte, wie so oft.

00:04:06: Wenn man Dinge aufschreiben muss, ist es was anderes, als wenn man das beim Einschlafen in seinem Kopf hin und her schubst oder beim Duschen.

00:04:12: Ja, absolut.

00:04:14: Das war es von meiner Seite aus schon mit dem Intro.

00:04:16: Okay, dann lass uns das Buch sprengen.

00:04:18: Ja,

00:04:19: worum geht es heute?

00:04:20: Ich habe dir heute ein Buch mitgebracht, das liegt da neben dir.

00:04:22: Das heißt, was man von hier aus sehen kann, von Marianna Decki.

00:04:26: Und ich wollte das Buch schon ganz, ganz, ganz lange lesen.

00:04:29: Stopp!

00:04:30: Der hat jetzt einfach das Buch umgedreht, wer dich hier redet.

00:04:32: Du sollst das doch... Also das machen wir doch gemeinsam.

00:04:36: Ich habe ja nichts gelesen, ich habe mir die Rückseite angeguckt, wie das Rückseitencover aussieht.

00:04:42: Ja, ich hätte dir noch gar nichts sagen sollen, dass du das Buch nehmen sollst, denn du musst ja gleich auch noch das Cover beschreiben.

00:04:47: Ai, ai.

00:04:52: Ich will mich grad... mich grad so ein bisschen wie so ein kleiner Diktator oder so.

00:04:59: Das hast du jetzt gesagt?

00:05:00: Ich will grad sagen kein Widerspruch.

00:05:02: Aufgrund aus Angst vor Repressalien enthalte ich mich weiterer Kommentare.

00:05:08: Okay, okay, was kriegt man hier für einen Eindruck von mir?

00:05:11: Okay, du guckst grad schon das Cover so fasziniert an.

00:05:14: Willst du es erst beschreiben, bevor ich weiter erzähle?

00:05:17: Ja, also was ich von hier aus sehen kann.

00:05:19: ist ein Apfelbaumast, also letztlich mit zwei Blättern und einem Apfel dran, der auch so ein bisschen nach Garten aussieht, weil die Zeichnung, also das gezeichnete Schwarz-Weiß an der Stelle, und die Zeichnung sieht irgendwie so aus wie Äpfel aus dem Garten tatsächlich.

00:05:34: Würdest du sagen Äpfel aus dem Garten sehen so anders aus als andere Äpfel?

00:05:39: Ja,

00:05:39: ganz krass.

00:05:40: Wenn du im Supermarkt rumgehst, hast du doch diese glatt geschliffenen Äpfel.

00:05:44: wo keine Macken drin sind und wenn du in den Garten gehst, dann wachsen die ja gar nicht mehr unbedingt so rund, sondern hast du so Einfurchungen drin oder so und da sind irgendwelche Stellen dran und dreck und dann haben hier und da Tiere mal irgendwas reingebissen oder so.

00:05:57: und also finde ich ist ein himmelweiter Unterschied.

00:06:01: Und gefühlt sind Äpfel aus dem Garten immer sauer.

00:06:04: Nee, das kommt einfach auf die Sorte an, würde ich sagen.

00:06:06: Aber ja, ich glaube schon, dass irgendwie... Die Äpfel, die halt verkauft werden, schon stärker dazu hingezüchtet sind, dass sie auch süßer sind.

00:06:15: Ich persönlich mag ja saure Äpfel viel lieber.

00:06:17: Ja,

00:06:18: schön für dich.

00:06:19: Ja, schön für mich.

00:06:20: Ich kann Äpfel aus dem Garten sehr gut essen.

00:06:23: Wobei, sie sind nicht alle sauer, also es gibt auch, also gut, vielleicht sind es meine Erinnerungen da jetzt verzerrt, aber ich würde überhaupt meinen Großeltern im Garten früher waren, Apfelbaum, da fand ich die Äpfel gar nicht sauer.

00:06:33: Was ich schade fand, ich hätte sie lieber saurer gehabt.

00:06:36: Ich überlege gerade, ob es vielleicht tatsächlich mit Gärten auch den Hintergrund hat, dass süße Äpfel sehr schnell weggepickt werden würden von Vögeln und so weiter.

00:06:43: Ich weiß nicht, ich würde sagen, also auch bei sauren Äpfeln sind Vögel, glaube ich, ganz gut dabei.

00:06:48: Okay, so viel zum Apfelbaum-Exkurs.

00:06:50: Weiter, was siehst du noch auf dem Kaffer?

00:06:51: So, und jetzt blamier ich mich, weil auf dem einen Blatt steht ein Tier und... Ich frage mich jetzt nicht, von welcher Gattung es genau ist.

00:07:00: Wovon nach sieht's denn aus?

00:07:02: Also jetzt nicht, dass du sagst, was für ein Tier das ist, sondern wie sieht das irgendwie aus?

00:07:05: oder womit verbindest du das?

00:07:07: Afrikanisch.

00:07:08: Okay.

00:07:09: Ist das irgendwie eine antilopiker Zelle oder sonst was?

00:07:13: Mhm.

00:07:13: Oder, und weil ich echt keine Ahnung von diesen Tieren hab, könnte es auch sein, dass jemand angefangen hat, an den Beinen ein Zebra zu malen.

00:07:20: Der Körper ist dann eher so ein Pferd, so von der Farbe auch dunkel und der Kopf ist... Eine Mischung aus Esel und Hund.

00:07:27: Das ist eine richtig gute Beschreibung.

00:07:29: Jetzt bin ich irritiert.

00:07:30: Ich dachte, ich renne gerade voll vor die Wand.

00:07:32: Nee.

00:07:33: Also das ist tatsächlich ein existierendes Tier.

00:07:36: Das ist ein Okapi.

00:07:37: Aber ein Okapi ist halt so ein Tier, was irgendwie gefühlt so aussieht, als hätte da jemand ein Tier aus anderen Tiergartungen zusammengesetzt.

00:07:47: Ich habe da später auch noch zwei schöne Zitater aus dem Buch zu.

00:07:50: dazu, was ein Okapi eigentlich ist.

00:07:52: Deshalb war nicht deine Beschreibung gerade total schön.

00:07:55: Gut,

00:07:55: was ich von hier aus außerdem sehen kann, ist eine weiße Hintergrundfarbe einfach.

00:08:00: Da steht halt der Titel drauf und der Name der Autoren.

00:08:02: Und Richtung Buchrücken ist es, oh, das eine ist so ein Gelbton, aber nicht so knallig.

00:08:10: Und das andere, irgendwas zwischen hellblau und türkis, würde ich sagen.

00:08:14: Und jetzt können wir uns streiten, wie viel grün oder blau da drin ist.

00:08:18: Nö, also ich finde, das geht schon Richtung Türkis, schon ganz passend.

00:08:22: Ich glaube, ich hätte die anderen Streifen schon fast als helles Orange bezeichnet, aber da müssen wir uns jetzt auch nicht drüber streiten.

00:08:28: Ja, ein schmuddeliges Gelb eben.

00:08:30: Also nicht, dass die Farbe jetzt dreckig aussieht, aber so.

00:08:35: Ja, ich würde es eher grün nennen, aber es auch egal.

00:08:38: Hey, du hast angefangen mit zwischen hellblau und türkis und jetzt, als ich dir zugestimmt habe, findest du es plötzlich doch eher grün.

00:08:44: Ich glaube, du willst dich einfach mit mir über Farben streiten, kann das sein?

00:08:52: Nee, es hat eigentlich genau den Farbton von dem alten Nokia Handy.

00:08:59: Das hast du neulich schon mal irgendwann gesagt und dabei habe ich festgestellt, dass ich offensichtlich nicht weiß, wie das alte Nokia Handy aussieht, weil ich da eine völlig andere Farbe im Kopf habe.

00:09:09: Ich meine es... War das Nokia-Dreien-Dreißig-Zähnen?

00:09:14: Du kannst mir jetzt viel erzählen.

00:09:16: Also, ich habe ein Bild von alten Nokia-Handys im Kopf, aber ich könnte dir jetzt nicht sagen, was da welchen Nummer oder irgendwas ist.

00:09:24: Nee, Dreien-Dreißig-Zähnen ist daneben gewesen.

00:09:28: Okay, das beruhigt mich schon mal ein bisschen.

00:09:30: Nein, egal.

00:09:31: Ja.

00:09:36: Nee.

00:09:36: Das ist nicht egal.

00:09:37: Das gemeinte Handy war das Nokia, die mit diesem grünen Ton.

00:09:41: Und die Google-Bildersuche spuckt euch dann auch sofort das passende Bilder zu aus.

00:09:44: Und dann wisst ihr, wo wir uns da gerade unterhalten haben.

00:09:48: Aber das hat genau so einen türkisen Ton gehabt.

00:09:53: Und dann kann man sich irgendwie streiten, also genau auf dieser Mitte zwischen, wo manche Leute sagen, es ist blau und andere sagen, es ist grün.

00:09:59: Und ich glaube, es ist so eine Geschmacksfrage.

00:10:01: Aber jetzt kommt meine Mama wieder ins Spiel.

00:10:04: Was hat deine Mama gesagt?

00:10:05: Genau andersrum.

00:10:06: Mama sagt aber auch, dass die Teller, die sie hat, grau sind und ich würde sie blau nennen.

00:10:12: Ich glaube, dass tatsächlich, also Anfangs hat sie mir vorgeworfen, dass ich einfach genauso farbenblin wie Papa.

00:10:18: Inzwischen glaube ich, ich nehme schon wahr, was sie auch sieht und würde es einfach anders beschreiben.

00:10:24: Und dann bist du ja an der Stelle, wo du das Problem hast, dass alle Menschen theoretischer Farben anders wahrnehmen können.

00:10:30: Und ich habe das, ich erlebe das manchmal am eigenen Leib.

00:10:33: Ich habe nämlich manchmal Es ist mir irgendwann mal bei einem Fußballspiel aufgefallen, dass ich geguckt habe im Fernsehen.

00:10:39: Wenn ich ein Auge zumache, sehe ich einen anderen Farbton als mit dem anderen Auge.

00:10:44: Nee.

00:10:45: Doch.

00:10:45: Das ist ja spannend.

00:10:47: Jetzt muss ich es konkretisieren.

00:10:50: Farben sind immer noch genauso, ich würde sie immer noch genauso belegen.

00:10:53: Aber das eine ist eher so eine warme, weiche, gelbe Welt.

00:10:58: So ein bisschen so, als wäre der Raum so sonnengeflutet.

00:11:01: Und das andere ist eher so, als würde es so einen kalten Filter drüber legen.

00:11:05: Das ist, wenn ihr eine smarte Lampe zu Hause habt, die verschiedene Farben kann.

00:11:08: Es ist ja eigentlich zwischen diesem klinischen Weiß, was man machen kann, was eher so an Arztpraxen erinnert und so einem warm weißen Farbton.

00:11:16: Also wenn man es nachstellen will, könnte man es damit wahrscheinlich ganz gut simulieren.

00:11:20: Ich kann total, also ich finde dein Bild sehr gut.

00:11:23: Ich verstehe total, was du meinst.

00:11:24: Und ich finde es gerade richtig spannend, dass das bei dir einfach auf den, also dass du quasi ein warmes und ein kaltes Auge so gewissermaßen hast.

00:11:32: Das finde ich total wild.

00:11:34: Das habe ich noch nie von jemandem gehört, aber es ist vielleicht auch was, worüber man nicht so spricht.

00:11:37: Also kommt ja im Alltag irgendwie nicht so auf, aber ich finde das total faszinierend gerade.

00:11:42: Also ich habe das nicht.

00:11:43: Also jetzt sitze ich hier gerade und zwingt mir so ein bisschen Augen hin und her.

00:11:47: Sieht auch sehr lustig aus.

00:11:48: Und das linke Auge ist gerade das warme und das rechte das kalte, wenn man so will.

00:11:53: Aber jetzt gerade ist der Effekt so schwach, dass ich es... Also auch schon mehrfach jetzt ausprobieren musste und wenn ich genau hingucke, fange ich an, es wahrzunehmen.

00:11:59: Wenn man beide Augen offen hat, sieht man es sowieso nicht.

00:12:02: Ich habe aber auch das Gefühl, dass der Effekt stärker wird, wenn ich zum Beispiel auf dem Kissen so liege, dass ein Auge bedeckt ist, ein bisschen länger, also keinen Licht abbekommt und das andere dann Licht bekommt, dann sind die ja auch irgendwie anders justiert.

00:12:13: Lustigerweise stellt der Körper ja dann auch beide Augen einzeln ein auf die Lichtverhältnisse.

00:12:18: Ich habe das Gefühl, dass solche Situationen das dann auch noch mal verstärken.

00:12:22: Aber ja, ich habe irgendwann ein Fußspiel geguckt und so festgestellt, dass der Rasen, je nachdem, wie ich gucke, gerade in anderen Grüntonen hat.

00:12:29: Und um den Bogen zurückzuschlagen.

00:12:31: Je nachdem, wie man so draufguckt, kann man dann Sachen unterschiedlich wahrnehmen, obwohl man vielleicht von der Menge Informationen, die man wahrnimmt, das schon differenzieren kann.

00:12:40: Und ich sehe dann schon die Unterschiede zu anderen Blauthölen oder so, oder dass dann Unterschied ist.

00:12:45: Ich würde es nur anders einsortieren an der Stelle.

00:12:48: Okay, es gibt das ja aber tatsächlich auch, dass manche Leute weniger unterschiedliche Farbtöne wahrnehmen können.

00:12:54: Also, ich verstehe, dass bei dir nicht so ist oder weiß ich nicht, aber dass du zumindest das jetzt nicht meinst.

00:13:02: Aber es gibt das ja auch, dass es, es gibt da manchmal so Bilder, wo du dann sagen sollst, wie viele verschiedene Gelbtöne siehst du hier.

00:13:12: Und dann gibt es Leute, die sagen, hey, das ist alles die gleiche Farbe und andere Leute sagen, das sind acht verschiedene.

