003B1 "Scandor" im Detail Teil 1
Shownotes
In dieser Folge dreht sich alles um die Wahrheit und das nicht lügen Wollen. Tobias will endlich wissen, was es mit den Andeutungen auf dem Klappentext auf sich hatte. Dem nähern wir uns allmählich. Teilweise ist diese Folge ein bisschen Paradox und weil wir solange über Scandor reden mussten, handelt es sich hier um den ersten Teil eines Zweiteilers. Keine Sorge, der nächste Teil folgt natürlich. Als kleiner Trost enden wir in dieser Folge mit einem vermeintlichen Mitternachtssnack. Naja, nicht für euch. Das ist einfach ungefähr die Mitte gewesen. Aber hey! Mitternachtssnack bleibt Mitternachtssnack!
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00:00:03: Zwischen die Seiten geflüstert, der Podcast.
00:00:06: Setz dich zu uns aufs Sofa und wir reden zusammen über ein Buch aus unserem Bücherregal.
00:00:18: Okay, dann lass uns loschen.
00:00:20: Ja, ich habe gerade, ich muss mich noch kurz loswerden, einen Artikel gelesen, wo es darum geht, dass ANC-Kopfhörer, also Noise Cancelling, das Gehör schädigen können, wenn man die zu viel nutzt.
00:00:30: Aber das Problem ist wohl, dass die Leute, gerade wenn sie es jetzt im frühen Jugendalter benutzen und wenn sich das Gehör noch ausprägt und diese Fähigkeit zu hören, dass du dann verlernst, dich auf bestimmte Töne zu fokussieren, weil du dieses Umgebungsrauschen nicht so hast und im Alltag nicht lernt, dass du verschiedene Geräusche auseinanderhalten können musst, sondern weil du immer den Sound, den du haben willst, auf den Ohren hast.
00:00:51: ... und nicht trainierst, dich auf das eine Ding zu fokussieren.
00:00:54: Ich finde das ziemlich krass.
00:00:55: Okay, aber das klingt wie, wenn man das halt wirklich ... ... keine Ahnung, acht Stunden am Tag macht oder so?
00:00:59: Ja, also in dem Fall war die ... ... betroffene Frau, woher hat er wohl angegeben, ... ... das ungefähr fünf Stunden am Tag zu machen.
00:01:05: Okay.
00:01:06: Wobei ich jetzt finde, fünf Stunden am Tag, das ist zwar viel, ... ... aber es werden ja auch nicht alle blind die fünf Stunden am Tag ... ... Fernsehen gucken.
00:01:12: Ja.
00:01:12: Und können oder kurzsichtig, ... ... weiß ich nicht mehr, die Fernsehen gucken können oder so.
00:01:16: Also nicht sofort zumindest.
00:01:17: Ja.
00:01:18: Bei mir hat es jetzt fast vierzig Jahre gedauert.
00:01:22: Also fand ich krass, aber in den Rest der Zeit, gut, dann schläfst du noch acht Stunden oder so.
00:01:27: Dann sagen wir Teenager neun, sind noch mal großzügig, keine Ahnung.
00:01:30: Dann bist du bei fünf plus neun noch vierzehn.
00:01:33: Dann hast du immer noch zehn Stunden am Tag, wo du das andere Programm hast, also quasi Verhältnis.
00:01:38: Ja.
00:01:39: Und das das das gehört dann schon oder die Fähigkeit ist hin so im Einflussen kann finde ich krass.
00:01:43: Ja schon krass.
00:01:44: Hätte ich nicht gedacht.
00:01:45: Also weniger Noise Cancelling.
00:01:46: Ja die Frage ist ob es das Noise Cancelling ist oder insgesamt Kopfhörer.
00:01:50: Ja.
00:01:50: Obwohl vorher hat man wahrscheinlich einfach die Kopfhörer lauter gedreht wenn die Umgebungsgeräusche gestört haben.
00:01:55: Das hat tendenziell auch das Gehör geschädelt.
00:01:59: Google hatte so ein Kopfhörer Paar.
00:02:00: Also so ohrsteppsel.
00:02:01: Die hatten kein neues Känseling, die hatten aber adaptive Lautstärken-Einsteuerungen.
00:02:05: Das heißt, wenn die Umgebung lauter wurde, ist die Musik einfach mit lauter geworden, damit es sich nicht nervt.
00:02:09: Ja, geil.
00:02:09: Ja.
00:02:11: Gut, im gewissen Rahmen vielleicht okay.
00:02:12: Also, könnte man auch andersrum sehen, du kannst es in leisen Umgebungen sehr leise hören.
00:02:15: Ja.
00:02:16: Und du musst es nicht dauerhaft auf laut haben.
00:02:18: So kann man es positiv drehen.
00:02:19: Man kann aber auch sagen, es bläst einfach die Ohren weg, wenn du in den Lautumgebungen kommst.
00:02:23: Ja.
00:02:23: Ist wahrscheinlich eine persönliche Präferenz der Einstellung.
00:02:25: Gut, jetzt haben wir so ein kleines Intro für die Folge.
00:02:29: Ich weiß nicht, ob ich das nachherrauscht.
00:02:30: Ich dachte, für diese Art von Folgen machen wir kein so ein Intro.
00:02:33: Es ist ja auch kein so ein Intro, sondern es ist etwas, was ich gerade gelesen habe.
00:02:36: Ja,
00:02:37: es ist einfach ein Ruhig.
00:02:38: Ich meine, es geht auch um Lesen.
00:02:39: Es war zwar kein Buch, aber hey.
00:02:42: Ja, Tobias hat etwas gelesen.
00:02:44: Eine Neurobrik.
00:02:45: Also nur, dass wir jetzt alle wissen, auch Tobias kann lesen.
00:02:48: Tobias liest Zeug im Internet.
00:02:51: Ja.
00:02:52: Ja, herzlich willkommen zur B-Folge von Scandore.
00:02:59: Herzlich willkommen auch aus der Postproduktion.
00:03:02: An dieser Stelle zwei kleine Hinweise.
00:03:04: Der erste, das hier ist wie gewohnt eine B-Folge, das heißt mit Spoilern und Details zum Buch, also seid gewarnt.
00:03:10: Und der zweite, wir haben ziemlich lange über Scandor geredet am Ende, wirklich lange und deswegen haben wir entschieden diese Folge zwei zu teilen.
00:03:16: Das heißt nach ungefähr der Hälfte der Folge machen wir einen Break und in der nächsten Folge geht es dann weiter mit dem zweiten Teil.
00:03:23: Nur dass ihr euch nicht wundert, dass wir gegen Ende dieser Folge natürlich mit dem Buch noch nicht durch sind.
00:03:27: Das besprechen wir alles auch noch im zweiten Teil dieser B-Folge.
00:03:33: Mit Philipp und Tessa als Protagonisten.
00:03:36: Wow, das weißt du noch, krass.
00:03:37: Ja, vielleicht habe ich auch kurz auf den klappen Text geguckt, bevor wir gestartet haben.
00:03:41: Ah, smart.
00:03:43: Nein, ich hätte die Namen nicht mehr zusammen bekommen.
00:03:44: Ich vergesse den Namen immer sofort, wenn du sie mir sagst.
00:03:46: Also, du kannst dich mir vorstellen.
00:03:48: Und zwei Minuten später weiß ich deinen Namen nicht mehr außer ich bin gerade dabei, aktiv die Namen mir zu merken in deiner Gruppe oder so.
00:03:54: Ja.
00:03:54: Und dann schaffe ich es auch nur ein Drittel der Namen wirklich auf Anhieb zu behalten.
00:03:58: Aber auch da ist ein Drittel ganz schön beeindruckt.
00:04:01: Also je nachdem wie viele es jetzt sind, aber wenn wir jetzt mal von zwanzig Leuten ausgehen und du hast ja ein Drittel der Namen dann sofort gemerkt, findest du schon ganz gut.
00:04:07: Ja, diese Fähigkeit habe ich irgendwann ausgeprägt im Judo-Training, wenn du eine Kindergruppe hast.
00:04:12: eine neue Kindergruppe, alle mit weißem Gürtel.
00:04:14: Alle haben dasselbe an, quasi.
00:04:16: Wenn nämlich ein weißen Anzug mit weißem Gürtel, dann muss man sich wirklich wirklich Mühe geben, die Namen der Kinder schnell zu lernen.
00:04:23: Und gerade im Judo-Training musst du sie auch dauernd ermahnen.
00:04:25: Philipp, komm her, auf rum zu blödeln.
00:04:29: Tessa, hör auf mit deiner Nachbarin zu quatschen, ich will was erklären.
00:04:34: Ja, ja, ja.
00:04:35: Das klappt viel besser, wenn man dich dann persönlich anranzt, als wenn man sagt, ey du da.
00:04:39: Ja, auf jeden Fall.
00:04:39: Du musst
00:04:40: auch zuhören.
00:04:40: Und in der Regel habe ich zwei bis drei Trainings gebraucht, dann konnte ich die Namen der Gruppe.
00:04:45: Ja, das ist cool.
00:04:46: Und dann gibt es immer das eine Kind, beziehungsweise das eine Paar von Kindern, wo du nicht weißt... Wer war jetzt Philipp und wer war Kevin?
00:04:54: Kevin, Philipp, Philipp, Kevin.
00:04:55: Weil die muss man sowieso immer beide zusammen ansprechen, weil sie mal beide zusammen scheiße machen.
00:04:59: Nee, nicht unbedingt, nur weil die sich ähnlich sehen, sind sie ja noch nicht
00:05:02: miteinander
00:05:03: befreundet.
00:05:03: Das ist dann das richtig gemeine.
00:05:05: Ich habe sowas immer, wenn ich quasi, wenn ich so wirklich Paare von Leuten habe, wo ich dann die beiden ganz oft nicht weiß, wer von beiden ist jetzt eigentlich wer, weil sie so, also weil sie immer zusammenhängen.
00:05:15: Ja, ja.
00:05:16: Aber das meinest du nicht, okay?
00:05:18: Nee, also kann sein, muss nicht sein.
00:05:20: Ich wollte gerade sagen, liebe Grüße an alle Kritiker, die sagen, wir schweifen zu viel ab.
00:05:25: Ja, also hallo übrigens.
00:05:28: Genau, schön, dass ihr den Podcast angemacht habt, eingeschaltet habt, wie auch immer.
00:05:32: Lasst uns mal loslegen und über das Buch reden.
00:05:34: Oh ja, vom Anfang habe ich eine A-Folge schon erzählt, dass es also mit diesen Interviews losging, wo wir Philipp und Tessa separat so ein kleines bisschen kennengelernt haben.
00:05:42: Die haben sich ja dann beide entschieden, dass sie an dieser... Studie, diesem Wettbewerb, wie auch immer man das nennen will, irgendwie ist das ja beides teilnehmen wollen.
00:05:49: Und was dann als nächstes kommt, ist, dass sie jeweils bei einer Notarin den Vertrag unterschreiben.
00:05:54: Der Vertrag ist ultra lang und sie lesen ihn nicht so ganz genau.
00:05:57: Also sie denken beide, eigentlich müsste ich das alles lesen, aber boah, das sind zwanzig Seiten.
00:06:01: Ja, ich überfliege mal und guck mal und guck so an bestimmte Stellen irgendwie rein und lese aber nicht alles.
00:06:05: Liest du immer Verträge, AGBs und so?
00:06:08: Nee.
00:06:08: Also am Anfang habe ich das gemacht.
00:06:11: Da habe ich dann wirklich irgendwie so... auch so eine Datenschutzerklärung oder so vollständig gelesen.
00:06:17: Und irgendwann habe ich damit aufgehört, das immer alles ausführlich zu lesen, weil es ja auch, also es gibt ja so eine Rechtsprechung, dass quasi, wenn da irgendwie plötzlich so einen völlig unerwarteter Absatz drin wäre, wie keine Ahnung, dass du jetzt deine Erstgeborenen dabei verkaufst oder was weiß ich, dass das sowieso dann ungültig ist.
00:06:36: Genau.
00:06:37: Und deshalb habe ich irgendwann auch damit aufgehört, solche Sachen ausgiebig zu lesen.
00:06:41: Ich glaube, jetzt in der Situation hätte ich den Vertrag schon gelesen, weil da halt, also weil ich da halt doch auch genau wissen wollen würde, was steht denn hier eigentlich drin?
00:06:49: Was dürfen die eigentlich alles und was darf ich eigentlich oder was darf ich vor allem auch nicht?
00:06:54: Also auch, weil da ja sowas, also ich meine, gewisse Sachen lesen die dann natürlich auch ausführlich, aber auch weil da zum Beispiel so Sachen drin stehen wie, okay, was darfst du zum Beispiel nicht?
00:07:03: erzählen oder so über über dieses projekt und sowas?
00:07:07: und da weg schon dann doch ein bisschen vorsichtig.
00:07:10: und also bei den meines ist auch so die lesen jeweils das was sie jetzt besonders interessiert.
00:07:14: zum beispiel philip guckt irgendwie ausführlicher auf die sache.
00:07:16: wie ist denn das nochmal mit dem?
00:07:18: steht da wirklich drin dass ich auf jeden fall die fünf millionen bekomme wenn ich am ende gewinne und sowas?
00:07:22: Aber, ja, die sind halt nicht alle, sondern später ist Philipp zum Beispiel auch davon überrascht, dass die ihn auch hören können.
00:07:30: Also, dass sie nicht nur quasi seine Messen, was irgendwie jetzt, also dieser Lügendetektor halt so misst, wird er jetzt gerade gelogen oder nicht, sondern dass die, dass irgendwie die Leute von dem... Projekt ihm auch zuhören können, also dass da im Prinzip auch ein Mikrofon dran ist.
00:07:44: Das war ihm halt nicht klar und es steht mit Sicherheit in diesem Vertrag drin, aber das hat er halt nicht gelesen.
00:07:49: Weißt du in welchem Land das Buch spielt?
00:07:50: Habe ich das schon mal gefragt?
00:07:52: Ich würde überhaupt nicht in Deutschland.
00:07:53: Okay, es ist ein...
00:07:54: Aber also die Autorin ist Österreicherin.
00:07:57: Ja, also spielt es wahrscheinlich schon mal in der EU bei.
00:08:00: Man könnte natürlich auch einfach defaultmäßig in die USA versetzen.
00:08:03: Ja, aber nee, das ist es definitiv nicht.
00:08:05: Also es ist definitiv deutschsprachig.
00:08:09: Und also, ich bin grad nicht sicher, ob der, ich glaub, der Ort selber wird halt nicht konkretisiert.
00:08:15: Das heißt, es kann auch sein, dass es in Österreich spielt.
00:08:18: Aber also, es ist definitivistisch Deutschland oder Österreich.
00:08:21: Ich hab mir Deutschland vorgestellt, aber es macht irgendwie keinen Unterschied.
00:08:24: Es
00:08:24: scheint von einer Münchner Verlagsagentur vertrieben worden zu sein, also zumindest, dem Sinn ist es ein deutsches Buch.
00:08:31: Nein, ich frage jetzt, weil das für die rechtliche Einordnung ja auch noch mal wichtig sein kann.
00:08:35: Ich weiß, dass es in Deutschland oder ja doch in Deutschland diese... Klausel gibt, dass wenn eine AGB überraschende Klausel enthält, dass diese unwirksam sind.
00:08:43: Wobei, was überraschend ist, liegt dann ein Gericht fest im Zweifel und nicht du.
00:08:47: Und in Deutschland gibt es diese Klausel, aber in Amerika gibt es so eine Klausel nicht unbedingt.
00:08:52: Und deswegen gerade noch mal die Frage.
00:08:54: Ich kam auch drauf, weil, was ich eben noch als Gedanken hatte, bei Computerspielen gab es oft eine sogenannte Euler, die man abnicken musste.
00:09:01: Und das waren auch so ultralange Texte.
00:09:03: Und installierst du als kleiner Stöpsel, der irgendwie keine Ahnung, zehn, zwölf, dreizehn ist ich weiß nicht in welchem Alter das anfängt mit diesen Dingern.
00:09:10: Also wo du einfach immer nur weiter klickst und man kann das installieren und alles was dich interessiert hat, war wie viel Speicherplatz hat der Computer noch?
00:09:16: Und dann waren diese Euler's da immer, die du...
00:09:18: Was ist denn eine Euler?
00:09:20: Endbenutzer, Lizenzverträge, weiß nicht genau warum Euler.
00:09:24: Okay.
00:09:25: Woher kommt die Abkürzung?
00:09:26: Euler?
00:09:27: Ah.
00:09:27: End User License Agreement.
00:09:29: Du bist gut.
00:09:30: Yes!
00:09:31: Du bist
00:09:32: richtig gut.
00:09:32: Und die hat man natürlich auch einfach nur abgehakt.
00:09:35: Und war richtig genervt, wenn man bis nach unten scrollen musste, um weiter drücken zu können, weil der Button vorher grau war.
00:09:39: Das kam dann irgendwann auch noch dazu, um Airquotes sicherzustellen, dass du es wirklich gelesen hast.
00:09:48: Wo ich mir auch relativ sicher bin, dass das auch juristischen Deutschland keinen Bestand hat, weil wenn sie dann sagen, ja, du hast es ja gelesen, du hast ja bis nach unten gescrollt, dann würde ein Gericht sagen, ja, wie lange habt ihr es denn gesperrt?
00:09:57: Ach ja, ihr glaubt, in drei Sekunden hat jemand das dann komplett gelesen.
00:10:01: Ja, bei andererseits, wenn du selber irgendwo ein Haken setzen musst, dass du was gelesen hast, dann...
00:10:06: Nee, das ist nicht automatisch wirksam.
00:10:08: Okay.
00:10:08: Tatsächlich.
00:10:09: Also jetzt auch bei der DSGVO so, dass dir die Informationen in einer brauchbaren Form auch dargestellt werden müssen, zum Beispiel, wenn du da irgendwo zustimmst.
00:10:17: Und natürlich musst du es irgendwo ausführlich nachhalten, aber die Nutzerinnen brauchen ein Dokument oder eine Seite, wo es kurz und prägnant zusammengefasst ist, was das wirklich bedeutet.
00:10:26: Und dann irgendwie einen kilometerlangen Text irgendwo zu haben und da drin irgendwo zu verstecken, ist halt ein... In der Regel nicht einfach so gültig.
00:10:33: Da ist die Rechtsprechung tatsächlich ganz gut im Moment, glaube ich.
00:10:37: Aber wieder abgeschwiffen.
00:10:38: Sie haben also diesen blöden Vertrag nicht gelesen oder nur in Teilen.
00:10:42: Genau, sie haben den jeweils nicht vollständig gelesen.
00:10:44: Ihn ist ja im Wesentlichen auch erklärt worden, was jeweils Sache ist.
00:10:48: Und dann haben sie es jedenfalls unterschrieben.
00:10:50: Und dann gibt es eine Auftaktveranstaltung.
00:10:52: Es ist so eine, die nennen Skala und man sollte auch schick angezogen hin kommen und so was.
00:10:56: Dabei sind Handys verboten und sie dürfen auch keine Begleitung mitbringen.
00:11:00: Aber... Alle teilnehmenden kommen da quasi einmal zusammen.
00:11:03: Also sind ja hundert Leute.
00:11:05: Die sind da im Prinzip alle England.
00:11:07: zu so einer Auftaktveranstaltung, wo es irgendwie Essen gibt und nochmal Reden gehalten werden und ihnen einmal den Koffer mit fünf Millionen Euro gezeigt wird, dass sie auch nochmal den Anreiz haben, hey so sieht das Geld aus und es gibt es wirklich.
00:11:18: Jetzt kommen jetzt drauf an, in wie großen Scheinen dieser Koffer bestückt ist.
00:11:22: Ja, gut, das weiß ich.
00:11:22: Oh, wie aufs
00:11:23: Kleingeld war.
00:11:24: Nein, das war kein Kleingeld, aber ich muss ehrlich sagen, ich habe gar nicht so richtig eine Vorstellung davon, wie fünf Millionen Euro eigentlich aussehen.
00:11:31: Also ich meine, der größte Schein, den es gibt, sind ja fünfhundert Euro.
00:11:35: Ist der nicht sogar abgeschafft worden?
00:11:36: Ist er abgeschafft worden?
00:11:37: Ich habe keine Ahnung.
00:11:38: Also nicht, dass ich oft mit fünfhundert Euro Scheinen hantieren würde, ehrlich gesagt.
00:11:42: Also
00:11:43: die Banknote gibt es natürlich in dem Sinne noch?
00:11:45: Ja.
00:11:45: Ja.
00:11:46: Warte mal, hier ist ein Sparkassenartikel.
00:11:48: Okay.
00:11:48: Die Ausgabe des fünfhundert Euro Scheins ist abgeschafft.
00:11:51: Okay.
00:11:51: Ach so, jetzt war ich gerade kurz irritiert, weil die Worttrennung da ist.
00:11:55: Also Sie haben das Wort dennoch getrennt, aber ich habe den gelesen.
00:11:58: Ach so.
00:11:58: Also dennoch sind noch Millionen im Umlauf.
00:12:01: Das heißt, ja, im Jahr zwei tausend neunzehn wurde der abgeschafft.
00:12:03: habe ich das richtig im Kopf gehabt.
00:12:05: Es gibt natürlich noch welche, die irgendwo im Umlauf sind und die kannst du auch weiter benutzen, zum bezahlen, genauso wie man die alten Scheine auch noch benutzen kann.
00:12:12: Die haben ja die Fünfer-Szena, ich glaube, bis Fünfziger hoch umgestaltet.
00:12:15: Ich weiß gar nicht, ob die Hundert da auch.
00:12:16: Ich
00:12:16: dachte, die hätten alles umgestaltet, aber ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
00:12:19: Bei Hundert und Zwarhundert weiß ich es nicht, weil ich die so gut wie nie in der Hand habe.
00:12:22: Da habe ich es, wenn du auch nicht gemerkt, das führte dazu, dass ich irgendwann in einem alten Sparschwein noch so einen alten Szena gefunden habe, der dann plötzlich natürlich komisch aussah und habe ich mir einen Döner gekauft.
00:12:32: Der Döner, dann guckte mein... Schein an und hatte echt Angst, dass ich ihn jetzt gerade über den Tisch ziehe.
00:12:37: Dass du da mit einer gefälschten Note kommst.
00:12:40: Ja, ich kannte den zum Glück, weil ich da schon hin und wieder mal war.
00:12:43: Ich dachte, the bro trusts me.
00:12:46: Sehr vertrauenserwecken.
00:12:47: Es hat dann auch funktioniert, er hat den angenommen.
00:12:50: Weil irgendwie hat er jetzt auch keinen Grund zur Annahme, dass ich in der Tisch ziehe.
00:12:53: Ja, man kann den Leuten nur vor den Kopf gucken,
00:12:56: ne?
00:12:56: Ja, im Zweifel kennt er mich auch.
00:12:57: Da hätte er aber auch gewusst, wo er herkommt, wenn er es irgendwo ärger gemacht hätte.
00:13:00: Ja gut, aber kennt er deinen Namen wahrscheinlich nicht, oder?
00:13:03: Wenn du dann einfach nie wieder dahin gehst?
00:13:05: Ja.
00:13:05: Gut, ich meine, dann hast du einen Döner irgendwie abgezogen.
00:13:08: Das ist irgendwie auch nicht so direkt krass eine Vorteil für dich, ne?
00:13:12: Richtig.
00:13:12: Und spätestens, wenn ich Hunger hab, bin ich eh wieder da.
00:13:16: Im Supermarkt an der Kasse haben sie dann tatsächlich den Schein auch noch mal.
00:13:19: Da war ich fast ein bisschen beleidigt durch so ein Dokument.
00:13:22: Also die haben so ein Scheinscanner gehabt.
00:13:23: Und normalerweise machen sie das mit fünfzig Euro Scheinen, um sicher zu sein, dass du nicht Schindel oder Treibst.
00:13:28: Und da hat sie es dann auch mal mit einem zehn oder zwanziger gemacht.
00:13:30: Da war ich ein bisschen beleidigt.
00:13:32: Naja, ich kann es schon verstehen, wenn man sagt, hey, irgendwie kommt es mir komisch vor.
00:13:37: ist fair und richtig, kann man doch einmal kurz reinschieben, hat jetzt auch nicht lange gedauert, aber innerlich war ich ein bisschen beleidigt.
00:13:42: Aber also ich meine, das geht ja nicht gegen dich persönlich, die kennen dich ja nicht.
00:13:46: Dann lernst du mich aber kennen, wenn du sowas machst.
00:13:48: Ja, das spricht jetzt eher dafür, dass es genau die richtige Entscheidung ist, solche Scheine zu scannen, wenn du sowas abgehst.
00:13:54: Nein, natürlich ist das richtig.
00:13:56: Okay.
00:13:57: Jedenfalls, ja, wo die Scheine umgestellt und wenn wir schon bei Einigdoten sind und gerade die Folge der Abschweifung schlechthin machen.
00:14:05: Es gab mal die Nummer, da hat jemand einen dreißig Euro Schein hergestellt.
00:14:09: Okay.
00:14:10: Den gibt es natürlich gar nicht, gab es noch nie als Vorlage, aber in dem richtigen Design.
00:14:14: Und die haben es geschafft mit gefälschten dreißig Euro Scheinen in einem Experiment dann auch zu bezahlen.
00:14:19: Was?
00:14:20: Weil es halt genug nach einem Euro Schein aussah.
00:14:22: Das ist einem in so einem Uncanny Valley bekannt vorkam vom Design.
00:14:25: Und gleichzeitig hatte man ja keine Referenz, wo man jetzt das mit hätte vergleichen können.
00:14:29: Aber also ich meine so Euro Scheine haben ja auch so gewisse Sicherheitsmerkmale, die gar nicht so leicht herzustellen sind.
00:14:34: oder?
00:14:35: Das müssen die ja auch dann irgendwie gemacht haben, sonst hast du ja allein schon dieses...
00:14:38: Ich weiß jetzt nicht, wie gut es war.
00:14:40: Ich glaube, ein Wasserzeichen kriegt man inzwischen als Felter ganz gut hin.
00:14:43: Okay.
00:14:43: Aber keine Ahnung, also klar, Felter kriegen im Zweifel alles hin.
00:14:47: Irgendwie werden die Scheine ja auch produziert.
00:14:49: Und beliebig viel Aufwand, aber dann... Mit beliebig viel Aufwand geht es, aber dann wird es natürlich entsprechend teuer und lohnt sich irgendwann nicht mehr.
00:14:54: Wenn die Produktion eines Fünfzig Euro scheinst, drei tausend Euro kostet, ja.
00:14:58: Ja.
00:14:58: Aber also die haben es halt geschafft, eine hinlänglich gute Fälschung herzustellen, die auf den ersten Blick nicht aufgefallen ist und sie haben es damit geschafft, dann zu bezahlen, weil die Kassiererinnen das dann so einfach hingenommen haben.
00:15:08: Okay, das ist krass.
00:15:09: Finde ich spannend.
00:15:10: Ja,
00:15:10: finde ich auch spannend.
00:15:11: Und Abschreibung Ende.
00:15:12: Lass uns wieder zurückkommen.
00:15:13: Jedenfalls sind jetzt all diese Teilnehmerinnen zu dieser... Gala eingeladen und das ist auch verpflichtend, da teilzunehmen.
00:15:20: Also wenn du da nicht hingehst, dann bist du halt einfach direkt raus.
00:15:23: Dann keine Chance mehr auf die fünf Millionen Euro.
00:15:25: Tessa geht ein bisschen früher hin, weil sie die Hoffnung hat, dass, also sie hat einfach Hunger.
00:15:31: Und sie hat die Hoffnung, dass sie vielleicht früher schon, ein bisschen früher da ist schon was, irgendwie, dass das Befehl vielleicht schon da steht und sich schon was abgreifen kann.
00:15:38: Die
00:15:39: Hoffnung würde ich teilen, erfahrungsgemäß wird bei sowas.
00:15:41: Das Befehl nicht für die Frühankommenden geöffnet.
00:15:43: Ja,
00:15:44: gut.
00:15:44: Du musst jetzt auch sehen, Tessa ist neunzehn.
00:15:46: und war jetzt noch nicht auf so vielen von solchen Galas.
00:15:49: Also die Erfahrung beschränkt sich da, glaube ich, auf wahrscheinlich null.
00:15:54: Sie geht jedenfalls hin und das ist in so einem Museum.
00:15:57: Wird jetzt nicht genauer gesagt, was für eine Art von Museum das ist.
00:15:59: Der Haupteingang ist jedenfalls noch zu.
00:16:01: Und dann denkt ihr sich, naja gut, dann gucke ich mal, ob ich vielleicht über so einen Seiteneingang reinkomme.
00:16:04: und es ist tatsächlich einen Seiteneingang rein.
00:16:06: Und da steht schon das Buffet.
00:16:08: Also es ist noch nicht in den eigentlichen Raum reingebracht, aber da stehen halt schon so Tablets mit so Häppchen und so was.
00:16:14: Und dann schafft es sich also tatsächlich da schon mal so.
00:16:16: Also ein bisschen die Folie einmal hochzunehmen, da so ein Teil abzugreifen, Folie wieder schön drüber zu drapieren und sich was zu nehmen und schon mal ein kleines bisschen was zu essen.
00:16:23: Und das ist dann die erste Stelle, wo sie nicht lügen darf.
00:16:27: Noch ist es nicht losgegangen.
00:16:28: Also diese Auftaktveranstaltung ist bevor, die alle den Lügendetektor angelegt bekommen.
00:16:32: Das heißt... Aber
00:16:32: es klingt jetzt schon so, als würde da gerade eine Situation konstruiert werden, die ja unangenehm ist, wo sie später nicht drüber lügen darf.
00:16:37: Und eigentlich intuitiv würde man dann später sagen, also wenn jemand den Raum fragt, wer war das?
00:16:43: Würde man ja nicht sagen, ich, ich, ich.
00:16:45: Ist richtig.
00:16:46: Also würde ich jetzt erwarten, dass diese Frage aufkommt.
00:16:48: Könnte man denken, passiert tatsächlich nicht.
00:16:50: Verdammt.
00:16:51: Aber
00:16:51: diese Geschichte ist natürlich trotzdem, also dass sie da jetzt an diesem Befehl schon ist, ist trotzdem nicht irrelevant, denn sie belauscht aufgebrachte Stimmen aus dem Nachbarraum.
00:17:01: Und das müssen irgendwie Leute sein, die mit diesem Projekt dieser Studie, wie auch immer man das nennen will, zu tun haben.
00:17:07: Und so zwei Leute streiten sich da irgendwie.
00:17:09: Die eine Stimme sagt so was wie nur drei von fünf entsprechen unseren Wünschen und die wichtigste Person fehlt und wir mussten selber für Ersatz sorgen.
00:17:17: Und wir sind Partner.
00:17:18: ohne unser Geld gäbe Skender doch gar nicht und so was.
00:17:22: Und die andere Person versucht irgendwie zu beschwichtigen und zu sagen, ja, wir versprechen, dass wir alles tun werden, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.
00:17:28: Und wir können ja Situationen herbeiführen.
00:17:30: Ja, das ist so die erste Situation, wo Tessa merkt, okay, es geht hier noch um irgendwas Bestimmtes.
00:17:36: Wie nur drei von fünf entsprechen unseren Wünschen.
00:17:38: Die wichtigste Person fehlt, wird das gewünschte Ergebnis herbeiführen.
00:17:42: Was zur Hölle?
00:17:43: Also irgendwas ist hier auf jeden Fall noch mehr als das einfach nur dieses Gerät getestet werden soll und man dafür halt Kandidatin gesucht hat, sondern irgendwas irgendwie steckt da mehr dahinter, aber mehr weiß man jetzt auch erstmal nicht.
00:17:56: Okay, das hat Tessa also mitgehört.
00:17:59: Es hat aber keiner gemerkt, dass sie das mitgehört hat.
00:18:01: Sie schafft es einfach, sich dann ganz normal unter die Teilnehmenden zu mischen, nachdem dann der Haupteingang so auch eröffnet wird.
00:18:08: Und ja, dann sind die Kandidatinnen irgendwie alle da, die meisten sind eher so... Mittleren, Alters, aber an sich ist es schon bunt gemischt.
00:18:15: Tessa und Philipp gehören natürlich zu den Jüngsten, weil es ja klar, dass du unter acht sind, darfst du da sowieso nicht teilnehmen.
00:18:20: Würde ich jetzt mal vermuten, das ist glaube ich nirgendwo explizit gesagt, aber es ergibt einfach Sinn.
00:18:25: Genau, Tessa und Philipp unterhalten sich auch kurz.
00:18:28: So, das ist die erste Situation, wo sie so stärker miteinander, was heißt stärker, aber also zumindest das erste Mal so ein bisschen miteinander in Kontakt treten.
00:18:36: Das passiert dann im Laufe des Buches, kommt es noch häufiger vor, dass sie sich irgendwie begegnen und dass sie noch mehr miteinander zu tun haben.
00:18:42: Ja, und dann gibt es eben so eine Rede, irgendwie jemand sagt nochmal, ja, so sieht das aus und weiß nochmal darauf hin, dass Unfairspielen erlaubt ist.
00:18:50: Und ja, dieser Wettbewerb soll also... als Testlauf für dieses Gerät fungieren, sagen sie nochmal und gleichzeitig soll es eine wissenschaftliche Studie sein.
00:18:58: Und ja, Philipp guckt sich so ein bisschen um und kriegt so das erste Mal Zweifel.
00:19:03: So jetzt, wo er die Leute alle sieht, denkt er so ja, als ob ich die alle schlagen könnte.
00:19:09: Also es ist irgendwie eigentlich doch klar, dass ich... dass ich das nicht gewinnen kann.
00:19:14: Natürlich, selbst wenn man eigentlich sagt, ja, ich lüge eigentlich fast nie oder wie auch immer, es ist halt gleichzeitig auch noch drin, du darfst halt, du musst halt auch die Fragen, die dir gestellt werden, musst du halt auch beantworten.
00:19:25: Also selbst wenn du jetzt an sich sagen würdest, ich bin ein ehrlicher Mensch und ich lüge sehr, sehr selten, ist ja noch mal was anderes, weil ich kann halt auch einfach im normalen Leben, muss ich ja nicht lügen, sondern kann sagen, hey, die Frage ist mir zu privat, darüber möchte ich mit dir nicht reden oder sowas.
00:19:38: Die Möglichkeit hat man in diesem Ding ja jetzt nicht.
00:19:41: Nee, man kann nur sagen, die Frage ist mir zu privat.
00:19:43: Darauf würde ich jetzt gerne nicht antworten, aber ich erzähle es dir trotzdem und bitte dich von weiteren Schnüffellein abzuweihen.
00:19:50: Ja, absolut.
00:19:51: Das war ja verboten.
00:19:52: Was
00:19:53: denn?
00:19:53: Andere darauf hinzuweisen, dass man in so einem Ding drin ist.
00:19:57: Ja, also es sei denn natürlich jemand, der sowieso schon davon weiß, fragt dich irgendwas, dann ist es okay.
00:20:04: Aber du darfst natürlich, darfst du ihm sagen, ich möchte das eigentlich nicht beantworten, aber ich beantworte es jetzt trotzdem und so.
00:20:09: Und auch dieses, ich würde dich bitten, mich sonst nichts zu fragen, darfst du natürlich sagen, das sei bloß den Grund nicht sein.
00:20:15: Du darfst nicht sagen, ich bin gezwungen, ehrlich zu antworten.
00:20:19: Aber selbst das dürftest du noch sagen, solange du nicht sagst, dass es so ein Wettbewerb oder Dings ist und du dieses Teil trägst.
00:20:26: Aber die Anschlussfrage, wenn du mir das jetzt so erzählt hättest, wäre von mir ja genau, warum.
00:20:31: Ja, und das ist dann die einzige Situation, in der sie lügen dürfen.
00:20:34: Dann brauchst du eine gute Lüge.
00:20:35: Und wenn die zufriedenstellen, das hören die Leute vielleicht auf zu lügen.
00:20:38: Ich habe ein Wahrheitssee rum, Intos.
00:20:41: Ich weiß nicht, ob das überzeugend ist.
00:20:43: Ein Wahrheitsserum.
00:20:46: Ich glaube, das würde man dir nicht abkaufen.
00:20:48: Kann ich aber bleiben.
00:20:49: Ich stelle da auf, ich lüge.
00:20:50: Ja, das ist richtig.
00:20:52: Wenn die Leute es natürlich ausprobieren.
00:20:53: Was ist deine Bankpin?
00:20:55: Boah, ja, stimmt.
00:20:57: Das ist richtig heftig.
00:20:58: Also es ist halt schon auch in deinem Interesse eigentlich, den Leuten nicht zu sagen, dass du nicht lügen kannst.
00:21:04: Weil man kann es halt richtig krass ausnutzen, ne?
00:21:06: Ja.
00:21:07: Also über Bankpin habe ich jetzt noch gar nicht nachgedacht, aber...
00:21:10: Ja, gut.
00:21:10: Also...
00:21:11: Aber sie können nicht zumindest, also es ist ja nicht so, dass du alles machen musst, was andere Leute dir sagen.
00:21:15: Also wenn die dir jetzt sagen, gib mir deine Karte und verrat mir deine Bankpin, musst du es halt nicht machen.
00:21:20: Du müsstest halt nur, wenn nicht jemand fragt, was ist deine Bankpin, dann müsstest du das beantworten.
00:21:23: Aber wir haben da ja so eine doppelte Sicherheit, man braucht ja gleichzeitig auch noch die Karte, damit man damit irgendwas anfangen kann.