00:13:17: Farbtöne, die man da erkennen kann.

00:13:19: Ja, siehst du, da würde ich die acht verschiedenen Farbtöne wahrscheinlich erkennen.

00:13:23: Aber wahrscheinlich würde ich dir sagen, sind alle orange.

00:13:27: Ja.

00:13:28: Ich habe mich damals für die Webentwicklung miteinander gesetzt, wie man jetzt Farben zusammenstellt und optimiert, weil ich... angefangen bei rot-grünen Sehschwächen gedacht habe.

00:13:37: Das muss man auseinander halten.

00:13:38: Da habe ich geguckt, was gibt es noch.

00:13:40: Dann habe ich eine Webseite gefunden.

00:13:41: Die haben sozusagen als Simulation dann angeboten acht verschiedene typische Sehschwächen, die man so haben kann.

00:13:47: Also, oder ich weiß gar nicht, Schwächen ist vielleicht der falsche Ausdruck.

00:13:51: Beeinträchtigungen,

00:13:52: Sonderfälle.

00:13:53: Und ja, dann am Ende war ich ziemlich verzweifelt, weil ich so gedacht habe, ich kann es nicht für alle optimieren in der Farbwahl.

00:14:00: Und dann, ja, ich habe gar nicht weiter verfolgt, wie häufig die jetzt im Einzelnen auftreten.

00:14:04: Ich glaube, dann habe ich am Ende gesagt, okay, ich optimiere jetzt für Grünseeschwächen noch mit.

00:14:08: Ja, die sind, glaube ich, auch die Hörwüsten.

00:14:10: Und der Rest, aber das Frustrieren der Ergebnisse dieser Recherche war dann, wahrscheinlich ist es trotz allem nie optimal für alle.

00:14:20: Also ich oute mich jetzt als unwissend, was gibt es denn eigentlich noch so für Beeinträchtigung, was Farbsehen angeht?

00:14:27: Also Rot-Grünschwäche kenne ich oder halt auch.

00:14:30: Ich glaube, es gibt auch Leute, die können halt Farben gar nicht, also sehen halt quasi nur grau stufen.

00:14:35: Monochromatisch.

00:14:36: Genau, was gibt es noch?

00:14:37: Ich glaube, letztlich, du hast ja im Auge eigentlich, ich glaube, vier Arten von Rezeptoren letztlich, die die für hell und dunkel zuständig sind, mit denen siehst du nachts dann auch, die können halt einfach nur hell und dunkel erscheinen, dann ist alles grau.

00:14:52: Und dann für, und jetzt ist es immer gefährlich, was sage ich jetzt, für rot, gelb und grün?

00:15:00: Nee, das bestimmt nicht.

00:15:02: Oder war es rot-gelb-blau?

00:15:04: Also ich weiß es nicht, aber ich würde denken, es ist entweder rot-gelb-blau oder rot-grün-blau.

00:15:10: Rot-grün-blau ist es so.

00:15:11: Nee,

00:15:12: das glaube ich nämlich eher nicht.

00:15:15: Jetzt haben wir uns hier aber.

00:15:16: Also offensichtlich haben wir keine Ahnung und müssen das mal nachschlagen.

00:15:20: Aber ich hätte jetzt gedacht, dass wahrscheinlich rot und grün über den selben... Rezeptor läuft quasi und man deshalb diese Schwäche haben kann, weil dann halt der einfach nicht da ist und du dann diese beiden Farben halt deshalb nicht unterscheiden kannst.

00:15:33: Aber ich weiß es nicht.

00:15:35: Ich glaube, rot und gelb sind tatsächlich zwei verschiedene.

00:15:38: Ja, rot und gelb.

00:15:39: Ich war ja jetzt gerade bei rot und grün.

00:15:41: Ja, ja, muss ja auch dann natürlich.

00:15:43: Eigentlich für die Sehschwäche bräuchte man das eigentlich, ne?

00:15:45: Weiß ich nicht.

00:15:46: Klasse uns das an der Stelle.

00:15:48: Das macht keinen Sinn, dass wir jetzt hier unwissend im Dunkeln rumstochen.

00:15:52: Ja, vielleicht folgt gleich eine Post-Production.

00:15:54: Mit Sicherheit.

00:16:00: Joa, rote, grüne, gelbe, blaue, lieber Martin, komm und schau her.

00:16:05: Es ist so, wir haben im Auge Zäpfchen für die Farbvernehmung und die nehmen wahr, rot, grün, blau.

00:16:11: Das ist so in der Reihenheit nicht ganz richtig.

00:16:13: Sie nehmen natürlich einen Farbreich wahr.

00:16:16: Und jetzt denke ich natürlich so, als hätte ich das auch schon vorher vor dieser Post Production alles perfekt gewusst.

00:16:20: Also die einzelnen Zäpfchen nehmen Farbbereiche wahr und insgesamt decken die drei Farbbereiche dann sogar ins Grupp alles ab, was wir wahrnehmen können an Farben eben.

00:16:30: Dann gibt es noch die Stäbchen und die Stäbchen mit denen sehen wir nachts, wenn nicht so viel Licht da ist.

00:16:36: Die nehmen eher so hell und dunkel wahr.

00:16:38: Und somit haben wir dann sozusagen zwei Arten zu sehen.

00:16:41: Und das erklärt auch, wie es so Phänomene wie Nachtblindheit geben kann.

00:16:44: Eben dann, wenn man nachts plötzlich nichts mehr sieht, weil die Zäpfchen nichts mehr sehen können, weil zu wenig nicht da ist.

00:16:50: Und die Stäbchen, wenn sie dann ausgefallen sind bei einer Person, dann kann man nachts eben nicht so gut sehen.

00:16:55: So, und als Informatiker schäme ich mich sehr, dass ich nicht wusste, dass es rot-grün-blau ist, weil man das eigentlich von den RGB Farbwerten her kennen müsste.

00:17:03: Aber so ist das Leben.

00:17:06: Wollen wir unseren Farben-Exkurs jetzt beenden und zurück zu dem Buch kommen, weil wir das eigentlich reden wollen?

00:17:11: Oder hast du gerade noch was auf dem Herzen, was du über Farben sagen willst?

00:17:15: Ja, lass uns den Buch zurück schlagen.

00:17:17: Kommen wir zurück zu dem Buch.

00:17:19: Okay.

00:17:19: Wenn du willst, darfst du jetzt auch auf den... also auf Watte.

00:17:23: Wie ist das beim Buch?

00:17:24: das, dieses schmale Ding, worüber wir gerade gesprochen haben mit den Streifen?

00:17:26: Das ist der Buch Rücken, oder?

00:17:28: Genau.

00:17:29: Und wie heißt jetzt das, wo der Klappentext draufsteht?

00:17:32: Das heißt ja nicht einfach Buchklappe.

00:17:33: Rückseite.

00:17:34: Wie hättest du da nicht einen besseren Namen für?

00:17:37: Es ist die Vorderseite und die Rückseite.

00:17:39: Das Cover und hinten.

00:17:41: Aber ich habe diesen Spruch noch so, ich glaube, der kommt aus Tintenherz.

00:17:45: Du hast Tintenherz gelesen, das wusste ich nicht.

00:17:47: Ja.

00:17:48: Oh,

00:17:49: du hast lauter gute Bücher gelesen, das ist voll schön.

00:17:52: Das

00:17:52: ist wirklich ein sehr gutes Buch.

00:17:53: Ja, Entschuldige, was wolltest du da drüber sagen?

00:17:56: Da sagt der Papa zu dem Kind, ich weiß...

00:17:59: Mo zu Maggie.

00:18:02: Ja, ich und Nam, dann sagt Mozo Maggie, sie erinnert sich daran, dass er das gesagt hat, ich glaube, es ist so eingetötet, dass sie die Bücher nicht auf den Bauch legen soll, weil es ihnen den Rücken bricht.

00:18:13: Ja.

00:18:14: Und ich glaube, diesem Buch würde das vielleicht gar nicht so sehr passieren, weil das so ein Hardcover ist hier.

00:18:19: Nee, das passiert auch bei Hardcovern, wenn man das öfter macht.

00:18:24: Also, dann nicht, dass es, also nicht, dass es dann so Taschenbücher kriegen, ja dann so Knicker.

00:18:32: So lesereln und so ein Hardcover kriegt jetzt keinen Knick da oben, also je nachdem wie dick auch das Buch ist, aber kriegt normalerweise keinen Knick, sondern halt die Verleimung löst sich dann halt so.

00:18:45: Und das heißt, damit machst du die Bücher halt auch kaputt.

00:18:48: Würdest du dich trauen mit so einem Buch, wenn das so zerlesen aussieht, zu dem Autor der Autorin zu gehen und um eine Unterschrift zu bitten?

00:18:55: Auf jeden Fall.

00:18:56: Weil ich glaube, als Autor ist es richtig geil, wenn so ein Buch total zerlesen aussieht, dann weißt du auch, die Person hat das wahrscheinlich richtig viel gelesen.

00:19:03: Und ich glaube, also ich als Autorin würde mich mega freuen, wenn ich so eine richtig abgeranzte Ausgabe von meinem Buch, also ich habe nie ein Buch geschrieben, nicht, dass jetzt jemand anfängt zu fragen, aber wenn ich ein Buch geschrieben hätte, dann würde ich mir jetzt vorstellen, dass ich mich da freuen würde, wenn Leute mit so einem richtig abgegriffenen Exemplar ankommen würden, weil ich denken würde, wow.

00:19:26: Jemand hat dieses Buch echt geliebt.

00:19:29: Und also, ich meine, es kann ja auch sein, dass ein Buch gar nicht so aussieht, weil man das so oft gelesen hat, sondern weil das keine Ahnung so oft mit umgezogen ist und keine Ahnung war es.

00:19:36: Aber auch dann will ich denken, hey, dieses Buch war für die Person irgendwie Teil ihres Alltags und das ist irgendwie auch total schön.

00:19:42: Oder ist schon durch sehr viele Hände gegangen.

00:19:43: Oder

00:19:44: das.

00:19:44: Das

00:19:45: kann natürlich auch sein.

00:19:46: Ja, ich habe davon irgendwann mal gelesen, dass Menschen sich auf Schämen mit solchen Büchern vorbeizukommen.

00:19:53: Oder vielleicht doch doch damit vorbeikommen und dann halt so so so drucksend, so entschuldigen, so maß, mir leid das ist so.

00:20:00: Aber ich glaube AutorInnen sehen das eher so wie du es sagst, als Komplimente.

00:20:03: Also das Buch was du gerade in der Hand hältst, das habe ich übrigens auch gebraucht gekauft.

00:20:07: Das ist jetzt auch nicht mehr taufrisch.

00:20:09: Ja man sieht so ein bisschen so abgeriebene Farbe von irgendwas wo es neben wahrscheinlich einen Rucksack gesteckt hat, würde ich sagen.

00:20:15: Irgendwas dunkles schwarzes, aber an sich ist es noch gut entschlossen.

00:20:18: Ja.

00:20:20: Da ist ein Bild von der Autorin drin.

00:20:23: Die müsste jetzt so Anfang Fünfzig sein und ich hab mehrere Interviews mit ihr gehört und ich finde, sie klingt unfassbar sympathisch.

00:20:31: Okay, willst du jetzt das, genau, die Rückseite des Buches, wie auch immer man sie nennt, angucken?

00:20:37: Ja, da ist wieder so ein, jetzt wüsste ich gar nicht, ob es wirklich ein Apfelbaum ist.

00:20:42: Also auf der Vorderseite würde ich auf jeden Fall sagen, Apfel, auf der Rückseite sieht es auch so aus wie so ein Apfelbaum von der Struktur, so ein Ast.

00:20:48: Die Früchte, die da dran hängen, könnten jetzt auch irgendwas anderes sein.

00:20:52: Ich hab's grad nicht mehr vor Augen, kannst du's einmal kurz hochhalten, dass ich's auch sehen kann?

00:20:56: Ja.

00:20:56: Das sieht immer noch abfüllig aus.

00:20:58: Könnten jetzt aber auch

00:20:59: irgendwie für sich oder so was sein, oder?

00:21:01: Genau,

00:21:01: es könnten auch für sich sein.

00:21:03: Ich glaube, es sollen Äpfel sein, wenn ich so an das Buch denke.

00:21:06: Ja, ist ja auch erst mal egal.

00:21:08: Cover hat ja mehr oder weniger mit dem Buch zu tun im Zweifel.

00:21:12: Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben.

00:21:15: Jetzt liest du den Klappentext vor.

00:21:17: Ich hab erst mal den roten Text, der da drüber steht, vorgelesen.

00:21:20: Soll ich den Klappentext mitvorlesen?

00:21:22: Wenn du magst.

00:21:46: Danke schön, das hast du sehr schön gelesen.

00:21:48: Also ich würde es zusammenfassen, als in dem Buch geht es um den Tod.

00:21:52: Das Leben und die Liebe, so.

00:21:54: Ja, also um alles.

00:21:55: Nee, also ja, vielleicht, also kannst du jetzt sagen, ja okay, das sind irgendwie die großen Themen, die irgendwie die Menschheit beschäftigen.

00:22:04: Aber ja, also die, ja, ich weiß gerade nicht mehr, was ich sagen wollte.

00:22:08: Geht das jetzt um ganz viele kleine Geschichten?

00:22:12: Ja, also es ist schon eine große Geschichte, es sind jetzt nicht so lauter Kurzgeschichten oder sowas.

00:22:17: Es ist schon eine Gesamtgeschichte, aber es ist schon so, dass es verschiedene Charaktere gibt und auch, man jetzt nicht sagen kann, es gibt einen Hauptcharakter und die anderen sind Nebencharaktere, sondern ich würde sagen, es gibt eigentlich so ein paar Hauptcharaktere, um deren Lebens- und Liebesgeschichten es vor allem geht.

00:22:34: Und dann gibt es aber noch so ein paar weitere, über die man auch noch einiges erfährt.