00:21:29: Ja, stimmt schon, dann bist du schon ein Verbrecher.
00:21:31: und dir erst das Problem wegnehmen und dann sagen, jetzt sag mir noch, was ist deine Pin?
00:21:34: Genau, und also ich meine, dass man auf so eine Idee kommt, das zu machen.
00:21:40: Wäre schon viel Pech in dem Moment.
00:21:41: Ja,
00:21:42: absolut.
00:21:42: Oder gibt es dafür eine extra Klausel?
00:21:44: bei Verbrechen, darf man doch lügen.
00:21:46: Nö, ich glaube, dann musst du dich einfach entscheiden, ob... Du jetzt lieber weiterhin die Chance auf fünf Millionen Euro haben willst oder ob du aus dem Wettbewerb aussteigest.
00:21:55: Ja gut, die fünfzig Euro auf meinem Konto versus der fünf Millionen, die ich gewinnen kann, ist vielleicht eine einfache Rechnung, selbst wenn dann ein Dispokredit noch möglich ist.
00:22:03: Ja, es gibt so einen Typen der Rente, also der ist auf dieser Gala und macht sich Notizen auf so einer Papierservierte und also die Leute sind so sehr unterschiedlich.
00:22:11: gehen da vielleicht auch so ein bisschen unbedarf dran und halten sich einfach nett mit anderen Leuten, weil sie denken, wir sind hier irgendwie alle Leute irgendwie in einer ähnlichen Situation und man kann sich ja nett unterhalten, spricht ja nichts gegen.
00:22:22: Und dann gibt es ja Leute, die versuchen schon mal so möglichst viele Informationen über die anderen zu sammeln, um in der Hoffnung, dass sie das irgendwie nachher gegen die verwenden können.
00:22:30: Und ja, sowohl Philipp als auch Tessa beschließen, sie wollen eigentlich möglichst wenig mit anderen Leuten irgendwie besprechen.
00:22:37: sondern da so ein bisschen für sich bleiben und also damit halt niemand irgendwas gegen sie quasi verwenden kann.
00:22:43: Was dann auch dazu führt, dass man natürlich tendenziell vielleicht als unhöflich wahrgenommen wird, weil jemand will sich zu Philipp setzen und versucht ein Gespräch anzufangen und Philipp sagt halt so mir wäre es lieber, wenn wir jetzt hier anonym bleiben.
00:22:55: Ich möchte eigentlich nicht mit denen unterhalten.
00:22:59: Ja, und Philipp stellt fest.
00:23:00: Auf dieser Gala sind mehr als hundert Personen.
00:23:03: Da sind hundert fünf.
00:23:04: Und das ist der Moment, wo er denkt, irgendwas ist komisch.
00:23:06: Also jetzt, unabhängig von, natürlich läuft da auch Personal rum, aber das jetzt nicht mitgerechnet, sondern da sind hundert fünf Personen, die aussehen, als wären sie Teilnehmende.
00:23:15: So, und er fragt sich, was hat das zu bedeuten?
00:23:17: Warum sagen sie uns, es sind hundert Kandidatinnen und es sind aber irgendwie hundert fünf?
00:23:21: Ist das, also sind hier irgendwie noch Ersatzleute dabei, falls jemand abspringt?
00:23:27: Also werden jetzt oder werden nachher fünf Leute doch noch direkt vor Beginn rausgekickt?
00:23:31: Oder was hat das damit irgendwie auf sich?
00:23:33: Und das ist so sein erster Gedanke, wo er denkt, irgendwas kommt mir komisch vor.
00:23:36: Das ist natürlich weniger handfest, als das, was Tessa gehört hat.
00:23:39: Aber
00:23:40: ist er sich da sicher?
00:23:41: Ja.
00:23:42: Also hat mehrfach nachgezählt.
00:23:43: Ich finde, ein Raum, wo sich hundert Personen bewegen, die effizient und verlässlich zu zählen, ist schon schwierig.
00:23:49: Ja,
00:23:49: das finde ich auch.
00:23:50: Aber ich habe auch schon mal Schwierigkeiten, damit in einem Raum in dem dreißig Personen auf dem Platz sitzen, verlässlich zu zählen, ob es wirklich dreißig sind.
00:23:58: Aber ja, also erzählt in der Situation, wo die meisten Leute relativ statisch sind, weil sie sich zum ersten irgendwie hingesetzt haben.
00:24:05: Und da geht es natürlich besser, wenn die Leute natürlich durch den Raum wuseln, dann hast du keine Chance.
00:24:10: Ja, dann kannst du ja letztlich auch Stühle zählen, wenn du jetzt weißt, wer das alle Stühle besetzt waren oder so.
00:24:16: Ja.
00:24:16: Ja, gut.
00:24:18: Krasse Idee, wäre ich jetzt gar nicht drauf gekommen, das überhaupt durchzuzählen.
00:24:21: Ich
00:24:21: auch nicht, aber er hat lange Weile, weil er will ja mit niemandem reden und dann denkt man halt so ein bisschen an, sich umzugucken und ja, keine Ahnung.
00:24:30: Ja und Tessa findet auf jeden Fall Philipp so ganz süß, ist sich aber durchaus bewusst, dass sie Konkurrenten sind und also.
00:24:38: startet jetzt auch keinen Flirt oder irgendwas, aber jetzt so den Gedanken, dass er irgendwie ganz süß ist.
00:24:43: Also der erste kleine Flirt, Moment.
00:24:45: Am nächsten Tag wird dann Scandor tatsächlich jeweils angelegt, also da irgendwie tagsüber müssen alle Kandidatinnen dazu, keine Ahnung, der Stelle, wo das halt gemacht wird und dann wird halt dieser Lügendetektor, sie dürfen sich jeweils aussuchen, ob an den rechten oder den linken Unterarm, wird dieses Ding halt dann angelegt.
00:25:02: Wie gesagt, das ist halt so ein krasses Teil von der Art her.
00:25:07: ist es so ein bisschen wie so eine Folie, die mit so ganz dünnen Drähten durchzogen ist, aber es kann halt auch als Display fungieren und so was.
00:25:14: Damit werden ja die Einzüge von den anderen dann da irgendwie eingespielt.
00:25:17: Ganz
00:25:17: genau.
00:25:18: Aber, warte mal, also mit Bild?
00:25:20: Ja.
00:25:21: Wie wird denn das Bild aufgenommen?
00:25:23: Wie
00:25:23: wird das Bild aufgenommen?
00:25:24: Naja, wenn ich jetzt lüge und...
00:25:26: Nee, nee, nee, also das wird nicht... Also, es wird nicht auf dem Ding angezeigt, wie Leute rausfliegen, sondern was auf dem Display zwischendurch manchmal angezeigt wird, ist wie Leute ihren Einsatz dann einlösen.
00:25:36: Und das ist dann ja in der neuen Situation.
00:25:38: Und da haben die einfach Kameras mit dabei.
00:25:40: Ah, okay.
00:25:41: Das heißt, die, das rausfliegen nicht, sondern...
00:25:44: Nee, das rausfliegen kriegst du nur, du kriegst halt, das wird halt dann die Nummer und der Kotname von demjenigen angezeigt, der rausgeflogen ist, aber nicht in welcher Situation.
00:25:51: Okay.
00:25:51: Das heißt, es wird dann nachgezeigt, wie ich keine Ahnung, was auch immer dann machen muss.
00:25:56: Und das dann durch Leide.
00:25:58: Ja.
00:25:58: Ja, das mit dem, also mit dem Rausfliegen kriegen wir als Lesende teilweise mit, weil dazwischen durch dann so eine halbe Seite bis zwei Seiten manchmal so eine, ja, wie so ein Zwischenkapitel ist, wo man dann plötzlich Kandidatin erlebt, die man sonst eigentlich nicht verfolgt und dann mitbekommt, wie die Person rausfliegt.
00:26:15: Aber das kriegen die anderen Kandidaten nicht mit.
00:26:19: Ja, und also während dieses Ding angelegt wird, also die bekommen einfach alle eine Nummer, jeweils einfach je nachdem wann das Ding angelegt worden ist, werden halt die Nummern eins bis hundert vergeben oder hundert fünf, wer weiß, keine Ahnung.
00:26:33: Also das wird den ja nicht gesehen.
00:26:34: Wollen ich Kapitelnummern?
00:26:35: Nein, ich kapitelnummern in diesem Counter nur hundert.
00:26:37: Genau.
00:26:38: Und die vergeben sich selbst... ihre Codenames einfach damit es so eine Pseudonymisierung gibt, weil die halt nicht nur mit Nummern arbeiten wollen, sondern irgendwie schöner ist, diese Namen zu haben.
00:26:49: Das ist bei der Gala verkündet worden, dass sie sich alle Codenames ausdenken müssen.
00:26:52: Und ja, Tessa hat sich entschieden, sie nennt sich Engel.
00:26:57: Ja,
00:26:57: und zwar ist ihr Gedanke dahinter, sie will einen Kotnamen, den niemand mit ihr in Verbindung bringen würde.
00:27:03: Weil sie komplett kein Engel ist.
00:27:04: Ja, also weil sie kein Engel ist und auch kein Engel sein will und niemand sie einfach mit Engel in Verbindung bringen würde.
00:27:11: Aber sie will trotzdem ein positive Namen, sie hat sich jetzt nicht Ferkel genannt.
00:27:14: Ist
00:27:14: richtig.
00:27:14: Du wirst ja auch, also du wirst halt tendenziell auch mit dem Namen gegebenenfalls angesprochen.
00:27:19: Also von dem, von diesem Scandal-System sozusagen, wenn du da jetzt irgendwelche Benachrichtigungen bekommst, dann wirst du dann halt ganz selten überlegen, wie möchte ich denn genannt werden?
00:27:26: Möchte ich gerne Ferkel genannt werden?
00:27:28: Okay, finde ich eigentlich vielleicht gar nicht so, ist so schlecht.
00:27:30: Ich finde Ferkel süß, aber okay.
00:27:32: Ich denke gerade an Winnie-Poo.
00:27:33: Ja.
00:27:34: Also mein Gedanke wäre noch dazu, gibt es eine Zeichenbegrenzung für diesen Kotnamen?
00:27:38: Bestimmt, aber es ist nicht gesagt.
00:27:41: oder kann ich mich dann fettes Ferkel ober bestialisch drei tausend im von zu hof blablub trommelverbel tiger felf über ferkel nennen?
00:27:53: Ich weiß nicht so richtig, warum du das wollen solltest, aber wahrscheinlich gibt es eine Zeichenbegrenzung ist dabei.
00:27:59: Also kriegen wir jetzt nicht mit, weil weder Tessa noch Philipp sich darüber Gedanken machen.
00:28:02: Es wäre schon lustig, wenn ich angesprochen werde in einer Anweisung.
00:28:05: Ich weiß, ich bekomme dir eine Anweisung, aber ich habe noch fünf Minuten Zeit, bis meine Ansprache zu Ende vorn gelesen wurde.
00:28:11: Und kann noch schnell agieren, bevor sie wirksam wird, weil ich habe es auch noch nicht gehört.
00:28:16: Man muss das System immer ausdribbeln, wenn man kann.
00:28:18: Aber du musst diese Anweisungen selber lesen, die werden dir nicht vorgelesen.
00:28:21: Also du kommst ja als Text.
00:28:23: Verdammt.
00:28:24: muss dann fünf Minuten scrollen, bis ich meinen eigentlichen Text sehe.
00:28:27: Ja, das macht nicht so wirklich Spaß und kommt es auch nicht so wirklich zu was anderem.
00:28:30: Okay,
00:28:30: dann bleibt es so ein Ferkel.
00:28:31: Okay,
00:28:32: gut.
00:28:32: Also dein Code Name ist Ferkel.
00:28:34: Tessa nennt sich Engel und es gibt nochmal die, den Hinweis, ich weiß nicht, ob ich das in der Auffolge schon gesagt habe, man kriegt, also immer wenn irgendeine Information über Skender kommt, kriegt man so ein Wärmesignal dadurch geschickt, also dann wird es dann einfach warm an deinem Arm.
00:28:49: Und das kann halt heißen, der will dir einfach zum Beispiel sagen, dass jetzt irgendwie... Leute ausgeschieden sind oder kann halt auch sein, dass du jetzt eine Anweisung bekommst oder sowas.
00:28:58: Und wenn du ausscheidest, kriegst du ein kälter Signal.
00:29:00: Und also es ist auf jeden Fall unmissverständlich.
00:29:03: Okay, Philipp nennt sich Hannibal.
00:29:06: Und der Typ, der das dann in die Datenbank eingibt, fragt ihn direkt wie Hannibal leckt er oder wie der fällt her.
00:29:14: Der Typ mit den Elefanten in den Alpen.
00:29:15: Genau, und Philipp hat dann den Typ mit den Elefanten in den Alpen genannt.
00:29:19: Nicht an den Typen, der gerne Menschen ist.
00:29:21: Okay, also sein... Der Gedanke war nicht, es soll niemand mit ihm in Verbindung bringen oder so, sondern irgendwas, was für ihn irgendwie positiv konnotiert ist und vielleicht so ein Stück weit in die Richtung, okay, niemand denkt, dass er es schaffen kann, aber er kann es schaffen.
00:29:35: Okay.
00:29:36: Damit ist dann sozusagen diese Vorgeschichte erledigt und um neunzehn Uhr dreißig ungefähr an dem Tag geht es dann tatsächlich los.
00:29:43: Und die wussten vorher nicht wann genau es losgeht, sondern es war halt gesagt von ja, wenn wir halt soweit sind, also wenn irgendwie alle Scanners angelegt sind, dann geht es halt irgendwann los, ihr kriegt dann Bescheid.
00:29:52: Es gibt dann also so ein Wärmesignal am Arm und dann steht da herzlich willkommen, es geht los.
00:29:57: Und Philipps Taktik ist... dass er möglichst viel zu Hause sein will und sieht auch zu, dass er nach dem, dass er dieses Ding angelegt hat, dass er sofort Hause kommt.
00:30:06: Er wohnt mit einem Mitbewohner zusammen, aber der ist nicht so viel da.
00:30:09: Und er ist auch gerade nicht zu Hause.
00:30:11: und Philipp denkt sich so, yes, ich bin hier alleine, mir kann erstmal eigentlich nichts passieren.
00:30:15: Und tatsächlich scheidet die erste Person schon nach drei Minuten ungefähr aus.
00:30:19: Weil irgendwas richtig Dummes passiert?
00:30:21: Ja, die Person ist in der U-Bahn und die U-Bahn bremst und sie tritt jemand auf den Fuß und sagt reflexartig, tut mir leid und es tut ihr nicht leid.
00:30:29: Wow,
00:30:31: das zählt als Lüge?
00:30:32: Ja,
00:30:33: also so floskeln, die du nicht ernst meinst, zählen als Lüge.
00:30:36: Und das ist halt schon richtig hart.
00:30:38: Das ist richtig hart, das war mir jetzt nicht klar.
00:30:40: Wenn du sagst, es tut mir leid und es tut dir nicht leid raus.
00:30:43: Auch, also tut mir leid ist ja noch ein bisschen stärker, aber so ein kurzes Sorry.
00:30:46: Ja, bei Sorry wäre ich mir nicht sicher, weil das, naja gut, Sorry ist eigentlich kurz für einem Sorry, also es tut mir leid, ne?
00:30:53: Ja,
00:30:53: für Entschuldigung.
00:30:54: Ja, also ich hätte jetzt irgendwie gesagt, Entschuldigung ist noch was anderes, als es tut mir leid.
00:30:59: Wenn ich sage, ja.
00:31:01: Okay, krasser Spezialfall.
00:31:03: Ja, aber also grundsätzlich sollte die Taktik bei diesem Ding sein, sag einfach nur die Sachen, die du wirklich so meinst.
00:31:10: Ja, wir konstruieren jetzt gerade diese Spezialfälle, die das Buch einfach unschreibbar machen, wenn man sich darüber zu viele Gedanken macht.
00:31:16: Ich als Autorin würde so lösen, dass die Figuren sowas einfach nicht sagen und dann ist gut.
00:31:21: Ja, und ich, also auch ich als Charakter würde es so lösen.
00:31:23: dass sich möglichst solche Sachen einfach direkt vermeiden.
00:31:27: Alles, wo ich mir nicht sicher bin, das machen die auch so.
00:31:28: Also wenn Philipp sich nicht sicher ist, ob das jetzt okay wäre oder nicht, dann macht das einfach nicht.
00:31:33: Also versucht er zumindest.
00:31:35: Eigentlich bräuchte man ein System, wo man das System fragen kann, wäre das eine Lüge.
00:31:39: Das wäre schon fair.
00:31:40: Also so ist es ja ein bisschen so, du spielst nach Spielregeln und eigentlich weißt du gar nicht, was sind die Spielregeln?
00:31:45: Ja, weil du an manchen Stellen auch, also es gibt auch so eine Situation, da sagt Philipp irgendwie was und ist dann so, hält dann kurz inne und heucht so ein sich hinein, stimmt das?
00:31:54: Also war das wirklich das, was ich auch gedacht habe?
00:31:57: Also stimmt das wirklich?
00:31:58: Weil, ne?
00:31:59: Also manchmal ist man ja, wenn dich jemand fragt, was willst du denn jetzt eigentlich?
00:32:02: und du bist selber gar nicht hundertprozentig sicher, was du gerade vielleicht willst oder so?
00:32:07: Gut, also in der Situation, wo es bei ihm kommt, dann kann Reinkältesignal, also ist es offensichtlich nicht als Lüge registriert worden, aber ja.
00:32:14: Okay, das heißt, da wäre es auch schon zu spät gewesen, wenn man in einer Situation anfängt zu lügen.
00:32:19: Also nehmen wir jetzt die U-Bahn-Situation, wäre sie jetzt dem Typen oder wir machen mal da auf den Fuß gesprungen, hätte gesagt, tut mir leid und sagt dann... Merkt so, nee, das war gelogen und sagt direkt, nein, tut mir überhaupt nicht leid.
00:32:28: Dann wär schon zu spät.
00:32:29: Ja,
00:32:30: glaube schon.
00:32:30: Also ich glaube, du kannst dich dann nicht korrigieren.
00:32:34: Also es ist schon ein ganz schön krasses Ding.
00:32:36: Ich denke gerade immer weiter an diese Grenzfälle.
00:32:39: Dann gibt es so Aussagen wie sorry, not sorry.
00:32:41: Ja,
00:32:42: aber tut dir leid, dass es dir nicht leid tut?
00:32:44: Es kann Situationen geben, in denen das so ist, dass du denkst, es sollte mir gerade eigentlich leid tun, aber es tut es nicht und irgendwie ist das Scheiße von mir?
00:32:50: Ja, ist ja auch nicht unbedingt eindeutig, was gemeint ist.
00:32:54: Ja, das stimmt.
00:32:54: Also, angenommen, ich sage das mit einer langen Pause.
00:32:57: Und dann, also, ja.
00:32:59: Ja, das ist noch super kompliziert.
00:33:01: Ich glaube, also, die Idee in dem Buch ist so ein bisschen, dass es, glaube ich, schon nach ein Stück weit auf deine Intention ankommt.
00:33:08: Also, wenn du jetzt, wenn du sorry not sorry meinst als, ja, ist du mir leid, dass es mir nicht leid tut und das wirklich so ist, dann wird das, glaube ich, anders bewertet, als wenn du sorry not sorry sagst und... Du meinst das, oder das ist gemeint als, ja, keine Ahnung, ich verrenne mich gerade.
00:33:24: Diese Sorry Not Sorry verwirrt mich.
00:33:28: Nee, ich glaube... Und das hat man ja auch schon gesagt, man muss sich auf diesen Lügendetektor da einlassen und das so als Primisse einfach akzeptieren.
00:33:36: Und jetzt denke ich immer in die ganzen Grenzfälle und gucke, wie kann man das System dann austricksen oder wie funktioniert das in der und der Situation.
00:33:42: Das macht einem das Buch wahrscheinlich aber voll kaputt, wenn man die ganze Zeit nur so in die Richtung denkt.
00:33:46: Ja, also weiß ich nicht, ich habe es halt nicht gemacht.
00:33:49: Also ich habe das einfach erst mal so hingenommen und gesagt, okay, der nimmt halt jede Lüge wahr und wenn du lügst, bist du halt raus und was nicht ernst gemeint ist, sagen wir es halt auch schon lügen.
00:34:00: Ich finde es ziemlich hart, dafür rauszufliegen, dass man eine Floskel benutzt.
00:34:04: Ja, aber das wussten die, glaube ich, an sich eigentlich vorher.
00:34:07: Also, dass so was dazuzählt, das ist, glaub ich, verdeutlicht worden, aber es rutscht einmal trotzdem raus.
00:34:14: Also, gerade wenn du noch in dieser Situation bist so, hey, ja, jetzt geht's los.
00:34:17: Also, die Person war gerade dabei, die hat gerade gespürt, so, jetzt geht's los und war quasi gedanklich noch vielleicht dabei, so ein bisschen von den fünf Millionen Euro zu träumen oder so.
00:34:25: Und dann passierte halt plötzlich was und das rutscht einem so einfach so raus.
00:34:29: Das ist halt schon, das ist schon hart.
00:34:32: Ich muss noch einmal auf das System ausdrüber hin zurück.
00:34:34: Okay.
00:34:34: Ich glaube, eine Funktion, wie man das ... ausheben könnte, wäre mit Fragen, ne?
00:34:39: Eine Frage kann ja keine Lüge sein.
00:34:40: Das ist richtig.
00:34:41: Und dann kann ich halt aschig sein.
00:34:43: und so sage man, ich frage dich, wie geht es dir?
00:34:45: Und es interessiert mich eigentlich gar nicht.
00:34:47: Ja, also ich glaube, dass das okay ist, quasi Fragen zu stellen, worauf du die Antwort eigentlich nicht wissen willst, ist ja keine Lüge.
00:34:54: Also Heuchelei ist noch im Hellfeld des Detektors.
00:34:58: Solang es als Frage formuliert, ist schon.
00:35:01: Aber wieso ist das jetzt System ausdribbeln, wenn du jetzt Fragen stellst?
00:35:04: Ich weiß noch nicht.
00:35:05: Mir ist gerade aufgefallen, damit kann ich Interesse heucheln, obwohl es nicht so ist.
00:35:10: Jetzt ist die Frage, kann ich noch andere Fragen konstruieren, die keine Ahnung lügen sind?
00:35:15: Wahrscheinlich geht es an vielen Stellen nicht, aber so in die Richtung, du fragst mich.
00:35:19: Was hast du da gerade gemacht?
00:35:21: und anstatt zu antworten, steh ich dir Rückfrage, was glaubst du denn?
00:35:23: Das ist tatsächlich ein Sonderfall, der in den Regeln festgeschrieben ist.
00:35:27: Du darfst dreimal am Tag auf eine Frage mit einer Gegenfrage beantworten.
00:35:31: Du musst die ursprünglich gestellte Frage danach aber trotzdem beantworten.
00:35:35: Man kann also aufschieben, aber die aufschiebende Wirkung ist nicht permanent.
00:35:40: Ich glaube, es könnte ein Problem werden in dieser Folge, dass ich mich noch mehrfach daran aufhänge, was diese Grenzen von dem System sind.
00:35:46: Wo kann man es umgehen?
00:35:48: Und ich weiß gerade nicht, also es wäre eine Fifty-Fifty-Chance, ob ich das Buch hätte lesen können und mich darauf einlassen und so ein bisschen in der Story versinken könnte und das alles ernst nehmen und also das Buch dann gerne lesen könnte.
00:36:00: Oder ob ich die ganze Zeit in dieser Gedankenschleife, was ich jetzt gerade mache, hänge.
00:36:03: Was macht dieses System?
00:36:04: Was kann das?
00:36:05: Wo sind Grenzen?
00:36:06: Was wäre damit?
00:36:07: Und es wäre total unbefriedigend, weil jetzt kann ich ja mit dir schon drüber reden und du kennst das ganze Buch und weißt ein bisschen mehr über Sonderfälle und so.
00:36:13: Aber beim Lesen habe ich ja noch nicht mal die Zugriff auf die Information, was auf zwanzig Seiten später passiert.
00:36:18: Ja.
00:36:20: Die Chance ist relativ groß, dass es mich wahnsinnig machen würde.
00:36:22: Das kann sein.
00:36:23: Mich hat es überhaupt nicht wahnsinnig gemacht.
00:36:25: Ich habe das einfach so hingenommen und mir gedacht so okay, so funktioniert das und habe mir auch über so Sonnerfälle gar nicht so viele Gedanken gemacht, sondern bin so in die Story reingetaucht.
00:36:33: Ja, ich glaube, ich hätte es einfach, wenn ich müde bin, lesen müssen immer.
00:36:37: Dass ich dann so nicht den Nerv habe, mir solche Gedanken noch zu machen.
00:36:41: Also nach zwanzig Abschweifungen sind wir jetzt der Person auf den Fuß getreten und die Tante ist rausgeflogen.
00:36:47: Ich glaube es war übrigens ein Kerl, ich weiß gar nicht warum du bei einer Tante bist, die rausgeflogen ist.
00:36:50: Mit meinem Kopf war es eine Frau, vielleicht weil sie sich entschuldigt hat, also eher.
00:36:53: Wenn
00:36:54: Männer sich nicht entschuldigen oder was?
00:36:59: Nein, so nicht, aber statistisch gesehen, das ist wahrscheinlich sogar wirklich wahrscheinlich.
00:37:03: Okay, das ist eine gewagte These.
00:37:05: Dass sich
00:37:06: Frauen mehr entschuldigen als Männer.
00:37:07: Ja.
00:37:08: Ich glaube, das könnte stimmen.
00:37:10: So
00:37:10: effektiv auch zumindest.
00:37:12: Also ich kenne jetzt keine Studie dazu, aber ich würde vom Bauchgefühl her das sofort unterschreiben, dass Frauen sich mehr entschuldigen als Männer.
00:37:19: Das ist auch mein Bauchgefühl, deswegen bestärken wir uns jetzt hier gerade gegenseitig.
00:37:24: Vielleicht ist es im Schnitt schon so, dass eigentlich das relativ gleichmäßig ist.
00:37:28: In so einer Situation beide, also so ein Platon, nicht platonisch, so ein nicht ernst gemeintes Sorry, Entschuldigung oder so, glaube ich, ist schnell gesagt, dass wir in die meisten Erstmeisteraktionen zeigen.
00:37:39: Kann
00:37:39: sein.
00:37:40: Okay, lass uns einfach weitermachen, würde ich vorschlagen.
00:37:42: Es ist also gerade losgegangen.
00:37:44: Philipp sitzt zu Hause, der erste Typ ist schon ausgeschieden.
00:37:47: Bei Tessa ist es nicht ganz so einfach, denn ich hatte ja gesagt, sie arbeitet als Kennerin in so einer Bar und ihre Schicht fährt.
00:37:53: klingt jetzt gerade an.
00:37:55: Und als Kellnerin nicht lügen dürfen, ist nicht so ganz geil.
00:37:59: Also es ist schon ein bisschen kompliziertere Aufgabe.
00:38:02: Ich glaube, dass es geil, wenn du Humor hast.
00:38:04: Ja.
00:38:06: Also ich feiere Kellnerinnen, Kellnerinnen, die ehrlich sind und so einen trockenen Humor dabei haben.
00:38:12: Hatte mal einen, der hat sich sehr über seine Kollegen aufgeregt.
00:38:15: Und also ist eine Stellung am Tisch und sagt, das sind alles Psychopathen.
00:38:20: Du bist okay?
00:38:32: Und so, ich persönlich feiere so was.
00:38:36: Ich kann aber auch verstehen, dass es bei vielen nicht so gut ankommt.
00:38:39: Genau, genau.
00:38:39: Also es gibt so Leute wie dich, mit denen das auch voll entspannt ist dann.
00:38:43: Aber es gibt halt auch Leute, die sind dann schon auch eher pickiert.
00:38:46: Also jemand bestellt die Greek Bowl und Tessa sagt es aus und dann fragt die Person, warum.
00:38:51: Und dann muss Tessa halt sagen, weil sie kennt die Antwort.
00:38:53: Die Antwort ist, unser Chef hat vergessen, Halloumi zu bestellen.
00:38:56: Ja, das ist...
00:38:58: Das ist halt nicht was, was du als Kellner normalerweise sagen musst.
00:39:01: Dann würdest du halt vielleicht einfach sagen, obwohl ich frag mich... warum sie nicht einfach sagen kann, wir haben kein Halloumi mehr.
00:39:06: Das wäre ja, das wäre ja auch die Wahrheit.
00:39:08: Sie müsste ja gar nichts sagen.
00:39:09: Unser Chef hat halt vergessen es zu bestellen.
00:39:11: Ich glaube, das würde diese Intensionsregel so ein bisschen brechen.
00:39:14: Ja, das kann sein.
00:39:15: Wir hatten ja auch in diesen, in diesen Interviewsachen, quasi war ja auch immer, wenn jemand schon die Wahrheit gesagt hat, aber nicht die vollständige Wahrheit, dann hat es auch immer schon einen Signal gegeben.
00:39:23: Also, als Philipp gesagt hat, er will wegen der fünf Millionen Euro mitmachen, war das nicht gelogen, aber halt nicht die vollständige Wahrheit, weil er ja auch wegen Rafaela mitmachen will.
00:39:34: Und sie wusste, dass, ja, ja.
00:39:36: Und was halt auch richtig doof ist, und das ist quasi in deinem ... Kannst
00:39:40: du noch mal ganz kurz sagen, was das mit Rafaela war, weil das der letzte Folge war?
00:39:43: Ja, also Rafaela ist eine Kommilitonin von Philipp.
00:39:45: Und sie hatte eigentlich, also es gab ja diese Münzen, mit denen man sich dann für diesen Wettbewerb irgendwie anmelden konnte.
00:39:51: Und sie hatte eigentlich so eine Münze gefunden und hat dann aber entschieden, sie will das nicht machen und hat Philipp die Münze weitergegeben und ihn gefragt, ob er das nicht machen will.
00:39:59: Also Philipp findet sie süß.
00:40:02: und hätte Interesse daran, dass da vielleicht ein bisschen mehr draus wird.
00:40:05: Und deshalb war sozusagen ein bisschen seine Intention die Hoffnung, dass sie vielleicht damit beeindrucken könnte, dass er damit macht und vielleicht auch, dass sie sich dadurch ein bisschen näher kommen könnten.
00:40:14: Ja, was Tessa... Als Frau, die als Kellnerin arbeitet, natürlich auch hat, ist das irgendwelche Männer gerne versuchen, mit ihr zu flirten.
00:40:23: Und damit kommt sie normalerweise auch gut klar, sonst wäre es wahrscheinlich auch der falsche Job für sie.
00:40:27: Aber wenn du jetzt ehrlich sein musst, ist es halt irgendwie ein bisschen schwierig, wenn ich dann jemand fragt, so, hey, willst du dich nicht zu uns setzen?
00:40:35: Dann kannst du jetzt nicht einfach sagen, ich habe keine Zeit, sondern die Antwort willst du nicht, wäre halt, nein, will ich nicht.
00:40:40: Reicht das dann?
00:40:41: Kann ich sagen, nein, will ich nicht?
00:40:42: Oder muss ich sagen, nein, will ich nicht, weil ich dich eklig finde?
00:40:45: Ich glaube, du musst, wenn die Frage nicht nach dem Warum war, dann musst du es auch nicht begründen.
00:40:50: Also, wenn die Frage nur eine Ja-Nein-Frage ist, dann kannst du einfach Nein sagen.
00:40:53: Dann kann natürlich, es passieren, dass jemand dann weiter nachfragt, aber...
00:40:57: Ich bin immer noch in diesem Modus, dass alles zu einer Frage ist.
00:40:59: Ja, ich merke es.
00:41:01: Boah, ich hätte mir vorstellen, ich hätte diese Idee gehabt, dieses Buch zu schreiben.
00:41:05: Ja, und dann wirst du an den Fragen, die du jetzt gerade selber stellst, komplett wahnsinnig geworden.
00:41:10: Ich
00:41:10: hätte das nie zu Ende stellen können.
00:41:12: Ja.
00:41:12: Also... Das hätte ein komplett anderes Buch werden müssen, über die Unmöglichkeit so einen Automaten zu bauen.
00:41:17: Aber anders, ja,
00:41:19: ja, ja, ja.
00:41:22: Okay, die Männer, die mit Tessa flirten wollen, was sie dann irgendwie so relativ ... unfreundlich teils ablehnt oder was heißt unfreundlich?
00:41:29: also gar nicht mal aus ihrer sich gar nicht gar nicht unfreundlich.
00:41:33: aber die nehmen es halt als unfreundlich war weil sie es halt nicht gewohnt sind dass Kennerinnen einfach ehrlich zu ihnen sind.
00:41:38: Ja ich würde sagen da gilt dann die Prämisse doll und deutlich aber nett und freundlich.
00:41:42: Genau.
00:41:43: Ja die beschwenden sich dann natürlich auch über sie und es gibt Ärger mit dem Chef und der Chef so ja was ist denn los mit dir?
00:41:48: und sonst bist du doch nicht so quasi.
00:41:51: Aber was für eine miese Welt.
00:41:54: Sie wird angebackert oder so.
00:41:56: und hat kein Bock drauf, sagt das ehrlich und kriegt dafür Ärger.
00:41:59: Ja, ist scheiße.
00:42:00: Das ist richtig.
00:42:01: Das regt mich gerade richtig auf, obwohl es fiktiv ist.
00:42:03: Aber
00:42:04: es ist halt, glaube ich, auch nicht unrealistisch.
00:42:06: Ich weiß nicht, wie realistisch es ist.
00:42:08: Also ich weiß auch nicht genau, was sie denen gesagt hat, dass sie sich direkt beim Chef beschweren.
00:42:11: Ich würde sagen, realistisch ist erst mal, dass sie sauer sind und kein Trinkgeld geben.
00:42:15: Ja, das auf jeden Fall.
00:42:16: Also das ist ja noch mal eine andere Hausnummer.
00:42:18: Aber ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, trotz allem.
00:42:20: Ja,
00:42:20: es kommt halt immer drauf an, was das so für Leute sind, ne?
00:42:23: Also natürlich gibt es Leute, die würden halt einfach nur denken, boah, was ist das denn für eine anstrengende Frau?
00:42:27: Dann halt keinen Trinkhalt geben.
00:42:29: Aber ich glaube, es gibt halt schon auch so Leute, die eher, also die schon dann auch gerne Stunk machen, wenn sie sauer sind.
00:42:34: Also so bist du jetzt zum Beispiel nicht.
00:42:36: Das kommt drauf an, was du, warum ich sauer bin.
00:42:39: Ja gut, aber also hast du dich jemals in einem Restaurant oder so beim... Chef über irgendwas beschwert oder irgendwo in einem Laden mal diesen, ich will jetzt den Manager sprechen, Move gemacht?
00:42:50: Nee, aber also wenn ich jetzt sehen würde, wie mir ein Kellner in die Suppe spuckt, dann wäre das der Fall.
00:42:57: Ja, okay,
00:42:59: ja.
00:43:00: Ja, okay, ich wollte jetzt nicht sagen, dass du dich niemals beim Chef beschweren würdest über irgendwas.
00:43:05: Aber klar, so die meisten Sachen würde ich halt sagen.
00:43:08: Also es muss schon richtig was passieren, damit du so ein, ich will jetzt in Chefsprechen-Move machen würdest.
00:43:13: Und es gibt, glaube ich, einfach Leute, bei denen das ist eher ein Standard-Move, so jemand verhält sich nicht so, wie ich das für richtig halten würde, dann beschwer ich mich bei dessen Vorgesetzten.
00:43:23: Solche Leute gibt es halt, glaube ich, schon.
00:43:26: Wie realistisch es jetzt ist, wenn man versucht hat, mit jemandem zu flirten und nicht landen konnte, dass man sich dann beschwert.
00:43:32: Ich hoffe, dass es nicht so realistisch ist, aber ich fürchte...
00:43:34: Weißt du, was der Beschwerdegrund war bei ihrem Chef?
00:43:37: Ich glaube, dass sie unfreundlich gewesen sei.
00:43:39: Ja, das ist schon wieder fast realistisch, das so zu verdrehen.
00:43:42: Ja, das war jeden Fall.
00:43:44: Schnell weiter, sonst reg ich mich noch mehr auf.
00:43:46: Okay.
00:43:47: Gut, dann springen wir mal zum nächsten Tag und Philipp bekommt quasi von Scandor die Benachrichtigung.
00:43:53: Ey, du machst es dir ein bisschen einfach.
00:43:55: Deshalb hast du jetzt hier eine Aufgabe.
00:43:57: Geh an die Bushaltestelle und sprich mit der nächsten Person, die du da triffst, mindestens fünf Minuten.
00:44:03: So, gut.
00:44:03: Philipp geht an die Bushaltestelle.
00:44:05: Da sind drei ungefähr und Philipp soll sich jetzt mit diesen Kindern unterhalten und die haben natürlich, also erst haben sie gar keinen Interesse, mit ihm zu reden.
00:44:13: Und dann fängt er halt an, sie spielen irgendwie auf ihrem Handy und dann versucht er halt quasi darüber, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
00:44:18: Und also eines von den Kindern hat so ein ganz klares Gefühl, dass er irgendwie so ein Pädophiler irgendwie ist oder so.
00:44:27: Ja, es ist irgendwie, es ist eine super unangenehme Situation für Philipp.