00:22:38: Also wir befinden uns in einem Dorf im Westerwald.

00:22:41: Und ja, da sind, also ist jetzt kein großes Dorf, weiß jetzt nicht, wie viele Einwohner genau, aber schon so, dass man sich schon im Wesentlichen auch kennt.

00:22:51: Und es gibt eben ganz unterschiedliche Personen in diesem Dorf.

00:22:57: Und was ich an dem Buch so schön finde, ist, dass die alle mit so einem wohlwollenden Blick irgendwie betrachtet werden.

00:23:04: Also es gibt das ja auch ganz oft, dass man so, wenn man jetzt so eine Geschichte über so ein Dorf hat und dann sind da irgendwie lauter skurrile Charaktere und die Autoren machen sich gefühlt so ein bisschen über die Lustig.

00:23:13: Und das ist in diesem Buch überhaupt nicht so, sondern also da gibt es schon, ich stelle die gleich noch ausführlich hervor.

00:23:20: Schon auch Personen, wo man vielleicht so, also wo man jetzt sagen könnte, vielleicht das ist ja schon irgendwie skurril oder so, aber die werden nicht als skurril hervorgehoben oder sowas, sondern die werden einfach ganz, ganz liebevoll von der Autorin irgendwie betrachtet und gezeichnet.

00:23:35: Wie viel Fantasy steckt denn in dem Buch drin mal abgesehen von dieser Traumensache?

00:23:40: Keine.

00:23:40: Also das ist kein Fantasybuch.

00:23:42: Es gibt eben diese Sache mit dem Traum.

00:23:43: Es ist aber auch unklar, ob der, ja, also man weiß jetzt gar nicht.

00:23:48: Hat das wirklich was miteinander zu tun oder nicht?

00:23:50: Es wird im Buch auch so beschrieben, dass das menschliche Gehirn ja gut darin ist, Zusammenhänge irgendwo zu finden, wo es eigentlich keine Zusammenhänge so wirklich gibt.

00:23:59: Also, dass man ja quasi einfach, wenn irgendwas passiert, nachher nach Erklärungen sucht und dann kann man auch sagen, ja, ich habe schlecht geschlafen, ach, es war ja auch Vollmond, dann habe ich bestimmt deswegen schlecht geschlafen.

00:24:09: Korrelation und Kausalität.

00:24:11: Genau.

00:24:12: Und es wird in dem Buch auch so dargestellt, dass das nicht klar ist, ob es jetzt wirklich so ist, dass immer, wenn sie von einem Okapi geträumt hat, danach jemand stirbt.

00:24:22: Oder ob es vielleicht so ist, dass sie sich vielleicht auch gar nicht immer dran erinnert, dass ein Okapi in ihrem Traum war oder so.

00:24:29: Also das ist jetzt nicht so, dass das irgendwie klar ist oder dass sie eine Hexe ist oder keine Ahnung was.

00:24:33: Und ansonsten ist da keine Fantasie drin.

00:24:36: Genau, was ich sonst an dem Buch auch noch richtig, richtig schön finde, ist die Sprache.

00:24:41: Deshalb werde ich aus diesem Buch auch echt einige Zitate mitbringen, weil es mir so gut gefällt.

00:24:49: Wenn ich versuche, das zu beschreiben, ich würde sagen, irgendwie ist die Sprache poetisch, aber trotzdem alltäglich.

00:24:54: Es ist jetzt nicht so abgehoben und blumig, aber trotzdem so, dass ich bei ganz vielen Sätzen gedacht habe, wow, das muss man so erst mal schreiben.

00:25:04: Ja, man muss es nicht nur so schreiben, es müssen ja auch Leute lesen und dann so wertschätzen.

00:25:08: Ja, gut.

00:25:08: Das tun Sie, glaube ich, bei diesem Buch auf jeden Fall.

00:25:11: Das ist ein, was habe ich gesagt, ich glaube, es ist Jahrzehnten erschienen und ist dann irgendwie auch, also war, glaube ich, auch länger auf der Spiegelbestellerliste, aber ist insbesondere von den, was war das, ich glaube, von den unabhängigen Verlagen zum Lieblingsbuch des Jahres gewählt worden oder sowas.

00:25:27: Also, das ist schon auch sehr gut angekommen, sag ich jetzt mal.

00:25:30: Was ich meinte, ist manchmal ist es so, dass man ein Satz liest und findet den völlig unscheinbar und dann sitzt... Neben dir jemand, der sagt so, boah dieser Satz und nimmt das so auseinander und liebt diesen Satz einfach und dann liest man den noch dreimal und stellt irgendwo fest, dass der wirklich so voll von so einer Magie ist, die man aber vorher beim ersten Lesen auch gar nicht so entdeckt hat.

00:25:51: Das meinte ich mit.

00:25:51: manchmal musst du, musst irgendwie so eine Person diesen Zauber einmal erkannt haben und einen darauf aufmerksam machen.

00:25:57: und dann denkt man so, wo, obwohl man es vorher gar nicht so wahrgenommen hat, vorher war es einfach ein Satz.

00:26:02: Das meinte ich gerade.

00:26:04: Das Buch ist tatsächlich auch verfilmt worden.

00:26:06: Ich habe den Film aber nicht gesehen.

00:26:08: Also kann ich über den nicht sagen, spricht aber vielleicht auch nochmal dafür, dass das Buch schon auch als Buch sehr wertgeschätzt worden ist.

00:26:16: Ja, da wird sicherlich die schöne Sprache nicht so drin sein.

00:26:21: Also vielleicht schon, wenn es irgendwie da auch einen Erzähler gibt, also gibt es ja manchmal einen Film, aber ich erzähle eher nicht, aber weiß ich nicht, keine Ahnung.

00:26:27: Aber was ich ganz am Anfang eigentlich auch noch erzählen wollte, war, dass ich dieses Buch, ich wollte das schon ganz, ganz lange lesen.

00:26:33: Also ich habe irgendwann, da habe ich in so einem Kurzinterview von der Autorin gehört und er ist auch über das Buch gesprochen worden und ich habe gedacht, so wow, das klingt irgendwie gut.

00:26:42: Das will ich lesen und dann habe ich mir das Buch gebraucht gekauft.

00:26:45: Und dann lag es ganz, ganz lange bei mir rum und ich habe mich irgendwie nicht so richtig getraut, das zu lesen, weil ich irgendwie, ja, ich weiß auch nicht so richtig.

00:26:52: Also ich kann es auch nicht mal so richtig nachvollziehen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, es könnte irgendwie anstrengend sein, das Buch zu lesen.

00:26:59: Also falls ihr jetzt zuhört und dieses Gefühl auch habt, möchte ich euch das nehmen.

00:27:03: Es ist nicht anstrengend, dieses Buch zu lesen.

00:27:05: Es ist schön.

00:27:06: Es ist wirklich schön, das Buch zu lesen.

00:27:09: Wenn ihr jetzt ist, also keine Ahnung.

00:27:10: Ich glaube, ich hatte vielleicht so ein bisschen das Gefühl, vielleicht ist es zu literarisch für mich oder zu anspruchsvoll irgendwie oder keine Ahnung was.

00:27:18: Es ist aber nicht.

00:27:19: Also das lässt sich wirklich, wirklich gut lesen und lohnt sich.

00:27:24: Es ist, ich habe irgendwann, auch bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mal so ein Video gesehen.

00:27:29: Ich habe es jetzt leider nicht wiedergefunden in der Vorbereitung auf die Folge.

00:27:33: Ich habe mal so ein Video gesehen, da ist irgendjemand, ich glaube es war auf einer Buchmesse oder so, hat auf jeden Fall jemand so verschiedene Leute angesprochen und gefragt, hey, wenn du ein Buch nennen könntest, was die ganze Welt lesen soll, damit die Welt ein besserer Ort wird.

00:27:46: Was für ein Buch würdest du empfehlen?

00:27:48: Ja, ein bisschen schwierige Frage.

00:27:49: Ich wüsste jetzt auch nicht, was ich antworten würde, aber richtig.

00:27:51: viele haben in diesem Video dann gesagt, was man von hier aus sehen kann.

00:27:55: Und das war jetzt kein Werbevideo für das Buch oder so, sondern wirklich also... Genuinen einfach Leute auf einer Buchmesse gefragt, welche, was für ein Buch sollten alle lesen, damit die Welt ein besserer Ort wird.

00:28:04: Und ganz viele haben gesagt, was man von hier aus sehen kann.

00:28:07: Ja, damit ist die Messlatte jetzt gesetzt, ne?

00:28:11: Ich weiß nicht, also ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich, also ob ich dem zustimmen würde, dass ich sagen würde, wenn alle das Buch gelesen hätten, dann wäre die Welt ein besserer Ort.

00:28:19: Aber es ist schon so, dass da, ja... Also, da stecken auch ganz viele irgendwie so leicht philosophische Gedanken vielleicht auch drin.

00:28:28: Und wie gesagt, vor allem diese Gemeinschaft und Akzeptanz insgesamt.

00:28:37: Und ich glaube, das ist schon irgendwie was, was allen gut tut.

00:28:41: Ja, ich habe gerade keine Ahnung, was mich jetzt wirklich erwartet oder wo das hier alles hinführt.

00:28:46: Ja, dann erzähle ich vielleicht nochmal ein ganz kleines bisschen mehr.

00:28:50: Also das Buch ist in drei Teile geteilt.

00:28:54: Anfang, Mitte, Schluss.

00:28:57: Die heißen halt erster Teil, zweiter Teil, dritter Teil.

00:28:59: Der erste Teil ist so hundert Seiten lang, der zweite Teil ist so hundertfünfzig Seiten und der dritte Teil nochmal so, ich weiß nicht, ich glaube so sechzig Seiten oder sowas.

00:29:08: Sehr lange Anfang, aber ansonsten hatte ich bisher recht.

00:29:10: Ja, also natürlich gibt es einen Anfang, einen Ende, Mitte und Schluss.

00:29:14: Also naja gut und vor dem Anfang gibt es noch ein Prolog, wenn du das jetzt auch noch, aber der ist nur zwei Seiten lang.

00:29:20: Der ist der, na egal.

00:29:22: Und es gibt eine Ich-Erzählerin, das ist Luise.

00:29:25: Das ist die Enkelin von Selma, von der wir auf dem Klappentext schon gehört haben.

00:29:29: Also Selma ist ja die, die irgendwie von Okapis träumt und dann stirbt jemand.

00:29:33: Und ja, Luise ist unsere Ich-Erzählerin.

00:29:36: Es gibt aber auch, es gibt auch Szenen, wo Luise gar nicht dabei ist und die dann halt... trotzdem erzählt werden.

00:29:43: Also es ist jetzt nicht so, dass Stringent nur aus Luise Sicht erzählt wird, sondern wenn Luise dabei ist, dann wird es aus ihrer Sicht erzählt und also von ihr als Ich-Erzählerin auch.

00:29:52: und es gibt aber auch Szenen, wo sie einfach nicht dabei ist und die werden dann halt einfach in der dritten Person erzählt.

00:29:57: Und im ersten Teil ist Luise zehn Jahre alt.

00:30:01: Der zweite Teil spielt dann so etwa zwölf Jahre später und der dritte Teil nochmal So ungefähr acht Jahre später, der erzählt dann aber auch mehrere Jahre.

00:30:11: Also der letzte Teil ist so ein bisschen, gibt so einen, immer nur so einen kurzen Einblick in so eine gewisse Zeit und erzählt halt über viele Jahre hinweg.

00:30:20: Klingenheim sehr lang Epilog.

00:30:22: Nee, es ist, ich würde es nicht als Epilog sehen.

00:30:25: Also ich glaube, es gibt sogar noch einen echten Epilog, damit ich gerade nicht hundertprozentig sicher, ob der mit Epilog überschrieben ist.

00:30:31: Ja, es gibt noch einen richtigen Epilog, der auch mit Epilog dann überschrieben ist.

00:30:36: Also dieser dritte Teil ist nicht, als Epilop zu verstehen.

00:30:38: Ja, und das Buch geht damit los, dass Selma eben von einem Okapi träumt.

00:30:44: Und dann gehen eben alle im Dorf, davon auch, okay, innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden stirbt jetzt jemand.

00:30:50: Und

00:30:51: ja, also jeder denkt so für sich, okay, also es könnte sein, dass ich sterbe.

00:30:56: Es könnte auch sein, dass jemand von meinen mir nahestehenden Menschen stirbt und dann, ja.

00:31:01: Es ist so ein Moment, wo sich alle der Endlichkeit des Seins gewissermaßen nochmal sehr bewusst werden und überlegen, okay, was will ich denn jetzt vorher auf jeden Fall noch machen?

00:31:10: und dann werden irgendwelche Briefe noch geschrieben, was man irgendwie mit dem noch sagen will oder ja, so.

00:31:15: Unterschiedliche Dinge, also da kriegt man so ein, ja, schon auch einen schönen, aber sehr kondensierten Einblick irgendwie in dieses Dorf.

00:31:23: Wann gehen denn die vierundzwanzig Stunden los in dem Moment, wo geträumt wird, wenn's immer wach wird?

00:31:29: Wenn Selma verkündet hat, dass sie geträumt hat?

00:31:31: Nee, ab dem Traum.

00:31:32: Das heißt, wenn Selma nachts träumt um eins und dann beim Frühstück erzählt, ach ich hab vorhin von einem Okavi geträumt, dann kann es sein, dass von meinen vierundzwanzig Stunden einfach schon mal sechs weg sind.

00:31:42: Ja.

00:31:43: Mies.

00:31:43: Und es müssen auch nicht genau vierundzwanzig Stunden sein, innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden.

00:31:47: Also es kann auch sein, wenn sie es beim Frühstückstisch erzählt, dass schon jemand gestorben ist.

00:31:51: Das ist mir schon klar, dass das mein Maximum ist.

00:31:53: Aber

00:31:54: das ist

00:31:54: ja die einzige Referenz, die ich dann habe, dann weiß ich ja nicht.