00:44:31: Also ich finde, ehrlich gesagt, für mich persönlich wäre allein die Situation schon auf irgendjemandem Fremdes zu... gehen zu müssen und mit dem einfach randomen Gespräch anfangen zu müssen, was ich gar nicht fühlen will.
00:44:40: Ist schon irgendwie eine ziemlich blöde Situation.
00:44:42: Aber wenn es halt dann auch noch irgendwie Kinder sind, die auch das berechtige Gefühl haben, dieser Typ sollte mich eigentlich gar nicht angewatschen.
00:44:49: Das ist irgendwie, ja, ne total blöde Sache.
00:44:52: Also es passiert jetzt auch nichts Schlimmes.
00:44:53: Es wird auch nicht die Polizei gerufen oder so.
00:44:55: Also Leute gucken ihn halt schon ein bisschen komisch an, da ist noch mehr Leute irgendwie dazukommen.
00:44:59: Weil, naja, aber, ja, Philipp schafft seine Aufgabe da.
00:45:03: Rafaela meldet sich jetzt tatsächlich bei Philipp und will gerne mit ihm ausgehen.
00:45:07: Und er sagt erst ab, weil er, also auch nach diesem Erlebnis in seinem Wursthaltestell ist er so ein bisschen fertig und er hat irgendwie gar keinen Bock.
00:45:14: Und dann, nachdem quasi Scandor ihn ja sozusagen ... Ich weiß nicht, ob er noch eine Benachrichtung kriegt oder ob er dann nur so drüber nachdenkt.
00:45:22: Also auf jeden Fall hatte er von Scanner schon diese Benachrichtung gekommen.
00:45:24: Von wegen, du machst es dir ein bisschen einfach.
00:45:26: Und ich glaube, er kriegt an der Stelle jetzt nochmal eine Nachricht mit.
00:45:29: Deine Strategie scheint irgendwie vor allem Vermeidung zu sein und quasi so viel Prozent mit der gleichen Strategie sind schon ausgeschieden oder irgendwie sowas.
00:45:37: Ausgeschieden, weil die Strategie nicht erfolgreich ist.
00:45:40: Ja, genau.
00:45:41: Oder weil sie dann wegen des Regelwerks... rausgeworfen werden irgendwann.
00:45:45: Also man wird nicht rausgeworfen, nur weil man versucht möglichst viel Kontakte zu vermeiden.
00:45:51: Also das ist kein Grund, aber du kriegst dann ja gegebenenfalls, also wenn die, wenn die das blöd finden, was du machst, dann kannst du ja quasi so Aufgaben bekommen, so wie Philipp jetzt auch.
00:46:00: Und wenn du das dann nicht machst, dann fliegst du halt raus.
00:46:03: Ich hätte jetzt Fragen zu der Prozentzahl, ich weiß aber nicht, ob du das noch so
00:46:06: im Kopf hast.
00:46:06: Nein, das habe ich leider nicht im Kopf.
00:46:08: Dann frag ich dazu nichts weiter.
00:46:09: Dankeschön, das ist lieb von dir.
00:46:10: Dass
00:46:11: wir so stehen, so und so viel Prozent.
00:46:12: Ja, sonst so viel Prozent mit der gleichen Strategie sind rausgeflogen.
00:46:16: Und ja, das heißt, Philipp denkt dann nochmal drüber nach und dann entscheidet er, ach komm, also eigentlich hab ich ja auch, also ich wollte ja auch eigentlich irgendwie Rafaela ein bisschen näher kommen und das macht jetzt irgendwie voll Sinn, wenn sie schon danach fragt, mich dann auch mit ihr zu treffen und dann sagt er doch zu und sie gehen zusammen in
00:46:32: den Pub.
00:46:33: Und Rafaela ist sehr interessiert an diesem Wettbewerb, also sie weiß ja schon so ein bisschen worum es geht, weil also angeblich muss... sie halt auch unterschreiben, dass sie halt auch nichts weiter erzählen und sie sagt, sie hätte quasi entschieden da nicht teilzumachen oder die Münze weiterzugeben, als sie ihren Einsatz quasi angeben sollte.
00:46:53: Also bis dahin hat sie das Interview sozusagen ihre Aussagen nach noch mitgemacht.
00:46:57: Das heißt, sie weiß auch, wie das funktioniert und dass man halt wirklich wirklich nicht lügen kann oder halt auch wirklich die immer die vollständige Wahrheit sozusagen sagen muss.
00:47:06: Und genau, sie möchte jetzt so voll wissen, wie es wie es denn so ist und was irgendwie vielleicht schon unangenehme Situationen sind, die Philipp so hatte und so was, und das Gespräch ist super stressig für Philipp, weil sie richtig viele Fragen stellt, und dann muss sie alle beantworten, dann muss sie alle ehrlich beantworten, und das ist richtig anstrengend.
00:47:22: Und also er fragt sie dann auch zwischendurch, ob sie vielleicht das lassen kann, irgendwie Fragen zu stellen, dass sie einfach so reden und sie aber keine Fragen stellt, weil, ne?
00:47:32: Das klappt aber nicht so richtig gut.
00:47:34: Ja, wie gesagt, das ist ziemlich stressig, aber gleichzeitig ist sie auch schon, also sie macht schon deutlich, dass sie schon auch ziemlich beeindruckt von ihm ist.
00:47:40: dass er das so durchzieht und dass er das jetzt macht.
00:47:44: Das heißt, so ein bisschen hat er seinen Ziel von wegen, er will sie beeindrucken, jetzt gerade schon so ein bisschen erreicht, wobei er sich jetzt gerade fragt, okay, war das wirklich, also ist es wirklich wert, sie zu beeindrucken, dass sich jetzt wahrscheinlich später unter diesem Scheiß Steg durchtauchen muss, weil er hat halt inzwischen das Gefühl, er gewinnt eh nicht.
00:48:00: Und das zeigt doch nochmal, warum dieser Einsatz so eine schlaue Idee ist, gewissermaßen, weil wenn es nur um die fünf Millionen Euro gehen würde, dann hätte er jetzt schon längst einfach abgebrochen, oder?
00:48:10: Ja gut, dann hätte er nicht absichtlich abgebrochen, aber vielleicht hätte er tatsächlich absichtlich abgebrochen.
00:48:15: Aber dann wäre es auch nicht so stressig, weil dann kannst du ja nur gewinnen.
00:48:18: Ja, aber hat sie eben eine Frage gestellt, die ihm so unangenehm war, dass er lieber gelogen hätte, als eine Chance auf fünf Millionen Euro zu haben?
00:48:24: Nee, also das noch nicht.
00:48:28: Sonst hätte er abgebrochen, weil es gar nicht so sehr auf diese Situation mit Rafaela bezogen, sondern mehr so insgesamt.
00:48:34: Es ist schon eine super stressige Situation, aber natürlich wäre es überhaupt nicht so mehr so stressig.
00:48:39: wenn du keinen Einsatz hättest, sondern einfach nur fünf Millionen Euro gewinnen könntest.
00:48:42: Mir ist immer noch stressig, weil du sie natürlich gewinnen willst, aber halt nicht so schlimm, wenn du sie nicht gewinnen würdest, weil du ja nichts zu verlieren hättest.
00:48:48: Ja gut, und dann fragt sie halt noch, und das finde ich, also ich find's richtig fies, ich kann's verstehen, aber ich find's richtig gemein, weil sie ja weiß, dass er ehrlich antworten muss.
00:48:57: Und sie fragt ihn dann halt so, magst du mich oder gefall ich dir nur?
00:49:01: Und ich find das so scheiße, jemanden das zu fragen, wenn du weißt, er muss das jetzt beantworten.
00:49:08: Muss das jetzt ehrlich beantworten?
00:49:10: Das ist halt schon so ein... Also mein andererseits, ich bin ja immer der Meinung, man sollte auch nur Fragen stellen, auf die man die Antwort auch hören will.
00:49:17: So, aber naja.
00:49:19: Also seine Antwort ist dann tatsächlich auch so, also jetzt gerade kann ich nur sagen, dass du mir gefällst und um zu sagen, ob ich dich wirklich mag, müsste ich dich noch besser kennenlernen.
00:49:27: Das kann ich jetzt gerade gar nicht beurteilen, so an der Stelle.
00:49:31: Also das heißt, es passiert jetzt nichts Schlimmes, als sie diese Frage stellt, aber ich find's ziemlich asozial.
00:49:37: Also ich finde es allein schon auch scheiße, dass sie so überhaupt so viele Fragen stellt, wo sie ja weiß, was die Situation ist.
00:49:43: und selbst nachdem er darum bittet, nicht so viele Fragen zu stellen, das trotzdem weitermacht, finde ich irgendwie.
00:49:48: Ja, wenn sie sich dafür interessiert, das ist ja auch ein gutes Recht.
00:49:52: Ja, aber es macht sie nicht sympathisch für mich.
00:49:55: Ja, das stimmt.
00:49:56: Also ich will jetzt gar nicht sagen, also ich weiß nicht, vielleicht würde ich auch gerne so eine Situation ausnutzen, wenn da jemand ist, den ich irgendwie gut finde und ich weiß, der Antwort ist jetzt auf jeden Fall ehrlich, dann gibt es vielleicht schon Sachen, die ich gerne fragen würde, weiß ich nicht.
00:50:09: Aber
00:50:09: da soll doch bestimmt auch schon Raum gemacht werden für die Romance zwischen Philip und Tessa.
00:50:13: Wäre ja schlimm, wenn es da zwei Frauen gäbe, die er gleich gut findet.
00:50:16: Möglich.
00:50:19: meine Prognose an der Stelle.
00:50:20: Ja,
00:50:20: ist auch ein bisschen naheliegend, ne?
00:50:22: So, es tut mir leid, wir müssen noch wieder zurück auf die Gerädchenfrage hier.
00:50:28: Ja, sie hat ihn jetzt gefragt, magst du mich?
00:50:31: Was war die Frage?
00:50:32: Magst du mich oder gefall ich den noch?
00:50:34: Oder gefall ich den noch?
00:50:34: Was ist, wenn die Antwort ist, weder noch?
00:50:36: Muss er das dann auch antworten oder muss er auf eine Oder-Frage jetzt sich für A oder B entscheiden?
00:50:42: Naja, wenn weder A noch B stimmt, dann sollte er sich nicht für A oder B entscheiden, sondern weder noch sagen.
00:50:47: Sonst wäre es ja eine falsche Antwort.
00:50:49: Ja, aber ich kann da bei WerwirdMillionär auch nicht sagen, Antwort G.
00:50:52: Wir sind ja aber ja nicht bei WerwirdMillionär, sondern in der normalen sozialen Interaktion.
00:50:57: Und wenn ich dich frage, willst du Kaffee oder Tee?
00:50:59: und du sagst, keines von beiden, ich hätte gerne ein Wasser, dann ist das ja eine völlig legitime Option.
00:51:04: Oder vielleicht habe ich kein Wasser da, also ich meine gut, wenn ich Tee koche, dann habe ich auch Wasser.
00:51:08: Aber zumindest zu sagen, ich möchte weder Kaffee noch Tee, ist doch völlig okay, wenn ihr das jemand anbietet.
00:51:14: Ja, okay, okay.
00:51:15: Ich gehe mit klein bei.
00:51:16: Gut.
00:51:18: Ja, Philipp beendet dann das Date auch relativ bald, weil es einfach super stressig für ihn ist und er kein Bock mehr hat.
00:51:26: Und geht dann noch ein bisschen spazieren, einfach in der Hoffnung, dass wenn er in Bewegung bleibt, Scander das irgendwie okay findet und es besser findet, als wenn er jetzt irgendwie in der Wohnung sitzt.
00:51:34: und er läuft dann auch so ein bisschen rum, versucht aber weiterhin irgendwie Kontakt mit anderen Menschen irgendwie zu vermeiden.
00:51:39: Zwischendurch gibt es eine Szene, wo noch mal jemand rausfliegt, und zwar ein Mathelehrer, der offensichtlich im Moment gerade gar keinen Spaß an seinem Job hat und er freut sich, also er freut sich richtig drauf, fünf Millionen Euro zu verdienen und einfach nie wieder in der Schule arbeiten zu müssen.
00:51:53: Und... Ja, das klappt natürlich nicht.
00:51:56: Sondern, ja, er unterrichtet da gerade eine Mittelstufe irgendwas.
00:52:00: Er hat vergessen, worum es genau geht, irgendwie Parabelgleichung oder so was.
00:52:03: Auf jeden Fall kriegen die es nicht hin.
00:52:05: Und er rastet dann so ein bisschen aufs und sagt irgendwas von wegen, woher ihr seid?
00:52:08: so ein geistlose Haufen von zukünftigen Arbeitslosen.
00:52:11: Und dann sind die Kinder natürlich total schockiert.
00:52:13: Und ja, genau, er rastet aus, weil irgendwie ein Kind hat gekippelt und ist dann umgefallen.
00:52:17: Oder nee, er hat nicht gekippelt, ist eingeschlafen und deshalb umgefallen.
00:52:20: Und dann gibt es einen Chaos und er rastet so richtig aus und sagt eben diesen Satz.
00:52:24: Und dann sind die Kinder irgendwie schockiert und dann will er das wieder halbwegs gut machen.
00:52:27: Und dann entschuldigt er sich halt subseutomäßig, halt irgendwie sowas mit Ja, nee, okay, sag mal durch und dann machen wir das.
00:52:33: Und ihr seid natürlich kein geistloser Haufen von zukünftigen Arbeitslosen.
00:52:36: Und dann kommt das kälte Signal, weil er halt schon der Meinung ist, dass sie ein geistloser... Erhaufen von zukünftigen Arbeitslosen sind.
00:52:42: Und jetzt fliegt er halt wegen dieser Pseudo-Entschuldigung sozusagen und fliegt er raus.
00:52:47: Das ist ja auch wieder so ein Fall.
00:52:48: Ja.
00:52:49: Also vielleicht ist es ja objektiv gesehen so, dass die gar keinen Haufen sind.
00:52:54: Ja, aber er findet, dass es so ist und deshalb war das eine Lüge von ihm.
00:52:57: Naja, wenn ich das finde, obwohl ich weiß, dass es objektiv anders ist.
00:53:01: Also wenn du weißt, dass es objektiv anders ist, dann findest du es ja auch nicht.
00:53:04: Ah, ich glaube, da könnte ich wieder einen richtig harten Grenzfall, der mich auch wieder beim Schreiben des Romans.
00:53:09: Richtig.
00:53:10: die ich umwerfen würde konstruieren.
00:53:13: Ja, gut.
00:53:13: Ich meine, das hätte man als Autor natürlich an der Stelle übergehen können, indem man oder umgehen können, indem man einfach geschrieben, also indem man ihm in den Mund gelegt hätte.
00:53:21: Ich finde natürlich nicht, dass ihr das seid.
00:53:23: Dann wäre es halt eindeutig, dass es auf jeden Fall eine Lüge ist.
00:53:26: Also, das Problem hätte man umgehen können, wenn man sich da so rein verstrecken will.
00:53:32: Okay, vielleicht hätte ich einen Roman durchschreiben können, dem ich auf solche Formulierungen ganz viel beertlege, sodass ich die ganzen Sonderfälle alle einfach meilenweit umschiffe.
00:53:39: Ja, ich weiß es nicht.
00:53:40: Ich glaube, es hätte dich trotzdem sehr stark davon abgehalten, eine vernünftige Geschichte zu Papier zu bringen, wenn du dich dauernd an solchen Sachen aufhängst.
00:53:48: Ja, zählen wir mal besser nicht, wie oft ich das jetzt schon gemacht habe und noch machen werde.
00:53:52: Also ich glaube, es würde dich einfach voll so eine Schreibblockkarte dann reinstürzen, wenn du das Gefühl hast, ich würde jetzt eigentlich gerne, dass er das macht, aber das ist wie dein Grenzhöln, dann muss er was anderes machen, aber ich weiß nicht, wie ich das ändern kann.
00:54:04: Also ich glaube, es ist schon vielleicht besser für deine Psyche, dass nicht du versucht hast.
00:54:08: ist dieses Buch zu schreien.
00:54:10: Kurzer Zeitsprung zurück.
00:54:12: Es ist Nachmittag.
00:54:13: Aber okay, der Zeitsprung war eigentlich gerade schon beim Mathelehrer, weil das muss ziemlich sicher Vormittags gewesen sein.
00:54:17: Ist auch egal.
00:54:18: Also jedenfalls ja nicht abends während Philipp das Date hatte.
00:54:21: Wurscht, wir sind auf jeden Fall immer noch am selben Tag.
00:54:23: Tessa macht Nachmittags im Spaziergang mit dem Hund von ihrer Nachbarin.
00:54:26: Auch da, weil sie halt, also sie konnte halt nicht ablehnen, weil ihre Nachbarin hat sie gefragt, ob sie Zeit hat, mit ihrem Hund rauszugehen.
00:54:32: Und die Antwort auf Zeit ist ja, sie hat halt bloß keinen Bock.
00:54:35: Ja.
00:54:35: So,
00:54:35: und natürlich hätte sie sagen können, Zeit hätte ich schon, aber ich habe keine Lust und deshalb möchte ich es nicht machen.
00:54:39: Das wäre möglich gewesen, aber man will sich auch gerne mit seiner Nachbarin gut verstehen.
00:54:45: Spar zu sich, also sagt sie ja und geht mit dem Hund raus.
00:54:48: Ganz genau.
00:54:48: Und dabei verfolgt sie irgendwie so ein Typ.
00:54:50: Also, da läuft irgendwie so ein Typ rum, ein Lederjacke Sonnenbrille, so um die vierzig.
00:54:55: Der ihr ihre Bankkarte wegnimmt und nach der Pin fragt?
00:54:57: Nein, das nicht.
00:54:58: Aber also sie stellt dann fest, den kenne ich doch von der Gala.
00:55:02: Der war doch auch auf der Gala.
00:55:03: Das war doch der Typ mit der Papierself jetzt, der sich Notizen gemacht hat.
00:55:06: Ja.
00:55:07: So.
00:55:07: Und also, er verfolgt sehr laut, ihr nicht ihre Bankkarte, aber er versucht halt sie aus dem Rennen zu schmeißen, indem er sie ihr jetzt irgendwelche Fragen stellt und hofft, dass sie die Fragen halt nicht beantworten will und deshalb lügt und dann halt.
00:55:19: rauslegen.
00:55:21: Ja, fragt halt so Sachen wie, okay, warum hast du eigentlich blaue Haare und was hast du schon irgendwie für schlimme Sachen jetzt gemacht diese Woche?
00:55:30: oder keine Ahnung, solche Sachen so.
00:55:32: Und da hat sich halt irgendwie halt auf der Gala ihr Namen gehört und ich verstehe es nicht so ganz.
00:55:36: In meiner Meinung nach ist Tessa jetzt nicht so ein krass seltener Name, aber...
00:55:40: Wie viele Tessas kennst du?
00:55:42: Zwei.
00:55:43: Mir fällt gerade keine ein.
00:55:44: Okay, also jedenfalls in dem Buch wird es dargestellt, als wäre Tessa jetzt auf jeden Fall ein super seltener Name und er hat irgendwie ihren Namen sich gemerkt und sie halt ausfindig gemacht.
00:55:52: Bin ich bei, also in meinem aktiven Umfeld habe ich jetzt gerade keine Tessa.
00:55:56: Ja, okay, aber wenn du jetzt nur mit einem Vornamen in der Großstadt versuchst, jemanden zu finden, wäre ich jetzt nicht so sicher, dass das klappt.
00:56:02: Ja, da gibt es sicherlich ein paar mehr als nur eine.
00:56:04: Ja, ja, aber jedenfalls er hat sie irgendwie gefunden, weiß nicht genau, wie, so genau.
00:56:07: er erklärt das auch nicht, aber genau und er hat also seine Strategie jetzt halt irgendwie möglichst viele Konkurrenten auszuschalten, indem er sie in unangenehme Situationen bringt.
00:56:17: Mit ein paar Leuten hat das anscheinend auch schon geklappt.
00:56:18: Jetzt mit Tessa klappt es zum Glück nicht.
00:56:20: Aber bei Tessas nächster Schicht in der Bar, wo sie arbeitet.
00:56:24: Ich muss kurz ergänzen.
00:56:25: Ich habe jetzt nebenher den Vornamen Tessa gegoogelt.
00:56:28: Okay.
00:56:28: Und hier gibt es ein kleines Diagramm und anscheinend ist die, das Vorkommensnames Tessa explodiert, so ungefähr um Zwei-Tausend-Fünf-Zwei-Tausend-Sächs rum.
00:56:36: Okay.
00:56:36: Das heißt die Wahrscheinlichkeit, dass du eine sehr junge Tessa kennst, ist relativ groß.
00:56:40: Okay.
00:56:40: Ja, was macht das jetzt so rund ab zwanzig oder jünger?
00:56:44: Und dann hat es sich so... Nee, zwei-Tausend-Fünf.
00:56:46: Ach so, ja, okay, ja.
00:56:47: Ich wollte gerade sagen, das sind ja eher noch fünfzehn, aber wir haben schon zweitausendfünfundzwanzig.
00:56:55: Ja.
00:56:55: Na, na, na.
00:56:58: Es ist nicht mehr so lange hindern.
00:56:59: gibt es erwachsene Kinder, die nach zweitausendzehn geboren wurden.
00:57:04: Ich kann, ich komme noch nicht drauf klar, dass Leute, die nach zweitausend geboren sind, erwachsen sein können.
00:57:10: Na ja, volljährig und erwachsen sind zwei paar Schuhe.
00:57:13: Das
00:57:13: stimmt, das stimmt.
00:57:14: Also wie wir volljährig sein können, und zwar auch gut volljährig sein können, aber ja.
00:57:18: Ja, laut dieser Grafik hier, wenn man der Webseite beliebte vornamen.de glauben darf, dann hat das sich so ungefähr um die hundert und fünfzig gehalten und ist so ab zwei tausend, siebzehn, achtzehn irgendwie dann ein bisschen gefallen.
00:57:31: zwischen hundert und fünfzig und zweihundert in der Beliebtheit.
00:57:35: Was sagt mir diese Zahl?
00:57:37: Ich vermute mal Numerierung der beliebtesten Vornamen, also Anzahl der Vergebenen, würde ich das jetzt so lesen.
00:57:44: Okay, aber das heißt, die Hundertfünfzig ist nicht Anzahl, wie oft der Name vergeben wurde, sondern quasi auf welchem Platz.
00:57:50: das ist nach der Häufigkeit.
00:57:51: Ja, warte, ich lese einfach kurz den Absatz hier vor, dann haben wir auch das.
00:57:54: Okay.
00:57:54: Der Mädchename Tessa kommt in Deutschland seit den neunzigern Jahren gelegentlich und seit Mitte der zweitausender Jahre häufiger vor, aber ohne sich bisher zu einem richtigen Modennamen zu entwickeln.
00:58:03: Seit zwei Tausendzehn wurde Tessa, wurde, hier ist ein Reichtreibfehl, also eine Doppelung, seit zwei Tausendzehn wurde Tessa mindestens fünftausend siebenhundert Mal als erster Vorname vergeben und die schreibt Weise Tessa mit TH.
00:58:14: Das ist die Anmerkung von mir.
00:58:15: Mindestens zweihundertachtzigmal.
00:58:17: Im ersten halben Jahr des Jahres, zweizehntausendsechs wurde im ZDF die Telenovela Tessa Leben für die Liebe ausgestrahlt.
00:58:23: Die TV-Serie war zwar ein Flop, aber Emman hat seinen Vornamen der ZDL Helden bekannter gemacht und in die top zweihundert der deutschen Medien namens Hitliste katapultiert.
00:58:31: Okay.
00:58:34: Gut.
00:58:34: Okay, also das ZDF hat den Vornamen Tessa Bild gemacht.
00:58:39: Cool.
00:58:39: Alles
00:58:39: klar.
00:58:40: Okay.
00:58:41: Ich weitermache?
00:58:41: Ja.
00:58:43: Tessas nächste Schicht.
00:58:43: Wir
00:58:43: werden heute nur noch ganz gelegentlich abschweifen.
00:58:48: Tessas
00:58:49: nächste Schicht in der Bar.
00:58:51: Da sind zwei ältere Männer und einer von den beiden sieht dem Typen vom Nachmittag ganz schön ähnlich, ist wahrscheinlich sein Vater oder so.
00:58:57: Und es ist relativ klar, dass die beiden da sind, um Tessay Ärger zu machen.
00:59:04: Also erst mal stellen sie verschiedene, etwas schwierigere Fragen, z.B.
00:59:09: so was wie okay, wie frisch sind dann eigentlich die Shrooms?
00:59:12: Ist vielleicht erst mal noch eine normale Frage, aber also kann man als Gast ja durchaus stellen.
00:59:16: Wie schmeckt denn das und das?
00:59:18: Und dann sagt sie mir, mir schmeckt das nicht so gut.
00:59:21: Und dann fragen sie so, warum und so.
00:59:24: alle möglichen Sachen.
00:59:25: Also sie fragen sie so ganz viele Sachen, die halt auch so ein bisschen drauf abzielen, dass sie vielleicht irgendwas gegen diese Bar sagen müsste, wenn sie die Wahrheit sagt und also dass sie irgendwie versuchen halt auf jeden Fall.
00:59:36: Man weiß nicht so ganz genau, Tessa vermutet, dass ihnen halt gesagt worden ist, dass sie mit ihr reden sollen und sie am besten dazu bringen sollen, dass sie lügt, so.
00:59:44: Aber sie weiß es natürlich nicht, aber sie ist sich sehr sicher, dass halt der Typ vom Nachmittag die beiden da hingeschickt hat.
00:59:49: Und ja, sie erreichen ihr Ziel nicht, Tessa lügt.
00:59:53: nicht, aber sie erreichen, dass Tessa gefeuert wird.
00:59:57: Weil sie wieder als unhöflich geschimpft wird?
01:00:00: Genau.
01:00:01: Zweite Beschwerde von Gästen innerhalb von zwei Tagen, weil du nicht angemessen mit den Gästen umgehst angeblich.
01:00:08: Wow.
01:00:09: Hatte Tessa deine Chance, sich zu erklären?
01:00:12: Nein, also schon, aber sie konnte ja nicht, sie hatte halt dann auch schon gesagt, ich war nur ehrlich und so.
01:00:20: Sie konnte ja nicht sagen, warum sie jetzt ehrlich sein musste.
01:00:23: Und insofern hat das halt nicht geholfen, weil du weißt doch, wie man mit Kunden umgehen muss und der Kunde hat Recht.
01:00:30: würde nämlich halt entsprechend.
01:00:32: Ja, war.
01:00:33: hat sie auch angebracht, dass die sich auch arschig verhalten haben?
01:00:36: Ja, schon, da war das halt egal.
01:00:38: Ich
01:00:38: fände, wenn es ein richtig geiles Chefin, richtig geiles Chef ist, dass die dann gesagt hätten so, ey, ich nehme dich jetzt meinen Schutz und verweise die einfach des Lokals und dann sollen sie halt meckern.
01:00:48: Ja.
01:00:48: So, also
01:00:49: pöbelnde Arschlöcher will man vielleicht auch nicht als Kunden haben.
01:00:52: Ja.
01:00:52: Dann können die auch woanders hin, was insgesamt auch für die Atmosphäre und das Ambiente in dem Lokal besser ist.
01:00:57: Ja,
01:00:57: ja, also das ist zu Recht, das würde ich mir... auch wünschen.
01:01:01: Wenn ich am Nebentisch sitzen würde, würde das wieder richtig feiern.
01:01:05: Wenn die jetzt rausfliegen würden.
01:01:07: Ja.
01:01:07: Also wenn ich die so wahrgenommen habe, als die bedrängen da irgendwie, irgendwie, ja, ich bin wahrscheinlich einfach nicht der Standardgast.
01:01:14: Ja, das glaube ich auch.
01:01:15: Und ich glaube, du wärst wahrscheinlich als Chef, wärst du auch anders als dieser Chef jetzt hier, weil du schon, ich, die ich schon immer so erlebt habe, dass du eher auch deine Mitarbeiter stark im Blick hast und die eher vor dem quasi eher auch einen Schutz nehmen würdest.
01:01:28: Definitiv.
01:01:29: Lieber zwei Kunden verbrellen als...
01:01:31: Ja, das schon.
01:01:33: Ich würde erst mal die Kunden rauswerfen.
01:01:35: Das heißt aber nicht, dass ich danach nicht, wenn ich jetzt feststelle, dass wir hier ein Problem haben und die Person dann nicht geeignet ist, für mich zu arbeiten, an der Person dauerhaft festhalten würde.
01:01:44: Aber ich würde erst mal die Person in Schutz nehmen und das danach in Ruhe klären.
01:01:47: Ja,
01:01:48: was ich richtig gemeint finde, ist halt auch, also Tessa hatte halt am Anfang des Abends gefragt, ob sie nicht lieber in einem anderen Bereich von der Bar arbeiten kann, wo lautere Musik läuft und Cocktails und so gemacht werden.
01:01:58: wenn ich da lieber eingesetzt werden kann.
01:02:01: Und bei der natürlich fragt, warum, hat sie halt auch ehrlich gesagt, da ist es lauter, da muss man weniger mit den Gästen reden.
01:02:06: Hat er halt gesagt, nie, das geht nicht.
01:02:09: Funktioniert personalmäßig einfach nicht und die andere kann halt besser Cocktails mixen als du.
01:02:12: Also ich brauche dich hier oben.
01:02:14: Aber also sie hat ja sozusagen, sie hat ja das Problem von sich aus schon erkannt und eine Lösung gewissermaßen vorgeschlagen.
01:02:20: Und dass es dann halt jetzt ihr so auf die Füße fällt, dass ihr halt sogar rausfliegt, finde ich schon ganz schön krass.
01:02:26: Ja.
01:02:26: Andererseits ist natürlich auch so, ja, du brauchst halt das auch Personal, was du da einsetzen kannst, wo du es brauchst und naja, ist halt irgendwie eine schwierige Situation.
01:02:36: Aber ich halt ein bisschen denken würde.
01:02:38: so, hey, du warst echt, also warst monatelang mit dieser Person richtig zufrieden und jetzt hat sie mal zwei Abende, war sie vielleicht nicht so auf der Höhe und dann schmeißt du sie direkt raus, finde ich schon irgendwie auch krass.
01:02:48: Wann ist das Buch geschrieben worden?
01:02:50: Ich
01:02:50: glaube, vor kurzem, zwei tausend, vierundzwanzig, dreinzwanzig, vierundzwanzig.
01:02:54: Ja, vierundzwanzig.
01:02:56: Ja.
01:02:56: Vor zehn Jahren hätte ich gesagt, realistisch, jetzt würde ich ganz böse sagen, unrealistisch, weil Personalmangel, findet mal gute Kellner in.
01:03:03: Ja.
01:03:04: Da sind doch gerade alle eher im Schreien, dass sie mehr Leute brauchen.
01:03:06: Ja,
01:03:06: das stimmt.
01:03:08: Wobei er nicht gesagt ist, dass das Buch auch im Jahr ist.
01:03:11: Vielleicht spielt das Buch auch einfach im Jahr.
01:03:13: Das steht ja nirgendwo.
01:03:16: Das ist fast so schlimm wie das literarische ich und das echte ich, der Autor und zu verwechseln oder so.
01:03:23: Philipp hat ja gerade seinen Date mit Rafaela beendet und geht noch ein bisschen spazieren.
01:03:28: bekommt jetzt von Scandor eine Nachricht, dass er zum Loomen, also zu der Bar, wo Tessa gearbeitet hat, gehen soll.
01:03:34: Okay.
01:03:35: Ja, also so ein bisschen random, aber so Anweisungen von Scandor musst du halt vorgeleisten.
01:03:39: Also geht er da jetzt hin?
01:03:40: Er weiß auch nicht, was er da soll.
01:03:42: Jetzt so vom Aufbau der Geschichte ja irgendwie so ein bisschen random, oder?
01:03:45: Ja, anscheinend will diese, also anscheinend wollen irgendwelche Leute, dass Philipp Tessa trifft.
01:03:51: Wird das später irgendwie erklärt?
01:03:53: Also... gibt es dann roten Faden im Hintergrund?
01:03:55: Es wird nicht ganz explizit erklärt, aber man kann sich denken, warum Leute vielleicht wollen, dass sie sich treffen, ja.
01:04:01: Okay, also das ist jetzt nicht so, das ist irgendwie so völlig zufällig zu sein, scheint.
01:04:06: Also für die beiden scheint es erstmal sehr zufällig, oder also man könnte vielleicht auch, also beim Lesen habe ich im ersten Moment so gedacht, so ein bisschen naiv.
01:04:14: okay ist, also wollen die ihr vielleicht tatsächlich was Gutes tun, im Sinne von ein freundliches Gesicht jetzt zu sehen danach, so, oder... ist es, wollen sie quasi Philipp helfen in Form von, er kann sie da treffen und sie wahrscheinlich relativ leicht aus dem Rennen kegeln, weil sie gerade ein bisschen emotional aufgewühlt ist.
01:04:33: Oder keine Ahnung, also beim Lesen an der Stelle habe ich so gedacht, ja okay, ich weiß jetzt auch nicht warum, aber es macht natürlich für das Buch, kann man sich vorstellen, dass es irgendwie Sinne gibt, dass die beiden Protagonisten sich irgendwann mal treffen.
01:04:47: Aber tatsächlich macht das am Ende, macht es auch so Sinn, nicht nur aus einer erzählerischen... Perspektive heraus, sondern tatsächlich auch von der Geschichte.
01:04:55: Okay, weil jetzt gerade habe ich so das Gefühl, ja, sie sind beide Protagonisten, sie sollen sich mal treffen, also sagt die Autorin.
01:05:02: Irgendwer von oben hat gesagt, trefft euch mal.
01:05:04: Ja.
01:05:04: Und dadurch wirkt, also, dass es ja irgendwie eine Intität gibt, die das jetzt in die Wege geleitet hat, fühlt es sich nicht mal an wie eine Zufallsbegegnung.
01:05:12: Es
01:05:12: ist ja auch keine Zufallsbegegnung.
01:05:14: Ja, aber... Zufallsbegegnungen im Sinne von, also manchmal treffen sich ja Protagonisten in einem Café oder so, oder sind beide auf dem Weg irgendwo hin und zufällig dann zur selben Zeit, am selben Rastplatz und so ein Kram.
01:05:25: Ich habe schon verstanden, was du mit Zufallsbegegnungen meintest.
01:05:28: Ja, und das fühlt sich gerade so erzwungen an, also für mich.
01:05:31: Ja, weil
01:05:31: es auch wirklich einfach keine Zufallsbegegnung ist.
01:05:33: Das Ding hat gesagt, geht dahin, Philipp geht dahin.
01:05:35: Ja, genau.
01:05:36: Und jetzt ist es so, es ist keine, also es ist ja keine Zufallsbegegnung, es ist auch keine glaubhafte Zufallsbegegnung.
01:05:41: Und jetzt ist die Frage sozusagen, gibt es eine Logik, die dahinter steht, das hast du jetzt gerade beantwortet.
01:05:46: Aber für mich fühlt es sich gerade noch so an, als wäre das so willkürlich.
01:05:50: Und wenn es keine gute Erklärung dafür gibt, warum das passiert, dann wäre ich später ziemlich unzufrieden, was diese Begegnung angeht.
01:05:55: Wenn die nur den Zweck hätte, in dem Buch zu dieser Begegnung zu führen, dann fände ich es besser, wenn die sich irgendwie zufällig... Keine Ahnung, jetzt über den Weg laufen, weil sie beide rausrennen und ineinander rempeln oder so.
01:06:06: Nee, es hat schon einen... Also, ich verstehe deinen Gedanken.
01:06:09: Mich hat's beim Lesen eigentlich nicht gestört.
01:06:11: Ich bin beim Lesen oftmals ganz gut darin, mich einfach drauf einzulassen, was da jetzt gerade passiert und mich dann erst im Nachhinein zu ärgern, falls es keine gute Auflösung gibt und nicht schon vorab mich zu ärgern, weil es vielleicht keine gute Auflösung geben könnte.
01:06:24: Und ja, in dem Fall gibt's aus meiner Sicht auch gar keinen Grund, sich nachher zu ärgern.
01:06:28: Das ist gut.
01:06:28: Ich muss mich ja nicht im Vorfeld aufregen.
01:06:31: Ich kann dich einfach fragen, wie es jetzt ausgeht und weiß dann schon.
01:06:35: Und jetzt bin ich auch berühmt.
01:06:36: Das ist gut.
01:06:36: Wobei es natürlich auch immer sein kann, dass ich zwar das Ende befriedigend finde, aber du nicht.
01:06:41: Das wäre ja durchaus möglich.
01:06:42: Ja, aber es gibt ja jetzt mindestens eine Chance.
01:06:45: Wenn ich das dann durchfinde, was da erklärt wird, das ist okay.
01:06:47: Aber es gibt ja die plausible Chance oder Annahme für mich jetzt, dass das schon alles in Gang geht.
01:06:52: Also, Philipp soll da jetzt hingehen und vor der Tür warten.
01:06:55: Und ich glaube, in der Nachricht stand dann noch so was, wie.
01:06:58: du wirst dann schon merken, warum oder irgendwie sowas.
01:07:01: Und er steht jetzt erstmal da.
01:07:02: Er sieht noch diese zwei alten Typen da rauskommen, die ja irgendwie dafür gesorgt haben, dass Tessa gefeuert wird.
01:07:08: Prakt sich erst einmal mit denen irgendwas soll, aber die gehen dann auch und er denkt sich so, ja, okay.
01:07:13: Und dann kommt Tessa raus.
01:07:14: Und er erkennt sie wieder.
01:07:15: Die haben sich ja bei der Gala gesehen und ich meine, Tessa mit ihren blauen Haaren ist halt auch schon ziemlich auffällig.
01:07:20: Und dann unterhalten sie sich.
01:07:22: fragt sie direkt, ob sie gerade rausgeflogen ist.
01:07:24: Weil er hat auch gerade eine Benachrichtigung bekommen, dass irgendjemand gerade wieder rausgeflogen ist.
01:07:28: Und sie ist halt so, sie ist so, ja, ist ziemlich fertig, hat glaube ich auch geweint und so.
01:07:32: Und sein Gefühl ist so, okay, könnte sein, dass sie gerade rausgeflogen ist und sie so, nee, aber ich bin halt gerade gefeuert worden.
01:07:39: Irgendwann ist sie auch rausgeflogen, aber nicht aus dem...
01:07:41: Genau, sie ist auch rausgeflogen, aber zumindest nicht aus dem Wettbewerb, bei dem sie fünf Millionen Euro gewinnen kann, sondern nur bei ihrem Job, der ihr halt, na ja, das tägliche Überleben sich hat.
01:07:51: Philipp lädt Tessa dann auf einen Drink ein und sie lässt sie auch drauf ein und dann gehen sie zusammen was trinken.
01:07:57: Tessa bestellt heiße Schokolade, was ich sehr, sehr sympathisch finde.
01:08:00: Ist
01:08:00: ja auch ein geiles Getränk.
01:08:01: Ja,
01:08:01: voll.
01:08:02: Und sie vereinbart, dass sie sich gegenseitig keine Fragen stellen.
01:08:06: Das heißt, sie können jetzt jeweils einfach erzählen.
01:08:09: Und natürlich müssen sie trotzdem darauf achten, was sie sagen, weil sie ja trotzdem nicht lügen dürfen.
01:08:14: Also auch wenn man von sich aus was erzählt, muss es ja die Wahrheit sein.
01:08:17: Aber man bringt zumindest den anderen nicht in irgendeine doofe Situation, dass er eine Frage beantworten muss, die er vielleicht nicht beantworten möchte.
01:08:23: Und sie tauschen Handynummern und Namen aus, um irgendwie in Kontakt bleiben zu können.
01:08:27: Arm überlegt, ob sie auch ihre Quasi ihre Code-Namen austauschen sollen, damit sie quasi gegebenenfalls sehen können, wann der andere rausfliegt.
01:08:34: Dann teilen sie sich dann aber dagegen, weil sie auch nicht hundertprozentig sicher sind, ob sie das eigentlich dürfen.
01:08:38: Und dann lieber auf Nummer sicher gehen und das lieber einfach nicht machen.
01:08:43: Gibt es eine Stelle, wo die anrufen können für so was?
01:08:45: Also solche Fragen muss man doch klären können.
01:08:47: Naja, Sie können halt letztendlich, können Sie prinzipiell halt einfach Scandoff fragen und vielleicht antwortet Ihnen ja jemand.
01:08:53: Ja.
01:08:53: Weil Sie werden ja die ganze Zeit überwacht.
01:08:55: Also, bzw.
01:08:56: es wird ja die ganze Zeit mitgeschnitten.
01:08:57: Also, man könnte das ja abhören, aber es ist ja jetzt vermutlich nicht so, dass für jeden der Hundert Personen jemand abgestellt ist, der den dann wirklich Vierundzwanzig Sieben belauscht.
01:09:06: Das heißt, ja.
01:09:07: Vielleicht stand auch in dem Vertrag, dass es irgendeine Stelle gibt, wo sie sich melden können bei Fragen und das haben sie sich aber nicht gemerkt oder so.
01:09:14: Also man weiß jetzt jedenfalls nicht, dass sie da irgendwie kontaktieren könnten.
01:09:19: Was macht der Lügendetektor eigentlich mit Paradoxien?
01:09:22: Oh Gott.
01:09:24: Ich bin ein kleines bisschen genervt und
01:09:26: dann hatten
01:09:27: wir nicht schon geklärt, dass wir den Lügendetektor mal so hinnehmen müssen und dass wir da jetzt nicht bis ins kleinste Detail rausfinden können, was er womit macht.
01:09:37: Aber was meinst du konkret?
01:09:38: Ich fände es lustig, wenn die Auflösung am Ende ist, weil das kurz vor Ende das Ding einfach zur Explosion gebracht wird, den man sowas sagt wie dieser Satz ist eine Lüge oder so, dieses selbstaffernzielle Spiel.
01:09:48: Ja, ich
01:09:48: weiß, was du meinst.
01:09:51: Mit dem Druck, den ich gerade habe, fällt mir kein guter Satz ein, aber...
01:09:54: Naja, dieser Satz ist eine Lüge, ist doch schon ein guter Satz.
01:09:56: Na ja, was soll da dran gelogen sein?
01:09:58: Also...
01:09:58: Naja!
01:10:00: Also es ist doch so, wenn das die Wahrheit ist, dann müsste der Satz gleichzeitig gelogen sein und dann ist er wieder nicht die Wahrheit.
01:10:06: Also du kommst in beiden Fällen auf einem Widerspruch, ob das jetzt stimmt oder nicht.
01:10:12: Paradebeispiel wäre, wenn Pinocchio sagt, meine Nase wächst nicht, dann müsste sie wachsen, weil er gelogen hat.
01:10:20: Und wenn sie wächst, sagt er ja die Wahrheit, aber dann kann sie nicht wachsen, weil er nicht gelogen.
01:10:24: Umgekehrt, er müsste sagen, meine Nase wächst, oder?
01:10:27: Ach so, nee, Moment.
01:10:28: Nee, wenn er sagt, meine Nase wächst.
01:10:30: Dann kann sie wachsen, er gelogen und sie wächst.
01:10:32: Wenn das wahr ist, dann müsste sie wachsen, aber sie wächst ja nur, wenn er dügt.
01:10:37: Das heißt...
01:10:38: Ne, dann ist alles gut.
01:10:38: Erst lügt er, weil sie wächst
01:10:40: nicht.
01:10:40: Ja, er lügt und dann wächst sie weiter.
01:10:42: Ja, okay.
01:10:42: Ne, du hast recht.
01:10:43: Ich habe gerade Falschung gedacht.
01:10:44: Ja.
01:10:49: Hey, hier ist Elisa aus der Post Production.
01:10:51: Seid ihr gerade auch ein bisschen verwirrt und habt so das Gefühl, Moment, irgendwas stimmt da nicht?
01:10:56: Dann geht es euch wie mir.
01:10:57: Ich habe mich da gerade von Tobias ziemlich verwirren lassen.
01:11:01: Eigentlich hatte ich aber recht.
01:11:03: Also, nochmal langsam, um das hier vernünftig aufzudröseln.
01:11:07: Also.
01:11:08: Wenn, wie Tobias vorgeschlagen hat, Pinocchio sagt, meine Nase wächst nicht, dann sagt er einfach die Wahrheit, seine Nase wächst nicht, alles ist gut, es gibt kein Paradox.
01:11:18: Anders sieht das aus, wenn er sagt, meine Nase wächst.
01:11:21: Beziehungsweise, wir müssen uns einmal ganz kurz darauf einigen, wächst seine Nase während er lügt oder wächst sie nachdem er lügt.
01:11:28: Wobei wir ja im Deutschen den Präsenz manchmal auch für die Zukunft verwenden.
01:11:32: Ich gehe gleich einkaufen oder so.
01:11:34: Also, wenn er jetzt sagt, meine Nase wächst, oder meine Nase wächst gleich, meine Trägen, um das dieses nacheinander deutlich zu machen, dann gibt es zwei Möglichkeiten.
01:11:46: Entweder er sagt die Wahrheit.
01:11:48: Wenn er die Wahrheit sagt, darf seine Nase nicht wachsen.
01:11:51: Das kann aber nur die Wahrheit sein, wenn jetzt seine Nase wächst.
01:11:54: Widerspruch.
01:11:55: Oder er lügt, das heißt seine Nase wächst nicht nach der Aussage, aber wenn er lügt, muss sie ja wachsen.
01:12:02: Da kriegen wir den Widerspruch und da haben wir das Paradox.
01:12:05: Da jetzt allerdings Pinocchio ja nicht unter unseren Scandorträgern ist, ist das bessere Beispiel vielleicht doch einfach Tobias Erster Gedanke.
01:12:13: Dieser Satz ist eine Lüge, das kann nämlich jeder sagen.
01:12:17: Ich bleibe allerdings dabei, wenn ich so ein Scandort trage und die Chance auf fünf Millionen Euro habe, dann sollte ich so ein Quatsch vielleicht einfach nicht machen.
01:12:24: Weiter geht's.
01:12:28: Also das wäre das saubere Beispiel.
01:12:29: Und so kann man es garantiert jetzt auch konstruieren für den Scandor, um ihn zur Explosion zu bringen.
01:12:34: Ich bin mir nicht sicher, ob der etwas zur Explosion bringen möchte, was mit deinem Arm verbunden ist.
01:12:39: Das ist doch nur die Schnittstelle, oder?
01:12:41: Ja, trotzdem.
01:12:44: Ich weiß ja nicht.
01:12:45: Oder ist der Lügendetektor damit eingebaut, damit der Auflein funktioniert?
01:12:49: Ich hätte jetzt gedacht, der Lügendetektor ist in der Cloud.
01:12:52: Ich weiß es nicht so ganz genau, wie gesagt, diese technischen Details werden ja auch nicht geklärt.
01:12:56: Aber also sonst könntest du ja im Prinzip, also sonst hätte man ja ein Problem, wenn sich Leute keine Ahnung in den Bereich begeben, wo halt der Empfang irgendwie schlecht ist oder so.
01:13:05: Also wenn jetzt Leute im Tunnel sind oder... Keine Ahnung, was.
01:13:10: Also ich mein, dann kann die natürlich untersagen, solche Dinge zu tun oder sagen, wenn sie quasi den Empfangsbereich verlassen, dann fliegen sie raus oder sowas.
01:13:17: Aber du weißt es ja manchmal auch nicht.
01:13:19: Also keine Ahnung, vielleicht arbeitet jemand bei der Bank und da gibt's so ein Hoch-Sicherheitsverlies, keine Ahnung, jedenfalls so ein Ding, wo halt.
01:13:29: war es irgendwie, wo keine Strahlung rein und raus kommt und dann ist der direkt raus oder was?
01:13:34: Also ich glaube eigentlich, also in meiner Vorstellung, aber ich weiß nicht, ob das stimmt, aber in meiner Vorstellung ist es schon so, dass in diesem Teil, was Ihnen jeweils umgelegt wird, schon auch der Lügendetektor selber direkt verbaut ist und das nicht nur über die Kommunikation mit der Cloud funktioniert, aber keine Ahnung, denn die technischen Details werden nicht geklärt.
01:13:50: Ja, meine Lösung dafür wäre, eine Speicherkarte zu installieren.
01:13:54: Und dann sind sie halt im Tunnel, da wird sie eben mitgeschnitten.
01:13:57: Und die Auswertung findet dann wieder statt, sobald ich wieder an der Oberfläche bin und Empfang hab.
01:14:02: Also dafür bräuchte ich jetzt noch nicht den Lügendetektor am Arm, sondern erreicht eine große, was auch immer da am Arm klebt, in die Frischhaltefolie eingewobene SD-Karte.
01:14:11: Okay.
01:14:15: Die Wetter, dass alle genau so genervt sind, wie du gerade zu Hause solltest.
01:14:18: Nicht schon wieder, nicht schon wieder.
01:14:20: Möglich.
01:14:23: Tessa und Philipp sitzen immer noch zusammen im, keine Ahnung, Restaurant, Café, Bar, was so immer.
01:14:28: Das ist wo die sitzen, weiß ich nicht, da wo sie halt jedenfalls jetzt was trinken und unterhalten sich.
01:14:33: Sie sprechen unter anderem über ihren Einsatz, also nicht darüber, was ihr Einsatz jeweils ist, aber darüber... wie es ihnen damit geht.
01:14:40: Ja.
01:14:41: Und dass es ihnen halt ziemlich schlecht damit geht und dass sie beide eine Scheiße Angst davor haben, dass sie das irgendwie, dass sie den Einsatz einlösen müssten.
01:14:48: Und Philipp denkt dabei so ein bisschen an seine Eltern, was die dazu sagen würden.
01:14:53: Und sein Vater würde quasi ihm sowas sagen wie, ja Alter, jetzt stell ich nicht so an, es ist nur unter einem Stick durchtauchen, meine Güte.
01:15:01: Und weil er nämlich tatsächlich auch... Also Philipp kann ja auch nicht schwimmen, als mehrfach versucht zu lernen.
01:15:05: Und jedes Mal hat es einfach nicht funktioniert, weil er Mega Panik bekommen hat.
01:15:09: Und ja, sein Vater ist da schon die ganze Zeit immer richtig genervt von gewesen.
01:15:14: Da hat immer so ihm gesagt, er soll sich halt nicht so anstellen.
01:15:16: Und seine Mutter hat dem Vater immer sehr scharf gesagt, er soll ihn damit in Ruhe lassen.
01:15:21: Und also Philipp hat ja auch schon erzählt, dass irgendwie seine Eltern sich nicht so gut verstehen.
01:15:25: Er denkt, dass sie sich eigentlich scheiden lassen.
01:15:27: Und ja, das ist irgendwie so.
01:15:29: Ein Symptom davon, dass die Eltern sich vielleicht doch irgendwie uneinig darüber sind, wie sie mit ihrem Kind eigentlich umgehen.
01:15:37: Und ja, das spielt später noch eine Rolle.
01:15:41: So, Tessa muss mal wohin, sagt sie.
01:15:44: Philipp interpretiert das als, naja, sie muss halt mal aus Klo.
01:15:46: Hätte ich jetzt aufgedacht.
01:15:47: Stellt aber später fest, das hat sie ja gar nicht wörtlich gesagt.
01:15:50: Also, vielleicht musste sie auch gar nicht auf Klo.
01:15:52: Jedenfalls kommt sie nicht zurück.
01:15:55: Also war das eine Situation, wo man denkt, sie kommt jetzt zurück?
01:15:57: Ich habe voll gedacht, sie, also das ist an der Stelle, es ist aus Philipps Sicht beschrieben und sie sagt halt nur, sie muss mal wohin.
01:16:03: und ich hätte voll gedacht, naja, sie geht jetzt halt aus Klon, dann kommt sie wieder, also die beiden haben sie auch nett unterhalten und gut verstanden und alles.
01:16:08: Ja.
01:16:09: Und naja, dann kommt Tessa irgendwie nicht wieder und Philipp denkt sich so, okay, nicht, dass das passiert ist, gehen wir nach und beziehungsweise bitte die Kennerin einmal nachzugucken, ob sie noch auf Toilette ist und ob sie vielleicht Hilfe braucht und die Kennerin kommt zurück und sagt, das ist keiner.
01:16:22: Das heißt, es liegt jetzt irgendwie der Verdacht nahe, dass Tessa halt einfach abgehauen ist.
01:16:26: Ja.
01:16:27: Was dabei irgendwie komisch ist.
01:16:29: Also ist klar, von was wir im Zeitraum hier reden?
01:16:31: Nee, weiß ich jetzt nicht so genau, aber halt lang genug, dass Philipp so denkt.
01:16:35: hoch irgendwie.
01:16:36: Weil ich weiß jetzt nicht, wie lange du warten würdest in so einer Situation.
01:16:40: Ich würde aber nach fünfzehn Minuten frühestens wirklich Misstrauisch werden und dann noch ein bisschen warten und wahrscheinlich nochmal fünfzehn Minuten warten, bevor ich so ein Move mache, wie die Kellnerin jetzt irgendwie um irgendwas zu bitten.
01:16:52: Da sie jetzt Nummern ausgetauscht haben, haben sie das vorher gemacht?
01:16:55: Ja.
01:16:55: Hätte ich erst mal eine Nachricht geschickt, so nach dem Auto ist der das Club-Up hier ausgegangen.
01:17:00: Also ja, Ende der Überlegung, Minimum eine halbe Stunde, bis die Kellnerin dann reagiert hat und das gemacht hat, sind ja wahrscheinlich schon fast vierzig Minuten vergangen.
01:17:09: So, vierzig Minuten lass ich eine Person nicht einfach so irgendwo sitzen ohne Not.
01:17:12: Also entweder verabschiede ich mich und bin weg, dann ist aber irgendwie auch klar, dass ich nicht wiederkomme oder ich bin aufgehalten worden.
01:17:19: Also, was hat die Alte gemacht?
01:17:20: Ja,
01:17:20: die Alte ist tatsächlich auf Toilette gegangen.
01:17:23: Ja.
01:17:24: So
01:17:24: wie Philipp das auch zuerst interpretiert hatte.
01:17:26: Und dann hat sie draußen einen Hund jaulen gehört und sich gedacht, huch, was ist da los?
01:17:31: Vielleicht ist da ein Hund in Not, ich gehe mal gucken.
01:17:34: Ja.
01:17:35: Genau, sie geht also mal gucken.
01:17:38: Und dann klingt es so, als würde das Jaulen des Hundes aus einem offenen Lieferwagen kommen und sie geht natürlich zu diesem offenen Lieferwagen hin.
01:17:45: Alleine im Dunkeln.
01:17:46: Alleine im Dunkeln.
01:17:47: Richtig schlau Idee.
01:17:49: Wird dann natürlich auch in diesen Lieferwagen reingestoßen und der wird geschlossen und der fährt los.
01:17:56: Also sie wird quasi entführt.
01:17:59: Da drin sitzt eine Frau, die sie von der Gala wiedererkennen, dieselbe auch Kandidatin und möchte so ein kleines Frage-Anfortspiel mit ihr machen, weil sie halt eigentlich ... Also diese Kandidatin will halt Tessa rauskegeln.
01:18:10: Ist
01:18:10: da nicht erstmal die beste Art und Weise, damit umzugehen, selber ganz schnell Fragen zu stellen?
01:18:14: Ja, absolut.
01:18:15: Das macht Tessa auch.
01:18:17: Also das ist absolut richtig, weil sobald du also jetzt bei der Situation in der Bar waren ja Leute da, die halt selber nicht mitgemacht haben.
01:18:25: Das heißt, die konntest du ja auch nicht in Bedrängnis bringen dadurch.
01:18:28: Aber jetzt diese Frau ist halt selber Kandidatin und das heißt, dass es für sie halt selber eigentlich auch ein Risiko, was sie da macht.
01:18:35: Boah, ich würde als erst... erstes anfangen und Fragen zu stellen, die jetzt gar nicht so die in Verlegenheit bringen, dass sie lügt, sondern erst mal die juristisch klarstellen, dass das im Verbrechen ist, was sie gerade macht.
01:18:46: Ich glaube, meine erste Frage wäre so, wie ist dir bewusst, dass du mich gerade gegen meinen Willen entführt hast und dass das strafrechtlich relevant ist?
01:18:52: Weil, wenn sie das dann, also entweder Musik
01:18:54: lügen.
01:18:54: Das ist richtig gut.
01:18:56: Das ist richtig gut.
01:18:58: Oder die Sache ist vor Gericht schon mal so wasserfest, weil das ja alles aufgezeichnet wird, dass sie eigentlich keine Chance hat, da straffrei rauszugehen.
01:19:07: Deswegen erst mal so die ersten drei Fragen, die ich stellen würde.
01:19:09: Das wirklich klar ist, dass sie hier vorsätzlich handelt, nicht aus dem Effekt.
01:19:12: Das ist eine waschechte Entführung des Mitgeständenes.
01:19:14: Und dann, wenn ich dann gefesselt bin oder was oder festgehalten werde, kann ich mich natürlich so nicht wehren.
01:19:19: Aber dann, wenn ich reden können soll, ich weiß gar nicht, was für Fragen ich einer Person stellen würde, wenn ich jetzt spontan will, dass sie lübt.
01:19:26: Das macht man echt im Alltag nie.
01:19:28: Ich würde erst mal in irgendwelche schambehafteten Sachen gehen.
01:19:31: Ja, das ist auch die Taktik von der Frau.
01:19:33: Also, die versucht Tessa irgendwie rauszukriegen.
01:19:36: Ja, ich meine, das, was du gesagt hast, ist natürlich super schlau.
01:19:38: Es fällt dir vielleicht nicht sofort ein, wenn du da in so einer überrumpelten Situation bist.
01:19:46: Also, diese Frage stellt Tessa nicht, aber sie kriegt es zumindest auch hin, dafür zu sorgen, dass die Frau selber Fragen beantworten muss.
01:19:53: Unter anderem fragt sie zum Beispiel auch, wie sie heisst und ob sie ihn noch mit jemandem zusammenarbeitet und solche Sachen.
01:20:01: Okay, dann wird der Lieferwagen aber tatsächlich angehalten, denn aus irgendeinem Grund haben sie es geschafft, falsch rum in einer Einbahnstraße zu fahren und sie werden von der Polizei angehalten.
01:20:09: und genau, dann macht er als Polizist hinten die Tür auf und sieht Tessa da und Tessa sagt, ich werde hier gegen meinen Willen festgehalten.
01:20:16: Und das ist halt auch die Wahrheit.
01:20:17: Ja.
01:20:17: Und die Frau ist erst so ein bisschen, also kriegt es erst ganz gut hin, dass sie irgendwie die Wahrheit sagt und es trotzdem hinkriegt, sich nicht ganz so schlimm darzustellen.
01:20:30: Und dann sagt sie aber, ich wollte ihr nichts Schlimmes tun.
01:20:32: Und deshalb fliegt sie raus.
01:20:34: Weil sie wollte ja schon was Schlimmes tun, weil sie will, dass Tessa aus diesem Wettbewerb ausscheidet und das bedeutet, dass Tessa was für sie Schlimmes tun muss.
01:20:42: Dass Tessa was für sie Schlimmes tun muss?
01:20:44: Ach so.
01:20:45: Ja,
01:20:45: der Einsatz.
01:20:46: Also, das wissen ja alle, dass alle Kandidaten auch den Einsatz haben, der irgendwas ist, was für sie jeweils Schlimmes.
01:20:53: Das heißt, die Bemessungsgrundlage ist letztlich, wie Tessa das empfindet?
01:20:58: Nee, aber wenn ich sage, ich wollte ihr nicht Schlimmes tun und ich will aber was tun, was bedeutet, dass der Person was Schlimmes passiert, dann will ich ihr doch was Schlimmes tun.
01:21:07: Wenn ich mich jetzt in die Frau reinversetze und diese Rolle einnehmen würde, hätte ich das schon gesagt, ich wollte ja nichts Schlimmes tun, weil eigentlich will ich ja gewinnen und Tessa ist mir eigentlich egal.
01:21:18: Ja.
01:21:19: Und ich will sie eigentlich, also das, was ich tun will und aktiv tue, ist, dass sie lügt und aus dem Spiel ausscheidet.
01:21:27: Ja, aber aus dem Spiel ausscheiden ist halt was Schlimmes.
01:21:29: Nee, das Ausscheiden ist noch nicht schlimm.
01:21:31: Doch.
01:21:31: Men noch nicht in erster Instanz.
01:21:33: Das ist ja der zweite Schritt.
01:21:34: dann, das ist die Nachfolge davon.
01:21:36: Ja, okay, aber die ist mir ja bewusst.
01:21:38: Ich vergesse es gerade, ehrlich gesagt, immer wieder.
01:21:40: Es ist ganz gut, dass du es dann wieder aufbringst.
01:21:42: Aber also... Okay, ich sehe es halt so, dass es hier einen gewissen Interpretationsspielraum gibt, was diese Aussage angeht.
01:21:49: Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich eigentlich auch schon, es ist auch schon was Schlimmes, jemanden gegen seinen Willen in einen Lieferwagen zu befördern, ihn da gegen seinen Willen festzuhalten und unangenehme Fragen zu stellen.
01:22:01: Es ist schon auch was Schlimmes.
01:22:02: Also ich meine, sie hat ja nicht gesagt, ich wollte ihr keine Gewalt antun oder ich wollte ihr keinen körperlichen Schaden zufügen oder so was.
01:22:09: Das wäre irgendwie okay.
01:22:11: Also das wäre wahrscheinlich gar keine Lüge.
01:22:13: Aber sie hat ja gesagt, ich wollte ihr nicht Schlimmes tun.
01:22:16: Ja, schwierig.
01:22:16: Aber das muss man so stehen.
01:22:18: vorausgeflogen.
01:22:19: Genau.
01:22:19: Ihr kennt die Spielregeln des Buches einfach an, an der Stelle.
01:22:22: Was
01:22:22: anderes?
01:22:22: Leiden Sie, du wirst noch ein paar Mal diskutieren.
01:22:27: Okay, also genau.
01:22:28: Und das ist der Grund, warum Tessa Philipp hat sitzen lassen.
01:22:32: Sie wollte ihn nicht sitzen lassen.
01:22:34: Sie fand den Abend an sich scheiße, weil sie gefeuert worden ist.
01:22:37: Aber den Auslang des Abends mit Philipp fand sie auch sehr schön.
01:22:40: Es hatte jedenfalls nichts mit Klopapiermangel zu tun.
01:22:42: Und es hatte auch nichts mit Klopapiermangel zu tun, dass sie weg war.
01:22:45: Philipp hat Tessa eine Nachricht geschickt, die einfach nur aus einem Fragezeichen besteht.
01:22:50: Also keine Frage gestellt, die sie beantworten muss.
01:22:53: Aber klar gemacht, er fragt sich, was los ist und will ihn.
01:22:56: gewissen, was Sache ist und Tessa sieht die Nachricht und freut sich irgendwie drüber und schickt ihm einfach nur ein Ausrufezeichen zurück.
01:23:03: Es ist irgendwie voll keinen Sinn, der gibt, weil was soll Philipp denn mit diesem Ausrufezeichen anfangen?
01:23:07: Ist das in Fragezeichen eine hinreiche, starke Frage, sodass ein Ausrufungszeichen alleine bedeutet, sie hat die nicht adäquat beantwortet?
01:23:15: Nö, ich meine, das Fragezeichen alleine ist ja noch keine Frage, die es zu beantworten gilt.
01:23:20: Also sie fliegt jedenfalls nicht raus.
01:23:22: Insofern nach den Regeln des Spiels war das Fragezeichen offen.
01:23:25: aber keine Frage oder das Ausrufezeichen war eine hinreichend gute Antwort.
01:23:29: Hättest du jetzt gesagt, hätte er gefragt, was ist gerade los bei dir?
01:23:32: und sie hat den Ausrufungszeichen geschickt, wäre sie dann rausgeflogen?
01:23:35: Ja.
01:23:36: Ich beiß mir einfach auf die Zunge, wir lassen das so stehen, wie geht es weiter?
01:23:40: Philipp ist ziemlich irritiert von Tessas Verhalten.
01:23:43: Ja.
01:23:43: Verständlicherweise, sie ist einfach abgehauen und hat es ihm auch im Nachgang nicht erklärt.
01:23:48: Und er stellt fest, dass er sie eigentlich schon irgendwie echt gerne mag und eigentlich gerne mit ihr befreundet wäre.
01:23:53: Denkt sich aber auch, das wäre jetzt richtig dumm während des, also, es war wahrscheinlich jetzt kein guter Zeitpunkt, um zu versuchende Freundschaft zu ihm aufzubauen.
01:24:01: Andererseits hätte es natürlich den Vorteil, dass sie beide ehrlich miteinander sein müssten.
01:24:05: Das ist natürlich auch irgendwie schön, wenn du weißt, du redest mit ihm und der sagt absolut die Wahrheit gerade.
01:24:12: Genau.
01:24:13: Na ja, Philipp versucht sich erst mal abzulenken und denkt, okay, also er geht ja relativ sicher davon aus, dass er dieses Ding nicht gewinnen wird.
01:24:21: Er merkt schon, dass es richtig anstrengend für ihn ist und dass die Leute so langsam auch immer langsamer rausfliegen, also die sehr unvorsichtigen sind irgendwie schon schneller rausgeflogen.
01:24:31: Ähm, ja.
01:24:32: Ich habe den Eindruck, so wie du das gerade formuliert hast, dass er das Ding gewinnt.
01:24:36: Es sollte eigentlich mehr die Einleitung zu dem sein, was ihr als nächstes erzählen will.
01:24:40: Ja, nee, aber weil du es gerade so betont hast, hatte ich das Gefühl, dass er es gewinnt.
01:24:43: Dazu
01:24:43: sage ich nichts.
01:24:44: Das ist völlig in Ordnung, können sich alle, die das Buch schon kennen, darüber aufregen, was sich hier im Mut macht und sagen oder sagen, ich habe das gut rausgehört.
01:24:51: Und das andere ist die Frau eigentlich aus dem Lieferwagen verhaftet worden.
01:24:56: Die Polizei hat zumindest ihre Personalien aufgenommen.
01:24:58: Ob sie verhaftet worden ist, weiß ich nicht, weil sie haben dann Tessa sozusagen auch gehen lassen.
01:25:03: Nee, genau, sie haben Tessa gefragt, ob sie Anzeige erstatten will und Tessa hat gesagt, nee.
01:25:07: Und ich glaube, dann, ja, ich weiß es nicht.
01:25:09: Also ich meine, letztendlich ist das ja eigentlich, müsste das ja strafrechtlich relevant sein, da sollte ja eigentlich gar keine Anzeige für nötig sein, würde ich behaupten.
01:25:16: Also eigentlich denken müsste die Polizei von sich aus ermitteln, aber vielleicht auch nicht.
01:25:22: Der korrekte Term dafür ist offizial delikt?
01:25:25: Ich habe jetzt gerade einfach mal spontan, wie ich das hier so gerne mache, gegoogelt, entführung und offizial tätig.
01:25:29: Und hier, das beantwortet unsere Frage jetzt nicht abschließend, weil ich... den Paragrafen, ich kenne auf denen sie sich beziehen, aber hier steht bei der Freiheitsberauung gemäß Paragraf twohundertneinunddreißig STGB, kann jetzt sich um ein Offizialdelikt so.
01:25:43: Das bedeutet, dass die Strafverfolgungsbehörden, wenn man auch die Staatsanwaltschaft bei Kenntnis, Erlangung von Amtswegen einer Mittlungsverfahren einleiten und die Tat verfolgen müssen.
01:25:52: Das heißt, das Ganze muss auf jeden Fall verfolgt werden, aber das heißt ja nicht, dass die Frau vor Ort verhaftet werden muss, wenn jetzt kein, also sie ist ja noch nicht verurteilt, sondern wenn keine Fluchtgefahr besteht, dann muss sie und... oder Wiederholungsgefahr wahrscheinlich.
01:26:04: Heißt es nicht, dass sie zu dem Zeitpunkt eingesagt werden muss?
01:26:07: Ja, also sie haben auf jeden Fall auch Tessers Personalien aufgenommen.
01:26:09: Das heißt, sie könnten sie auch von der Zeugenaussage nochmal kontaktieren.
01:26:13: Was jetzt im Verlauf des Buches nicht.
01:26:15: Ja, ist aber, also deswegen ist eigentlich, weil sie Polizisten die Verhaftung jetzt davon abhängig gemacht haben, ob sie Anzeige erstatten will oder nicht.
01:26:22: Es ist eigentlich schief gelaufen, weil das sollte oder kann gar nicht mehr der Punkt sein.
01:26:26: Okay, ich wollte nur kurz wissen, ob sie jetzt verhaftet wurde oder nicht.
01:26:29: Warum?
01:26:30: Das war mir wichtig.
01:26:31: Oh Gott, ich würde sofort rausfliegen.
01:26:32: Ich bin viel zu sakastisch am Alltag.
01:26:35: Ich würde es keine fünf Minuten mit dem Ding aushalten, fällt mir gerade auf.
01:26:38: Ja,
01:26:38: das ist... Also ich müsste mich da auch richtig hart konzentrieren.
01:26:41: Wenn Sakasmus eine Lüge ist?
01:26:43: Ja, es ist, glaube ich.
01:26:45: Boah,
01:26:46: keine Chance.
01:26:46: Kannst du knicken?
01:26:48: Kann ich gleich machen, was auch immer auf meiner schlimmen Liste steht.
01:26:51: Ja gut, ich meine, wenn dir das vorher bewusst gewesen wäre, hättest du vielleicht doch einfach gar nicht erst teilgenommen.
01:26:56: Ja natürlich, das wäre die andere, aber fünf Millionen... Natürlich hätte ich teilgenommen.
01:27:00: Ich hätte es auf fünf Minuten verkackt.
01:27:01: Echt?
01:27:02: Ja, ja.
01:27:02: Ich
01:27:02: hätte einfach nicht teilgenommen, glaube ich.
01:27:04: Fünf
01:27:04: Millionen natürlich.
01:27:06: Hä?
01:27:06: Nee, also ich meine, ich mache doch nur bei einem Wettbewerb mit, bei dem ich ja nicht nur gewinnen, sondern auch was verlieren kann, wenn ich mir halbwegs realistische Chancen ausbrechne, auch zu gewinnen.
01:27:16: Natürlich erzähle ich mir für fünf Millionen, dass ich eine Chance habe, das zu gewinnen.
01:27:19: Okay, vielleicht sind wir da einfach ein bisschen unterschiedlich gestritten.
01:27:23: So was von...
01:27:24: Okay, lass mich zurück zu Philipp kommen.
01:27:26: Philipp glaubt, er gewinnt das auf gar keinen Fall, obwohl er es ja später gewinnen wird, wie wir jetzt erfahren haben von Tobias.
01:27:31: Genau, wie Tobias denkt.
01:27:32: Genau, weil Philipp geht davon aus, dass er nicht gewinnt und er denkt sich, okay, dann versuche ich jetzt dafür zu sorgen, dass es zumindest nicht ganz so schlimm wird, den Einsatz einzulösen und er geht ins Schwimmbad.
01:27:42: Und denkt sich, ich versuche nochmal, ob ich nicht inzwischen vielleicht doch wenigstens ins Wasser gehen kann.
01:27:47: Mhm.
01:27:48: So, das ist natürlich eine richtig dumme Idee, er kriegt eine Paddock-Attacke im Wasser.
01:27:51: Äh, bei jetzt... in so einem Nichtschwimmer becken oder?
01:27:54: Ja,
01:27:55: aber hilft nix.
01:27:56: Also, er ist relativ früh morgens irgendwie da und sind halt so zwei Rentner oder so was, die da halt schwimmen oder was, jedenfalls sind nicht so wahnsinnig viele Leute unterwegs.
01:28:04: Aber einer von denen rettet ihn dann, fragt ihn erst mal, ob er Epileptiker ist oder irgendwie so verkrampft ist quasi, holt ihn daraus und natürlich fragt er auch, was da los ist.
01:28:14: Und dann muss Philipp ihm natürlich erzählen, dass er Talausophobie hat und jetzt da versucht hat quasi gegen anzukämpfen.
01:28:22: Und der Typ meint auch so, ich glaub, für sowas gibt es Therapeuten.
01:28:26: Vielleicht ist das nicht die beste Idee, das alleine zu versuchen.
01:28:29: Mhm.
01:28:30: Aber genau, in dem Sinne ist es nichts Schlimmes passiert.
01:28:33: Das ist natürlich super schlimm für Philipp.
01:28:35: Er hatte dann eine Panikattack gebraucht, noch eine Weile, bis er wieder klarkommt und so.
01:28:38: Aber ja, also.
01:28:40: trägt jetzt keinen körperlichen Schaden davon oder sowas.
01:28:42: Aber das war so, also ich hatte ja, du hattest ja am Anfang gesagt so, dass es für dich ziemlich klar ist, dass du Tessa mehr wünschen würdest, dass sie gewinnt, weil ihr Einsatz einfach schlimmer ist als der von Philipp.
01:28:52: Und von einem rationalen Standpunkt her kann ich das schon nachvollziehen.
01:28:56: Aber insbesondere nachdem ich diese Szene gelesen habe, war ich halt nochmal so.
01:29:00: Boah, ich möchte nicht, dass Philipp das machen muss.
01:29:03: Weil das halt wirklich, ja, für ihn wirklich schlimm ist.
01:29:07: Und ich möchte aber auch nicht, dass Tessa für ihren Widerling vom Onkel arbeiten muss.
01:29:10: Und wenn man später nochmal ihren Onkel im Buch trifft, dann merkt man auch, wie schlimm auch der Einsatz ist.
01:29:14: Und man weiß halt genau.
01:29:15: mindestens eine von beiden Sachen wird ja auf jeden Fall passieren.
01:29:18: Es sei denn irgendwie die, keine Ahnung, die Wettbewerbsorganisatoren werden vorher irgendwie, keine Ahnung, es fliegt auf, dass es, was weiß ich, irgendwas ganz Komisches war und dass der Vertrag das aber unbühltig ist oder irgendwas.
01:29:29: Das ist natürlich die... dritte Option, die mir so beim Lesen im Kopf rumgeschwippt ist, aber an sich, wenn man jetzt mal die Logik des Wettbewerbs das mir ernst nimmt, dann muss man davon ausgehen, dass mindestens einer von den Einsätzen eingelöst werden muss und die sind schon beide scheiße.
01:29:41: Und weil ich beide Protagonisten auch sympathisch finde, habe ich es halt wirklich keinem gewünscht, dass das, dass das passiert.
01:29:46: Er kann seinen Einsatz doch gar nicht einlösen, oder?
01:29:48: Wie meinst du das?