00:31:57: Also mein potenzielles Zeitfenster ist dann einfach schon kleiner.

00:32:00: Ja.

00:32:01: Mir ist schon klar, das heißt dann, ich habe noch bis zu achtzehn Stunden zu leben, wenn sie mich erwischen sollte.

00:32:06: Ja, das weiß auch kein Erwähnis erwischt, ne?

00:32:08: Ja, natürlich.

00:32:09: Aber das ist ja die Panik, die mit schwingt.

00:32:10: Ja, ja, ja.

00:32:11: Genau.

00:32:12: Aber es geht eben, also es geht nicht nur darum, dass Leute sterben.

00:32:15: Also ja, es kann sich vielleicht schon denken, wenn ich sage, es geht um das Leben und den Tod und die Liebe, dann... wird wahrscheinlich mindestens eine Person in diesem Buch auch tatsächlich sterben.

00:32:24: Aber es geht eben auch, also dann auch darum, wie das Dorf so insgesamt damit umgeht, aber eben auch darum, ja, um gewisse Liebesgeschichten, also sowohl für Luise, jetzt natürlich nicht mehr, das ist ein Teil, wo sie zehn ist, sondern in den späteren Teilen, als auch für andere von den Charakteren.

00:32:47: Genau, ich würde vielleicht ... Einmal die so ein paar Charaktere noch so ein bisschen vorstellen.

00:32:53: Also wie gesagt, Luise ist zu Beginn zehn und sie ist, ich würde sagen, sie ist insgesamt eine relativ unsichere Person, die auch viel, viel, viel mehr denkt, als sie sagt.

00:33:06: Tun das nicht alle Menschen?

00:33:07: Nee.

00:33:08: Nee?

00:33:09: Nee.

00:33:09: Ich glaube, dass wir immer davon ausgehen, dass wir diejenigen sind, die viel mehr denken, als sie sagen und die Menschen eigentlich machen das fast alle Menschen.

00:33:17: Ja, also ich gebe dir recht, dass es sicherlich viele Menschen gibt, bei denen das so ist.

00:33:22: Aber also das ist für mich schwer vorstellbar, weil ich weiß, dass es auch Menschen gibt, die halt keinen inneren Monolog haben.

00:33:31: Also die, die nicht dauernd irgendwas denken, sondern bei denen es halt auch einfach still sein kann im Kopf.

00:33:38: Und es gibt eben auch Menschen, die wirklich sehr viel und sehr ungefiltert einfach aussprechen.

00:33:44: Ja, da spielt es dann so raus.

00:33:46: Und jetzt Existenzbeispiele anzuführen für Leute mit Stille im Kopf.

00:33:50: Ich weiß ja jetzt nicht, dass es die überwiegende Anzahl ist.

00:33:52: Ich würde vermuten, dass tatsächlich die überwiegende Anzahl der Menschen relativ viel denkt.

00:33:57: Aber das ist genauso.

00:33:58: Dazu kann ich nichts sagen.

00:33:59: Ja, okay.

00:34:00: Es ist wieder aus der Kategorie Tobias Fazelt irgendwas und kann es nicht belegen.

00:34:08: Jetzt hätte ich gerne eine Studie dazu.

00:34:09: Kann es ja Nachschlagen aufs dazu Studien gibt und das in die Post-Production packen.

00:34:14: Mhm, weiter.

00:34:19: Und Luise hat etwas, was sie selber als Verstockung bezeichnet.

00:34:24: Soll heißen, es gibt Momente oder auch, ja, also es gibt Momente, in denen sie nicht so kann, wie sie will, insbesondere zum Beispiel Schwierigkeiten damit hat, was zu sagen, so.

00:34:37: Also ich glaube, so ein Kleinen kennen das wahrscheinlich viele, dass ... Also, ich weiß es nicht.

00:34:42: Ich kenne das auf jeden Fall von mir auch.

00:34:43: Das ist manchmal, wenn ich irgendwie eigentlich was sagen möchte, dass es manchmal schwierig ist, das dann tatsächlich auszusprechen.

00:34:50: Also, gerade wenn es entweder unangenehmes oder ich das Gefühl habe, es ist halt was in dem Sinne Wichtiges, dass es was verändern könnte.

00:34:58: Ich versuche das gerade zu nachzuspüren, was für eine Form Sie da vielleicht hat und was ich davon kenne.

00:35:06: Weil ich glaube, jeder kennt, dass man manchmal ... Irgendwas nicht gerne sagen möchte oder lange überlegt, wie man es sagt.

00:35:11: Ja, aber es geht nicht darum, dass sie es nicht möchte oder dass sie lange drüber nachdenkt, sondern dass sie es, auch wenn sie lange drüber nachgedacht hat und eigentlich weiß, was sie sagen will, dass sie es nicht rausbringt.

00:35:24: Das hat sie regelmäßig.

00:35:26: Das wäre von regelmäßig zu sprechen, aber öfter jedenfalls.

00:35:31: Okay, nehmen wir mal so hin.

00:35:33: Verstockung.

00:35:35: Dann gibt es Martin.

00:35:36: Der ist auch zu Beginn zehn und Luise ist bester Freund.

00:35:39: Und der ist, also der übt das Gewichtheben.

00:35:45: Der will mal Gewichtheber werden.

00:35:47: Und manchmal übt er das auch mit Luise.

00:35:49: Und dann hebt er Luise hoch und guckt, wie lange er sie hochhalten kann.

00:35:52: Also jetzt nicht so über den Kopf, sondern halt so, naja, er hebt sie halt, so wie man halt ein Mensch nur hochheben würde.

00:35:58: Jetzt sie halt hoch und guckt, wie lange kann er sie halten.

00:36:00: Ja.

00:36:01: Also jetzt nicht so pipi langstrommäßig, wie sie erfährt, so über den Kopf hält, das nicht.

00:36:05: Und das wäre doch die Endposition, die erhalten muss oder nicht?

00:36:07: Ja, wahrscheinlich.

00:36:08: Aber er ist erst zehn und er übt noch.

00:36:12: Und also ich meine, Louise ist halt ungefähr so schwer wie er offensichtlich, ne?

00:36:16: Also die sind halt gleich alt.

00:36:18: Also du musst schon auch nicht dein eigenes Körpergewicht über dem Kopf halten können mit zehn.

00:36:25: Nee, ist wahrscheinlich auf Dauer auch echt ungesund in dem Alter.

00:36:28: Möglich.

00:36:29: Aber gut, sie spielen Gewichtheben zusammen.

00:36:30: Ja.

00:36:31: Und wie lange hält er so durch?

00:36:32: Oh, das kann ich dir nicht sagen, aber...

00:36:34: Also ich meine, wenn er jetzt richtig gut ist, kann das ja auch echt selten werden.

00:36:38: Ich meine, dann hängt sie da vor ihm.

00:36:39: Ich stelle mir gerade so vor, er packt sie unter den Achseln, hebt sie halt so zehn Zentimeter hoch, sie baumelt da.

00:36:44: Ja.

00:36:44: Und dann gucken sie sich so an und so... Ja, nach zehn Minuten haben sie auch nichts mehr zu reden, aber er hält noch zwanzig Minuten durch.

00:36:50: Nee, nee,

00:36:51: nee, so lange nicht.

00:36:51: Also es sind jetzt eher ein paar Minuten.

00:36:53: Ja, was stelle ich mir das gerade vor?

00:36:55: Und dann stehen sie da und gucken so an und dann so ein bisschen gelangt, weil in der Gegend rum und dann wissen sie beide auch nicht weiter, bis er dann endlich nicht mehr kann.

00:37:05: Ja, das könnte vielleicht später passieren.

00:37:09: Aber nee, also das ist nur so ein paar Minuten.

00:37:12: und also er fragt auch vorher immer, Luise darf ich dich hochheben?

00:37:15: und dann sagt sie immer ja und dann hebt er sie halt hoch und dann sind alle... Und dann weiß sie, dass die

00:37:20: nächste halbe Stunde nichts mehr passiert?

00:37:21: Nein, es ist ja eben nicht eine halbe Stunde lang.

00:37:25: Ja, und dann lässt er sie wieder runter und dann sind alle beeindruckt von ihm.

00:37:30: Ja, von Selma haben wir schon gehört, das ist also Luises Oma und ja, schon eigentlich auch Luises wichtigste Bezugsperson.

00:37:37: Also Luises Eltern sind so ein bisschen abwesend, also geistig abwesend.

00:37:44: Ja, Luises Mutter hat einen Blumenladen und eigentlich überlegt sie seit fünf Jahren, also zu Beginn schon seit fünf Jahren, Luises Vater zu verlassen.

00:37:52: Äh, hat so bisher nicht gemacht.

00:37:54: Und ja, ist jetzt im Leben ihrer Tochter nicht so richtig präsent, hört ja auch eigentlich nicht zu.

00:38:00: Und Luise als ich erkläre, Luise als Ich-Erzählerin erklärt das damit, dass quasi die Frage, ob sie jetzt ihren Mann verlassen soll, in ihrem Kopf zu laut ist und dass sie nichts anderes mehr hören kann, gewissermaßen.

00:38:13: Und Luises Vater ist halt auch geistig irgendwie eher abwesend.

00:38:18: Er geht regelmäßig zur Psycho-Analyse.

00:38:21: kommt manchmal mit wilden Ideen davon zurück und ja, es an sich ist erarzt, arbeitet auch viel und ja, interessiert sich jetzt nicht so wahnsinnig für seine Tochter.

00:38:32: Was für wilde Ideen?

00:38:35: Ja, ich erzähle es einfach jetzt schon, kommt das später im Buch, aber zum Beispiel... Ist es ein

00:38:38: harter Spoiler?

00:38:39: Nein, es ist kein harter Spoiler.

00:38:40: Er schafft sich irgendwann einen Hund an, um den Schmerz zu externe... externe... den Schmerz zu externalisieren.

00:38:49: Also nach außen zu bringen.

00:38:51: Ja.

00:38:51: Aber wie jetzt, um den Hund zu treten?

00:38:54: Nee, einfach nur, dass es quasi eine physische Repräsentation seines Schmerzes gibt.

00:39:01: Weil der Hund ihm die Schuhe zerkaut und er dann den Schmerz außen sieht, oder?

00:39:05: Das

00:39:05: meine ich mit wilde Ideen.

00:39:07: Es macht aus meiner Sicht nicht so richtig Sinn.

00:39:09: Überhaupt

00:39:09: nicht?

00:39:10: Nee.

00:39:11: Ziemlich wild, ja.

00:39:12: Ja.

00:39:12: Ja, das heißt, Luises Eltern sind jetzt nicht so sehr für sie da.

00:39:16: Zum Glück wohnen die Oma im selben Haus.

00:39:18: Also, ich glaube, die Oma wohnt, also Selma wohnt unten und die anderen wohnen eigentlich oben.

00:39:22: Und Selma ist eigentlich diejenige mit der, also, ja, mit der Luise irgendwie.

00:39:27: Der Luise sich anvertraut und die ihr Sachen weitbringt und solche Sachen.

00:39:31: Ja, Selma ist sehr gerne Moscheri.

00:39:35: Was auch sonst?

00:39:36: Ja,

00:39:37: was auch sonst, ich... Also irgendwie gefühlt kenne ich nur sehr vereinzelt Leute, die gerne Moschari essen.

00:39:43: Ja,

00:39:44: ich kenne vor allem, glaube ich, Leute, die es gerne verschenken.

00:39:46: Ja.

00:39:47: Ich glaube, diese Marke lebt davon, dass Leute es dauernd verschenken.

00:39:50: Ich

00:39:50: glaube auch.

00:39:51: Und dann fragen sie alle Shit, was mache ich jetzt damit?

00:39:53: Ich mag das nicht.

00:39:55: Man müsste mal erheben, in wie vielen Haushalten es ist.

00:39:57: Und starfe Moschari gibt irgendwo in der Ecke, alle schon abgelaufen.

00:40:00: Ich hoffe, die meisten Leute schmeißen sie dann irgendwann weg.

00:40:04: Na ja, man will ja Lebensmittel nicht wegschmeißen.

00:40:06: Ja,

00:40:06: wenn sie abgelaufen sind.

00:40:08: Ja, das guckst du ja dich regelmäßig nach.

00:40:09: Du gehst ja nicht durch deine Moschereesammlung.

00:40:13: Du hast noch einen Monat.

00:40:14: Ah, zwei Jahre, das bleibt noch länger.

00:40:18: Ich meine, im Idealfall würde man die ja bevor sie ablaufen jemandem weiter schenken, die es mögen.

00:40:23: Ja, du findest aber niemanden.

00:40:25: Das sind ja alle so.

00:40:26: So ein Gespräch läuft ja so.

00:40:27: Hey, willst du eine Moschereepackung haben?

00:40:29: Nee, aber willst du zwei von mir haben?

00:40:35: Es gibt schon ein paar Leute, die gerne Moschere essen.

00:40:38: Also ich habe schon so vereinzelt Menschen im Kopf, nur also die kriegen halt auch so schon Moschere geschenkt und die wollen jetzt auch nicht jede Woche zwei Packungen essen, die meisten jedenfalls.

00:40:51: Ja, die kriegen es ja auch von allen geschenkt.

00:40:53: Ja, richtig.

00:40:54: Wenn du einmal so eine Moschere-Abgabestelle gefunden hast, leitest du ja alles dahin weiter.

00:40:59: Oh, naja.

00:41:00: Ja, aber also Selma wäre eine dankbare Abnehmerin dafür.

00:41:05: Und sie ist so ein bisschen, ich würde sagen, also kann man jetzt natürlich schwer beurteilen, weil wir das Buch ja aus Luises Sicht so ein bisschen erzählt bekommen.

00:41:12: Und für Luise ist es auf jeden Fall so, ich glaube eigentlich auch für das ganze Dorf, dass sie so ein bisschen, ja, die Frau ist, an die man sich wendet, wenn man nicht weiß, was man machen soll.