01:29:49: Wenn
01:29:49: er schon in einem, ich steh mir jetzt gerade vor, er ist in so ein Nichtschwimmerbecken gegangen, stand da irgendwie Hüft hoch im Wasser und hat eine Panikattacke bekommen, weil er im Wasser war.
01:29:57: Wie soll er denn unter irgendwas durchtauchen?
01:29:59: Naja, jemand, also er hat ja von Anfang an gesagt, jemand muss ihn da durchziehen.
01:30:02: Ja, weil er nicht schwimmen kann.
01:30:04: Aber wenn er eine Panikattacke unter Wasser hat, das geht doch überhaupt, also es geht null.
01:30:09: Also völlig unabhängig davon, ob er jetzt ein Atemgerät hat und mit dabei hat, damit er atmen kann oder nicht.
01:30:15: Also das geht nicht.
01:30:16: Oder er wird irgendwie bewusstlos dabei oder so.
01:30:19: Aber ich sehe gerade nicht, wie er das eindüssen will.
01:30:21: letztlich du müsstest ihn eigentlich an der Kette festmachen, die irgendwie um seinem Bauch wickeln oder so und ihn dann drunter durchziehen, weil ich glaube nicht, dass ein Taucher ihn dann sozusagen anfassen kann.
01:30:31: Mhm.
01:30:32: So.
01:30:32: Ja, schon schwierig.
01:30:34: Ja, stell ich mir heftig vor.
01:30:35: Ja.
01:30:35: Dann gibt's noch mal so ein kleines Intermett, so wo man nochmal sieht, wie irgendein anderer Typ rausfliegt.
01:30:39: Der fliegt nämlich raus, weil seine Frau ihn fragt, wer ist eigentlich Laura?
01:30:43: und warum schreibt sie dir eine Nachricht, die anfängt mit, hey Süßer, freu mich schon auf unser...
01:30:48: Ja.
01:30:48: Also die Nachricht endete mit so, also man sieht ja auf dem Handy, siehst du so eine Vorschau und das war halt nur das.
01:30:53: Ja, also das ist eine Kollegin von ihm und sie steht auf ihn und ja, also er auch auf sie und sie haben halt auch schon gefügelt und er denkt sich so, okay.
01:31:01: Okay, shit.
01:31:02: Ich glaube, ich sehe lieber zu, dass ich meine Ehe nicht in den Sand setze, als dass ich hier gewinne und lüge seine Frau dann an und scheidet deshalb aus.
01:31:10: Ich habe ein Interview mit der Autorin gesehen, wo sie so meinte, ja, das war auch jemand, der ihr echt nicht leidgetan hat, dass er rausfliegt.
01:31:18: Sie meinte so, ja, die Person in der U-Bahn, die halt rausgeflogen ist, weil sie tut mir leidgesagt hat, die hat ihr schon leidgetan.
01:31:24: Aber jetzt, der Typ, der seine Frau betrügt, da hatte sie gar keinen mit Leid.
01:31:28: Hm,
01:31:29: verständlich.
01:31:30: Ja.
01:31:30: Okay, nachdem wir gerade einmal gesehen haben, warum der Einsatz für Philipp ganz schön schlimm wäre, sehen wir jetzt, warum der Einsatz für Tessa ganz schön schlimm wäre.
01:31:38: Denn sie bekommt Besuch von ihrem Onkel, der ja, wie wir wissen, ein ziemliches Ekelpaket ist.
01:31:43: Du kannst jetzt mal das Buch in die Hand nehmen.
01:31:44: Da ist ein Post-It drin, Seite hundred forty-fünf.
01:31:48: Ja.
01:31:48: Gut, ich habe das Buch aufgeschlagen.
01:31:50: Und
01:31:50: jetzt kannst du mal, ich glaube, unter dem Post-It.
01:31:53: Das war ihm anzusehen.
01:31:54: Ich
01:31:54: weiß nicht genau.
01:31:55: Lies einfach mal vor.
01:31:57: Ja, da klebt es noch drauf auf dem Set.
01:31:59: Also jedenfalls kommt Henrik gerade zu Tessa und es sauer, dass sie ihm die Münze weggenommen hat und jetzt er nicht an diesem Wettbewerb teilnehmen kann.
01:32:10: Er weiß ja gar nicht, um was es in dem Wettbewerb geht.
01:32:12: Und macht seinem Ärger irgendwie mal so ein bisschen Luft.
01:32:15: Ach so, und es geht dir jetzt um die wörtliche Rede hier?
01:32:18: Ich möchte dich gern in ein paar Dingen korrigieren.
01:32:20: Du hast mich nicht bewirtet, du hast mir bloß ein Glas Leitungswasser hingestellt.
01:32:24: Und Papa ist nicht faul, sondern krank, was du ganz genau weißt.
01:32:27: So wie ich genau weiß, dass du ihm finanziell nicht unter die Arme greifst, obwohl das ein Klacks für dich wäre.
01:32:32: Dann müsste Mama nicht zwei Jobs haben.
01:32:34: Aber zu einem Überfluss knäffst du ihn auch noch eine viel zu hohe Miete für diesen Witz von einer Wohnung ab.
01:32:39: Sie musste aufpassen, dass sie sich nicht in Fahrt redete und etwas Falsches sagte.
01:32:43: Immer noch unklammerte sie ihren Unterarm, was Henrik nicht aufzufallen schien.
01:32:46: Er öffnete den Mund, aber sie kam ihm zuvor.
01:32:49: Du bist zum Kotzen, als Bruder genauso wie als Onkel.
01:32:51: Falls du es wissen möchtest, ich habe überhaupt kein schlechtes Gewissen wegen der Münze.
01:32:55: Und jetzt möchte ich, dass du gehst.
01:32:57: So leicht war Ehrlichkeit ihr noch nie gefallen.
01:32:59: Auch ein komischer Satzbau, aber das ist genau so wie es gerade vor, wie wir diesen haben.
01:33:02: Wieso ist das ein komischer Satzbau?
01:33:04: So leicht wäre Ehrlichkeit ihr noch nie gefallen?
01:33:06: Ich hätte gesagt, so leicht war ihr Ehrlichkeit noch nie gefallen.
01:33:09: Ach so, ja, das ist ja so eine Sache, das kannst du an beide Stellen setzen und irgendwie finde ich ganz oft, ich mach es irgendwie auf eine Art vom Beiben und wenn ich es danach nochmal lese, wie ich es geschrieben habe, dann frage ich mich manchmal, ob es nicht eine andere Stelle besser wäre, also das ist irgendwie sowas, wo ich...
01:33:22: Ich würde es auf jeden Fall davor ziehen, also wenn ich den Satz jetzt geschrieben hätte, ich finde aber hier die Betonung mit der Ehrlichkeit eigentlich ganz... gut, insofern finde ich es jetzt rein literarisch gesehen richtig geschrieben.
01:33:33: Naja, es fühlte sich wie eine Befreiung an, ihm endlich alles ins Gesicht sagen zu können, was sie sich bisher immer nur gedacht hatte.
01:33:39: Sie ging zur Tür und bedeutete ihm mit einer Kopfbewegung, dass er verschwinden sollte.
01:33:43: Ja.
01:33:43: Das sagt jetzt erstmal mehr über Tessa aus als über ihn.
01:33:45: Das
01:33:46: ist richtig, aber du weißt auch, dass sie nur die Wahrheit gesagt hat und das heißt natürlich, heißt es erstmal nur nicht zwangsläufig, dass er den Objektiv gesehen zu viel Miete abknüpft, sondern erstmal nur, dass sie der Meinung ist, dass dass es so ist.
01:33:58: Aber, ja, ich finde, also natürlich sagt es erst mal eine Menge über Tessa aus, aber es sagt schon auch, was also auf jeden Fall über das Verhältnis zu ihrem Onkel aus.
01:34:07: Ja, aber er wehrt sich dann doch.
01:34:08: Ah, okay, ja, dann liest noch mal weiter.
01:34:10: Ja, also er verschwindet da nicht und stattdessen fängt da an, du warst schon als kleines Kind ein Albtraumzister.
01:34:16: Von Anfang an hast du nur Probleme gemacht.
01:34:17: Da kam nichts, als ständig nur Geheule, Geturbe, Gequengle und du hast dich genauso weiterentwickelt, wie ich mir das gedacht habe, zu jemandem, mit dem vernünftige Menschen nichts zu tun haben wollen.
01:34:46: Und
01:34:48: dann kann Tessa sich jetzt natürlich denken, yo shit, der nächste Zeitpunkt, zu dem ich ihn um was bitten muss, ist ziemlich sicher, spätestens der Moment, in dem ich ihn bitten muss, mir doch den Job zu geben, den er mir schon mal angeboten hat.
01:35:01: Und dann wird er das so richtig auskotzen können.
01:35:03: Und ja, auskotzen können, habe ich gerade gesagt.
01:35:06: Freuter Versprecher auskosten können.
01:35:09: Und er ist zum kotzen.
01:35:10: Ja.
01:35:10: Gut, da haben wir den auch mal kennengelernt.
01:35:13: Sympathischer Kerl, oder?
01:35:15: Ja.
01:35:16: Gut, ich hab dich jetzt den Anfang des Gesprächs nicht vorlesen lassen insofern.
01:35:19: Es ist für dich vielleicht schwer zu beurteilen.
01:35:21: Genau, also ich hab jetzt quasi ihren Wutausbruch damit bekommen mit der ganzen Reihe von Vorwürfen.
01:35:27: Und also du hast es ja jetzt insgesamt geframed, dass dein Kotzbrocken ist.
01:35:31: Da kann man das dann also schon rausnehmen.
01:35:33: Allein aus dem Auszug nehmen wir jetzt erstmal mit, dass sie... Wie gesagt, für mich aus dem Nichts, weil ich ja mitten in der Szene angefangen habe zu lesen, ihm da irgendwelche Sachen an den Kopf wirft.
01:35:41: Und was da wirklich dran ist, in dem Moment sind ja erstmal nur Vorwürfe, die sie stellt.
01:35:45: Er äußert sich dazu ja auch gar nicht.
01:35:47: Er geht dann einfach an den Gegenangriff und wirft ihr vor, dass ich schon als kleines Kind ein Kotzbrocken war.
01:35:51: Was
01:35:51: aber finde ich auch irgendwie was in das für ein Gegenangriff.
01:35:54: Du hast als Kind nur geheult.
01:35:55: Ja, okay und?
01:35:57: Also, hä?
01:35:58: Ja, völlig idiotisch und auch nichts zur Sache.
01:36:00: Also hilft der Situation ja auch nicht, aber er will sich ja auf einen Kunden nicht an der Stelle einfach nur streiten.
01:36:05: Also auch, dass er dann wartet, ob sie noch was sagt und dann geht, weil weil nichts kommt, war sein Ziel offensichtlich, dass er Beef haben wollte und das nicht bekommen hat.
01:36:13: Deswegen, da könnte man jetzt einfach auch nur sehen, dass er sauer war und sich jetzt irgendwie weiter entladen wollte und dann die Situation verlässt, weil er sich da gerade nicht entladen kann.
01:36:20: Ja, also punktuell gesehen ist er dann noch nicht der Oberböse im Gesamtframing, wenn man davon ausgeht, dass die Vorwürfe von Tessa stimmen.
01:36:27: Das ist natürlich schon, also ist er schon kurzbrocken.
01:36:29: Ja.
01:36:30: Gut.
01:36:30: Es gibt nochmal so ein kurzes Intermezzo und das finde ich total spannend, weil das, also das hat mich beim Lesen ein kleines bisschen irritiert, weil es kein Intermezzo war, bei dem jemand rausfliegt, sondern halt einfach so irgendeinen Typ, den wir nicht kennen, Nummer vier, Navigator.
01:36:45: Der taucht dann später nochmal auf, insofern und am Ende ergibt es auch total Sinn.
01:36:50: Aber also der ist irgendwie im Golfclub und dann wird er von einer jungen Frau angesprochen, die er nicht kennt.
01:36:54: Der fragt erst so, bist du vielleicht irgendwie... Keine Ahnung, kennst du meine Tochter oder was weiß ich was?
01:37:00: Diese Person, die ihn anspricht, heißt Rafaela.
01:37:03: Das ist die gleiche Rafaela?
01:37:04: Das habe ich mich auch gefragt, das weiß man in dem Moment nicht.
01:37:07: Aber ich habe vermutet, dass es die gleiche Rafaela ist und das ist auch die gleiche Rafaela.
01:37:12: Und ja, sie fragt ihn irgendwie, also erst das erste oder nicht das erste, aber das erste, wo er so drüber stolpert, warum sie ihn das fragt.
01:37:20: Er denkt halt so, ja, die hängt hier jetzt halt rum und unterhält sich halt mit mir.
01:37:23: Ich weiß zwar nicht, warum, aber musste erst mal nichts Böses bedeuten.
01:37:26: Und dann fragt sie ihn danach, welche griechischen Insel er für den Urlaub empfehlen könnte.
01:37:30: Und das ist für ihn schon so ein erster komischer Moment, weil irgendwas, also griechische Inseln, da ist irgendwann mal was passiert, sozusagen.
01:37:38: Also man weiß jetzt gerade nicht was, weil man seinen Innenleben nicht so richtig mitbekommt in dem Buch.
01:37:42: Aber griechische Inseln ist ein schwieriges Thema für ihn.
01:37:44: Dann spricht er ihn auf eine ganz konkrete griechische Insel an.
01:37:47: Ich habe leider den Namen vergessen.
01:37:48: Roddos?
01:37:50: Nein, es war keine von den Großen.
01:37:53: Da gab es ja jetzt in letzter Zeit auch ziemlich viele Waldbrennen.
01:37:57: Also wäre jetzt meine Assoziation.
01:37:58: Nein, damit hattest du gar nichts zu tun.
01:38:00: Und dann fragt sie ihn, hast du schon mal jemanden sterben gesehen?
01:38:04: Und seine Antwort ist so ein Jein, also ich habe es nicht gesehen, aber ich war vermutlich dabei, als jemand gestorben ist.
01:38:11: Ob einer griechischen Insel?
01:38:12: Vermutlich, also das wird nicht ganz explizit gefragt, aber ja, wahrscheinlich war das so.
01:38:17: Hä, warum kommt sie überhaupt jetzt auf die Idee nach griechischen Inseln zu fragen?
01:38:21: Ja, das ist eine gute Frage.
01:38:22: Hoffentlich weiß sie irgendwas.
01:38:26: Das macht keinen Sinn.
01:38:27: Doch, am Ende wird es Sinn ergeben.
01:38:28: Na, also dann muss... Sie ja von den Machern, von dem Scandogramm sein.
01:38:34: Vielleicht
01:38:35: ist das ja so.
01:38:37: Anders macht das keinen Sinn, weil ich frage nicht random irgendwen plötzlich nach griechischen Inseln.
01:38:41: Ist
01:38:41: richtig.
01:38:42: Und die Art und Weise, wie sie ihn fragt, würde ja als Konfrontation, selbst wenn sie was weiß, nichts bringen, wenn sie nicht von dem Spiel auch wüsste.
01:38:49: Korrekt.
01:38:50: Und sie müsste ja dann auch noch wissen, dass er Teilnehmer ist.
01:38:53: Korrekt.
01:38:53: Und wie soll sie da jetzt hinterkommen?
01:38:56: Aber sie kennt ja auch irgendwie auffällig viele Leute, die da mitmachen anscheinend.
01:38:59: Naja, wie so auffällig viele.
01:39:00: Sie kennt halt Philipp.
01:39:01: Philipp macht nur ihre Dwingen mit.
01:39:02: Und jetzt weiß sie irgendwie von diesem Typen.
01:39:04: Ja, das sind schon mal zwei.
01:39:05: Ja.
01:39:07: Ja, also schon irgendwas Fischi bei Rafaela, auf jeden Fall.
01:39:10: Aber bei Navigato offensichtlich auch, der irgendwie auf einer griechischen Insel anscheinend mal jemandem hat Sterben sehen oder nicht gesehen hat, aber irgendwie dabei war.
01:39:18: Und sie fragt dann noch, ob es seine Schuld war und er sagt, nein.
01:39:21: Und er fliegt auch nicht raus, also ist das schon mal richtig.
01:39:24: Und dann sagt sie noch zu ihm, sei vorsichtig in diesem Spiel, wir brauchen dich noch.
01:39:28: Und das ist so ein komplettes so, Hä, was?
01:39:31: Aber ja, also ich meine, im Klappentext war ja schon angekündigt, irgendjemand ist auf der Suche nach einer ganz bestimmten Wahrheit.
01:39:36: Und möglicherweise hat das was mit einer griechischen Insel zu tun, wo jemand gestorben ist.
01:39:41: Ist jetzt so der Eindruck, der nach diesem Abschnitt irgendwie entsteht.
01:39:45: Was Tessa und Philipp damit zu tun haben, weiß man in dem Moment überhaupt nicht.
01:39:49: Und was es genau mit Rafaela auf sich hat, ist auch irgendwie ein bisschen komisch.
01:39:52: Und wie gesagt, beim Lesen war ich mir auch nicht hundertprozentig sicher, ob es überhaupt die gleiche Rafaela ist, ob die Person wirklich Rafaela heißt oder nur überhaupt.
01:40:00: und vielleicht gar nichts mit Philips Kommilitonin zu tun hat, könnte ja auch sein.
01:40:04: Aber es ist schon relativ offensichtlich, dass diese Rafaela in dem Kapitel auf jeden Fall, so wie du es auch gerade gesagt hast, auf jeden Fall wissen muss, dass dieser Navigator bei diesem Spiel mitmacht und irgendwie was über ihn wissen muss, weil du fragst ja nicht random jemanden, ob er schon mal jemanden da sterben sehen und was es irgendwie welche, ob er schon mal auf einer bestimmten griechischen Insel war.
01:40:26: Aber da kriegt man jetzt so zum ersten Mal ein bisschen besseren Blick dafür, was vielleicht irgendwie ein Hintergrund von dem Ganzen sein könnte.
01:40:34: Ich habe diesen Nebenplott, also aus meiner Sicht ist es bisher noch ein Nebenplott gewesen, komplett verdrängt, weil ich einfach nur bei Tessa und Philipp jetzt bei war.
01:40:43: Auch bei denen wird es gleich noch ein bisschen... Ja, also die haben ja beide am Anfang schon festgestellt, dass irgendwas komisch ist und die kriegen jetzt im weiteren Verlauf immer mehr Sachen mit, bevor sie so auf was gestoßen werden, wo sie denken, okay, irgendwas stimmt hier nicht und irgendwas wissen wir nicht.
01:40:59: Also bisher bin ich einfach nur verwirrt und freue mich, dass es jetzt weitergeht.
01:41:03: Ich habe auch überhaupt keine Theorie.
01:41:05: Also
01:41:05: so gar nicht, okay, es kann jetzt irgendwas mit einem Mord zu tun haben oder so, anscheinend ist irgendwas Schlimmes passiert.
01:41:10: Aber wie das dann zusammengreift... Nee, ich habe auch keinen Plan.
01:41:14: Okay.
01:41:15: Philipp arbeitet ja, hat ich glaube ich schon mal erzählt, neben seinem Studium in einem Jeansladen.
01:41:19: Und Jeansladen ist auch nicht der beste Laden, um da zu arbeiten, wenn du nicht lügen darfst.
01:41:23: Wenn dich jetzt eine Kundin fragt, wie ihr die Hose steht und du findest, sie sollte sie lieber eine Größe größer nehmen, weil sie ja schon zu eng ist und ihr das dann halt ehrlich sagst, weil du ja nicht lügen darfst, dann kann es schon mal passieren, dass du Ärger von deiner Kollegin bekommst, die sagt, hey, was?
01:41:37: Die steht jedoch super.
01:41:38: Und natürlich dehnt sich die Hose noch ein bisschen und sie dann hinterher so die Kollegin... Sagt dann halt hinterher zu Philipp.
01:41:42: Ey, die war so froh, dass sie in diese Hose reingekommen ist.
01:41:46: Also, das musst ihr doch nicht kaputt machen.
01:41:47: Lass sie doch einfach die Hose kaufen.
01:41:49: Boah,
01:41:49: nee, da werde ich auf sowieso auf der Seite da lieber ehrlich sein.
01:41:52: Ja, ich finde auch.
01:41:54: Also, mir wäre es als Kundin eigentlich lieber jemanden zu haben, der mir sagt... Also ja, es ist jetzt zugegangen, aber so richtig gut sieht es nicht aus.
01:42:02: Probier mal die Größe größer.
01:42:03: Ich glaube, das steht dir besser.
01:42:05: Wer mir als Kundin eigentlich lieber, aber ich glaube nicht alle Kundin ticken so.
01:42:10: Mir wäre es als Berater einfach schon lieber.
01:42:12: Ja, das.
01:42:13: Der Effekt ist ja der, dass sie diese Hose kauft und dann nach zwei Stunden tragen feststellt, dass die einfach überall klemmt und quetscht.
01:42:20: Und im schlimmsten Fall nimmt sie noch ein bisschen zu.
01:42:23: Warum auch immer?
01:42:23: Also keine Ahnung, dann ist Weihnachten oder so und dann passt die Hose gar nicht mehr.
01:42:27: Und dann wieder denken sie an diese Hose nur, indem sie Schmerzen hat, weil alles abgedrückt wird oder die liegt sowieso im Schrank und wird nicht getragen.
01:42:33: Und da glaube ich schon, dass man auf Dauer, aber das ist halt nur meine Philosophie, besser fährt, wenn man ehrlich berät und die Leute dann was davon haben.
01:42:41: Ja.
01:42:42: Und dann nach... zwei Wochen feststellen, wenn sie die Hose ein bisschen anhalten.
01:42:45: Somit war vielleicht nicht angenehm, das zu hören von dem Bängel, aber die Hose passt so schon deutlich besser.
01:42:50: Wir haben mal einkaufen, wollte unbedingt einen engen Pulli haben, in Größe S oder so.
01:42:55: Und dann, also den Pulli gab es natürlich irgendwie in SM und L oder was.
01:42:59: Und ich wollte ihn unbedingt in S haben.
01:43:02: War eine richtig dumme Idee.
01:43:03: Warum wolltest du ihn unbedingt in S haben?
01:43:05: Weil ich irgendwie einen Pulli haben wollte, der nicht so schlapprig ist.
01:43:07: Ich hatte zu der Zeit viele Pullis, die eher so ein bisschen weiter waren.
01:43:10: So
01:43:11: sehr bequem, sehr lässig.
01:43:12: Und ich wollte mal einen haben.
01:43:14: Und es ist völlig idiotisch, weil es war trotzdem ein kaputzen Pulli.
01:43:17: Also sowieso eher was Legeres.
01:43:19: Aber ich wollte einen kaputzen... Pulli haben, der wenigstens auch elegant und so.
01:43:24: Ein
01:43:24: bisschen figurbetonter ist.
01:43:26: Nee, ja, das ist die Konsequenz davon.
01:43:28: Aber es ging mir nicht um Figurbeton, sondern darum, dass der nicht so schludrig aussieht.
01:43:32: Nicht so auf so verkuscheln Pulli, sondern irgendwie eine gewisse Seriosität hat.
01:43:37: Okay.
01:43:37: Seriosität gesagt.
01:43:38: Oh Gott.
01:43:38: Also ich habe gerade einen Öl gehört.
01:43:41: Ja, Seriosität hat.
01:43:43: Mmh, ausstrahlt.
01:43:45: Und dann habe ich versucht, den anzuziehen und tatsächlich bin ich dafür auch nicht in eine Umkleidekabine gegangen, aber das war auch... Gut so, weil ich habe dann meine beiden Hände da reingekriegt und den Kopf und dann bin ich in den Pulli steckend geblieben.
01:43:57: Und ich habe es noch so weit versucht, dass dann auch wirklich nichts mehr vorwärts und rückwärts ging und musste mich dann ja aus diesem Pulli wieder rausziehen lassen.
01:44:05: Und danach war er, glaube ich, auch, sagen wir so, S-Einhalb oder so.
01:44:10: Hast du ihn dann gekauft?
01:44:11: Nee.
01:44:11: Ja,
01:44:12: passt dir überhaupt nicht.
01:44:13: Ja, du hast ihn kaputt gemacht und dann nicht dafür bezahlt?
01:44:16: Nein, ich weiß nicht, ob er kaputt war.
01:44:18: Vielleicht war das jetzt gerade ein bisschen übertrieben.
01:44:20: Ich über das Hoffen, ja.
01:44:21: Also
01:44:21: ich hab ihn nicht wissentlich kaputt gemacht.
01:44:23: Ich weiß nicht, ob er sich bei so einer Aktion weitet oder ob ich einfach nur...
01:44:25: Wahrscheinlich nicht.
01:44:27: Gefühlt war es jedenfalls.
01:44:28: Ich hab ihn in M gekauft, weil hübsch war er schon.
01:44:31: Ist gut.
01:44:31: Aber ich bin sehr kläglich daran stecken geblieben und sehr hilflos und kamen sie auch nicht mehr alleine raus.
01:44:36: Gut, ich meine, in der Situation ist natürlich ziemlich klar, dass du den Polier dann nicht kaufen solltest.
01:44:40: Ja, so für mich nicht.
01:44:41: Aber vielleicht freut sich er oder hat sich danach jemand gefreut, dass ein Puddin S ja doch noch überraschend gut gepasst hat.
01:44:47: Obwohl die Person normalerweise EAM trägt.
01:44:49: Wer weiß, wer weiß.
01:44:51: Noch während Philipp im Jeansladen ist, kommt wieder eine Benachrichtigung von Scandor und die geht an alle.
01:44:57: Das ist jetzt nämlich die erste Challenge für alle.
01:45:00: Es war ja angekündigt worden, dass es irgendwie auch so Challenges gibt, wobei nicht klar war, was genau das sein wird.
01:45:05: Philipp hat ja schon so seine persönlichen Aufforderungen gekriegt.
01:45:09: das.
01:45:10: Aber das ist ja nicht gemeint, sondern es ist die erste Challenge für alle.
01:45:13: Die heißt Idomeneo Challenge, benannt nach einem griechischen König oder König von Kreta.
01:45:19: Der, also gibt es halt so eine griechische Sage, dass er quasi irgendwie mit den Göttern den Deal gemacht hat.
01:45:24: Ich glaube, das gibt es auch in verschiedenen Mythologien.
01:45:26: Auf jeden Fall hat er halt den Deal gemacht.
01:45:28: Die erste Person, die er trifft zu Opfern und natürlich trifft er als erste Person seinen Sohn.
01:45:33: So, und jetzt ist nicht die Sache, die erste Person, die man trifft, zu opfern, sondern man soll der ersten Person, die man trifft, etwas gestehen, was man noch niemandem erzählt hat, weil es so unangenehm ist.
01:45:47: Und dann soll man das Gespräch mindestens, also man muss mindestens fünfzehn Minuten das Gespräch fortsetzen, außer die andere Person bricht das Gespräch halt ab.
01:45:55: Das sind voll die krassen Auflagen.
01:45:57: Ja.
01:45:57: Also bei mir wird es ein bisschen daran scheitern unter Druck.
01:46:00: Also vielleicht auch nicht, wenn ich jetzt ein bisschen Zeit habe, aber angenommen, ich habe das in einem, wie er jetzt im Jeans laden so.
01:46:05: Ich stehe noch als Verkäufer, kriege die Nachricht und in dem Moment kommen die nächste Kundin rein oder was.
01:46:10: Und dann müsste ich ja sofort reagieren.
01:46:12: Und ich wüsste ad hoc gar nicht, was ich sagen kann.
01:46:16: Also... Ich glaube, wenn ich jetzt eine Minute Zeit hätte, mir in Ruhe was zu überlegen, würde mir was einfallen.
01:46:20: Wenn ich jetzt sofort so auf den BAM
01:46:22: und... Er muss es ja nicht sofort machen, er kann natürlich auch erst fünf Minuten mit der Person über was anderes reden.
01:46:27: und ist sie dann gestehen.
01:46:28: Er muss nur trotzdem die erste Person sein, die er trifft.
01:46:32: Okay, das heißt, die Aufgabe, die Challenge hat so ein bisschen Spielraum, was den zeitlichen Ablauf angeht, weil ich müsste erst mal aufs Klo gehen und mir drei Minuten lang überlegen, was kann ich jetzt beichten und... habe ich das wirklich noch niemandem vorher erzählt.
01:46:46: Das
01:46:48: wird bei mir tatsächlich auch schwierig.
01:46:50: Ich glaube, wahrscheinlich ist es für das Spiel in Ordnung, wenn es, also wahrscheinlich reicht es aus, dass es etwas ist, das dir super unangenehm ist und von dem du in dem Moment glaubst, dass du es noch niemandem erzählt hast.
01:47:01: Ja, das kann ja nur der Maßstab sein.
01:47:03: Genau.
01:47:04: Die können ja gar nicht messen, ob du das schon mal jemand gesagt hast, sondern die können nur messen, ob du davon ausgehst, die Wahrheit zu sagen.
01:47:09: Das wäre die nächste Lücke im System.
01:47:12: Wenn ich jetzt ein großes Geständnis mache und eine halbe Stunde später stelle ich fest, dass ich gelogen habe.
01:47:16: Oh,
01:47:18: das ist eine spannende Frage.
01:47:20: Ich vermute es geht nicht darum, du hast in dem Moment das gesagt, was du in dem Moment für die Wahrheit gehalten hast oder das, was du in dem Moment für es passt zu den Regeln gehalten hast.
01:47:28: Ja, so würde ich es jetzt an der Stelle auch interpretieren, aber eigentlich ist es ja auch eine Lücke.
01:47:32: Also bringt einen wieder zu der Frage zurück, was kann so ein Lügendetektor eigentlich leisten, die wir, wenn wir hier fertig sind mit der Aufnahme, ausführlichste Erörter haben werden.
01:47:40: Ja, aber nie zu einem befriedigen Schluss kommen werden wahrscheinlich.
01:47:44: Ja, weil das ja auch ein idealisiertes Ding ist.
01:47:46: Ja, genau.
01:47:47: Philipp geht, glaube ich, auch kurz auf Toilette und überlegt sich oder wahrscheinlich, ich glaube er ist schon auf Toilette, als er die Benachrichtigungen liest oder so.
01:47:53: Egal, weil er muss ja irgendwie sein Unterarm angucken und das kann man ja nicht machen, wenn einen Leute beobachten können.
01:47:59: Das sieht ja irgendwie sehr seltsam aus und das darf er keiner sehen.
01:48:01: Wahrscheinlich spürt er die Benachrichtigung von Scandor.
01:48:04: Ich weiß es gerade nicht mehr genau, aber ich vermute, er bespürt die Benachrichtigung, geht irgendwie aufs Klo, guckt sich das an, dann kann er auch noch kurz sitzen bleiben und sich überlegen, okay, was kann ich jetzt hier?
01:48:12: Irgendwie jemandem gestehen.
01:48:13: Was er dann macht, ist, er gesteht seiner Kollegin, mit der er zusammenarbeitet, die ihn da eben zusammengefaltet hat, das er, oder was heißt zusammengefaltet, aber ihm gesagt hat, hey, red mal anders mit den Kunden.
01:48:24: Die ist siebenzwanzig.
01:48:25: Und er ist, wie gesagt, neunzehn, also das gute Stück älter als er.
01:48:28: Und er gesteht ihr jetzt... dass er am Anfang als er angefangen hat in dem Laden zu arbeiten auf sich stand.
01:48:35: Okay, das ist ja vergleichsweise harmlos als Geständnis.
01:48:40: Ja, natürlich.
01:48:41: Unangenehm für ihn, so ein bisschen will man nicht sagen, kann auch das Arbeitsthema auf Dauer irgendwie verändern.
01:48:45: Andererseits, glaube ich, wenn sie jetzt siebenzwanzig ist, wird sie sich geschmeichelt, fühlen, lächeln.
01:48:50: Und wenn der jetzt auch noch sagt, dass das auch noch vorbei ist, also das ist mal so wahr, ist es für sie wahrscheinlich irgendwie gar kein großes Ding, würde ich jetzt erwarten.
01:48:56: Sie kann das weg lächeln oder freut sich sogar drüber und Gutes.
01:49:00: Ja, genau.
01:49:00: Also sie ist voll nett.
01:49:03: Sie setzt sich dann mit ihm hin und macht noch ein Tee und sie reden noch eine Weile.
01:49:07: und also Philipp hätte eigentlich gehofft, dass sie nicht länger mit ihm darüber reden will, aber er muss die fünfzehn Minuten tatsächlich durchziehen, weil sie das Gespräch nicht abricht.
01:49:14: Und sie ist also total lieb und verständnisvoll und macht aber schon ein kleines bisschen.
01:49:18: Also was heißt eine große Sache draus?
01:49:19: Aber es ist halt schon so versucht, ihm einfühlsam zu sagen, dass sie natürlich nichts von ihm will und erzählt dann aber irgendwie auch eine Geschichte, wie sie früher auch mal auf einen viel älteren Typen stand.
01:49:30: und ja, in Ordnung.
01:49:32: Also es ist jetzt auch nicht schlimm.
01:49:34: in dem Sinn ist jetzt auch nicht so, dass sie danach nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten will oder so.
01:49:38: Es ist halt einfach nur, es ist ein bisschen unangenehm für Philipp, aber es ist jetzt kein großes Drama.
01:49:43: Aber es erfüllt die Challenge jetzt.
01:49:45: Es erfüllt die Challenge, was erzählt, was unangenehm ist, was ja noch nie jemand erzählt hat und da hat es auch noch der Person erzählt, bei der es am unangenehmsten ist, ihr das zu erzählen.
01:49:53: Weil allen anderen gegenüberwärts wahrscheinlich ja gar nicht so unangenehm gewesen ist, zu sagen, ich habe irgendwie am Anfang, als ich angefangen habe, aber ich stand nicht auf meine Kollegin.
01:50:01: dass irgendwie was ist irgendwie eigentlich gar nicht schlimm ist.
01:50:04: Ja, das macht es ja nochmal eigentlich spannend.
01:50:06: Das heißt, die Zielperson, der ich etwas erzähle, ist auch noch relevante.
01:50:09: Also ich glaube, es reicht tatsächlich einfach aus, dass er es noch nie mehr erzählt hat, weil es ihm unangenehm ist.
01:50:14: Wie ist das mit diesen Challenges, wenn er die nicht erfüllt, fliegt er raus?
01:50:18: Gibt es eine Belohnung dafür?
01:50:19: Nein.
01:50:19: Okay, das ist einfach nur so.
01:50:21: zu einem zufälligen Zeitpunkt, kann mir random nochmal so eine extra Aufgabe, die für alle
01:50:24: ist.
01:50:24: Die wird aber allen, genau, Entschuldigung.
01:50:26: Kann mir random eine Zufallsaufgabe reingespült werden, die dann alle zwei... lösen müssen, aber wo ich jetzt keinen Gewinn von habe.
01:50:32: Ja, das dann Challenge zu nennen, ist schon optimistisch.
01:50:35: Ja,
01:50:36: ich meine, es ist halt so, dass man davon ausgehen kann.
01:50:40: Das ist eine Aufgabe.
01:50:41: Das ist schon auch eine Herausforderung.
01:50:43: Das ist ja das, was Challenge bedeutet.
01:50:45: Und ich glaube, du hast den Vorteil, den du dadurch hast, wenn du das halt schaffst, ist, na ja, wahrscheinlich werden das schon nicht alle schaffen.
01:50:54: Also die Sachen sind ja schon so gestrickt, dass die möglicherweise dazu führen, auch Leute zu eliminieren.
01:51:00: Für dich, der du gewinnen willst, ist es natürlich gut, je mehr Sachen passieren, die andere Leute rauskiegeln.
01:51:05: Also du gewinnst nichts, in dem Sinne, dass du jetzt irgendwie einen Preis bekommst an der Stelle, aber du gewinnst halt, dass andere Leute rausgeflogen sind und du nicht.
01:51:13: werden diese Challenges einfach nur für diese Studie, die da stattfindet, gemacht.
01:51:18: Oder will jemand eigentlich das, also passt hier auf eine spezifische Teilnehmerin oder einen spezifischen Teilnehmer an und will eigentlich diese eine Person dazu bringen, etwas ganz Bestimmtes zu sagen.
01:51:28: Zum Beispiel über griechische Inseln.
01:51:30: Möglicherweise ist das das Ziel, das wissen wir nicht so ganz genau, aber es kann schon sein, dass jemand hofft, dass eine Person genau das sagt.
01:51:39: Aber ich glaube, dann hätte man die Aufgabe anders stellen müssen und dann wäre es ja auch viel schwieriger zu erfüllen gewesen, weil dann hätte man sowas sagen müssen wie, keine Ahnung, das Schlimmste, beichte jemand das Schlimmste, was du je getan hast oder irgendwie sowas in die Richtung, weil wenn ich jetzt irgendwie an einen, keine Ahnung, den Menschen, der so irgendwas zwischen vierzig und fünfzig oder so ist, denke ich.
01:52:00: Der wird ja mehr als eine Sache in seinem Leben haben, die irgendwie Unangenehmes und ihr noch niemandem erzählt hat.
01:52:05: Also ist das vielleicht nicht so ganz schlau designt, wenn das das einzige, also wenn das vor allem das Ziel ist.
01:52:11: Ja, aber vielleicht will ich ja, dass es, also langsam vorwärts geht, weil ich habe ja schon das Risiko, dass die betreffende Person irgendwann aussteigt oder die Challenge nicht schafft.