00:41:22: Also so, du hast keine Ahnung, geht zu Selma, die kann dir irgendwie helfen.

00:41:27: Und die weiß mal, was du tun ist.

00:41:29: und das ist irgendwie so eine... Ja, so eine starke Frau, die irgendwie, ja, die so ein bisschen alles im Griff hat.

00:41:35: Ja, man, Heinrich, lebt nicht mehr, der ist im Krieg gestorben.

00:41:40: Und also, Luise schreibt das so als, ja, also manchmal heißt es irgendwie, Luise ist, der ist im Krieg gefallen oder das im Krieg geblieben und Luise hat das als Kind nicht so ganz verstanden, was das eigentlich bedeutet.

00:41:52: Also, das im Krieg gefallen, ja, ist halt hingefallen, da ist er mal wieder aufgestanden, so.

00:41:57: Ja, bis er einmal nicht mehr aufsteht.

00:41:59: Oder er ist im Krieg geblieben, da hat sie halt auch so gedacht, okay, heißt das, er konnte sich vom Krieg einfach nicht losreißen und musste da bleiben, so, weißt du?

00:42:07: Kennst

00:42:07: du diesen Spruch, man muss immer einmal mehr aufstehen, als man hinfällt?

00:42:11: Ja.

00:42:12: Der ist total Unsinn, oder?

00:42:13: Du musst halt nur genauso oft aufstehen, wie du hinfällst.

00:42:16: Wo würdest du denn heraufstehen, wenn du nicht hingefallen bist?

00:42:19: Genau so.

00:42:20: Klingt am ersten Moment so richtig poetisch und tief und am zweiten Moment denkt man so, hm.

00:42:24: Ja.

00:42:25: Außer du fängst im Liegen an, da musst du natürlich einmal aufstehen, um überhaupt hinfallen zu können.

00:42:29: Ja okay, aber dann würde ich sagen, wenn du so anfängst, dann musst du sagen, du musst sehr viel öfter aufstehen, als du hinfällst, weil du jeden Tag aus dem Bett aufstehen musst und dir wahrscheinlich nicht ins Bett gefallen bist.

00:42:40: Wie fällst du abends nicht ins Bett nach einem anstrengenden Tag?

00:42:43: Manchmal, aber manchmal lege ich mich auch einfach ganz gesettet ins Bett.

00:42:48: Also wenn wir halt, wenn wir aufstehen, nicht nur nach hinfallen, sondern auch anders zählen, dann muss man sowieso viel öfter aufstehen, als man hinfällt.

00:42:55: Ja.

00:42:55: Deshalb gebe ich dir recht der Spruchsquatsch.

00:42:58: Danke.

00:43:00: Ich hab, als Kind haben wir irgendwie, da haben wir so ein Lied in der Schule mal gesungen.

00:43:06: Und da gab's so eine, in einem Vers hieß es, der Vater fiel im Krieg.

00:43:12: So.

00:43:13: Und ich hab... Ich habe als Kind, habe ich immer gedacht, dass wäre viel mit V gewesen.

00:43:18: Also der Vater ist einfach viel im Krieg und deshalb nicht zu Hause, weil er halt Soldat ist.

00:43:23: So.

00:43:24: Läuft innerlich kurzfristig auf selbe hinaus?

00:43:26: Ja, ja ihn.

00:43:27: Also viel mit F heißt, er ist halt auch tot.

00:43:30: Ja.

00:43:31: Und viel mit V hieß er nur, er ist halt viel nicht da.

00:43:34: Er fehlt nur was Verb in dem Satz, aber macht Sinn.

00:43:37: Ja, aber in einem Lied ist es ja manchmal so, dass da irgendwas so abgekürzt wird, dann ist halt mal kein Prädikat drin.

00:43:42: Nee, ich finde das total logisch.

00:43:43: Das erklärt ja ja auch keiner, wenn du es so denkst.

00:43:45: Ja, richtig.

00:43:47: Und das ist mir erst, also ich habe das auch immer so hingenommen.

00:43:50: Und ich weiß gar nicht, warum mir das nicht aufgefallen ist, als wir die, also wir haben da auch, also wir haben da auch die Littexte ausgeteilt bekommen.

00:43:56: Ich hatte so ein Buch, wo wir die dann so reingeklebt haben.

00:43:59: Ich weiß nicht, warum mir nicht aufgefallen ist, dass es da anders geschrieben ist, als ich es verstanden habe.

00:44:03: Vielleicht habe ich auch einfach gedacht, ja jetzt hat ein Ruckfehler.

00:44:06: Ich

00:44:07: glaube, dass Kinderköpfe sich oft von Dingen schützen, die sie noch nicht verarbeiten können oder wollen.

00:44:12: Und dass du an der Stelle wahrscheinlich einfach nicht so weit warst, dich mit der Realität, die dahinter steht, auseinanderzusetzen?

00:44:18: Ich glaube, ich habe einfach die... also ich kannte den Begriff nicht im Krieg fallen.

00:44:23: Weil also ich kannte halt fallen, aber nicht im Sinne von im Krieg als Soldat fallen.

00:44:30: Ja, natürlich.

00:44:31: Und wenn du das nicht kennst, dann hast du irgendwie auch keine Chance, das richtig zu verstehen.

00:44:36: Ja, aber es hätte dir auffallen können.

00:44:39: Du hättest auch fragen können, was ist denn das für ein komischer Satz so?

00:44:41: Was ist damit jetzt gemeint?

00:44:43: Und das tut man ja nicht unbedingt.

00:44:44: Das ist jetzt auch, natürlich ist es wieder so eine küchenpsychologische Erklärung ein Stück weit.

00:44:48: Aber ich glaube schon, dass Kinder an bestimmten Stellen auch nicht unbedingt nachfragen oder nur so viel nachfragen, wie sie gerade brauchen, um irgendwas für sich ihre Welt zu verstehen und sich dadurch dann halt immer so viel aufladen, wie sie jetzt auch gerade verarbeiten können auf eine natürliche Art und Weise.

00:45:02: Es wäre ja auch schlimm, wenn Kinder anders ticken würden, dann würden sie ja dauernd irgendwas fragen, was sie komplett überfordert.

00:45:07: Und dann würden sie drei Wochen nur noch heulen, weil sie irgendwas Böses gehört haben, so ungefähr.

00:45:11: Also mussten Kinder hin oder ein Kinderkopf, sagen wir so, schon ein bisschen auf diese Art und Weise funktionieren am Ende des Tages.

00:45:17: Ja.

00:45:17: Und es ist jetzt letztlich auch egal, wo die Wahrheit gerade lag, ob die einfach nur die Information gefehlt hat oder ob du zu der Zeit die Inhalte noch nicht verarbeiten wolltest.

00:45:26: Wie es herrwurscht.

00:45:27: Ja, aber also daran hat es mich irgendwie erinnert als ... Als es in den Buch jetzt aufgetaucht ist, mit dem Gefallen oder geblieben und da hätte ich das nicht zu verstehen.

00:45:36: Ja.

00:45:36: Und dann eine weitere sehr wichtige Person ist der Optiker.

00:45:41: Der Optiker hat auch einen Namen, aber niemand kennt den Namen so richtig.

00:45:44: Also alle sagen nur der Optiker.

00:45:46: Es gibt eine Stelle im Buch, da sagt er mal seinen Namen, er meldet sich halt am Telefon mit, hallo hier ist, und dann sagt er seinen Namen und die Person am anderen sagt, hey wer ist da?

00:45:54: Und er sagt der Optiker.

00:45:55: Ach so,

00:45:56: sagt das doch gleich so.

00:45:59: Also man kennt ihn als den Optiker, was ich irgendwie sehr schräg finde auf eine Art, denn er ist so Selma's bester Freund und hat so ein bisschen auch sowohl für Luise als auch für Martin so ein bisschen eine Rolle wie so ein Ersatzoper.

00:46:15: Also Selma und der Optiker haben mal zusammen den beiden Kindern Schnürsenkelbinden beigebracht oder die Urlösen und solche Sachen.

00:46:25: Ja irgendwie finde ich es regt, dass man ihn dann wird seiner Berufsbezeichnung nennt, aber ja, ich mein, warum nicht, wenn's allen damit gut geht?

00:46:33: Wenn's alle machen, wird's auch ganz komisch.

00:46:35: Wie meinst du das?

00:46:36: Naja, wenn Luise das jetzt zum Beispiel auch macht, also wenn Kinder das so machen, auch im persönlichen Gespräch, auch mit diesem Artikel.

00:46:42: Also ich glaub, der Optiker ist noch was anderes als Optiker.

00:46:45: Ja.

00:46:46: Also wenn ich über ihn spreche, klappt das ja echt gut so.

00:46:49: Ich

00:46:49: bin nachher mit dem Optiker zum Kuchenessen verabredet.

00:46:52: Alles Paletti.

00:46:53: Aber es geht ja schon eigentlich los so.

00:46:56: Das ist ja so ein, mit dem Artikel so ein stehender Begriff ist.

00:47:00: Also wenn ich jetzt dich einfach anspreche.

00:47:01: tatsächlich, also in so, oder wie eine Anrede in einem Brief so, sage ich dann Hallo der Optiker?

00:47:06: Nee, also du kannst ja so eine Anrede auch vermeiden, du kannst einfach nur Hallo sagen.

00:47:10: Und in einem Brief würdest du schreiben, lieber Optiker.

00:47:13: Also da ist ja der Artikel dann schon in dem Lieber drin, so gewissermaßen.

00:47:16: Okay, das heißt eigentlich heißt der Optiker und der Optiker ist so ein...

00:47:21: Also ich glaube niemand spricht ihn an.

00:47:24: mit Hallo-Optiker, sondern man vermeidet das einfach.

00:47:29: Kurzer Quergedanke noch, wenn man Lara hat und dann die Lara, verwirrt es mich regelmäßig, was jetzt gerade Phase ist.

00:47:36: Ich hatte das mit Jana und Diana als Kind tatsächlich.

00:47:42: Auch schlimm.

00:47:43: Ja, da hat mir wirklich auch Missverständnisse, um wen es jetzt geht.

00:47:48: Lass uns zurück zu dem Optiker kommen.

00:47:50: Genau, der Optiker hat zwei, ich wollte jetzt sagen Probleme, aber ich weiß nicht, ob Probleme das richtige Wort ist, aber das eine ist, er hat innere Stimmen, also er hört Stimmen und die sind nicht nett zu ihm.

00:48:03: Also die machen ihn gerne runter.

00:48:06: Das ist fies.

00:48:07: Ja, also innere Stimmen an sich, sei es mal nicht Schlimmes, aber die sind nicht besonders hilfreich.

00:48:15: Das ist das eine und das andere ist, dass er inner.

00:48:18: Ja.

00:48:19: Ich muss dich kurz unterbrechen.

00:48:20: Ja.

00:48:20: Und jetzt werden alle mit den Augen rollen.

00:48:22: Ich habe einen TED Talk gehört.

00:48:24: Okay.

00:48:24: Und die Message von dem TED Talk war an der Stelle, wenn du mit dir selbst sprichst, solltest du in der dritten Person von dir sprechen, war die These.

00:48:31: Aha.

00:48:32: Weil du zu dir selbst immer super streng bist oder wir zu uns immer super streng sind.

00:48:36: Und wenn du von dir in der dritten Person redest und sagst, Mensch, Lisa, mach doch mal, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du eher so mit dir redest, wohlwollend, wie du mit einer guten Freundin reden würdest.

00:48:47: Weil dein Beispiel war gerade keine dritte Person.

00:48:50: Mensch, Elisa, mach doch mal das zweite Person.

00:48:53: Das ist ein Ansprechen, ein Du.

00:48:55: Dritte Person wäre, wenn ich über mich spreche.

00:48:58: Also, wenn ich jetzt so was sage, wie Elisa

00:49:01: ist, Elisa ist

00:49:03: sehr nett oder Elisa kommt morgen schlecht aus dem Deck.

00:49:08: Beinlich genug, greib es noch weiter rein.

00:49:11: Ich wollte dich jetzt nicht bloß stellen, ich will es nur verstehen.

00:49:13: Also was meintest du jetzt?

00:49:17: Was meinst du?

00:49:22: Natürlich hast du recht.

00:49:23: Ja, nein.

00:49:24: Also, war dein Beispiel falsch oder war dritte Person falsch?

00:49:28: Mein Beispiel war, was.

00:49:29: nein, mein Beispiel war richtig, dritte Person ist falsch.

00:49:31: Okay, also du sollst dich selber ansprechen.

00:49:34: Wie eine beste Freundin.

00:49:35: Ja.

00:49:36: Weil du dann sanft damit hier umgehst und wenn du die erste Person vermeidest, vermeidest du damit auch einen übertriebenen Kritikmodus, den man so gegen sich sehr oft fährt.

00:49:46: Wenn man so hart zu sich selbst ist.

00:49:49: Und die These war, und ich weiß gar nicht, inwiefern das jetzt von Studien unter Mauert war, oder eher so ein inspirierender Talk, aber ich meine, da gab es doch eine Evidenz für.

00:49:57: Wenn du von dir in der, mit dir in der zweiten Person redest, also dich von außen ansprichst, wer eine Freundin, dann bist du sanft dazu, dir wohlwollender.

00:50:04: Und dann führt deine innere Stimme dazu, dass du ja besser mit dir umgehst und letztlich die Effekte positiver sind.

00:50:11: Also es ist nicht schied zu frehen, mit sich in einen inneren Monolog zu treten und so zu tun, als wenn man selbst eine andere Person exkursende.

00:50:18: Das ist doch auch eine schöne Botschaft vielleicht.

00:50:21: Es ist auch hilfreich für manche.

00:50:22: Ich glaube, man muss dann trotzdem noch dabei aufpassen, also weil man kann ja auch in der zweiten Person sehr gemein zu sich sein.

00:50:31: Also ich glaube, diese Vorstellung dabei, dass man mit einer Freundin spricht, könnte zusätzlich hilfreich sein.

00:50:39: Es gibt nichts, was dich da verschützt, nicht trotzdem negative Dialoge mit dir selbst zu führen, aber die Tendenz scheint so zu sein, dass man so eher dazu neigt, positiv mit sich selbst zu reden.

00:50:50: Ich kann da jetzt nicht mehr zu sagen, ich habe gesagt, Exkursende.

00:50:53: Alles gut.

00:50:54: Gut, dann gehe ich zurück zum Optiker.

00:50:56: Der Optiker ist nämlich Inselmar verliebt.

00:50:59: Ja, das ist ja auch der Opa zur Oma.

00:51:02: Ja, aber es gab ja auch einen richtigen Opa, der ja aber tot ist.

00:51:07: Und der Optiker, also er ist in Anfangszeichen heimlich in Selma verliebt, eigentlich wissen das alle außer Selma und...

00:51:17: Die andere Option wäre ja gewesen, das wissen alle außer dem Optiker.

00:51:20: Nie, also der Optiker weiß das schon.

00:51:23: und der struggles selber so ein bisschen oder sehr stark damit mit der frage soll das ihr sagen oder soll das ihr nicht sagen hat dann auch.

00:51:31: also hat lauter angefangene briefe an sie wo er versucht ihr das zu sagen und dann aber immer wieder aufgehört hat.

00:51:39: genau ich sage jetzt gar nicht dazu wie das irgendwie ausgeht weil das kommt später.

00:51:43: aber das ist halt auch eine von den in anfangs zeichen liebes geschichten die in dem buch irgendwie halt auch vorkommen.

00:51:51: Ja, dann gibt es auch noch weitere Dorfbewohner.

00:51:55: Eine wichtige Person ist noch Palm.

00:51:56: Das ist der Vater von Martin.

00:51:58: Der ist Alkoholiker und hat Jagdtunde, die in Ketten auf seinem Hof liegen und ist jetzt insgesamt nicht so ein Sympathieträger.

00:52:08: Ja.

00:52:09: Ja, also er hat Jagdtunde, weil er auch keine jagt.

00:52:14: Es hat einen Grund, warum Selma und der Optiker nicht nur Luise, sondern auch Martin.

00:52:19: quasi alles beigebracht haben, also Palme ist jetzt nicht so der, nicht so der Vorzeigevater, sag ich mal.

00:52:26: Dann gibt's noch Mali's, die hat den Beinamen die traurige Mali's.

00:52:32: Luise meint sie hat immer schlechte Laune.

00:52:33: Ist das am Mauling Mürte angelehnt?

00:52:36: Nee, glaub ich nicht.

00:52:38: Ich

00:52:39: schoß grad so durch meinen Kopf.

00:52:40: Nee, also die Verbindung würde ich nicht ziehen, keine Ahnung.

00:52:44: Aber es ist so, dass quasi, also die Kinder werden oft sozusagen zu ihr geschickt mal nachher gucken.

00:52:50: So, also so ein bisschen, ja, also was so ein bisschen zeigt so, dass das irgendwie auch so eine Dorfgemeinschaft ist, so in Form von...

00:52:58: Man achten ein bisschen aufeinander im positiven Sinne.

00:53:01: Ja, genau.

00:53:02: Ja, so ist eine Dorfgemeinschaft schön, wenn so ein Mann bespitzt sich gegenseitig, ist damit sehr doof.

00:53:09: Ja, aber das ist es halt in dem Fall wirklich gar nicht.

00:53:12: Wer von diesen ganzen Charakteren sind denn jetzt Hauptcharaktere und welche sind jetzt einfach Statisten, ist jetzt gemeingesagt.

00:53:19: Also die, ich würde sagen, die Hauptcharaktere sind eigentlich Selma, Luise, Martin und der Optiker.

00:53:24: Okay.

00:53:25: Und dann später gibt es noch eine weitere wichtige Person, die taucht da beim ersten Teil noch nicht auf, deshalb stecht die auch noch nicht vor.

00:53:31: Genau, und eine weitere... Wichtige Nebenfigur ist Elspeth, dass ist Selmas Schwägerin, also die Schwester von dem Verstorbenen Heinrich.

00:53:41: Die Schwester von dem Verstorbenen Heinrich.

00:53:43: Genau.

00:53:45: Und die ist die so ganz stark so abergläubisch im Sinne von, ja, also wenn du, also sagt dann so Sachen wie, wenn du gefundenes Brot ist, dann vergisst du fast, oder?

00:53:59: Solche Sachen und sie hat aber auch.

00:54:00: Gefundenes

00:54:00: Brot?

00:54:01: Ja, gefundenes Brot.

00:54:03: Wo würde man dein Brot finden und das noch essen wollen?

00:54:06: Ich würde hoffen, dass man da nicht unbedingt das noch ist.

00:54:10: Aber wenn, dann wirst du vergessen.

00:54:12: Vielleicht ist es halt auch so ein bisschen so ein, ja, du solltest ein Brot, was du irgendwo findest, nicht einfach essen.

00:54:18: Eigentlich, weil das halt gefährlich für dich sein kann, weil es ungesund sein könnte.

00:54:23: Und dann hat man aber so diese Erzählung, dass du das nicht tun solltest, weil du dann was vergisst.

00:54:29: Und das zieht vielleicht mehr.

00:54:31: Keine Ahnung.

00:54:32: Also sie macht das nicht auf diese erzieherische Art und es kann sein, dass diese Vorstellung vielleicht irgendwo daher mal kam.

00:54:39: Das ist quasi so eine erzieherische Maßnahme wahr?

00:54:43: in Form von wir versuchen Leute davon abzuhalten, gefundenes Brot zu essen, selbst wenn sie hungrig sind.

00:54:49: Ja, ja, aber du musst die richtigen Fragen erstellen.

00:54:51: Geht es hier um so ein Leibbrot, der irgendwo rum liegt, den man dann mitnimmt?

00:54:54: Oder geht es um so eine fertig geschmierte Stunde?

00:54:57: Egal.

00:54:58: Also, gefundenes Brot.

00:54:59: Das ganze Brot kann eine einzelne Scheibe sein.

00:55:02: Die kann geschmiert oder nicht geschmiert sein.

00:55:04: Ja, das ist das für alles gilt, ist mir klar.

00:55:06: Aber was ist die Geschichte dahinter?

00:55:07: Das ist ja wie mit so einem Schild.

00:55:08: Hinter jedem Schild gibt es eine Geschichte.

00:55:10: Ach so.

00:55:11: Ja, das kann ich dir nicht sagen.

00:55:12: Ich habe jetzt irgendwie habe ich so ein bisschen an einzelnen rumliegende Brotscheiben gedacht.

00:55:18: Aber ich kann dir auch nicht sagen, warum.

00:55:21: Aber es ist jetzt nicht so, dass es in dem Buch so passiert und sie dann sagt, dass jemand jetzt irgendwo ein Leibbrot findet und den ist, sondern sie sagt einfach, irgendjemand hat irgendwie was vergessen.

00:55:32: und dann fragt sie so, hast du gefunden das Brot gegessen?

00:55:37: Ich würde in der Verfilmung jetzt einfach in jeder Szene irgendwo eine Scheibebrot, eine Stulle oder auch ein Leibbrot platzieren.

00:55:46: Ich finde das ja lustig.

00:55:48: Ja.

00:55:49: Und falls irgendwo eine Szene vorkommt, wo jemand vergesslich ist oder sich an irgendwas nicht erinnert, würde ich die Person auch in der Szene vorher was essen lassen.

00:55:56: Jetzt kann man zurückkommen.

00:55:57: Ja.

00:55:58: Und sie hat aber auch so Hausmittel sozusagen, also keine Ahnung.

00:56:02: Also Dinge, die gegen Liebeskummer helfen sollen, die gegen keine Ahnung.

00:56:08: Also ich weiß jetzt nicht mehr, was man wofür braucht, aber... Was weiß ich, wenn dein Mann nicht nett genug zu dir ist, dann gib ihm Lebertran zu trinken oder keine Ahnung was.

00:56:17: So, ne?

00:56:18: Solche Sachen eigentlich in die Richtung.

00:56:19: Und es ist schon auch so, dass die, also die anderen im Dorf sind eigentlich nicht abergläubisch, sagen sie zumindest.

00:56:26: Aber es ist schon so, dass sie manchmal Elspet konsultieren für irgendwas.

00:56:32: Weil man glaubt zwar eigentlich nicht dran, aber vielleicht hilft's ja trotzdem.

00:56:36: Ähm,

00:56:37: genau.

00:56:38: Und Elsbeth versteht auch oft Scherze nicht so richtig.

00:56:42: Ja, habe ich mir einfach noch mit aufgeschrieben.

00:56:44: Das ist eigentlich auch gar nicht so wichtig.

00:56:45: Aber, also, ja, es ist oft so, dass sie, wenn jemand einen Witz macht, dass sie das nicht als Witz versteht.

00:56:52: Gern nicht versteht oder einfach nicht lustig findet?

00:56:54: Nee, nicht versteht.

00:56:55: Und das ist traurig.

00:56:57: Aber ist es nicht eigentlich sogar dasselbe?

00:57:00: Nee, ich kann schon, also ich kann schon verstehen, dass jemand... irgendwas, das irgendwas ein Witz sein sollte und trotzdem sagen ja, also ich finde es nicht lustig.

00:57:10: Und bei ihr ist es halt so, dass sie nicht identifizieren kann, dass es ein Scherz sein sollte.

00:57:15: Also ist sie auch komplett nicht immun, sondern ja schon irgendwie immun gegen Sarkasmus, Ironie?

00:57:22: Ja, wahrscheinlich schon.

00:57:24: Okay.

00:57:25: Ja, ich würde gerne einmal den ersten Absatz aus dem Buch vorlesen.

00:57:28: Also nach dem Prolog, mit dem Prolog kann ich persönlich nicht ganz so viel anfangen, sondern Ja, im ersten Kapitel, einfach um so einen kleinen Einblick zu geben, wie was ich meine mit der Sprache.

00:57:41: Als Selma sagte, sie habe in der Nacht von einem Okapi geträumt, waren wir sicher, dass einer von uns sterben musste.

00:57:47: Und zwar innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden.

00:57:49: Das stimmte beinahe.

00:57:51: Es waren neunundzwanzig Stunden.

00:57:53: Der Tod trat etwas verspätet ein und das buchstäblich.

00:57:56: Er kam durch die Tür.

00:57:57: Vielleicht verspätete er sich, weil er lange gezögert hatte, über den letzten Augenblick hinaus.

00:58:02: Also, damit haben wir schon mal so den... wird so das Setting gesetzt.

00:58:06: Ich meine, es ist ja im Klappentext auch schon gesagt worden, wenn sie von MoKapi träumt, dann stirbt irgendwie jemand.

00:58:12: Wen meinst du damit?

00:58:13: einer von uns?

00:58:14: Ein Ab von uns aus dem Dorf.

00:58:16: Okay.

00:58:16: Das klang jetzt irgendwie ein bisschen enger so, als wäre es innerhalb der Familie, oder?

00:58:20: Nee, also es ist tatsächlich dieses Dorf schon wirklich als so eine Gemeinschaft, dass so ein uns wirklich dann auch das ganze Dorf mit einschließt.

00:58:30: Oder dieses Via von ihr ja schon.

00:58:32: das ganze Dorf mit einschläst.

00:58:34: Ja, okay.

00:58:35: Ja, das ist so ein... Meistens mag ich das eigentlich nicht so gerne.

00:58:38: Das ist ja irgendwie so eine Vorausdeutschung irgendwie, wo jetzt schon gesagt wird, okay, innerhalb... Also, es stirbt jemand nach neunundzwanzig Stunden, steht der direkt im zweiten Rittensatz.

00:58:49: Aus welcher Perspektive erzählt sie das?

00:58:51: Also, ist ihr ich an der Stelle, ihr zehnjähriges ich?

00:58:55: Ist es das von aus Teil drei am Ende?

00:58:58: Ist es nicht so klar?

00:58:59: Das ist nicht so klar, würde ich sagen.

00:59:02: Ich hab jetzt gerade überlegt, ob man es irgendwie an der Art, wie sie erzählt, sehen kann.

00:59:07: Aber ich würde sagen, sie hat auch im letzten Teil immer noch so was Kindliches an sich.

00:59:12: Dass man jetzt nicht sagen kann, dass ich sagen würde, es könnte auch ihr was, was ich, was ich, was ich, was so erzählt.

00:59:21: Ja, das kann ich nicht sagen.

00:59:23: Also nichts genaues weiß man nicht.

00:59:24: Ja.

00:59:25: Ja, ist aber so typisch für so Prophezeiungen letztlich, dass es dann immer so gedreht und gedehnt wird.

00:59:30: Es gibt die vierzehnzehnten Regeln, aber plus fünf ist auch noch okay.

00:59:35: Ja, also ich mein, okay ist hier natürlich gar nichts, weil es stirbt halt jemand.

00:59:40: Ja, klar, auf den Todesfall gesehen.

00:59:44: Es ist schlimm, aber von der Erfüllung der Regel her, wahrscheinlich kann man es dann auch so drehen.

00:59:49: Sie träumen von dem Okapie und ein Monat später stirbt jemand, dann gibt es eine Ausrede, warum sich das noch um ein Monat verzögert hat.

00:59:55: Eigentlich wäre die Person schon direkt dran gewesen, aber...

00:59:58: Ja.

00:59:59: Keine Ahnung, der geschickte Arzt hat's noch mal ein Monat rausgehandelt oder was auch immer.

01:00:03: Ja.

01:00:04: Genau.

01:00:04: Also, ja, das ist ja wieder so was, wo man irgendwie, ja, nicht so, also, ja, Verbindungen finden kann.

01:00:13: Ja.

01:00:15: Und dann möchte ich gerne noch was vorlesen.