01:52:20: Und das wäre ja kontraproduktiv, weil dann ist sie ja genau entbunden.
01:52:24: Richtig.
01:52:24: Das heißt, angenommen, es gibt jetzt ein böses Mastermind bei Scandor, was dieser einen die Person hinterher ist, dann ist das Ziel schon möglichst lange, meine Zielperson in dem Spiel, im Rennen zu halten, damit sie möglichst viele Wahrheiten sagt, weil sobald das nicht mehr der Fall ist, habe ich ja meinen Pfund verloren, mit dem ich da wuche.
01:52:44: Deswegen würde ich tatsächlich sagen, es ist jetzt nicht andersrum.
01:52:47: Es ist logisch, das nicht so gemacht zu haben, wie du es gerade vorgeschlagen hast mit Beichte das Schlimmste, sondern vielleicht auch, dass diese Person sich langsam mal daran gewöhnt, immer die Wahrheit zu sagen und auch warm redet und dann natürlich immer weiter geht.
01:52:58: wird.
01:52:59: Also scheint das schon eine Möglichkeit zu sein, das so langsam anzugehen, finde ich jetzt gar nicht so implozibel.
01:53:05: Ich glaube jetzt gerade an ein böses Mastermind.
01:53:07: Ich weiß noch nicht, was der böse Plan ist, aber ich glaube jetzt an ein böses Mastermind.
01:53:10: Lass mich dich kurz an eine Sache erinnern, das Gespräch, was Tessa am Anfang mitgehört hat.
01:53:15: Erinnerst du dich?
01:53:16: Bei der Gala vorher, als sie früher am Befehl waren, hat es sehr so Gesprächsfetzen gehört.
01:53:20: Ja.
01:53:21: Da ging es ja darum, dass nur... drei von fünf Personen den Wünschen dieser einen Person entsprechen und irgendwie anscheinend zwei Personen fehlen.
01:53:31: Ja.
01:53:32: So
01:53:32: spricht dafür, dass möglicherweise das Navigator eine von diesen drei Personen, also der Typ, den wir vor einem Golf Club getroffen haben, und wahrscheinlich gibt es ja noch zwei weitere,
01:53:41: so
01:53:43: nachdem, was wir da eigentlich gehört haben.
01:53:44: Also wahrscheinlich geht es nicht nur um eine Person, um drei und eigentlich hätten das mal fünf sein sollen.
01:53:48: Ja.
01:53:49: Okay, nehme ich mal so mit.
01:53:50: Okay, Tessa muss ja jetzt auch diese Challenge machen.
01:53:53: Sie arbeitet im Callcenter.
01:53:56: Das hatte ich ja erzählt, ihr hättet halt diese zwei Jobs, denn einen hat sie jetzt nicht mehr, den im Callcenter hat sie noch, was natürlich auch ein schwieriger Job ist, wenn du die Wahrheit sagen musst.
01:54:03: Sie hat sich dann extra so Phrasen vorher zu Recht gelegt, was sie sagen kann, statt zu sagen, es tut mir leid und so, dass man irgendwie jetzt sich halt vor so Phrasen zu Recht gelegt, die sie... Kunden am Telefon sagen kann und verknallt sich auch sowas wie das Wort gerne oder so.
01:54:18: Also das leite ich gerne weiter oder so, sondern sagt dann einfach nur, das leite ich weiter und solche Sachen.
01:54:24: Ja, also es ist schon ganz schön anstrengend.
01:54:26: Das ist ja fast noch schlimmer als der Sarkasmus, den man mir verbieten würde.
01:54:30: Ja.
01:54:30: Gut, und jetzt muss sie also diese Challenge machen.
01:54:32: Die nächste Person, die sie trifft, ist ihre super unsympathische Kollegin Ronja.
01:54:36: Der muss sie jetzt irgendwas gestehen, was sie noch niemand gesagt hat.
01:54:40: Das macht Tessa jetzt.
01:54:40: Sie sagt, ich war Bettnässerin bis ich zwölf war.
01:54:44: Ja, gut.
01:54:45: Ronja nimmt das so hin und sagt, ja, ja, gut, ich muss dann jetzt auch weg.
01:54:50: Ja.
01:54:51: So dass Tessa zumindest kein längeres Gespräch mit ihr führen muss.
01:54:54: Aber sie hat jetzt ihrer unsympathischen Kollegin gesagt, dass sie halt Bettnässerin war.
01:54:58: Und ja, man kann sich so ein bisschen denken, dass Ronja das auch nicht für sich behält.
01:55:03: Weiß ich nicht.
01:55:04: Ja, das ist so ein klassischer Fall von TMI.
01:55:06: Wenn du jetzt vor mir stehen würdest und mir eine fremde Person, die ich nicht so mag und im Arbeitskontext das vor die Füße wirft, dann würde ich sagen, ja, danke.
01:55:17: Und ich würde gar nicht weiter über den Inhalt reden wollen.
01:55:20: Ich würde davon erzählen, irgendwie wahrscheinlich im privaten Umfeld oder mit Kollegen, die ich lieber mag, aber nicht wegen des Inhalts, sondern eher wegen der Aktion an sich, weil ich so sagen würde, was stimmt denn mit der nicht, Alter?
01:55:32: Ja, voll.
01:55:32: Aber du sagst jetzt, Ronja geht, hausieren damit und erzählt es allen?
01:55:35: Ja.
01:55:36: Also ich finde es ehrlich gesagt total seltsam.
01:55:38: Also auch wie es dann damit so... Weiter geht.
01:55:42: also die Tessa das nächste Mal, denn da kriegt sie schon mit, dass die Leute sie ein bisschen, also die gucken sie anders an als vorher.
01:55:49: So, dass sie das Gefühl hat, okay, die haben sich darüber das Molzer rissen.
01:55:51: Und ich denke mir so, warum?
01:55:52: Was ist das für ein komisches Arbeitsumfeld?
01:55:54: Was sind das für komische Leute?
01:55:55: Also wenn ich jetzt von jemandem aus meinem Arbeitsumfeld halt wüsste, ja, okay, bis die Person zwölf war, hat sie halt ins Bett gemacht.
01:56:02: Das wär mir irgendwie egal.
01:56:03: Also ich würde die auch nicht anders angucken.
01:56:06: Ich hätte halt diese Informationen, wüsste nicht so richtig, was ich mit dieser Information anfangen soll.
01:56:10: Aber ich würde dann... Das hat ja auch überhaupt keinen Einfluss auf das aktuelle.
01:56:16: Das ist, glaube ich, der Punkt.
01:56:17: Es wäre jetzt was anderes, wenn sie, keine Ahnung, wenn sie gesagt hätte, irgendwas, was sie halt jetzt aktuell jeden Tag macht oder sowas irgendwie super seltsam ist.
01:56:25: Mir fällt jetzt gerade nichts ein.
01:56:26: Aber das wäre irgendwie noch mal was anderes als jetzt halt so.
01:56:29: ja als Kind und ja bis zwölf ist lange, aber sie halt ins Bett gemacht.
01:56:33: Ja gut, okay.
01:56:34: Ja, aber ist sie auch neunzehnt?
01:56:35: Also Tessa ist neunzehnt, wie Aldronja ist, weiß ich nicht.
01:56:38: Ja, Aldronja ist mir egal.
01:56:39: Okay.
01:56:40: Die ist doof, die ist mir egal.
01:56:41: Ja, die klaucht auch nicht wieder auf, keine Sorge.
01:56:44: Das heißt, das ist ja sieben Jahre her.
01:56:45: Ja.
01:56:46: Und was ist mir, kann mir ja völlig egal sein.
01:56:48: Selbst wenn sie aktuell noch Bettnesserin wäre, betrifft mich das ja nicht, solange sie nicht im Büro schläft.
01:56:53: Ja.
01:56:54: Oder wie auch immer, da soll man da Büro sagen kann, egal, vor Ort, jedenfalls auf der Arbeit, dann ist das völlig wurscht.
01:56:59: Ja, genau, das denke ich halt auch.
01:57:01: Und gut, ich weiß, es gibt Leute, die die Tratschen sehr gerne, aber ich verstehe irgendwie nicht, warum das ein interessantes Tratschthema ist.
01:57:08: Ja, aber das Tratschthema wird ja auch in dem Moment uninteressant, wo es mir die Person so freiwillig serviert.
01:57:13: Ja.
01:57:13: Ich kann mich schon reinfühlen, dass man gerne tratscht und so Jews gerne hätte über die Leute.
01:57:18: Aber wenn sie mir das dann so auf dem Silber-Tablet serviert und auch ohne Not jetzt nicht aus verseheneem Gespräch, dass sie irgendwas rausrutscht.
01:57:27: Das macht ja gar keinen Spaß mehr, das weiterzuerzählen, weil das sagt sehr anscheinend freiwillig auch.
01:57:32: Das ist ja kein richtiger Tratsch mehr.
01:57:33: Tratsch muss eigentlich was sein, was gar nicht so weit gehen soll, was man trotzdem erzählt.
01:57:37: Ja gut, ich meine, in dem Fall weiß Ronja das so nicht.
01:57:40: Was ist ja eigentlich so, dass Tessa das eigentlich lieb, wenn ich erzählt hätte?
01:57:43: Genau, Ronja weiß es nicht.
01:57:44: Deswegen ist es für Ronja eigentlich auch auf der im eine wertlose Information.
01:57:48: Sollte man meinen, kann er sein, dass Tessa das einfach jedem erzählt?
01:57:51: Dann ist es gar keine spannende Info, wenn du damit dann zu deinen Kollegen gehst und sagst, ey ja, wisst ihr, die Tess... Die hat ins Bett gemacht, bis sie zwölf war.
01:57:58: Also, ja, das hat sie beim ersten Arbeitstag erzählt.
01:58:03: Late to the party hier.
01:58:05: Wie?
01:58:06: Das hat sie dir erst einmal erzählen.
01:58:08: Okay, aber es macht die Runde.
01:58:11: Sie wird komisch eingeguckt am nächsten Tag.
01:58:12: Ist ein bisschen doof, okay?
01:58:14: Aber Challenge bestanden, offensichtlich.
01:58:15: Genau.
01:58:16: Challenge bestanden.
01:58:17: Fünf Leute scheiden aus der Challenge aus.
01:58:19: Ich habe gerade vergessen, wie viele vorher noch drin waren.
01:58:21: Das wäre jetzt natürlich irgendwie spannend gewesen.
01:58:24: Ich glaube, die Challenge gab ... Nee.
01:58:26: Es sind noch nicht.
01:58:28: Wir sind auf Seite hundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
01:58:48: Dann sind fünf Leute weniger schon eine stolze Zahl in Prozent.
01:58:51: Ja, kann man schon was mit anfangen.
01:58:53: Tessa und Philipp treffen sich bei Philipp in der Wohnung, also haben miteinander geschrieben und treffen sich jetzt bei ihm einfach so zum Quatschen.
01:59:01: Tessa erzählt ihm halt, was das mit der Entführung war und so.
01:59:05: Und es ist total angenehm.
01:59:07: Also sie haben wieder diesen Deal, dass sie sich möglichst keine Fragen stellen, sondern halt einfach vor sich hin.
01:59:13: Jeder selber entscheidet, was man so sagt.
01:59:15: Und sie entscheiden sich dann, dass sie quasi so eine Art Team bilden.
01:59:20: Also jetzt nicht so wie diese Frau in einem Lieferwagen mit ihrem Typ, also nicht so in Form von wir versuchen, andere Leute rauszukegeln, sondern halt so, ja, dass sie halt quasi jemanden haben, mit dem man irgendwie reden kann und das, also sie vereinbaren sozusagen.
01:59:34: Und das war aber eigentlich ja vorher auch schon klar, dass sie sich jetzt gegenseitig nicht rauskängeln wollen.
01:59:39: Ja, du wirst dich jetzt nochmal kurz aufregen.
01:59:41: Aber ich muss nochmal zurück zu dieser Entführungszene.
01:59:44: Okay.
01:59:44: Und zwar, du hast gesagt, da hat irgendwas gejault und Tessa hat sich einen Hund vorgestellt und sich dann unvorsichtig diesem Lieferwagen genährt.
01:59:52: Was genau war der Plan?
01:59:54: Also... Wenn ich jetzt mir das andersrum vorstelle, ich weiß, Tessa sitzt in diesem Restaurant.
01:59:58: Jetzt fahre ich mit meinem Lieferwagen auf die Rückseite des Restaurants.
02:00:01: Da ist vielleicht zufällig ein Parkplatz, das ich noch stehen kann.
02:00:03: Und du hast jetzt gar nicht gesagt, ob es einen Hund gab.
02:00:06: Nee, die hat einen Tonwand.
02:00:07: Okay, diese dann spiele ich da meinen Tonwand ab.
02:00:10: Und zufällig kommt von allen Personen, die das hören und nerven könnte, Tessa vom Klo des Restaurants raus und sagt sich, ich habe jetzt zwar gerade gepullert und hier frisch gepeasert, aber händelwaschen muss ich gar nicht.
02:00:22: Ich gucke jetzt noch irgendwie jaule.
02:00:23: Die hat bestimmt Hände gewaschen, so viel Zeit muss sein.
02:00:27: Und nur Tessa bekommt das mit.
02:00:29: und ist auch nur Tessas Aufmerksamkeit zu diesem Lieferwagen gegangen?
02:00:32: Also, man kann jetzt, also Sie haben zumindest, Sie haben, glaube ich, Tessa vor, also Sie haben Tessa sozusagen gezielt ausfindig gemacht.
02:00:41: Sie hatten irgendwie, keine Ahnung, irgendwie wollten Sie Ihren Namen oder was weiß ich was und haben jedenfalls rausgefunden, dass sie in dieser Bar arbeitet, haben sie hier von da weggehen, sehen sie dann quasi verfolgt.
02:00:50: Ja.
02:00:51: Und sich dann, ja, dahin gestellt und ihr Glück versucht.
02:00:55: Entscheinen haben sie schon... oder drei Leute auf die Art und Weise rausgekegelt.
02:00:59: Das war wahrscheinlich bei denen irgendwie vielleicht ein bisschen einfacher, weil die möglicherweise nicht in irgendeinem Restaurant drin waren, sondern... Keine Ahnung, wann das irgendwie leichter hingekriegt hat.
02:01:11: Aber ja, der Plan war schon einfach, ja.
02:01:16: Ich meine, die können ja einfach, wenn jemand rauskommt, den sie nicht haben wollen, können sie ja die Aufnahme kurz, also das tun wir dann einfach kurz stoppen.
02:01:23: Dann jault da auch nichts mehr, dann denken sich die Leute so, ja, war nix und gehen wieder.
02:01:27: Habe ich mir eingebildet.
02:01:29: So, und nur bei Tessa lassen sie es halt laufen.
02:01:32: Und ja, ich meine, man hat ja sonst nichts zu tun an einem Freitagabend oder wann auch immer das stattfindet.
02:01:38: Also die werden da auch fffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff.
02:01:46: eine Weile gewartet haben, natürlich.
02:01:47: Ja, aber das heißt, die haben Tessa auf dem Klo
02:01:48: auch gesehen?
02:01:48: Keine Ahnung.
02:01:49: Tessa muss ja
02:01:49: das Geräusch von drinnen gehört haben und dann auch noch rausgerannt sein.
02:01:51: Ist richtig, ja.
02:01:51: Glaubt, das ist ein kleines Plotloch.
02:01:53: Ja, kann sein.
02:01:53: Es kann auch sein, das weiß ich nicht so genau.
02:01:56: Es kann durchaus auch sein, dass sie quasi, aber das würde es wahrscheinlich schwieriger machen, dass irgendwie jemand mit dem Handy oder darauf, wenn man sie das abgespielt haben, schon mal näher rangegangen ist, um das erst mal abzuspielen, dass man sozusagen erst ein bisschen lauter hört.
02:02:11: Aber das ist, glaube ich, schwierig, dann das Timing, dann wieder Stelle in den Lieferwagen reinzukommen.
02:02:15: Also weiß ich nicht, wie gut das klappen würde.
02:02:18: Aber ja, ist vielleicht nicht superrealistisch.
02:02:21: Mhm.
02:02:21: Weißt du, was mich an der Sache jetzt gerade ärgert?
02:02:23: Was denn?
02:02:23: Du
02:02:24: hast es ja eben schon erzählt und diese Fragen hätte ich ja vorhin schon stellen können.
02:02:27: Mhm.
02:02:28: Hab ich aber nicht.
02:02:29: Warum nicht?
02:02:29: Weil ich nicht darauf gekommen bin.
02:02:31: Ja.
02:02:31: Man nimmt immer erst mal an, dass alles so passt, wie es einem erzählt wird und die kritischen Fragen kommen immer erst hinterher.
02:02:37: Okay.
02:02:37: Ärgert mich gerade ein bisschen.
02:02:38: Das
02:02:38: musst du nicht ärgern.
02:02:39: Das ist doch ganz natürlich.
02:02:40: Ja, schon.
02:02:41: Aber ich wäre lieber so, dass ich sofort das ganze Bild im Kopf hätte.
02:02:45: Ja, Mai.
02:02:46: Und dann nicht irgendwie, während du irgendwas anderes erzählst, plötzlich denke ... Moment, Moment!
02:02:52: Ja gut, aber haben wir das auch geklärt, ist vielleicht ein kleines Plotloch.
02:02:56: Ich finde es nicht schlimm.
02:02:57: Dann sind wir jetzt gerade bei Philipp zu Hause, wo Tessa bei ihm ist und die beiden sich irgendwie nett unterhalten.
02:03:03: Und jetzt gibt es eine Aufforderung von Scandor an die beiden jeweils.
02:03:08: So nach dem Motto, du hast offensichtlich gerade Gesellschaft von jemandem, der auch bei Scandor mitmacht.
02:03:13: Erzähl der Person von deiner frühesten Kindheitserinnerung.
02:03:16: Warte
02:03:16: mal, war das jetzt ein Auftrag nur an ihn?
02:03:18: Äh, an Philipp und an Tessa jeweils.
02:03:20: Äh, also das ist jetzt keine Challenge... Das
02:03:22: ist keine Challenge insgesamt, sondern nur quasi die private Challenge für die beiden jetzt.
02:03:26: Ist das denn überhaupt fair und ausgeglichen, wenn einzelne Personen solche Challenges bekommen?
02:03:31: Nö.
02:03:32: Also ich meine, wir hatten das ja schon vorher mit Philipp, da war es ja irgendwie so begründet, dass er irgendwie zu wenig rausgeht.
02:03:37: Da würde ich sagen, das ist schon fair, dass man irgendwie, oder was heißt fair, aber irgendwie nachvollziehbar... dass man sagt, okay, wenn du dich nicht von selber in Situationen bringst, in den du mit Leuten redest, dann bringen wir dich in die Situation.
02:03:48: Ja.
02:03:48: Und jetzt das hier, ne, das ist irgendwie nicht wirklich fair.
02:03:52: Man weiß natürlich auch nicht, was vielleicht anderen Leuten noch so für Aufgaben gestellt werden.
02:03:55: Kann natürlich sein, dass irgendwie jetzt da und jemand, der im Gespräch mit irgendwem ist, gerade eine Aufforderung bekommt, irgendwas Bestimmtes zu tun.
02:04:02: Das wissen wir nicht.
02:04:03: Wir kriegen ja nur von den beiden was mit.
02:04:04: Ich finde es erstmal an der Stelle irgendwie ziemlich seltsam.
02:04:07: Im Nachhinein verstehe ich, warum die beiden diese Aufgabe bekommen.
02:04:11: Aber ... Also ich denke halt auch so, ich wüsste, ich hab keine Ahnung, was meine früheste Kindheitserinnerung ist.
02:04:16: Wüsste ich jetzt auch nicht.
02:04:18: Ich hab eine, die ich glaube, von der ich glaube, dass sie nicht echt ist.
02:04:21: Okay, weil sie dir quasi erzählt worden ist?
02:04:24: Ich weiß nicht, siehst du, das weiß ich nämlich schon nicht, ob mir davon erzählt worden ist.
02:04:27: Es gibt ein Foto von mir, wo ich vor dem Fernsehtischgedöns, wo so eine alte, neunziger Jahre, das waren nicht mal die neunziger, das waren die achtziger, High Fee Anlage auch drauf steht und ich krabbel da irgendwie.
02:04:41: als Baby.
02:04:42: Und ich habe eine Erinnerung, dass ich da dran wollte.
02:04:44: Mir dann gesagt wurde, nein, ich nochmal dran wollte und dann die nächste Reaktion kam von meiner Mutter, die negativ war, dass ich dann nicht hin darf mit einem etwas böseren Tonfall.
02:04:53: Und ich dann geweint habe, weil ich das ganz schlimm fand, dass ich da jetzt nicht hin kann.
02:04:57: Und ich weiß, dass ich diese Erinnerung erst habe, nachdem ich dieses Foto wieder gesehen habe.
02:05:01: Und ich kann dir unmöglich sagen, ob ich diese Erinnerung, ob die echt ist oder ob sie durch dieses Foto induziert wurde.
02:05:08: oder ob es vielleicht tatsächlich irgendwie, na ja, die Situation muss es ja in irgendeiner Form gegeben haben.
02:05:12: Also ich kann ja aber nicht sagen, wie echt die ist.
02:05:15: Unmöglich.
02:05:16: Und das könnte meine früheste Kindheitserinnerung sein, dann war ich wirklich im Krabbelalter, keine Ahnung, wie alt ich da genau war.
02:05:22: Irgendwas zwischen einem halben und einem Jahr wahrscheinlich.
02:05:24: Aber ob die, ja fu, keine Ahnung, die kann genauso erfunden sein, so wie man sich halt Erinnerungen ja auch einreden lassen kann.
02:05:31: Ja, ich vermute, wenn du das so erzählt hättest, dann wärst du damit bei Scander schon durchgekommen.
02:05:36: Also mit diesem, ich... Ich glaube, das ist vielleicht meine früheste Erinnerung, aber vielleicht ist die auch falsch.
02:05:41: Ja, was willst du sonst machen?
02:05:42: Ja, auf jeden Fall.
02:05:43: Aber also ich hätte wirklich gar keine Ahnung, weil ich glaube, ich kann mich an nichts aus wirklich ganz früher Kindheit erinnern.
02:05:50: Ich habe manchmal so einzelne Fetzen, wo ich aber auch nicht weiß, ob das überhaupt Erinnerungen sind oder halt irgendwie auch von einem Foto und einer Erzählung getriggert oder so.
02:06:00: Und dann habe ich halt so, also dann ist das nächste Problem.
02:06:02: Ich wüsste auch nicht, was davon das Frühste war.
02:06:06: Fünftige Erinnerung, die ich dann auch zeitlich in eine Reihenfolge bringen kann.
02:06:10: So wirkliche richtige Erinnerung habe ich glaube ich erst so vier, fünf Jahren oder so.
02:06:15: Ja, bist du auch schon früh mit dran wahrscheinlich.
02:06:17: Also ich würde es halt immer an... Orte knüpfen, das geht, glaube ich, ganz gut.
02:06:21: Vor allem, wenn man Orte nicht mehr so viel betreten hat ab einem bestimmten Zeitpunkt, das macht es, glaube ich, am leichtesten.
02:06:27: Ja.
02:06:28: Zum Beispiel, ja gut, in meinem Fall ist doof, weil ich da noch mal war.
02:06:32: Aber Kindergarten, da weißt du zum Beispiel theoretisch, wenn du weißt, die Sendung ist in den Räumen passiert, warst du maximal sechs oder sieben, je nachdem, wann du eingeschult wurdest.
02:06:40: Wenn du keine Ahnung, wenn deine Eltern häufiger mit dir umgezogen sind früher und du weißt jetzt, okay, diese Änderung findet in dieser Wohnung statt, wo ich aber mit zwei Jahren... ausgezogen bin und meine Eltern zusammen, dann kann man es ja relativ gut eingrenzen.
02:06:52: Das wäre jetzt so mein Take.
02:06:54: Wie komme ich vielleicht daran, irgendwie ein Zeitstempel drauf zu machen?
02:06:57: Ja, bei den Sachen, die ich habe, funktioniert die Strategie nicht.
02:07:00: Aber
02:07:01: okay, der Spielplatz, auf dem du auch mit dreizehn noch warst oder so, oder das Haus, in dem du schon immer gewohnt hast.
02:07:05: Genau.
02:07:07: Ja, egal.
02:07:08: Also ich hätte irgendwie ein Problem mit dieser Aufgabe, aber die beiden können sich zum Glück an ihre frühesten Kindheitserinnerungen gut erinnern.
02:07:15: Die sind auch also relativ Einprägsam, also Tessa's früheste Kindheitserinnerung ist, wie sie nachts wach geworden ist, weil ihre Mutter richtig, richtig schrecklich geschrien hat.
02:07:27: Also so wie so ein Urschreis, so ein ganz verzweifelter, richtig krasser Schrei oder auch längerfristiger Schrei, also so ein... Und dann jemand anders, vielleicht ein Nachbauer oder so, weiß sie nicht so genau, ihr was vorgelesen hat.
02:07:39: Und das war halt, als ihr Vater den Unfall hatte.
02:07:43: Also er hatte ja, soweit Tessa weiß, hatte der, als sie... irgendwie so ungefähr ein Jahr alt war, hatte der einen Motorradunfall, bei dem er fast sein Bein verloren hätte und das Bein kann ja auch immer noch nicht benutzen und ist ja jetzt auch arbeitsunfähig und so weiter.
02:07:57: Genau und das war halt diese Nacht und das war der Moment, in dem ihre Mutter das quasi erfahren hat und so und das ist natürlich irgendwie, ja, Tessa und Philipp sprechen dann auch darüber und meinen dann halt auch so, ja, es ist wahrscheinlich einfach so, dass ich halt so krass negative Sachen und einfach... gut einbrennen zirren und das deshalb irgendwie klar ist, dass vielleicht die erste Kindheitserinnerung, die man so hat, irgendwie jetzt nicht ist, wie man keine Ahnung geschaukelt ist oder Blumen geflückt hat oder sowas, sondern halt irgendwas Negatives.
02:08:27: Das ist doch voll traurig, oder?
02:08:28: Wenn das wirklich so ist.
02:08:29: Ja.
02:08:30: Also, wenn das ultimativ war wäre, dass die ersten Dinge, an die wir uns erinnern können, immer was Negatives sind, das wäre schon eine traurige Wahrheit.
02:08:38: Ja, ich vermute, das stimmt nicht unbedingt, sondern wenn du halt quasi in deinen ersten Lebensjahr... Wenn du dann einfach nichts Schlimmes erlebst, dann ist halt vielleicht dann die erste Kindheitsänderung.
02:08:46: Ich meine, Tessas ist jetzt von, als sie eins ist, das halt schon ziemlich jung würde ich behaupten.
02:08:51: Ja, nur, also wenn du jetzt meine nimmst mit mir, also das ist ja jetzt nichts Traumatisches, was da passiert ist, aber angenommen, die ist jetzt real, dann wurde mit mir geschimpft.
02:08:59: Ja, ist auch was Schlimmes.
02:09:01: War damals schlimm.
02:09:02: Ja, auf jeden Fall.
02:09:03: Das war kein Ironie von mir.
02:09:06: Habe ich auch nicht so aufgefast.
02:09:06: Gut.
02:09:07: Damit wärst du bei Scandal nämlich nicht rausgeflogen, damit der Aussage.
02:09:11: Richtig.
02:09:13: Das ist ein trauriger Gedanke, dass es so sein könnte, dass wir uns alle quasi etwas Negatives zuerst erinnern, weil das am stärksten ist.
02:09:20: Das will ich nicht glauben.
02:09:22: Nein, das glaube ich nicht aus Prinzip.
02:09:23: weil es traurig ist.
02:09:24: Ich könnte mir vorstellen, dass es halt quasi schon für so, ich sag mal so, für so eine einzelne Erinnerung an ein ganz konkretes Ereignis vielleicht schon stimmt, aber ich glaube durchaus auch, dass man sich ja vor allem vielleicht, wenn es denn so ist, aus den ersten Lebensjahren auch an ganz viel Geborgenheit und sowas erinnert und irgendwie wie es vielleicht im Arm seiner Eltern war oder so jetzt nicht als ein konkretes Ereignis, an das man sich erinnert, sondern mehr so ein Gesamtbild.
02:09:50: Ja, also das sind sicherlich auch die Dinge, die uns dann prägen.
02:09:53: Ja, auf jeden Fall.
02:09:53: Das Gesamtbild
02:09:54: und auch die Stimmung im Leben über längere Strecken und nicht an einzelnen Events.
02:09:59: Das ist schon alles klar, das ist jetzt nicht so.
02:10:01: Wir werden ja auch irgendwie groß und schaffen das.
02:10:03: Ja, ich wollte jetzt so ein bisschen die traurige Note da wieder rausnehmen.
02:10:06: Aber es ist ja auch nur die Theorie von zweieinzehnjährigen, also da muss ja gar nichts dran sein.
02:10:11: Philips erster Erinnerung ist, wie sich seine Eltern im Auto gestritten haben.
02:10:16: Aha.
02:10:16: Sich auch recht heftig gestritten haben und zwar fast von der Straße abgekommen werden, weil sein Vater auch seiner Mutter ins Lenkrad gegriffen hat.
02:10:24: Also.
02:10:25: Wow.
02:10:25: Ja.
02:10:26: Das habe ich in meinem Leben genau einmal erlebt, dass jemandem ins Lenkrad gegriffen wurde und das war mir in der Fahrschule.
02:10:32: Ja,
02:10:32: gut.
02:10:32: Das ist vielleicht auch die eine Situation, was irgendwie okay ist, wenn jemandem ins Lenkrad greift.
02:10:37: Also ich meine, Philips war damals, das ist seine früchte Kindheitserinnerung, er war damals sehr... Er kann diese Situation absolut nicht beurteilen, aber er weiß zumindest, dass seine Eltern sich gestritten haben und dass das irgendwie auf jeden Fall schlimm war.
02:10:48: Finde ich überraschend spezifisch diese Erinnerung für ein kleines Kind, mit dem ihn ins Denkrad greifen und so.
02:10:53: Ja, er sagt auch nicht, wie alt er da genau war.
02:10:56: Also vielleicht war er schon ein bisschen älter bei seiner früchten Kindheitserinnerung als Tessa, das war.
02:11:00: ist ich würde sagen auch ein bisschen weniger einschneidend als also natürlich trotzdem irgendwie krass wenn die Eltern sich breiten aber halt nicht so wie dieser urschrei der mutter vor allem wenn man dann später das noch einordnen kann mit okay das war der zeitpunkt des unfalls der ja irgendwie das leben von tessas vater sehr krass beeinflusst hat und damit auch tessas.
02:11:21: das ist ja jetzt irgendwie interessant diese geschichten zu hören.
02:11:24: aber wie bringt das diese challenge jetzt eigentlich weiter?
02:11:26: weil also ich habe jetzt nicht das gefühlt selbst wenn das jetzt eine challenge für alle wäre das da viele Leute bei rausfliegen.
02:11:32: Weil
02:11:33: irgendwie ist das erste, woran ich mich erinnere, wenn ich jetzt nicht zufällig einen Mord beobachtet habe und das meine erste Erinnerung ist, dann ist es ja irgendwie nichts Papieren, das.
02:11:40: Nee, ich würde auch eher davon ausgehen, dass sie dazu aufgefordert worden sind.
02:11:44: Also ich hatte beim Lesen zwei Gedanken.
02:11:46: Erstens, vielleicht will jemand tatsächlich einfach wissen, was deren früheste Kindheitserinnerung ist.
02:11:53: Also einfach will diese Information haben aus irgendeinem Grund.
02:11:55: Vielleicht, weil man denkt, das könnte irgendwas Interessantes sein.
02:11:59: Oder mein zweiter Gedanke war, dass aus irgendeinem Grund die Leute von Scandor wollen, dass die beiden sich nahe kommen und deshalb quasi Vorschlagen so intime Sachen von sich selber preiszugeben.
02:12:11: Da ich ja jetzt inzwischen an ein böses Mastermind glaube hinter Scandor, verstehe ich nicht, wie es den bösen Mastermindplan vorwärts treiben soll, den beiden da solche Infos zu entlocken.
02:12:22: Ich wüsste auch nicht, wie es dem Bösen Mastermind helfen sollte, wenn die beiden sich jetzt näher kommen.
02:12:26: Ja, deswegen halte ich das einfach für eine dummgestellte Aufgabe.
02:12:29: Das
02:12:29: kann sein.
02:12:30: Die... Ja, in meinem Kopf ist es so, dass halt sie irgendwie großflächig an alle solche Aufgaben verteilen müssen, damit es irgendwie fair ist auf dem Papier.
02:12:38: Und jetzt haben die beiden halt so eine dumme Aufgabe bekommen, damit sie auch eine Aufgabe bekommen haben.
02:12:42: Obwohl da jetzt gerade gar nicht Not am Mann war und das ist dabei rausgekommen.
02:12:45: Kann
02:12:46: sein.
02:12:46: Ja, das glaube ich jetzt.
02:12:47: Okay.
02:12:48: Im Nachhinein glaube ich das nicht mehr, aber glaub das mal ruhig.
02:12:53: Okay.
02:12:55: Wie geht's weiter?
02:12:56: Tessa sucht einen neuen Job.
02:12:58: Und sie ist ja arbeitslos, macht Sinn.
02:12:59: Genau, bzw.
02:13:00: das hatte ich noch gar nicht gesagt.
02:13:02: Ach nee, das passiert jetzt auch noch nicht.
02:13:03: Es passiert das gleich.
02:13:04: Also noch ist sie ja nicht arbeitslos.
02:13:05: Sie hat ja nur den einen von zwei Jobs verloren, aber den zweiten verliert sie demnächst auch.
02:13:09: Also im Coal Center.
02:13:10: Weil auch da wird es irgendwann schwierig mit dem ehrlich sein.
02:13:13: Ja, wenn man nicht mal gerne sagen darf.
02:13:15: Richtig.
02:13:16: Und das findet sie in dem Moment dann aber auch gar nicht mehr so schlimm, weil halt auch alle Leute da halt sie komisch angucken und über sie reden.
02:13:25: Was ich wie gesagt super seltsam finde, weil Leute ist doch scheißegal, was die vor sieben Jahren gemacht hat.
02:13:30: Jetzt
02:13:30: bist du diejenige, die ein Thema nicht loslässt.
02:13:33: Ja, da hab ich auch mal.
02:13:34: Alles
02:13:35: gut.
02:13:36: Aber genau, aber sie hat ja jetzt in diesem Moment gerade einen Job noch und den anderen aber nicht, sucht deshalb einen neuen Job.
02:13:41: Und das ist natürlich nicht so leicht, weil gewisse Jobs sind einfach von vornherein raus.
02:13:46: Also sie will jetzt keinen neuen Job als Kellnerin, weil das nicht gut funktioniert.
02:13:50: Sie will zum Beispiel auf gar keinen Fall in die alten Pflege oder so was.
02:13:54: Ja, weil sie Angst hat, dass die sie fragen, zum Beispiel, was glauben sie, wie lange ich noch leben kann oder irgendwie keine Ahnung.
02:14:01: So.
02:14:02: Also.
02:14:04: Ja, ich meine, wie scheiß ist das denn, wenn du dann jemandem sagst so, ja, keine Ahnung, ich glaube nicht, dass sie Weihnachten noch erleben.
02:14:10: Ja, ist ganz einfach.
02:14:11: Da antwortest du drei.
02:14:18: Ja, ich sehe schon, du wärst sehr erfolgreich bei dieser Sache.
02:14:22: Oder
02:14:22: würde ich damit aus den Scandal-Regeln rausfallen?
02:14:24: Naja, du musst eine Frage immer, das hatten wir ja schon, du musst die ja schon auch wirklich vollständig beantworten.
02:14:30: Also, wahrscheinlich bist du, wenn du einfach drei sagst, ich meine, ja, wahrscheinlich würden dann Leute sowieso nachfragen, hey, meinst du denn damit?
02:14:37: Aber du hast die Frage dann ja nicht wirklich beantwortet.
02:14:43: Also... wenn du die Einheit sozusagen nicht dazu sagst.
02:14:45: Gernst du diesen Witz, wo der Patient den Arzt fragt, wie lange er noch zu leben hat?
02:14:50: Der Arzt sagt neun.
02:14:51: Und der Patient sagt neun, was?
02:14:53: Und der Arzt sagt acht.
02:14:58: Das ist schon Makaba, ich mag den.
02:15:00: Der ist schon sehr Makaba, ja, gut, das ist ein Witzes.
02:15:02: Und Ärzte nicht wirklich so mit ihren Patienten reden.
02:15:05: Ja, ich glaube, es liegt mehr da dran.
02:15:08: dass man selten auf neun Sekunden genau eingrenzen kann.
02:15:11: Das richtig.
02:15:11: Und der Patient bei Bewusstsein ist.
02:15:13: Ja,
02:15:13: gut.
02:15:14: Tessa entscheidet sich dann, sich bei einer Bibliothek zu bewerben.
02:15:17: Also sie ist halt so Stellenanzeigen durchgegangen und hat halt geguckt, okay, was sieht nach was aus, was, also was ich als ungelernte Person irgendwie machen könnte und wo ich nicht so in so Situationen komme, wo ich eigentlich lügen müsste.
02:15:30: Und versuchts dann bei einer Bibliothek.
02:15:32: Wobei halt allein schon das Szenario Vorstellungsgespräch, wenn du nicht lügen darfst, ziemlich kacke ist.
02:15:37: Also insbesondere, wenn das halt jetzt nicht so dein Megatraumjob ist, für den du dich bewirbst, sondern halt einer, die du halt machen willst, um Geld zu verdienen.
02:15:44: Und dann frage ich Leute, warum willst du denn hier bei uns arbeiten?
02:15:48: Und dann ist halt deine Antwort, ja, weil ich halt gerne meine Miete bezahlen würde.
02:15:52: Das kommt halt nicht so mega gut an bei den Leuten auch, wenn es halt wahrscheinlich Leuten oft so geht in Bewerbungsgesprächen eigentlich.
02:15:59: Ja, soll ich denen alle noch klar sein?
02:16:01: sollte es, ist es wahrscheinlich auch.
02:16:03: Trotzdem ist es ja so ein bisschen so eine ungeschriebene Regel, dass du dich ja schon, also dass du in so einem Bewerbungsgespräch schon den Eindruck vermitteln solltest, dass du den Job wirklich auch aus inhaltlichen Gründen haben willst und nicht nur wegen des Geldes, auch wenn natürlich eben klar ist, dass du wahrscheinlich einen Job vor allem wegen des Geldes willst, weil du halt schon gerne was essen möchtest und irgendwo schlafen möchtest.
02:16:27: Und insofern kann ich schon auch verstehen, dass man sich als den Anfangszeichen Personaler, der jetzt das Bewerbungsgespräch führt, vielleicht vom Kopf gestoßen fühlt, wenn da jemand einfach ehrlich sagt, ja, nee, Bücher sind jetzt gar nicht so mein krasser Traum.
02:16:40: Und ich will den Job eigentlich vor allem, weil ich halt Geld brauche, dass du dann irgendwie nicht den besten ersten Eindruck hinterlässt, kann ich schon nachvollziehen.
02:16:50: Ja, okay.
02:16:50: Es
02:16:51: läuft tatsächlich nicht so richtig gut mit dem Bewerbungsgespräch.
02:16:53: Und dann bekommt Tessa eine Benachrichtigung von Scandor, wo im Wesentlichen drin steht, du bist hier falsch, geh zu folgende Adresse.
02:17:00: Ach ja.
02:17:01: Okay, dann geht sie zu folgendem zu der entsprechenden Adresse.
02:17:04: Das ist ein Bürogebäude.
02:17:05: Da steht oben drauf C und S. Da steht für Colmar und Sacks.
02:17:08: Das ist halt der Name von dieser Firma.
02:17:10: Und die haben eine Stelle als Büroassistenz offen und die Personen am Empfang, die sie da irgendwie in den Empfang nimmt, bietet ihr quasi diese Stelle direkt an und sagt telefonieren müssen sie übrigens nicht, keine Sorge und es gibt dreißig Euro pro Stunde.
02:17:23: Das ist eine ganz gute Stunde.
02:17:24: Das ist ein mega guter Stundenlohn für irgendwie was, wofür du ja, also Büroassistenz heißt in dem Fall tatsächlich so Hilfsarbeiten wie Sachen kopieren, Kaffee kochen, Meetingräume fertig machen, also dagegeben, falls Geschirr und sowas hinbringen und so.
02:17:40: Also wirklich, was wofür du eigentlich ja tatsächlich nichts können musst im Wesentlichen.
02:17:45: Und dafür ist es schon verflucht gut bezahlt.
02:17:48: Tessa freut sich natürlich drüber.
02:17:49: So, okay, das ist schon ganz gut.
02:17:51: Davon kann ich jetzt so meine Miete ganz gut bezahlen und sie kriegt tatsächlich am ersten Tag auch noch einen Vorschuss von zwei Hundert Euro.
02:17:57: Einfach so.
02:17:58: Das macht den Kohl nicht mehr so fett.
02:17:59: Weil wenn ich dreißig Euro die Stunde verdiene, dann mache ich tausend zwei Hundert in der Woche.
02:18:03: Gut.
02:18:04: Vorsteuern,
02:18:05: aber.
02:18:05: Ja, aber das ist ja kein vierzig Stunden Job.
02:18:07: Noch besser, dann zahl ich ja noch weniger.
02:18:09: Bayern.
02:18:09: Ist richtig, aber du kriegst auch weniger
02:18:11: Geld.
02:18:11: Also arbeitet sie halbtags.
02:18:12: Ich weiß nicht ganz genau, also die die Stundenzahl steht da nicht, aber es ist also keine Vollzeitstelle einfach.
02:18:19: Das ist keine Ahnung, wie viel arbeitet man so, wenn man normalerweise so einen typischen Job auf vierhundertfünfzig Euro Basis oder so hat.
02:18:26: Also so von der Stundenanzahl wird das sowas in die Richtung sein.
02:18:30: Zehn Stunden die Woche.
02:18:31: Ja, irgendwie so war es, würde ich jetzt denken.
02:18:33: Na gut, dann bist du bei drei Hundert die Woche, aber dann kommst du auch immer deutlich drüber raus, das ist kein Minijob.
02:18:39: Dreizig Euro ist auch, wo ist der Mindestlohn, zwölf Euro?
02:18:41: Auf jeden Fall unter fünfzehn.
02:18:44: Ja, gut, wir haben jetzt Anfang zweitausendfünfzwanzig um das klarzustellen für die chronistischen Pflichten hier vor der Bundestagswahl, um das einzugrenzen.
02:18:55: Und O ist Anfang des Jahres tatsächlich gesteigert worden auf zwölf Euro zweiundachtzig.
02:18:59: Okay, was mit deinem zwölf Euro war sehr nah dran?
02:19:01: Boah, wenn man runden will, wäre dreizehn die bessere Ansage.
02:19:04: Aber zwölf Euro zweiundachtzig.
02:19:05: Gut, wieder was gelernt.
02:19:07: Wir haben ja ganz am Anfang des Buches schon mitbekommen.
02:19:10: Tessa ist ja zu dieser Gala früher hingegangen, weil sie gehofft hat, sie kann schon früher ans Buffet, weil sie Hunger hat.
02:19:15: Also sie hat sowieso relativ wenig Geld.
02:19:18: Also sie hat ja diese zwei Jobs, die aber halt beide mehr so Nebenjob-Charakter eigentlich beide haben.
02:19:23: Also es sind ja beides irgendwie keine Vollzeitstellen, mit denen du dich irgendwie, ja, gut über Wasser... Also sie hält sich halt über Wasser, aber sie kann halt nichts ansparen und nichts.
02:19:33: Und, naja, davon muss sie halt Miete zahlen.
02:19:36: ihre Eltern können sie nicht wirklich unterstützen, weil sie hat ja eher das Gefühl, sie will ihren Eltern nicht auf der Tasche liegen, sondern möchte eigentlich gerne auch ihre Eltern unterstützen.
02:19:44: Das kann sie mit ihrem Geld gerade auf jeden Fall nicht.
02:19:46: Also von der von ihren Eltern bekommt sie halt auch nichts.
02:19:50: und jetzt hat sie ja vor ein paar Tagen den anderen Job verloren und war halt schon so, Scheiße, ich weiß nicht wovon, ich meine Miete bezahlen soll.
02:19:58: So und hat halt wirklich, also sie hat halt kein Angespartes oder so.
02:20:03: und das heißt jetzt macht es Das ist schon ein Riesenunterschied, dass sie jetzt erstens einen Job hat mit einem geilen Stundenlohn.
02:20:09: Das heißt, sie muss sich, wenn sie da jetzt nicht gekündigt wird, muss sie sich erst mal keine Sorgen um ihre Miete machen, das läuft.
02:20:15: Du kriegst ja deinen Lohn halt erst am Ende des Monats in der Regel.
02:20:21: Wir wissen jetzt aber nicht, wo im Monat wir gerade sind.
02:20:23: Nee,
02:20:23: das wissen wir nicht.
02:20:24: Aber je nachdem, bei wem man es angestellt ist, manchmal dauert es ja auch, wenn du gerade frisch angestellt bist, dauert es manchmal ein bisschen länger, bis die Personalabteilung das auch hinkriegt, dass du jetzt wirklich dein Geld rechtzeitig bekommst.
02:20:37: Ja, das ist dann richtig scheiße, das stimmt.
02:20:41: Wenn ich mich richtig erinnere, geht sie von den zwei Hundert Euro, die sie halt am ersten Arbeitstag als Vorschuss bekommt, geht sie erstmal einkaufen und kauft sich Essen.
02:20:48: Ja gut, dann macht es den Kohl sehr fällt.
02:20:50: Im wahrsten Sinne des Wortes macht es den Kohlfett sozusagen.
02:20:53: Ja, das ist klar, wenn ich gar kein Geld habe.
02:20:55: Aber sagen wir jetzt mal viel tief, es ist der fünfzehnte so mit einem Monat.
02:20:59: Und ich kriege, also nehme jetzt den Job an, nachdem ich jetzt auch lange gefeuert wurde und kriege dann das Geld.
02:21:03: Ich würde ja so oder so von meinem alten Job noch bis dahin das Geld kriegen am Ende des Monats.
02:21:07: Und selbst wäre, also angenommen, das muss man mal aufdrühlen, angenommen, ich wäre nicht gefeuert worden.
02:21:12: Hätte ich ja trotzdem mein Gehalt Ende des Monats bekommen.
02:21:15: Also was ist denn das für eine Situation, wenn sie so wenig Geld hat, dass sie Mitte des Monats... Also nur noch Essen kaufen kann oder muss?
02:21:22: von dem Geld, was sie hat, das ist ja... Also dann kommt sie nicht über die Runden mit den zwei Jobs.
02:21:26: Sogar nicht.
02:21:27: Ja, sie kommt schlecht über die Runden.
02:21:29: Also dann sehe ich auch nicht, wie sie Miete zahlen soll, wenn sie schon... Na
02:21:32: ja, sie hat ja für den Monat vermutlich ja schon Miete gezahlt.
02:21:36: Aber ja, du hast natürlich recht.
02:21:37: Normalerweise würde sie wahrscheinlich auch das Gehalt von dem Job, den sie jetzt verloren hat, auch... erst später bekommen, ja, vielleicht passt es nicht so richtig gut zusammen, wenn man ganz genau darüber nachdenkt.
02:21:49: Ja, oder die Lage ist halt viel dramatischer, als einem das eigentlich so klar war.
02:21:52: Ja, also wie gesagt, es ist ja halt wirklich schon so, wir sehen es ja am Anfang, dass sie halt jede Gelegenheit nutzt, wo sie vielleicht was zu essen umsonst bekommen kann.
02:22:02: Also das ist ja jetzt schon auch, ich meine, klar, die meisten Leute freuen sich, wenn sie irgendwo was zu essen bekommen, aber also ich bin jetzt in der glücklichen Situation, dass ich noch nie das Gefühl hatte, ich muss irgendwo auf jeden Fall hingehen, weil es da was zu essen gibt.
02:22:16: Sondern halt so, also ich hab immer mich anderweitig versorgen können, weil ich halt in der glücklichen Lage bin, dass in der Zeit, als ich noch nicht selber viel verdient habe, dass meine Eltern mich halt absolut gut unterstützen konnten finanziell.
02:22:27: Ja, ich kenne trotzdem das Gefühl, dass man sagt, man hat geringen finanzielle Mittel und nimmt sowas gerne mit.
02:22:31: Ja,
02:22:32: klar, man nimmt das gerne mit auf jeden Fall, aber ich hatte halt nie dieses, ich muss es mitnehmen.
02:22:36: Ja, gut, da hast du recht.
02:22:37: Aber ja, nee, kein Aber.
02:22:40: Okay.
02:22:41: trotzdem scheint mir das grad so ein bisschen verworren zu sein.
02:22:44: Und jetzt hätte ich gerne... Details, die wir natürlich nicht kriegen, weil es gibt jetzt keine Seite in dem Buch, wo das nochmal aufgelistet ist für den Zeitpunkt.
02:22:51: Ja, es steht auch nirgendwo, wann sie normalerweise bezahlt wird.
02:22:54: Also es kann auch sein, das weiß ich nicht.
02:22:55: Also ich meine, doch eine Sache, die mir jetzt gerade einwältigt ist natürlich, also in dem Job hat sie halt sehr viel, also sehr viel Trinkgeld normalerweise bekommen und das kriegst du halt sofort.
02:23:05: Und das ist ja der Job, der weggefallen ist.
02:23:08: Ja.
02:23:08: Das heißt, dass es nicht nur... Also ich weiß auch nicht, wie sie da sonst bezahlt wird, ob es wirklich ein Ende des Monats ist oder ob sie da eigentlich normalerweise immer nach der Schicht ausbezahlt wird oder so.
02:23:16: Keine Ahnung.
02:23:17: Also man merkt, ich hab nie in der Gastronomie gearbeitet.
02:23:19: Ja, ich auch nicht.
02:23:20: Da kann ich jetzt nicht glänzen.
02:23:22: Also ich vermute eigentlich, dass ich trotzdem normalerweise, dass man die Abrechnung einmal Ende des Monats normalerweise machen würde, aber ich weiß es nicht.
02:23:28: Aber dieses Trinkgeld kriegst du ja normalerweise dann direkt.
02:23:31: Und das hat sie jetzt halt nicht mehr.
02:23:33: Und ich glaube, das hat sie ja schon ordentlich Trinkgeld eingestrichen.
02:23:36: Ja, aber wie prekär ist denn so eine Situation, wenn du tatsächlich das Trinkgeld brauchst, was du dann sofort einstecken kannst, um dir täglich deinen Essen zu kaufen?
02:23:45: Das ist ja richtig übel.
02:23:47: Ja.
02:23:47: Nicht ganz betroffen.
02:23:48: Ja.
02:23:49: Weil ich es, also mal abgesehen davon jetzt, nicht so übel finde, wenn es eine Phase gibt, wenn man gerade irgendwie erwachsen ist und sich noch nicht so... Und nicht den endgültigen Job heutzutage ist auch so eine Sache.
02:24:00: Aber wenn man noch nicht so seinen Job und seinen Platz gefunden hat und vielleicht auch noch irgendeine Ausbildung macht und so ein bisschen nebenher arbeitet, dass man an der Stelle noch keine großen Sprünge macht und nicht arbeitet, um viel Geld zurückzulegen.
02:24:10: Und vor allem, wenn man es so jung macht wie sie, finde ich jetzt nicht so super verwunderlich.
02:24:13: Nein, das auf jeden Fall klar.
02:24:15: Gut, äh, ja, jetzt mit bedroppelter Stimmung weiter, oder?
02:24:19: Nee, es geht jetzt erst mal nicht mit bedroppelter Stimmung weiter, denn Tessa hat ihren ersten Arbeitstag bei dieser Firma und ist irgendwie ganz glücklich, weil es einfach mega stressfrei ist und halt gut bezahlt.
02:24:28: Aber gleichzeitig wundert sie sich so ein bisschen, sie weiß nicht so ganz genau, was die machen, sie kriegt somit, dass sie irgendwas Technisches machen.
02:24:34: Was?
02:24:35: So, aber...
02:24:37: Cool, ich arbeite hier, aber ich weiß eigentlich überhaupt nicht, was der Laden macht.
02:24:39: Ja, genau.
02:24:40: Also sie weiß nicht, was das eigentlich für eine Firma ist.
02:24:43: Sie hat ja auch kein normales Vorstellungsgespräch geführt oder so.
02:24:45: Scandor hat sie einfach dahin geschickt und die haben sie dann einfach eingestellt.
02:24:48: Also es war halt kein... informistisch irgendwie vorher über die Firma oder irgendwas.
02:24:52: Also und sie darf natürlich vor Ort auch nicht nachfragen, so Leute, Scandor hat mich her geschickt, was soll das?
02:24:56: Genau.
02:24:56: Scheiße.
02:24:57: Also sie kriegt mit, die machen irgendwas Technisches und sie fragt sich dann, ob da irgendwie eine Verbindung zu der Firma gibt, die halt Scandor entwickelt.
02:25:05: Sie hat sehr deutlich den Eindruck, dass die sie eingestellt haben, weil sie bei Scandor mitmacht.
02:25:11: Aber sie weiß es halt nicht, sie kann auch niemanden fragen.
02:25:13: Aber es ist ja irgendwie super komisch, dass Scandor sie dahin geschickt hat und die sie auch einfach direkt eingestellt haben.
02:25:19: Also die müssen ja irgendwie was miteinander zu tun haben.
02:25:21: Kann das ein Marketing-Gag von Scandor sein?
02:25:23: Ich könnte jetzt Scandor sagen, Leute, ich kann euch eine Person vermitteln, die unter großer Sicherheit versuchen wird.
02:25:30: absolut rein die Wahrheit zu sagen und in dem Moment, wo sie einmal gelogen hat, können wir euch zumindest das sagen.
02:25:35: Das wäre ja für Unternehmen tatsächlich wirtschaftlich wahrscheinlich sehr interessant, so eine Person einzustellen.
02:25:39: Ich weiß nicht, ob ein Unternehmen wirklich so viel hat, wenn Leute auf jeden Fall mal die Wahrheit sagen.
02:25:43: In welcher Situation ist es für ein Unternehmen sehr wichtig, dass ihre Arbeitnehmer ehrlich sind?
02:25:48: Naja, zumindest in der Anfangsphase weiß ich jetzt.
02:25:50: Beim Einstellungsgespräch glückt sie nicht.
02:25:53: Das heißt, alle Daten, die ich am Anfang bekomme, sind richtig.
02:25:55: Und ich weiß sogar, es hört ja auf.
02:25:57: Die Studie läuft ja nicht ewig.
02:25:58: Aber in so einer Phase zu wissen, okay, ich kann mich jetzt in den ersten Wochen oder zumindest bis zu einem Zeitpunkt X, der mir sogar mitgeteilt werden kann, darauf verlassen, dass die auf Biegen und Brechen versucht, die Wahrheit zu sagen.
02:26:09: Und nicht nur die Wahrheit, sondern ja auch diese erweiterte Wahrheit im Sinne von Fragen ehrlich und umfangreich genug zu beantworten.
02:26:16: Dann kann man sagen, fühle ich mich schon sehr sicher, wenn ich so eine Person eingestellt habe.
02:26:20: Ja, okay,
02:26:20: das stimmt.
02:26:22: Und dann kann sie ja wieder anfangen zu lügen, oder?
02:26:25: Ich
02:26:26: hab grad ein bisschen das umgekehrte Gefühl.
02:26:28: Also es könnte auch negativ für mich sein, wenn ich jetzt zum Beispiel in eine Firma bin, wo es gewisse Sachen gibt, die halt nicht nach außen getragen werden sollen.
02:26:35: Und ich weiß, diese Person muss immer, die muss ja nicht nur mir immer die Wahrheit sagen, die muss ja auch meiner Konkurrenz die Wahrheit sagen, wenn da jemand jetzt was fragen würde.
02:26:41: Natürlich.
02:26:42: Aber die Konkurrenz kriegt er erst mal nicht unbedingt mit, wer eingestellt ist.
02:26:45: Und wenn sie jetzt nicht mal weiß, was dieses Unternehmen eigentlich macht, was soll sie denn verraten?
02:26:50: Ja, das stimmt schon, klar.
02:26:52: Das würde eher für meine Theorie sprechen, dass sie sozusagen jetzt in keine Geheimnisse eingeweiht wird, so lange das so ist.
02:26:56: Ja.
02:26:57: Weil sie ja sonst irgendwas ausplanen müsste.
02:27:00: Aber erst mal ist sie Gläsern und das Unternehmen kann sich dann immer noch entscheiden, ob es sich öffnet oder nicht.
02:27:04: Und bis dahin ist sie keine Ahnung.
02:27:06: Was sie da macht, Excel-Tabellen-Schubsen, Kaffee kochen, was auch immer.
02:27:09: Excel-Tabellen-Schubsen tatsächlich nicht, sondern wirklich noch einfacher, also wirklich kopieren, Kaffee kochen, Meeting-Räume vorbereiten.
02:27:15: Okay, ja.
02:27:17: Echt gut bezahlt dafür dann.
02:27:18: Auf
02:27:19: jeden Fall.
02:27:20: Ich habe mich so ein kleines bisschen gefragt, als ich das gelesen habe, war so ein bisschen meine Assoziation, also meine erste Assoziation so ein bisschen naiv vielleicht, dass quasi die Leute von Scandor ein schlechtes Gewissen hatten, dass sie Irrit wegen ja quasi ihren Job verloren hat und die halt deshalb einfach was anderes geben wollten und halt einfach, keine Ahnung, ihre Kontakte am spielen lassen.
02:27:40: Irgendwer kannte irgendwie und hat gesagt, hey, könnt ihr die einstellen.
02:27:42: So.
02:27:43: Und Tessa fragt sich jetzt aber, ob halt diese Firma in irgendeiner Weise einen gesteigertes Interesse an ihr und Skender irgendwie, also nicht an ihr als Person, sondern an einer Skendorträgerin sozusagen hat.
02:27:56: Und vielleicht eher, also sie denkt so ein bisschen, du hast jetzt ein bisschen in die Richtung gedacht, das könnte ein Vorteil für das Unternehmen sein, einfach haltend eine ehrliche Mitarbeiterin zu haben.
02:28:03: Und sie denkt eher so in die Richtung, dass die... quasi, dass sie was über Skendo rausfinden wollen auch oder also, dass sie da irgendwie was, sie weiß auch nicht so genau was, aber dass sie halt irgendwie vielleicht auch technisch an Skendo interessiert sind oder so und das vielleicht live erleben wollen gewissermaßen.
02:28:19: Ja, aber warum soll das Skendo ihnen dann helfen?
02:28:21: Genau, das ist irgendwie die komische Frage.
02:28:22: Also irgendwie passt das nicht so richtig zusammen.
02:28:24: Mhm.
02:28:25: Ja, aber immerhin hat sie jetzt einen gut bezahlten Job und kann sich Essen kaufen.
02:28:28: Das ist ja schon mal supergut.
02:28:30: Zwar nicht eure Schokolade.
02:28:31: Nie,
02:28:31: also... Kauf die Nudeln und Gemüse und sowas.
02:28:36: Ja, das macht schon Sinn, aber ich finde den Gedanken für zwarte Euro erst mal Schokolade zu kaufen, auch gut.
02:28:40: Das macht auch einen Abend lang Spaß.
02:28:42: Voll, du kriegst für zwarte Euro, kriegst du ganz schön viel Schokolade.
02:28:46: Komm
02:28:46: doch an welcher.
02:28:47: Ja, okay, ich mein, gut, wenn du jetzt in die Feins der Schokolaterie gehst und dir Belgische Trüffelpralinen kaufst oder so, dann kriegst du davon vielleicht nicht ganz so viele, aber... Nee,
02:28:56: tatsächlich liegt Schokolade zum Teil.
02:28:57: Ich weiß gar nicht, so irgendwelche Kinderriegel oder so, können schon bei siebzehn Euro pro Kilo liegen.
02:29:02: Okay.
02:29:02: Das kriegt man immer nicht so mit, weil man dann irgendwelche Packungen kaufen, die ganz oft auch irgendwelche, so kriegst du zwei extra oder so Aktionen haben.
02:29:09: Aber das ist zum Teil echt verfluchteil.
02:29:11: Du kommst ganz schnell in Regionen, wo irgendwas, wo man denkt, das ist jetzt auch nicht so exquisit... Schokolade, wo du deutlich über zehn Euro liegst pro Kilo.
02:29:19: Das geht inzwischen echt schnell.
02:29:20: Ja gut, aber wenn du jetzt zwei Hundert Euro dafür ausgehen willst, dann sind ja trotzdem zwanzig Kilo Schokolade.
02:29:25: Das ist halt schon ganz schön viel.
02:29:27: Ja oder zehn, ja, den wo du bist.
02:29:29: Irgendwas zwischen zehn und zwanzig Kilo.
02:29:30: Ja aber komm, auch zehn Kilo Schokolade ist wirklich, wirklich viel.
02:29:34: Das sind hundert Tafeln.
02:29:37: Wie kann man hübsch stapeln?
02:29:39: Ja, das macht bestimmt ein cooles Foto.
02:29:41: Also es sieht bestimmt gut aus.
02:29:43: Aber wann willst du die alle essen?
02:29:45: Also
02:29:46: ein Frühstück zum Mittag und zum Abendbrot.
02:29:48: Ja, wenn du sagst, was alles anders ist, musst du, Janne.
02:29:51: Was sagt man zum Frühstück wie ein König?
02:29:54: Zum Frühstück wie ein Kaiser, zum Mittag wie ein König und abends wie ein Bettelmann.
02:29:58: Okay, also drei, zwei, eins oder so.
02:30:00: Jeden Tag sechs Tabeln.
02:30:01: Zwar hundert durch sechs reicht eine Weile danach.
02:30:03: Ja,
02:30:04: reicht dann auch wahrscheinlich bis zum nächsten Geheim.
02:30:06: Und
02:30:07: dann kann sie sogar immer zur Arbeit rollen, zwar nicht mit dem neuen Auto, aber sie kann rollen.
02:30:12: Ja, okay.
02:30:14: Wir springen immer kurz zu Philipp und auch wieder zu Essen.
02:30:16: Denn Philipp ist bei seinen Eltern zum Essen, also er ist ja auch bei seinen Eltern ausgezogen und bei seinen Eltern ist er meistens so irgendwie schlechte Stimmung und die streiten sich irgendwie viel oder manchmal streiten sie sich auch nicht unbedingt, aber also die Atmosphäre zwischen denen ist halt schon immer irgendwie ja angespannt.
02:30:33: Und jetzt zwischen den Eltern?
02:30:34: Zwischen
02:30:34: den Eltern meine ich jetzt genau.
02:30:35: Und nicht zwischen den Eltern Philipp, sondern die Eltern untereinander?
02:30:38: Ja.
02:30:39: Ja und also das beim Essen ist auch die Stimmung wieder so ein bisschen unangenehm und irgendwann sagt Philipp sein Eltern halt einfach so ganz klar, dass er findet, sie sollten sich scheiden lassen.
02:30:49: Ja genau, finde ich auch so.
02:30:51: Also, ja.
02:30:53: Also das von seinem Kind so gespiegelt zu bekommen und gesagt zu bekommen, so, ich finde eure Beziehung irgendwie scheiße.
02:31:00: Ich glaube, ihr sollt euch besser trennen.
02:31:01: Er ist halt, glaube ich, schon krass.
02:31:02: Ja, ist natürlich eine Chance.
02:31:04: Stöck
02:31:04: weit.
02:31:05: Wie reagieren die Eltern?
02:31:06: Seine Eltern sagen im Wesentlichen so was wie, du verstehst das nicht, es gibt Sachen, die schweißen einen einfach zusammen.
02:31:14: Und also sind halt so ein bisschen auf dem Trip.
02:31:17: Also... Sie sagen jetzt nicht explizit, dass sie verstehen können, was er meint, aber sie sind irgendwie so von der Art her, wie sie antworten.
02:31:25: Man kann verstehen, warum er das vielleicht denkt, aber es gibt Gründe, warum sie zusammenbleiben.
02:31:32: Also keine Ahnung, irgendwas, was Philipp irgendwie nicht weiß, nicht sieht oder so nicht wahrnimmt, weil sie sagen nicht was.
02:31:37: Und Philipp sagt dann auch so was wie, also wenn ihr damit quasi mich meint, dann lasst es bitte, ja, also ihr müsst wirklich nicht meinetwegen zusammenbleiben.
02:31:46: Ja, aber
02:31:46: doch neunzehn oder nicht?
02:31:47: Ja, genau.
02:31:48: Ich glaube, wahrscheinlich ist auch bei den meisten Eltern das Gefühl, wir müssen wegen unseres Kindes zusammen bleiben.
02:31:55: Verlöscht wahrscheinlich, wenn das Kind auszieht.
02:31:57: Also sie sagen dazu nichts weiter und erklären auch nicht weiter, was sie meinen oder worum es geht.
02:32:02: Sonst ist es so ein, du verstehst das nicht und es gibt offensichtlich irgendwas zwischen den beiden.
02:32:08: Vielleicht irgendwas, was in der Vergangenheit passiert ist, was sie so zusammen geschweißt hat oder man weiß es nicht so genau.
02:32:14: Ich
02:32:14: will wieder meinen allwissenden Elisar Jogger ziehen.
02:32:16: Wird das noch aufgedächt?
02:32:17: Ja.
02:32:17: Okay.
02:32:18: Aber du sagst es mir gerade bewusst nicht.
02:32:19: Ich sage
02:32:20: es dir gerade bewusst nicht, weil das die ... Ja.
02:32:24: Kommt später.
02:32:25: Ich mache eine mentale Notiz.
02:32:27: Das Schöne ist, ganz viele von den, also nicht alle, aber ganz viele von den Fäden, die jetzt so in der Luft hängen, die kommen am Ende so zusammen.
02:32:35: Vieles erklärt sich durch die gleiche Geschichte.
02:32:39: Das
02:32:40: macht mich jetzt ganz aufgeregt, weil das ist immer gut, wenn ... wenn eine Geschichte das hergibt und eine Autorin es schafft, die Fäden so auszulegen, dass man diese aus verschiedenen Richtungen sieht.
02:32:50: Ja gut, da sind jetzt weiter beim Essen und unterhalten sich noch ein bisschen.
02:32:54: Was ich an der Stelle noch relevant fand, ist, dass sie irgendwann fragen seine Eltern, ob es eine Frau in seinem Leben gibt, so gewissermaßen.
02:33:03: Also, wie es an der Front vielleicht irgendwie aussieht.
02:33:05: Und Philipp stellt so fest, dass er dabei an Tessa denkt und da ist jetzt noch nichts mit irgendjemandem, aber er hat irgendwie Interesse an jemandem.
02:33:14: Okay,
02:33:14: wieder genau dieser Graubereich.
02:33:16: Wo schlägt der lügende Tektor aus oder wo nicht?
02:33:19: Er sagt, dass er sozusagen so wie es ist.
02:33:21: Also, ich weiß es nicht so genau.
02:33:25: Ich glaube, vielleicht bin ich gerade dabei, Gefühle zu entwickeln, so gewässermaßen.
02:33:29: Und die Eltern eben natürlich, sie sind seine Eltern auch ein bisschen neugierig und fragen noch so ein bisschen nach und fragen halt, wie sie so, wie sie denn heißt.
02:33:36: Und er sagt Tessa und sie reagieren sichtlich auf diesen Namen.
02:33:40: Man sieht irgendwie, dass diese Name sie in irgendeiner Weise verbinden.
02:33:45: Irgendwas mit dem Namen Tessa auf jeden Fall.
02:33:46: Das ist aber nicht seine Halbschwester oder so?
02:33:48: Nein,
02:33:49: das ist nicht seine Halbschwester.
02:33:51: Das wäre richtig scheiß.
02:33:54: Das könnte noch bitter werden.
02:33:55: sonst, ja.
02:33:56: Du denkst grad so ein bisschen ans Daraus oder sowas, oder?
02:33:59: Du
02:34:00: hast mich ermischt.
02:34:04: Und dann passiert noch eine weitere Sache, nämlich Philipp geht in sein ehemaliges Kinderzimmer.
02:34:09: Also bei seinen Eltern zu Hause, das ist mittlerweile das Beruf von seinem Vater und mittlerweile offensichtlich auch das Schlafzimmer von seinem Vater.
02:34:16: Also seine Eltern schlafen offenbar nicht mehr zusammen in einem Schlafzimmer.
02:34:20: Ja,
02:34:20: okay, das heißt, die sind feiratet, wollen zusammen bleiben, strafen aber getrennt.
02:34:24: Ja.
02:34:25: Und streiten sich trotzdem die ganze Zeit.
02:34:26: Ja.
02:34:27: Gute Frage.
02:34:28: Okay.
02:34:29: Also, ja.
02:34:30: Ja, ich bleibe einfach stehen bei.
02:34:32: Also.
02:34:33: Ich möchte auch nicht sagen, dass ich, also es wird am Ende erklärt, was die Sache ist, warum sie sozusagen, die sie so, also warum sie der Meinung sind, sie wollen doch irgendwie zusammenbleiben.
02:34:43: Ich kann das auf eine Art nachvollziehen, ich würde es anders machen.
02:34:47: Also ich würde halt trotzdem sagen, so, okay, wenn ihr euch nur noch streitet, was macht denn das für einen Sinn?
02:34:53: Also nur, um da nicht zu hohe Erwartungen zu wecken an die Auflösung an der Stelle.
02:34:57: Und was Philipp jetzt da feststellt, ist, also er guckt aus irgendeinem Grund, guckt er in seiner alten Schreibtisch-Schublade, weil er nach alten Fotos guckt.
02:35:05: Er erklärt sich spät, also ich erkläre gleich mal, warum er überhaupt auf die Idee kommt, alte Fotos anzugucken.
02:35:09: Ich will gerade die andere Geschichte erzählen.
02:35:11: Und er stellt fest, dass da so eine Scandal-Münze drin liegt in der Schreibtisch-Schublade.
02:35:15: Ja, aber seine Eltern können ja nicht mit teilnehmen, weil sonst hätten sie ihm viel mehr dazu gesagt.
02:35:21: Das ist richtig.
02:35:22: Und sonst hätten die ja auch auf der Gala sein müssen.
02:35:24: Da waren ja alle.
02:35:25: Und also da waren ja nur hundert.
02:35:28: Das hättest du ja gesehen, wenn da dein Vater gewesen wäre.
02:35:31: Okay, das ist das schlagende Argument, zumal er sich ja alle gezählt hat.
02:35:35: Aber ich fand meine Logik trotzdem auch gut.
02:35:37: Ja, das ist richtig, genau.
02:35:39: Also dann hätten sie ihm ja eben erzählen müssen, warum sie sich nicht scheinen lassen oder so.
02:35:43: Aber es hätte natürlich auch sein können, also nach deiner Logik zumindest, hätte es ja auch sein können, dass jemand mitgemacht hat, aber schon rausgeflogen ist.
02:35:49: Ja, natürlich.
02:35:50: Aber ja, das macht meine Logik sogar kaputt.
02:35:52: Mich nervt es aber gerade, dass ich an die Gala nicht gedacht habe.
02:35:55: Das ist so die Form von nicht weit genug denken, die mich manchmal richtig nervt.
02:35:58: Jetzt eigentlich so streng zu dir.
02:36:00: Manchmal kann ich halt einfach nur so weit gucken, wie meine Stirn reicht.
02:36:04: Das ist völlig okay.
02:36:06: Gut,
02:36:06: er findet die Scandometer.
02:36:08: Genau.
02:36:08: Und so wie die aussieht.
02:36:11: hat er auch das... Also, er glaubt, Philipp hat ja die Scandal-Münze nicht selber original gefunden, sondern die ja von Rafaela bekommen, nachdem sie damit schon was gemacht hatte.
02:36:20: Das heißt, er hat sie nicht in der freien Wildbahn gefunden, in Anführungszeichen.
02:36:23: Deshalb weiß er nicht so hundertprozentig genau, wie sie am Anfang aussah, aber so wie er Rafaela verstand hat, weil er ursprünglich halt auch noch eine Erklärung sozusagen mit dran.
02:36:30: so, was man machen muss, also, dass man den QR-Kurs kennen soll und dann auf der Website irgendwie Informationen stehen und vielleicht sogar noch irgendwie ein bisschen mehr weiß man nicht genau.
02:36:38: Und das ist da jetzt an der Münze auf jeden Fall nicht mehr dran.
02:36:41: Das heißt, es sieht jetzt schon aus wie, okay, sein Vater, also wahrscheinlich sein Vater, weil es ja das Arbeitszimmer seines Vaters ist, hat wahrscheinlich diese Münze schon gefunden, den QR-Code gescannt, die Website gesehen und dann beschlossen, dann nicht teilzunehmen.
02:36:55: So sieht es aus.
02:36:56: Oder er hat das zumindest auf jeden Fall das irgendwie zur Kenntnis genommen und dann aber, was weiß ich, den Zettel oder den Aufkleber, der da drauf war, entsorgt die Münze aber irgendwie aufbewahrt.
02:37:05: Muss ich als Teilnehmer die Münze aufbewahren?
02:37:08: Nee, ich glaube, wenn du ... Ich weiß nicht ganz genau, ich glaube, wenn du teilnimmst, musst du sie sogar ab in dem Moment, wo du dahin gehst.
02:37:16: Also ich weiß nicht, ob Philipp seine Münze noch hat, das ist auch nicht wichtig.
02:37:18: Ja, geht mir um das Ding, weil sonst könnte ich halt einen Link des QR-Codes weitergeben.
02:37:23: Jeder dieser Tage auch so was dann einfach zu kopieren.
02:37:25: Oder irgendjemand war da, hat sich vor Ort angemeldet und ist dann gegangen.
02:37:29: Und die Münze ist halt da geblieben, weil es jetzt egal ist, was mit der Münze passiert.
02:37:32: Ich
02:37:32: glaube, dass man die Münze zu diesem Erstgespräch mitbringen musste.
02:37:36: um halt quasi, um genau das zu vermeiden, dass man irgendwie einfach links weitergeben kann und andere Leute, also ich meine, das kannst du natürlich auch vermeiden, denn du hast einfach personalisierte Links, denn wo jeder nur einmal funktioniert.
02:37:47: Aber ich hab irgendwie das Gefühl, ich weiß es aber gerade nicht mehr so genau, ich hab irgendwie das Gefühl, dass man diese Münze zu diesem ersten Gespräch, wo man dann, ja, also diesem Interview sozusagen... dass man die da mitbringen musste und da abgegeben hat.
02:38:00: Das weiß ich nicht mehr ganz
02:38:00: genau.