01:00:17: Ich habe ja schon, also wir haben ja kurz über das Okapi gesprochen, was irgendwie so zusammengeflickt auf dem, also als zusammengeflicktes Tier irgendwie auf dem Cover vorne drauf ist.

01:00:26: Also ich habe noch mal nachgeguckt.

01:00:29: Du hast völlig recht, dass es afrikanisch ist.

01:00:32: Also das Okapi heißt auch Waldgiraffe oder Kurzhaltsgiraffe.

01:00:36: Und es kommt tatsächlich ausschließlich im Regenwald in Zentralafrika vor und ist tatsächlich auch stark gefährdet.

01:00:44: Und es ist eben das letzte große Säugetier, was die Menschheit entdeckt hat.

01:00:54: Also das späteste entdeckte Säugetier.

01:00:57: Ich glaube, das ist schon wieder so eine westlich europäisch zentrierte Sicht auf die Dinge.

01:01:03: Ja, das kann sein.

01:01:05: Also ich vermute mal, dass die lokalen Einwohner das schon länger kann.

01:01:09: Wahrscheinlich, wobei es halt, also ja sicherlich, aber auch... Für die wahrscheinlich, also es ist halt jetzt kein Tier, was man oft zu Gesicht bekommt, wenn es in den Tiefen des Regenwalds lebt.

01:01:23: Aber sicherlich hast du trotzdem Recht damit, dass es Menschen gab, die es kannten, bevor irgendjemand aufgeschrieben hat, dass es das gibt.

01:01:30: Ich finde, also dadurch, dass es ja so von der Statur so was Pferdemäßiges hat, passt es aus meiner Sicht so voll schlecht in den Wald, also in den Urwald.

01:01:39: Er ist in meinem Kopf gerade viel zu dicht bewachsen und so.

01:01:42: Also ich habe so ein riesiges Gestripfe irgendwo nur mit der Machete durchgekommen, wenn man jetzt als Mensch durchwollen würde.

01:01:48: Und die Vorstellung ist wahrscheinlich richtig dumm.

01:01:51: Also entweder ist der Wald nicht so dicht oder dieses Tier einfach viel Gelenker hat sich das sehe.

01:01:57: Aber auf vier Beinen so in der Größe kannst du halt schnell laufen.

01:02:01: Ich sehe nicht, wie das in so einem dichten Wald vom Vorteil ist.

01:02:04: Andererseits, wenn das ein bisschen offener ist, als ich mir das vorstelle, in unseren Wäldern können Rehe ja auch laufen.

01:02:10: Ja.

01:02:10: Wahrscheinlich liegt die Wahrheit näher da dran.

01:02:13: Ja, glaube ich auch.

01:02:14: Aber ich war tatsächlich auch überrascht, dass es ein Wald hier in dem Sinne ist.

01:02:21: Also irgendwie hätte ich auch eher so an Steppen oder so gedacht.

01:02:25: Aber ja, deshalb heißt es ja auch Waldgiraffe, weil es halt was Besonderes ist, dass das tendenziell vor allem, oder was heißt vor allem, sondern ausschließlich im Regenwald lebt.

01:02:35: Er weiß, wie gut die Klettern können.

01:02:37: Und jetzt ist es an der Zeit ein meiner... scheitendsten Lieblingswitze anzubringen.

01:02:42: Okay.

01:02:43: Wo verstecken sich Elefanten mit roten Augen?

01:02:45: Ach so, in Kirschbäumen natürlich.

01:02:48: Genau, weißt du auch warum?

01:02:50: Na ja, weil es gut funktioniert.

01:02:52: Oder hast du schon mal einen Elefanten im Kirschbauen gesehen?

01:02:54: Genau so.

01:02:56: Okay, wenn man ihn so erzählt, wie wir es gerade gemacht haben, kommt er wahrscheinlich noch beschissen darüber.

01:03:01: Ja.

01:03:01: Willst du ihn nochmal richtig erzählen?

01:03:03: und ich sage immer nur, hey, keine Ahnung?

01:03:05: Ne, wir lassen das so.

01:03:06: Okay.

01:03:07: Das ist ein Witz zum selber Basteln, man muss ihn jetzt in die richtige Gesprächsreihenfolge bringen.

01:03:12: Okay, die Waldkiraffe, warum waren wir jetzt gerade bei der Waldkiraffe?

01:03:16: Weil ich über die noch ein bisschen was erzählen wollte, bzw.

01:03:19: also jetzt gerade habe ich, bin ich paar Fakten über das Okapi losgeworden.

01:03:23: und jetzt möchte ich nochmal kurz beschreiben, wie Luise das Okapi beschreibt.

01:03:27: Das macht sie nämlich an zwei Stellen im Buch.

01:03:30: Und das gefällt mir und deshalb möchte ich das auch nochmal vorlesen.

01:03:32: Okay.

01:03:33: Also, das Okapi ist ein abwegiges Tier.

01:03:36: Viel abwegiger ist der Tod.

01:03:38: Und es sieht vollkommen zusammenhangslos aus.

01:03:40: Mit seinen Zebra-Unterschenkeln, seinen Tapir-Hüften, seinem giraffenhaft geformten rostroten Leib, seinen Reh-Augen und Maus-Ohren.

01:03:48: Ein Okapi ist absolut unglaubwürdig.

01:03:51: In der Wirklichkeit nicht weniger als in den unheilvollen Träumen einer Westerwälderin.

01:03:55: Es war überhaupt erst zweiundachtzig Jahre her, dass das Okapi offiziell in Afrika entdeckt worden war.

01:04:00: Es ist das letzte große Säugetier, das der Mensch entdeckt hat.

01:04:02: Das glaubt er jedenfalls.

01:04:04: Vermutlich stimmt das auch, denn nach einem Okapi kann eigentlich nichts mehr kommen.

01:04:07: Wahrscheinlich hat schon sehr viel früher einmal jemand einen Okapi inoffiziell entdeckt, aber vielleicht hat er beim Anblick des Okapi geglaubt, er träume oder habe den Verstand verloren, weil ein Okapi, besonders ein plötzliches und unerwartetes, absolut zusammengeträumt wirkt.

01:04:22: Das Okapi wirkt alles andere als unheilvoll.

01:04:24: Es kann überhaupt nicht unheilvoll wirken, selbst wenn es sich anstrengen würde, was es soweit man weiß selten tut.

01:04:31: Selbst wenn es sich in Selmas Traum das Haupt von Krähen und Kreuzchen hätte umflattern lassen, die ja die Unheilfülle gepachtet haben, hätte es immer noch einen sehr sanftmütigen Eindruck gemacht.

01:04:41: Schön.

01:04:41: Jetzt frage ich mich, woher weiß sie denn genau, wie das Ding aussieht?

01:04:45: Auch in Träumen träumt sie auch davon?

01:04:47: Nee, sie träumt nicht davon.

01:04:49: Selma erzählt ihr halt davon.

01:04:50: Und wie das aussieht, kann man ja... Also es gibt Bilder im Internet von Okapis.

01:04:57: Wobei damals nicht im Internet.

01:04:59: von der Zeit, von der sie erzählt, als sie zehn war, da gab es kein Internet.

01:05:04: Das war noch die Zeit, wo man, also wo man noch nicht mal ein Handy hatte.

01:05:08: Und dann über Festnetztelefone miteinander telefonieren musste.

01:05:12: Das ist auch tatsächlich, kommt das im Buch mehrfach vor.

01:05:16: Also so telefonieren, was manchmal auch gar nicht so einfach ist.

01:05:21: Genau, und jetzt habe ich noch eine Kurzbeschreibung vom Okapi.

01:05:25: Auch von Louise wieder, diesmal nicht von ihr als Erzählerin, sondern im Gespräch, wo jemand fragt, was ist eigentlich ein Okapi.

01:05:31: Und dann sagt sie, das Okapi ist ein abwegeiges Tier, das im Regenwald lebt.

01:05:35: Es ist das letzte große Säugetier, das der Mensch entdeckt hat.

01:05:38: Es sieht aus wie eine Mischung aus Zebra, Tapir, Reh, Maus und Giraffe.

01:05:42: Also, du hattest ja vorhin noch den Hund, glaub ich, da drin gesehen.

01:05:46: Den sieht sie jetzt nicht.

01:05:47: Und sonst hat sie noch irgendwie ein Tapir rein gepackt, an den ich wirklich auch gar nicht gedacht hätte, wenn ich ehrlich bin, weil ... Ich tab hier auch jetzt nicht so sehr auf dem Schirm habe, ehrlich gesagt.

01:05:57: Aber ja, also Zebra und irgendwie bisschen Giraffe und ja, vielleicht eine Maus mit den Ohren.

01:06:04: Ja, ich habe gerade nebenher ein bisschen Recherche betrieben.

01:06:06: Okay.

01:06:07: Und es wurde tatsächlich jetzt, laut diesem Artikel, den ich hier aufhab, erst im letzten Jahr noch eine Säuget hier entdeckt.

01:06:15: Ach, spannend, was für eins.

01:06:19: Eines davon ist der Oling Guito.

01:06:22: oder in Klammern, Basari, Kion, Neblina, ein fleisch fressender Säuger, der im Nebelwald Kolumbiens und Ecuador's lebt.

01:06:31: Aha.

01:06:32: Der baumbewohrene Kleinbär wiegt etwa zwei Kilogramm und ist die erste neu entdeckte Säugetheat der letzten fünf, dreißig Jahre.

01:06:38: Okay, er kommt wahrscheinlich nicht ganz auf die Größe eines Okapis.

01:06:41: Wie groß sind die eigentlich?

01:06:42: Ich habe es mir jetzt mal so vorgestellt in der Größe von ungefähr einem Rehe, aber ich weiß nicht, ob das stimmt.

01:06:47: Wäre ja voll lustig, wenn die eigentlich so ganz klein sind, das wird auch wieder besser zum Wald passen.

01:06:51: Wenn die so schieben bei einem Hochsensor, wie so kleine Fußhupenhonder.

01:06:54: Nein, ich bin mir ziemlich sicher, dass die größer sind als das.

01:06:57: Aber ich weiß es nicht.

01:06:58: Gugelst du das jetzt schnell?

01:07:00: Oder?

01:07:00: Wie groß ein Okapi ist?

01:07:02: Ja.

01:07:02: Okapi.

01:07:03: Hier sind Bilder.

01:07:05: Wikipedia zu Okapis.

01:07:07: Okapis erreichen im Schnitt eine Länge von zweieinhalb Metern, eine Schulterhöhe von eins Komma fünf Metern und ein Gewicht von zweihundert bis drehundert Kilogramm.

01:07:17: Krass, das ist viel größer als ich dachte.

01:07:19: Ja.

01:07:19: Also, eins, fünf, das ist ja, das ist schon kein Pony mehr, sondern ein richtiges Pferd, oder?

01:07:26: Ja, und ich glaube mit Schulterhöhe meinen sie halt stockmaß.

01:07:28: Ja.

01:07:28: Das heißt?

01:07:29: Ja, deshalb.

01:07:30: Und ich meine, also ich habe irgendwie im Kopf das Pony nur bis genau eins, fünfzig.

01:07:36: Nee, das kann nicht sein.

01:07:37: Das ist schon zu viel.

01:07:39: Geht es beim Pony um die Größe oder auch um die Rasse des Pferdes?

01:07:43: Es geht um die Rasse, aber quasi welche Rasse du wie ein Ordnest hängt halt von der Größe

01:07:49: ab?

01:07:49: Ja, das bedeutet, aber du kannst ein Pony sein und größer sein, weil deine Rasse im Schnitt kleiner

01:07:53: ist.

01:07:54: Ja, ja, ja.

01:07:54: Ach,

01:07:54: es ist verzweckt, wie immer.

01:07:57: Ja, ansonsten scheinen diese Handel so gesagt, dass sie stimmen.

01:08:00: Sie sind verbreitet in Zentralafrika, im Norden der demokratischen Republik Kongo.

01:08:07: Ist doch Zentralafrika.

01:08:09: Ja, nur um es zu präzisieren.

01:08:10: Okay.

01:08:12: Die Tiere sind Einzelgänger, wurden nur selten als Paare oder einen kleinen Gruppen gesehen.

01:08:17: Sie haben ein Aktionsraum.

01:08:19: Männchen bewegen sich in einem Aktionsraum von zehn Quadratkilometern und legen täglich etwa vier Kilometer zurück.

01:08:24: Weibchen und jüngere Tiere machen weniger.

01:08:27: Die Männchen markieren ihre Reviere offenbar mit Urin.

01:08:30: Um zehn Quadratkilometer zu besprengen, musst du natürlich schon.

01:08:35: Musst du viel Kaffee trinken.

01:08:38: Ja.

01:08:39: Und genaure Erkenntnisse zum Sozialverhalten liegen jedoch nicht vor.

01:08:43: Gut, wenn die auch nur da vorkommen, kann man es auch wenig beobachten.

01:08:46: Das ist wahrscheinlich auch eher von geringerem Interesse, die weniger, die verbreitert sind.

01:08:50: Sie fressen Blätterknospen und Junggetriebe.

01:08:53: Das ist wie bei einem Reh.

01:08:55: Okay, also sind wie afrikanische Rehe, die aus mehreren Tieren zusammengesetzt sind, aber größer.

01:09:03: Und es scheint tatsächlich eine Art Giraffe zu sein, in der Systematik der...

01:09:07: Ja, deshalb auch Kurzhalz-Giraffe.

01:09:09: Ja, es könnte ja auch nur ein Sprechner Name sein.

01:09:11: Ach so.

01:09:12: Ja, du meinst so wie mehr Schweinchen nichts mit Schweinen zu tun haben?

01:09:16: Und nichts mit mehr?

01:09:18: Warum heißt ein mehr Schweinchen eigentlich mehr Schweinchen?

01:09:20: Das ist eine gute Frage.

01:09:22: Zumal sie am englischen Ginni-Pix heißen.

01:09:25: Okay, dann haben wir das Schweinchen auch.

01:09:27: Ja, dann haben wir das Schweinchen auch, aber dafür halt quasi den Ort, also das Land, wo man sie vielleicht am ehesten herkennt oder so.

01:09:35: Ja gut, du entdeckst ein mehr Schweinchen neu, bist du Seefahrer.

01:09:38: schon komplett so Skobut geschüttelt.

01:09:41: Völlig am Ende kommst du da an und siehst kleine süße Tierchen über den Boden flitzen und was sie näher als die Schweine zu nennen.

01:09:48: Und vielleicht ist es gar nicht so abwegig, wenn du dir Schweine ein bisschen wilder vorstellst und nicht so die rosernen Hausschweine, sondern eher Wildschweine denkst, dann könnte ein Meerschweinchen tatsächlich ein Wildschwein in Mini.

01:10:01: relativ ähnlich sehen, wenn du jetzt nicht in irgendwelchen Wildschweindüms mit den Hauern und so, sondern so die weniger überzüchteten Hausschweine, die es wahrscheinlich damals gab, die einfach ein bisschen fälliger auch aussehen.

01:10:12: Er erklärt sich Tobias gerade mal wieder in seiner Kategorie so die Welt.

01:10:16: Ob es stimmt oder nicht, man weiß es nicht, Leute googelt's lieber.

01:10:20: Freier erfunden an dieser Stelle.

01:10:23: Klingt aber zumindest auf den ersten Blick plausibel.

01:10:26: Ja, ich werde es jetzt auch nicht für eine Pause-Production googeln.

01:10:29: Ja, okay, ich glaube, ich habe eigentlich alles gesagt, was ich über das Buch so vorher sagen wollte.

01:10:34: Also ich meine, ich habe jetzt nicht so wahnsinnig viel zur Geschichte gesagt, was jetzt so wirklich in dem Buch passiert, außer halt irgendwie selber träumt von Umo Kapi, alle denken, jemand stirbt, irgendjemand stirbt auch, und wie geht das Dorf so insgesamt damit so um?

01:10:46: Aber viel mehr kann man irgendwie zur Geschichte auch, finde ich, vorab gar nicht so unbedingt sagen.

01:10:52: Und eigentlich muss man auch nicht mehr wissen.

01:10:53: Also es reicht irgendwie, also ich finde, dass das wirklich ... Entscheidende an dem Buch ist gar nicht so die Geschichte, die einzelnen Dinge, die irgendwie passieren, sondern so diese Gesamtheit des Dorflebens und die Art, wie das angeguckt wird und wie Gedanken und Gefühle beschrieben und geäußert werden.

01:11:15: Das klingt nach so einem Buch.

01:11:16: Wenn man da reinkommt, ist das richtig gut.

01:11:19: Und es klingt auch nach einem Buch, wo es irgendwie am Anfang total schwierig ist, einen Zugang zu finden.

01:11:24: Weil du ja nichts hast, was dich reinzieht.

01:11:26: Im Gegenteil, es könnte ja hier eher so ein bisschen abschreckend sein, dass man sagt so, war tot und so.

01:11:31: Also könnte ja entsprechend schwierige Materie sein.

01:11:34: Und wenn ich jetzt in einen Actionbuch suche, wo so keine Ahnung, eine Vorhersage eines Todes nach der anderen folgt, so Schlag auf Schlag, das gibt es hier wahrscheinlich nicht.

01:11:43: Nee, also in Actionbuch ist es wirklich gar nicht.

01:11:46: Ja, und dann würde ich das Buch auch nicht lesen.

01:11:48: Und andererseits, wenn ich jetzt in so einem... Ja, aber man müsste ein Wort für solche Bücher, so ein Versinkebuch, ist man so ließ, dann ist man so drin und es einfach so fühlt sich organisch an.

01:11:59: Man ist so, ja, so ein Buch, was einen so mit treibt.

01:12:03: Bisschen so wie so ein Schwimmbäcken mit einer Strömung.

01:12:07: Aber man muss sich einmal erst überwinden, in das Schwimmbäcken zu gehen, weil das Wasser ist ein bisschen kälter als es vielleicht nach der warmen Dusche vorher angenehm ist.

01:12:15: Es ist ja immer kalt duschen, bevor ihr schwimmen geht, Leute.

01:12:19: Ich bin warmduscher, nix da.

01:12:20: Ich an sich auch, aber nicht im Schwimmbad.

01:12:23: Ich stehe dann aber auch eine halbe Stunde am Becken, bis ich so durchgefroren bin, bis ich mich dann das Wasser der Trauer.

01:12:30: Okay.

01:12:31: Ja, und dann stelle ich mir, also in meinem Kopf ist es so, wenn es dich dann erstmal so mitgenommen hat und vielleicht sind die ersten Schritte schwierig, vielleicht musst du dich noch bis zu dem Wassertunnel im Schwimmbad bewegen und dann die Strömung ansetzt.

01:12:41: Aber wenn der einmal drin ist, dann fühlt es sich so einfach an und dann will man da auch gar nicht mehr raus und es nimmt einen so mit.

01:12:47: Also für mich war bei dem Buch tatsächlich irgendwie die Überwindung es aufzuschlagen.

01:12:52: Also weil irgendwie, also ich hab mir gesagt, das hat irgendwie lange bei mir rumgelegen und eigentlich wollte ich es lesen und dann hab ich es irgendwie doch dauernd nicht gelesen.

01:13:00: Und also ich hatte es auch mehrfach irgendwie irgendwo hin mitgenommen, weil ich gedacht habe, in diesem Urlaub lese ich es dann mal oder wie auch immer oder auf dieser Zugfahrt und hab das dann irgendwie irgendwie doch nicht gemacht.

01:13:10: Und ich glaube, weil mich das vom Klappentexte ja noch nicht so reingezogen hat oder ich weiß nicht, aber... Als ich es dann aufgemacht habe und die ersten Sätze gelesen habe, jetzt die, das was ich auch eben vorgelesen habe, da, da war ich dann schon so, so drin, weil das dann so, so leicht auch zu lesen ist und so, man schon relativ schnell dann auch in dieses Reinkommt so, ja okay und was passiert denn jetzt, wenn sie jetzt davon geträumt hat und was machen denn die Leute jetzt?

01:13:36: Ja.

01:13:37: Und weil man den Charakteren auch irgendwie, ich finde man kommt ihnen sehr schnell sehr nahe.

01:13:43: Und das finde ich schön.

01:13:44: Ich glaube dir auch, dass das Buch wahnsinnig gut ist.

01:13:46: Ich habe jetzt tatsächlich auch noch so ein bisschen die Hemmung aufzuschlagen sozusagen.

01:13:50: Und auch ein bisschen, weil das Cover ist jetzt keins, wo ich so denke, boah, ich habe unbedingt Bock, dieses Buch aufzuschlagen.

01:13:57: Was total unsinn ist, weil was haben Cover schon großartig mit den Inhalten der Bücher zu tun, aber es ist ja schon so, man hat eine Assoziation damit im Kopf erstmal.

01:14:06: Und ein Obstbaum okapi ist jetzt nichts, was mich dazu animiert, sofort dieses Buch lesen zu wollen.

01:14:12: Ich würde jetzt wahrscheinlich, wenn wir nicht weiter drüber sprechen würden, mir tatsächlich das Hörbuch dazu kaufen, weil ich jetzt schon mehr wissen wollen würde, aber... Das ist

01:14:19: schon mal gut.

01:14:20: So, das Buch selbst würde ich jetzt noch nicht aufmachen und lesen wollen.

01:14:24: Das wäre mir noch eine Stufe zu anstrengend.

01:14:26: Okay.

01:14:27: Also wenn ich es jetzt hier mir von dir allein würde, um es zu lesen, würde ich es wahrscheinlich auch eine ganze Weile erst mal hin und her tragen, bis ich dann wirklich reingucke.

01:14:34: Kann ich gut verstehen, dass du das gemacht hast, so.

01:14:37: Ja, ich hatte eigentlich gehofft, ich hätte jetzt vielleicht diese Hemmungen ein kleines bisschen abbauen können, weil... sich wirklich lohnt und man die Hemmung wirklich nicht haben muss.

01:14:46: Also irgendwie hatte ich sie ja und ich weiß gar nicht so richtig warum, aber muss sie nicht haben.

01:14:50: Also das Buch, also das Wasser ist gar nicht so kalt.

01:14:55: Ja, du hast ja auch kalt geduscht.

01:14:58: Ich glaube, dass mich das wahrscheinlich, also die Chance gut ist, dass es mich sehr schnell mitnimmt.

01:15:04: Ja.

01:15:04: Okay, also du musst es ja gar nicht lesen, denn ich erzähle dir ja gleich in der B-Folge, alles, was du über das Buch wissen willst.

01:15:10: Ich hoffe, ihr habt vielleicht, also vielleicht ein paar von euch haben vielleicht losbekommen, das Buch zu lesen.

01:15:14: Falls ihr es nicht eh schon kennt, ich glaube ganz viele haben das Buch wahrscheinlich auch schon gelesen.

01:15:18: Ich bin ja so ein bisschen late to the party an der Stelle hier.

01:15:21: In zehn Jahren ist die Folge hier auch wieder aktuell.

01:15:24: Besonders.

01:15:25: Dann wachsen ja ganz viele Menschen nach, die es noch nicht gelesen haben.

01:15:27: Ach

01:15:27: so meinst du, ja.

01:15:30: Also das ist wirklich, das ist ein Buch, von dem ich mir auch vorstellen kann, dass das irgendwann mal, ich weiß jetzt nicht, ob es ein Kompliment ist oder nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es mal eine Schullektüre wird.

01:15:40: Also das ist zumindest, dass es in vielen Jahren immer noch gelesen wird, so als so ein Klassiker aus der heutigen Zeit.

01:15:48: Und ich kann mir tatsächlich auch vorstellen, dass es irgendwie in den Lehrplan an manchen Stellen aufgenommen wird oder zumindest als optionale Lektüre an manchen Stellen, weil da ganz, ganz viel drin steckt und man da auch sehr gut drüber reden kann.

01:16:05: Gut drüber reden können ist gut, glaube ich.

01:16:08: Ja, es ist besonders gut für ein Podcast.

01:16:10: Dann schauen wir demnächst mal.

01:16:12: Ja, euch viel Spaß beim Lesen, falls ihr es lesen wollt.

01:16:14: Jo, dann beschreibt uns oder lasst uns eine Nachricht da, wenn ihr auch von Okapis träumt.

01:16:20: Ich hoffe, dann stirbt niemand.

01:16:22: Oder wovon ihr überhaupt?

01:16:24: habt ihr so regelmäßige Traummuster?

01:16:26: Das würde mich interessieren.

01:16:27: wenn Leute tatsächlich regelmäßig von irgendwas träumen.

01:16:31: Schon auch sehr persönlich, ne?

01:16:32: Ja, aber wenn man mir so was persönliches schreiben mag, les ich es gerne.

01:16:37: Wenn es sogar so Deutungen hinter gibt, das wäre auch noch spannender.

01:16:41: Wenn ihr Luzide träumen könnt, bin ich auch immer etwas hier dran.

01:16:44: Ich glaube, ich hatte das einmal in meinem Leben.

01:16:46: Echt?

01:16:47: Spannend.

01:16:48: Dass ich mir bewusst war, dass ich gerade träume.

01:16:50: Und dann habe ich es trotzdem nicht richtig genutzt.

01:16:52: Ich habe nur manchmal so verschachtelte Träume, dass ich irgendwann

01:16:57: Inception...

01:16:57: Ich weiß nicht, ich habe Inception nie vollständig geguckt.

01:17:00: Der Traum und Traum ist die

01:17:02: Idee.

01:17:02: Ja, genau.

01:17:02: Ich habe schon mal vier Stufen gehabt.

01:17:04: Dann bin ich im Traum aufgewacht, dachte so, jetzt bin ich wach und dann bin ich noch mal aufgewacht und war immer noch nicht wirklich was, sondern hat nur geträumt, dass ich aufgewacht bin quasi.

01:17:14: Und das Ganze wirklich in vier Stufen, bis ich dann wirklich... im echten Leben aufgewacht bin.

01:17:19: Und wenn ich dann wirklich, wirklich wach bin, dann kann ich auch, also ich hab schon so, ne, dann gibt's auch Sachen, woran ich merke.

01:17:26: Also jetzt weiß ich zum Beispiel wirklich, das ist definitiv kein Traum, was wir hier machen.

01:17:29: Ich bin hier gerade wirklich wach.

01:17:31: Aber in meinen Träumen, in denen ich aufgewacht bin, hab ich im ersten Moment auch jeweils gedacht, dass ich wach bin, nur hab dann halt nicht tiefer drüber nachgedacht.

01:17:39: Ja, komischer Quatsch am Ende noch.

01:17:43: Mich würde total interessieren, ob es euch mit diesem Buch auch so ging, dass ihr da erst mal Respekt vorhattet.

01:17:49: Oder ob ihr das direkt so gelesen habt und euch direkt drin wohlgefüllt habt.

01:17:55: Oder was euer Erlebnis mit diesem Buch war.

01:17:57: Oder ob ihr andere Bücher habt, bei denen ihr erst gedacht habt, ich weiß nicht so richtig.

01:18:02: Und dann ist vielleicht eins eurer Lieblingsbücher geworden ist.

01:18:06: Schreibt uns das gerne.

01:18:07: Ansonsten lasst uns gerne eine Bewertung da, am liebsten eine positive.

01:18:11: Das

01:18:11: wäre schön.

01:18:12: Ja,

01:18:12: wenn sie negativ sein soll, lasst den auffahren, das eher anstrengend.

01:18:16: Aber so aufwendig ist das gar nicht mit so einer Bewertung.

01:18:18: Also wenn ihr was Positives zu sagen habt, lasst sie gerne da.

01:18:21: Und empfet uns einfach einer Person weiter, die uns noch nicht hört oder kennt.

01:18:25: Bis zur B-Folge.

01:18:26: Bis dann, tschüss.

01:18:27: Ciao.

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