02:38:01: Also entweder hat sich jemand damit angemeldet oder es gibt auch einfach mehr als hundert Münzen?
02:38:05: Es gibt definitiv mehr als hundert Münzen.
02:38:07: Weil die haben auch, das war auch am Anfang sozusagen gesagt worden, dass halt auch nicht jeder, der dieses Gespräch führt, automatisch bei der Studie dabei ist.
02:38:15: Sondern, also wahrscheinlich glaubst du nie, was weiß ich, zweihundert Münzen oder sowas.
02:38:20: Und wahrscheinlich sogar noch mehr, weil du halt nicht damit mitrechnen kannst, dass alle, die du irgendwie in irgendwelchen Zeitschriften und Supermarktartikeln und keine Ahnung, wo die sonst noch so waren, dass alle, die du irgendwo versteckst, tatsächlich auch von Leuten gefunden werden, die damit was machen wollen.
02:38:34: Also und auch nicht unbedingt, dass die das jeweils weitergeben, sondern, also ich weiß nicht, ob ich so ein QR-Code unbedingt gescannt hätte, kein Virus hinterstecken, so.
02:38:42: Ich weiß nicht.
02:38:43: Also ich kann mir schon vorstellen, dass einige Leute diese Münze auch einfach komplett ignoriert haben.
02:38:47: Ich höre es auf dich abzulenken.
02:38:48: Ich will wissen, wie es weitergeht.
02:38:51: Also Philipp ist halt komplett verwirrt, wie wir jetzt auch gerade so ein bisschen und fragt dann seinen Vater.
02:39:02: in einem Schreibtisch gefunden.
02:39:03: Was sind das?
02:39:04: Und sein Vater behauptet zumindest, dass er nicht weiß, was das sein soll.
02:39:07: Und tut halt so, als wäre das immer so, er ist doch dein alter Schreibtisch, also wahrscheinlich hast du die da irgendwie liegen lassen.
02:39:12: Womit er definitiv klar ist, dass er gerade keinen Scandort trägt.
02:39:18: Das ist definitiv eine sehr offensichtliche Lüge.
02:39:21: Wobei vielleicht auch nicht.
02:39:22: Es könnte natürlich auch sein, dass jemand anders die Münze da... platziert hat, vielleicht auch Philipps Mutter oder
02:39:27: so.
02:39:27: Genau so.
02:39:27: Die Mutter würde ich jetzt auch noch fragen.
02:39:29: Die Mutter fragt, also Philipp fragt seine Mutter tatsächlich nicht.
02:39:32: Und ja, also was ich beim Lesen daraus mitgenommen habe, war halt irgendwie so dieses.
02:39:36: Okay, jemand wollte vielleicht eigentlich gerne das Philipps Vater teilnimmt und Philipps Vater wollte aber nicht.
02:39:44: Und dann wurde auf Umwegen Philipp die Münze über Rafaela zugeschoben.
02:39:49: Das war meine Vermutung jetzt an der Stelle, ja.
02:39:53: Ja, ich finde es gerade doof, dass man nicht weiß, was die Mutter dazu sagt, weil tatsächlich Philippsalter schreibtisch, der jetzt irgendwie anscheinend der Schreibtisch von dem Papa ist oder so, ist ein gutes Versteck, wenn sie die Münze da einfach ablegen will.
02:40:04: Weil die beiden jeweils denken, naja, das ist irgendwas, was dem anderen gehört.
02:40:08: Und die Mutter erst mal jegliche Beteiligung daran abstreiten kann, weil sie immer sagen kann, das ist ja nicht mein Schreibtisch.
02:40:13: Was wollt ihr?
02:40:13: Das
02:40:13: stimmt.
02:40:14: Das ist ein sehr guter Punkt.
02:40:15: Das heißt, es könnte also auch sein, dass jemand versucht hat, Philips Mutter zu animieren, bei Scander mitzumachen.
02:40:20: gibt es aber einen Grund, die aufzuheben?
02:40:22: Eigentlich nicht wirklich.
02:40:24: Also wenn du da halt nicht mitmachen willst, dann kannst du das Ding halt auch wegschmeißen, ne?
02:40:27: Genau so.
02:40:28: Also vor allem, wenn es mir so unangenehm ist, dass ich der Rippel lüge.
02:40:32: Also der Vater kann ja nicht vertraglich an irgendwas gebunden sein.
02:40:35: Nee, Jain, wenn er, also ich glaube, wenn man bei diesem ersten Gespräch war, musste man da schon, also ich glaube, bevor man sozusagen sehr viel mehr erfahren hat, also mehr erfahren hat, als das, was auf der Website steht.
02:40:46: Und das war ziemlich wage.
02:40:47: Ich glaube, wenn man da hingegangen ist, dann musste man unterschreiben, dass man über das, was in dem Gespräch so zu sagen passiert, quasi stillschweigenbewahrt.
02:40:56: Okay, das heißt, es könnte sein, dass er bei dem Gespräch war, den dann den Vogel gezeigt hat, gegangen ist, aber über... Darüber nicht reden darf, aber...
02:41:05: Es kann keiner kontrollieren in dem Sinne, ob er da jetzt wirklich nicht drüber redet.
02:41:08: Also, es ist halt so ein normale Verschwiegenheitsklausel, die man irgendwie unterschreibt, wo man sich natürlich dran halten muss, aber wo keiner jetzt sehen kann, ob du dich wirklich dran hältst, weil er ja jetzt keinen Lügendetektor oder irgendwas trägt.
02:41:21: Wobei, man könnte es ihm mal nachfassen, aber das weiß er ja nicht.
02:41:24: Er weiß ja nicht, dass Philipp so ein Ding trägt.
02:41:26: Also, jetzt gerade, das kommt mir jetzt gerade erst, aber das heißt ja, dass das Gespräch von jedem... Mit Philipp, mit dem er sich, also das alle Gespräche von Philipp, mit allen Personen, die damit überhaupt gar nichts zu tun haben, die werden gerade aufgezeichnet.
02:41:40: Ja, werden die aufgezeichnet und nur live in den Detektor geschmissen.
02:41:43: Okay, das weiß ich nicht.
02:41:44: Vielleicht ist es nur live.
02:41:45: Trotzdem ist es stört es mich gerade, dass da ja jeweils irgendwie weitere Zuhörer dabei sind, was diese unbeteiligten Menschen, mit denen Philipp redet, ja nicht wissen.
02:41:55: Ja,
02:41:56: das ist datenschutztechnisch eine mittelschwere Katastrophe.
02:42:00: In Deutschland garantiert nicht legal.
02:42:02: Also ich denke jetzt halt auch so, wenn ich irgendwie Philipp kennen würde und wir hatten uns einfach unterhalten, würde das im Nachhinein mitbekommen, dass dieses Gespräch von anderen Leuten mitgehört wurde, da wäre ich schon sauer.
02:42:14: Ja, ich kann mich jetzt im Rahmen der Story nicht in der Realität, in der Realität würde ich es komplett ablehnen, dass so eine Technologie auf die Art und Weise verwendet wird.
02:42:21: Aber wenn man jetzt annimmt, dass das Scandal die Gespräche so filtert, dass automatisiert nur Philips Gesprächsanteile berücksichtigt werden.
02:42:31: eine relevante Art und Weise und von diesem Detektor verarbeitet werden, dann kann ich damit leben, wenn ich nicht zu viel darüber nachdenke, weil dann geht es schon los, wie soll ich denn aus einer Antwort schließen, was die Lüge war oder nicht, wenn ich die Frage nicht kenne, also es geht eigentlich nicht.
02:42:45: Aber wenn ich die Augen ganz fest zumache und es glauben will, dann kann ich das noch halbwegs akzeptieren.
02:42:52: Und zu diesem... NDAs heißen die auch einen Disclosure Agreements.
02:42:56: Zum Teil sind die total ungültig.
02:42:59: Die werden gerne von Promis genutzt, um Druck auszuüben.
02:43:03: Um zum Beispiel, wenn du jetzt Promi bist und du willst Daten und hast eine Person, die du datest und hast aber Angst, dass die Person dich irgendwie ausnutzt und an die Presse geht und dann irgendein Schmierblatt intime Details verkauft.
02:43:15: Dann scheint es zum Teil so zu sein, dass die mit irgendwelchen Indies um die Ecke kommen, die du unterzeichnen sollst, damit du jetzt weiter Kontakt mit denen haben kannst.
02:43:22: Und es ist jetzt wieder so ein bisschen gefährliches Halbissen, aber anscheinend gerne auch so mit dem Agreement.
02:43:28: Na ja, du musst jetzt irgendwie alles Mögliche unterschreiben und die unterschreiben quasi gar nichts im Gegenzug.
02:43:33: So einseitig.
02:43:35: Ich meine, ich hab im Hinterkopf, dass die dann zum Teil auch tatsächlich ungültig sind.
02:43:38: Kommt wahrscheinlich drauf an, was genau drinsteht, oder?
02:43:41: Ja, aber so einseitige NDAs ohne Gegenleistung in irgendeiner Form.
02:43:45: Ich kann dazu nichts sagen.
02:43:47: Okay, ich hab ein kleines bisschen den Faden verloren.
02:43:49: Also wir sind dabei uns zu überlegen, warum Phyllis Vater diese Münze irgendwie haben könnte oder vielleicht auch seine Mutter und wie das irgendwie zustande gekommen ist.
02:43:57: Und ja, also beim Lesen hab ich tatsächlich gar nicht dran gedacht, dass es auch Phyllis Mutter sein könnte, die ... an die die Münze sozusagen gerichtet war, sondern ich habe an der Stelle gedacht, okay, jemand wollte, dass Philips Vater damit macht und Philips Vater wollte nicht.
02:44:11: So, und Philips Vater lügt jetzt aber auch darüber.
02:44:14: Und beim Lesen habe ich noch gedacht, vielleicht hat auch jemand wirklich einfach es geschafft, diese Münze direkt in die Schublade zu schmuggeln und gehofft, dass er sie da findet, aber dazu passt halt dieses, mit dem ja irgendwie diese Informationsaufkleber oder was man wahrscheinlich mehr drauf, passt das halt nicht.
02:44:31: Und außerdem ist es halt noch viel schwierig.
02:44:32: aber jemand mit in die Wohnung zu kommen und da eine Münze zu hinterlassen.
02:44:35: Also es kann ja nur jemand sein, der halt der Person schon sehr nahe steht, als die ihm irgendwie anders zu kommen zu lassen.
02:44:41: Die Person würde ja hoffen, dass der Vater die Münze findet.
02:44:44: Dann würde man sie ja nicht in den Schreibtisch legen, sondern mindestens auf den Schreibtisch.
02:44:49: Und dann hätte der Vater ja auch gesagt so, hä.
02:44:51: Die hast du doch auf dem Schreibtisch liegen lassen.
02:44:52: Ich hab sie weggeräumt, weil sie mir im Weg war.
02:44:54: Aber dann müsste man dann in der Weiterung dessen auch wieder die Münze ungefähr dann dahin schmuggeln, während Philipp im Haus war.
02:45:00: Das wird ja alles nicht besser.
02:45:01: Genau.
02:45:02: Aber... Ich glaube, wir können uns hier gerade nur aufhängen.
02:45:04: Ja.
02:45:05: Ich würde sagen, wir gehen einfach mal weiter.
02:45:06: Denn es gibt die nächste Challenge.
02:45:09: Und also wieder Challenge für alle.
02:45:11: Mhm.
02:45:12: Denn wir sind jetzt in den Topf Fünfzig.
02:45:14: Also die Hälfte ist raus, die Hälfte ist noch dabei.
02:45:16: Und jetzt gibt es die bessere Hälfte Challenge.
02:45:18: Was immer noch alles sein kann.
02:45:20: Genau,
02:45:20: das kann alles sein.
02:45:21: Dann was denkst du, wenn du bessere Hälfte hörst?
02:45:23: Würde
02:45:23: du sagen, naja, fünfzig Prozent sind raus, damit die bessere Hälfte sind, die die noch drin sind.
02:45:28: Hast du noch eine zweite Asoziation dazu?
02:45:30: Ja, man sagt ja mal, meine bessere Hälfte in der Beziehung.
02:45:32: Genau, und genau darum geht es.
02:45:34: Ich mag diese, diese, mag das übrigens nicht, bessere Hälfte für den... Partner oder die Partnerin.
02:45:39: Ich so denke erstens sind das immer noch sehr verschiedene Personen.
02:45:42: und außerdem, wer sagt denn, dass die andere Person besser ist.
02:45:45: Also jede Person ist doch für sich.
02:45:47: Naja, aber egal.
02:45:49: Okay, wenn es egal ist, sage ich dazu nichts weiter.
02:45:52: Nein, du darfst ja gerne was zu sagen, ich habe Lust.
02:45:55: Ich verstehe deine Kritik da dran, gleichzeitig ist es dann eine schöne Art und Weise, romantisch auszudrücken, dass man die Person sehr wertschätzt.
02:46:01: Einerseits schon, andererseits finde ich eben gerade dadurch, also ich finde, man sollte Wertschätzung nicht darüber ausdrücken, dass man sich selber kleiner macht.
02:46:09: Und ich finde, die Partnerperson ist nicht meine bessere Hälfte.
02:46:13: Vielleicht ist sie die bessere Hälfte unserer Beziehung, das kann ja sein, wahrscheinlich sehe ich das so.
02:46:17: Aber nicht meine.
02:46:19: Ist nicht, aber diese Bescheidenheit auch was lö-.
02:46:22: Und es heißt ja nicht mal, dass ich das wirklich so sehe, sondern dass ich es erst mal so sage, um die Person auf so ein kleines Podest zu stellen und Wert zu schätzen.
02:46:30: Aber du weißt schon recht wahrscheinlich ist alles was in komparativ enthält in der Formulierung für so eine Beziehung immer nicht gut.
02:46:36: Ja.
02:46:36: Ja.
02:46:37: Also ich finde, man kann Wertschätzung besser ausdrücken, indem man das eben nicht über den Vergleich macht und nicht sagt, du bist besser als ich, sondern einfach indem man hervorhebt, was an dir finde ich denn so toll, ohne das mit mir selber zu vergleichen gewissermaßen.
02:46:53: Ja, jetzt kommen wir wieder an ein Rabbit Hole.
02:46:56: Was sagst du denn zu Schatz?
02:46:57: Das ist jetzt kein Vergleich, aber wenn man es wörtlich nimmt...
02:46:59: Naja, also wenn man jetzt so gollummein Schatz... im Kopf hat, dann ist es natürlich irgendwie so mit so einem Besitzanspruch und ungünstig, aber also an sich finde ich da nichts Schlimmes dran, gewissermaßen zu sagen, okay, du bist für mich sehr wertvoll.
02:47:16: Also ich hab den Niener Beziehung ernsthaft benutzt, aber jetzt weiß ich nicht, nicht unbedingt, weil ich den vom Inhalt her ablehnen würde.
02:47:27: Meine Oma hat uns früher mal ihre Goldstücke genannt, das fand ich auch irgendwie süß.
02:47:32: Gut, Omas dürfen dann auch sowas mal sagen.
02:47:35: Auf jeden Fall.
02:47:35: Ich fang gerade an den Schatz jetzt auch noch zu zerdenken und denke irgendwie so, da ist so eine Objektifizierung drin, so eine Wertbeimessung, irgendwie ein gewisser Besitzanspruch, den man haben kann oder also alles so Sachen, die für eine Beziehung vielleicht nicht so nicht unbedingt gut sein müssen, aber ich glaube auch, dass es gerade komplett zerdenken ist und die absolute Überinterpretation einer lieb gemeinen Floskel, was es jetzt... letztlich ist.
02:48:01: Ja.
02:48:02: Und ich bin aber auch bei dir am Ende.
02:48:03: Ich würde auch andere Kosevorm wählen.
02:48:06: Ja, gut.
02:48:07: Ich meine, ich habe ja angefangen mit dem Zerdenken mit dem bessere Hälfte.
02:48:10: Aber ich glaube, grundsätzlich ist es manchmal nicht so gut, so Begriffe zu sehr zu hinterfragen.
02:48:16: Also an vielen Stellen klar, aber an manchen Stellen ist es irgendwie auch, kann man vielleicht auch erst mal das Oberflächliche, was du eben gesagt hast, mit der, das ist doch eine Wertschätzung, so hinnehmen und stehen lassen.
02:48:28: Und ich meine, dann kommt es natürlich immer darauf an, wie.
02:48:30: die beiden Menschen, um die es da gerade geht, damit fühlen.
02:48:33: Das ist ja nichts, was man in den Fall gemeinern kann.
02:48:36: So, wir haben jetzt aber die bessere Heftetallenge.
02:48:38: Und die Challenge ist, man soll die Person kontaktieren, mit dem man zuletzt in einer Beziehung war, nicht mit dem man aktuell in einer Beziehung ist, sondern sozusagen die letzte Ex-Partnerin oder den letzten Ex-Partner.
02:48:49: Und soll sich mit dieser Person treffen für mindestens eine Stunde, außer die andere Person bricht es früher ab.
02:48:55: Ja.
02:48:56: So, es gibt jetzt kein... gibt nichts, was man dabei auf... jeden Fall machen soll.
02:49:01: Aber es ist natürlich irgendwie klar, dass man, also wahrscheinlich miteinander, also wahrscheinlich ist sogar dabei, dass man sich mindestens, also dass man sich irgendwie unterhalten muss oder es passiert irgendwie automatisch, also irgendwie selten passieren, dass du jemandem dazu bringen kannst, sich mit dir zu treffen und dich dann eine Stunde anzuschweigen.
02:49:16: Also das heißt, da ist wahrscheinlich die, die Intention schon, dass, also ja, Leute möglichst in eine unangenehme Situation bringen, denn die meisten treffen sich als wahrscheinlich nicht so gerne mit ihren Ex-Partnern, je nachdem, wie es so auseinandergegangen ist.
02:49:30: Und ja, ist vielleicht auch, also da kann ich so ein bisschen verstehen, warum man das für eine Studie vielleicht auch spannend findet.
02:49:37: Also jetzt nicht eine Studie, auf die sich konkret mit Lügen beschäftigt, sondern tatsächlich einfach mit dem Umgang mit Ex-Partnern sozusagen.
02:49:44: Also kann ich mir vorstellen, dass es auf eine sozialwissenschaftliche Weise spannend sein kann, sich das auch nochmal psychologisch so anzugucken.
02:49:52: Ja, zeigen wir mal die Ethik-Kommission, die das zulässt.
02:49:55: Ja,
02:49:55: gibt's halt natürlich nicht.
02:49:57: oder die weitsche, ja.
02:49:59: Ja, genau.
02:49:59: Und Philipp denkt auch noch so, ja, okay, manchen Leuten, manche Leute, manchen Leuten geht es jetzt vielleicht ganz gut, weil sie halt einfach mit ihren Ex-Partnern irgendwie befreundet sind und das irgendwie kein großes Ding ist, jetzt mit denen irgendwie sich zu treffen und zu reden.
02:50:12: Ja.
02:50:13: Sowohl für Philipp als auch für Tessa ist es nicht ganz so cool.
02:50:16: Ich erzähle jetzt kurz erst von Tessa.
02:50:19: Tessas letzter Freund des Dennis.
02:50:22: Shit, ich hab gerade vergessen, warum die sich eigentlich getrennt haben.
02:50:24: Ist es wichtig?
02:50:25: Nee, ist es eigentlich nicht wichtig.
02:50:27: Also, sie haben sich jedenfalls getrennt vor, keine Ahnung, irgendwie ein paar Monaten oder was.
02:50:31: Das war jetzt auch nicht... Es war von beiden Seiten nicht irgendwie die mega große Liebe zu der Eindruck, die man bekommt.
02:50:37: Gut, sie schreibt ihm dann also, ob sie sich irgendwie treffen können und ist beim, also beim Schreiben der Nachricht sehr vorsichtig und wegen, weil sie keine nicht schreiben.
02:50:46: Ich würde mich gerne mit ihr treffen, sie will sich nicht gerne mit ihm treffen, sondern, und dann wird es halt eine relativ plumpe.
02:50:52: Oh,
02:50:52: das, ich wär schon wieder da draus.
02:50:53: Ja.
02:50:56: eine plumpe Frage, ob er sich mit ihr treffen will.
02:50:59: Und ja, er sagt tatsächlich sofort zu und schlägt vor, dass sie sich in einem Café treffen.
02:51:06: Das ist allerdings ein sehr spezifisches Café.
02:51:08: Es ist nämlich im Prinzip das, was so ihr romantischer Hotspot war.
02:51:12: Also das, wo sie sich das erste Mal geküsst haben, wo sie keine Ahnung, vielleicht ihr erstes Date verbracht haben und sowas und auch während der Beziehung wie häufiger hingang sind.
02:51:20: Also es ist halt so ein, naja, schon so ein aufgeladener Ort für die beiden eigentlich.
02:51:25: Okay, es kommt jetzt ein bisschen drauf an wie sie aktuell so zueinander stehen.
02:51:29: Sie hatten
02:51:29: überhaupt keinen Kontakt seit der Trenne.
02:51:31: Ja,
02:51:31: aber also wenn sie jetzt irgendwie sich grundsätzlich positiv gegeneinander stehen und das irgendwie verdaut ist, dann kann man so ein bisschen das machen und sagen, okay, wir als homage an die Beziehung treffen wir uns da, weil es irgendwie so unser go to Ort war, wo wir uns immer getroffen haben.
02:51:44: Wenn da jetzt irgendwie noch, also das noch nicht verarbeitet ist und so Gefühle in der Luft hängen, dann ist es birgtes Potenzial, das mehr explodieren zu lassen, als es sein muss.
02:51:54: wie du gerade nix und grinst, scheint es explodieren zu wollen.
02:51:59: Ja, also Tessa ist von dem Ort auch nicht begeistert, eben weil sie so das Gefühl hat, das ist irgendwie, das könnte eine falsche Richtung führen, so.
02:52:09: Warum macht sie dann keinen Gegenvorschlag?
02:52:10: Sie will es einfach nur hinter sich bringen und also enthalten, okay, ja, gut, dann machen wir das halt.
02:52:17: Bevor sie sich mit ihm im Café trifft, passieren noch zwei Sachen.
02:52:20: Ich glaube, das eine habe ich eventuell schon erzählt.
02:52:24: Sie hat jetzt ihren anderen
02:52:25: Job?
02:52:25: Genau, das ist nicht so schlimm.
02:52:26: Sie hat jetzt ihren anderen Job und das war jetzt im Callcenter eher ungünstig, weil die anderen sie alle ein bisschen komisch angeguckt haben, weil sie offensichtlich alle im Kindergartenalter stecken geblieben sind oder so.
02:52:37: Ich hatte jetzt eher gedacht, im Callcenter Fragen zu beantworten.
02:52:40: Ach so, ja auch das.
02:52:42: Ist echt für die aktuelle Situation kein guter Job.
02:52:44: Ja, und also genau, deswegen hat sie den Job auch verloren.
02:52:48: Sie hatte sich ja zwar irgendwie echt gut Alternativen zusammengesucht, aber ja, ist dann wohl doch von den anrufenden Kunden vielleicht auch als nicht freundlich genug wahrgenommen worden oder so, weil sie auch da wieder, also sie hat zum Beispiel selten gesagt, dass sie irgendwas leidtut, weil sie ihr halt nicht leidtut, weil es auch gar nicht ihre Schuld ist und so und naja.
02:53:08: Egal, aber das ist nicht, also findet sie nicht schlimm.
02:53:10: Was ist mit so Floskeln, wie das tut uns leid, wenn ich mich auf das Unternehmen beziehe, ist auch gelogen, kann das überhaupt eine Lüge sein, kann ein Unternehmen...
02:53:20: Wenn ein Unternehmen etwas nicht leidtun kann, dann ist es ja auf jeden Fall automatisch eine Lüge.
02:53:24: Und wenn du uns sagst, schließt du dich selber ja mit ein.
02:53:27: Und wenn es dir nicht leidtut, dann ist uns tut es leid schon mal irgendwie falsch.
02:53:31: Okay, das heißt, es wäre nur richtig, wenn es allen Angestellten im Unternehmen leidtut?
02:53:36: Nee, aber mindestens jemand anderem und dir.
02:53:39: Sonst kannst du ja nicht.
02:53:40: wir sagen, wenn du selber nicht dabei bist.
02:53:42: Aber was ist es, wenn das ein Fünfzig Prozent der Belegschaft leidtut?
02:53:45: Dann kann ich sagen, das tut dem Großteil des Unternehmens leid, aber nicht das tut uns leid.
02:53:50: Okay, also statistisch die Mehrheit zu sein reicht nicht.
02:53:55: Wir sollten den Scandor Präzisionskatalog irgendwann rausgehen.
02:54:01: Mit einer FAQ, die dann genau diese ganzen Sonderfälle einmal abdeckt.
02:54:05: Dann checken wir es an die Autorin und fragen sie mal, was sie davon so hält.
02:54:09: Bei Scandor zwei sind wir dabei.
02:54:12: Ich glaube, wir machen es echt nur komplizierter.
02:54:15: Und ich glaube auch nicht, dass es eine Fortsetzung gibt, das macht nicht so viel Sinn.
02:54:17: Ja, wahrscheinlich auch.
02:54:19: Also die Candy Day hat ziemlich verbrannt.
02:54:21: Bei man natürlich sagen könnte es gibt eine neue Technologie, die keine Lügendetektor ist, wo wieder eine Studie gemacht wird.
02:54:27: Vielleicht das Gegenteil, du darfst nur lügen.
02:54:29: Boah, das ist ja noch schwieriger.
02:54:32: Wie heißt du?
02:54:33: Kevin?
02:54:33: Hä?
02:54:34: Du heißt Dennis?
02:54:34: Nee, ich habe ihm gesagt, ich heiße Torben.
02:54:39: Schön.
02:54:40: Das wäre mega anstrengend.
02:54:44: Aber bitte zu den paar echt krassen Dialogen für.
02:54:48: Ja, aber niemand, also alle würden dich für komplett bescheuert halten.
02:54:51: Niemand will was mit dir zu tun haben wollen.
02:54:53: Ja, dann muss man's halt so phasenweise machen.
02:54:55: Es gibt immer so, am Tag in verschiedenen Phasen wird das Armwand warm und während das warm ist die fünf Minuten darfst du nur lügen und dann darfst du wieder die Wahrheit sagen.
02:55:03: Da wird's auch noch richtig verworren.
02:55:04: Man müsste noch komplett unberechenbar für die anderen.
02:55:07: Dann geht's mit dir noch weiter.
02:55:08: Okay, wir sind jetzt einig, dass du Philipp heißen.
02:55:10: Dann sagt man, ja, ja, nicht.
02:55:11: Also, Philipp ist schon alles gut.
02:55:12: Gut, du hast ja auch wirklich den Rest dein ganzes Leben lang Philipp geheißen.
02:55:15: Gut, dass ich dich jetzt nicht in die Klappe schicken muss.
02:55:17: Und dann geht das einmal wieder an und dann... Nee, ich bin doch Luisa.
02:55:22: Okay, als Tessa auf dem Weg zu dem Café ist, trifft sie noch mal diesen Typen mit der Sonnenbrille unter Lederjacke, der sie schon mal verfolgt hat, der dann seinen, wahrscheinlich Vater oder jedenfalls diese zwei alten Typen sozusagen in der Bar, wo sie gearbeitet hat, ihr auf den Hals geschickt hat.
02:55:39: Und ja, der versucht jetzt noch mal sie halt raus zu kegeln, indem er sie noch mal anspricht und versucht halt irgendwie dazu zu bringen, dass sie halt lügt.
02:55:48: Und was Tessa macht, ich find's... Sie sind halt gerade in einem Park und Tessa sieht so ein paar junge Männer so ungefähr in ihrem Alter so in der Gegend und ruft denen rüber, könnt ihr mir mal helfen, der Typ belästigt mich und ist da keine Lüge, der belästigt sie.
02:56:04: Nächster Grenzfall für die Scandor FAQ.
02:56:08: Weil Belästigung impliziert ja eigentlich eine andere Form von Belästigung.
02:56:12: Du denkst jetzt gerade an sexuelle Belästigung, oder?
02:56:14: Ja, das ist schon sehr weit, aber so in die Richtung.
02:56:17: Also, wenn eine Frau in einem Park ruft, der Typ belästigt sie, dann würde keiner von uns beiden, glaube ich, wenn wir das jetzt beobachten, also wenn wir daneben stehen würden, davon ausgehen, dass es jetzt ja darum geht, dass sie aus Gendo heraus geworfen werden soll und sie das nervt.
02:56:32: Ja, aber es ist halt schon so, erstellt ihr sehr persönliche Fragen, von denen man auch, wenn man jetzt Wenn da kein Wettbewerb dran hängen würde, glaube ich, von einem fremden Typen sich durchaus belästigt fühlen würde.
02:56:43: Klar, aber es ist ja jetzt, wenn er sie fragt, welche Farbi runterwäsche hat oder so, nicht sein Ziel, sie zu beschämen und nach der, also bei ihnen die Unterwäschendfarbe interessiert, sondern eigentlich wäre ja der richtige Zuruf Hilfe, der Typ versucht mich aus Gendo rauszuschmeißen.
02:56:58: Und das ist ja keine Belästigung, sondern eine Behinderung.
02:57:02: Weiß ich nicht, aber also ich würde das Wort Belästigen ein bisschen weiterfassen als... Ich würde sagen, eine Belästigung ist es dann, wenn jemand was also mit mir auf eine Weise in Kontakt tritt, die ich nicht möchte.
02:57:14: Nee, ich bin schon bei dir, der Typ ist lästig gerade, das auf jeden Fall.
02:57:17: Und weil ich das ja irgendwie aktiv macht, kann man auch sagen, er belästigt sie.
02:57:21: Das würde ich jetzt gar nicht in Abrede stellen, es geht eher um dieses Reinheitsgebot sozusagen, in Sinne der Präzision.
02:57:27: Ja, ich verstehe, was du meinst.
02:57:28: Alles klar, haben wir noch einen Grenzfall für die FAQ, um das abzugrenzen?
02:57:33: Ja, und die Typen kommen auch rüber und ich bin nicht ganz sicher.
02:57:37: Ich könnte mir vorstellen, aber ich glaube, das kriegt man nicht mit.
02:57:40: Ich könnte mir vorstellen, dass der andere Typ da auch ganz schön mindestens in Schwitzen kommt und vielleicht sogar raus fliegt, weil die ihn jetzt natürlich ansprechen mit, okay, was willst du von ihr?
02:57:49: Und also ihn halt so ein bisschen in den Schach halten, dass Tessa da bauen kann.
02:57:53: Ja, ich glaube, das ist das letzte Mal, dass wir diesen Typen in einem Buch sehen.
02:57:56: Ich bin gerade nicht hundertprozentig sicher, aber ich glaube.
02:57:58: Okay,
02:57:58: wenn er danach nicht mehr aufsucht, wäre er tatsächlich die Vermutung naheliegend, dass dass er dann dabei rausgeflogen ist.
02:58:04: Ja, würde ihm auch recht geschehen, ehrlich gesagt.
02:58:06: Bisschen
02:58:06: unbefriedigend, dass man das nicht weiß.
02:58:08: Fühlt sich gerade nach so einem losen Ende an, wo man schon eigentlich ganz gerne wüsste, was war da los?
02:58:12: Ich
02:58:13: bin gerade nicht sicher, ob nur ich es vielleicht vergessen
02:58:15: habe
02:58:16: oder ob das wirklich nicht, oft auch das kann ich gerade nicht sagen.
02:58:20: Das
02:58:20: ist für mich auch gerade egal, weil ich bleibe damit, ich bade in der Unwissenheit.
02:58:23: Ja, aber
02:58:24: ich würde halt eigentlich gerne sagen, nee, nee, das wird schon geklärt, also es liegt jetzt nicht an der Autorin, sondern ich habe es bloß vergessen oder halt... Umgekehrt oder dann könnte ich es ja sogar nachgucken.
02:58:34: Oder halt...
02:58:34: Tja, Leute, lest das Buch.
02:58:36: Genau.
02:58:36: Abt ihr wahrscheinlich eh schon, also könnt ihr jetzt bestimmt weiterhelfen.
02:58:39: Ab in die Kommentare damit.
02:58:40: Genau.
02:58:41: So, jetzt trifft Tessa sich mit Dennis.
02:58:43: Es war jetzt vorher also in dieser nicht so angenehmen Situation.
02:58:46: Es ist sowieso irgendwie jetzt eine blöde Situation, dass ich mit ihm treffen muss.
02:58:50: Und es wird auch sehr unangenehm.
02:58:54: Denn er hat dieses Café nicht von ungefähr aus gesucht, sondern es ist irgendwie relativ offensichtlich.
02:59:01: dass er sich Hoffnung macht, dass sie wieder zusammenkommen können.
02:59:04: Und das ist auch jetzt natürlich nicht ganz unberechtigt, wenn sie sich so völlig aus dem Nichts wieder meldet und sagt, hey, können wir uns treffen.
02:59:12: Und dann auch noch ohne Zögerin zustimmt, sich in diesem Lokal zu treffen, das sei natürlich auch ein Signal.
02:59:18: Dennis höre sie also irgendwie zurück.
02:59:20: Tessa will das nicht.
02:59:22: Sie hat sie auch nicht mit ihm getroffen, weil sie irgendwas von ihm will, sondern halt, weil Scander das wollte.
02:59:27: Das kann sie ihm natürlich nicht sagen.
02:59:29: Sie merkt, Ja, bei dem Gespräch.
02:59:32: Sie fühlt sich auch immer rein, dass sie wirklich die Wahrheit antwortet, was natürlich auch super schwierig ist, gerade wenn du mit jemandem redest.
02:59:41: Sie will ja seine Gefühle nicht verletzen oder so, aber sie sagt schon noch ganz klar, nein, ich möchte nicht wieder mit dir zusammenkommen.
02:59:48: Und dann fragt er auch, ob es einen anderen gibt.
02:59:50: Dann merkt sie, dass sie vielleicht doch gerne mit Philipp zusammen wäre.
02:59:55: Wenn wir jetzt sowohl bei Philipp als auch bei Tessa diese Situation gehabt haben mit, ja, es gibt ... Gibt es irgendjemanden, an dem ich doch irgendwie Interesse hätte?
03:00:02: Okay,
03:00:03: aber das ist ja eigentlich, gut ist natürlich unangenehm, dass Dennis auf die Nase binden zu müssen, aber letztlich ja gar nicht so schlimm.
03:00:08: Wie meinst du das?
03:00:09: Okay,
03:00:09: ich hab wieder leicht reden, ich setze dich ja bequem auf meinem Sofa und stellen mir das nur so vor.
03:00:14: Aber aus Tessers Sicht, sie will ja jetzt ihnen gar nicht daten.
03:00:17: Sie weiß jetzt auch, sie muss ihn danach, außer es kommt nochmal so eine Challenge, jetzt eigentlich nicht wiedersehen.
03:00:22: Und er fragt, ob es einen anderen Typen gibt, das ist doch total gut, wenn er das fragt.
03:00:25: Ich würde vielleicht an ihrer Stelle sogar anfangen, so ein bisschen zu schwer.
03:00:29: Ohne zu lügen natürlich, aber schon zu schwärmen, weil es dann ja Dennis auch auf Distanz hält.
03:00:35: Und vielleicht wird er ja sogar ein bisschen sauer und findet das richtig kacke mit Haut ab, noch besser.
03:00:38: Wartet er tatsächlich.
03:00:39: Okay, das heißt, sie ist hier relativ schnell los.
03:00:41: Nach
03:00:41: zwanzig Minuten ist es vorbei.
03:00:43: Gut,
03:00:43: auch aus einer Sicht total verständlich.
03:00:45: Du denkst so, yes, sie will wieder was von mir.
03:00:48: Yes, sie geht in das romantische Café und dann labert sie nur von diesem anderen Typen.
03:00:52: Ja, also sie labert da jetzt gar nicht irgendwie lange von, aber ja, es ist dann trotzdem... Nachdem er für ihn deutlich geworden ist, dass sie definitiv.
03:01:03: nicht wieder mit ihm zusammenkommen will, entteidet er das hier.
03:01:06: Also ist er auch ziemlich sauer, weil sie natürlich seine Zeit auch verschwendet hat und irgendwie aus seiner Sicht hat sie ihm die Hoffnung gemacht.
03:01:13: Ja.
03:01:13: Ja, also ich kann schon, also ich glaube auch aus seiner Sicht ist das eine richtig beschissene Sache.
03:01:17: Aus ihrer Sicht ist es halt so ein bisschen so, ja es ist irgendwie unangenehm und natürlich hat sie auch ein schlechtes Gewissen ihm so gegenüber, weil sie halt auch weiß, dass es jetzt für ihn irgendwie Mist ist, aber sie ist dann froh, dass es vorbei ist und ich glaube es ist trotzdem auch ein bisschen unangenehm, wenn dich da, also wenn dich dann einer da so sitzen lässt und auf dich ist es halt auch kein gutes Gefühl natürlich.
03:01:35: Zumindest wenn du ein bisschen empathisch bist und ein bisschen mit gefühlen hast.
03:01:38: Ja
03:01:38: genau.
03:01:39: Aber
03:01:39: ich glaube das ist das einzige was noch schlimmer ist als wenn du auf einem Date die ganze Zeit von der ex Freundin redest.
03:01:43: Der Vergleich hink grad so ein bisschen.
03:01:45: Ja, genau.
03:01:45: Und ich steuper grad so, weil ich auch denke, der Vergleich hinkt.
03:01:48: Natürlich...
03:01:49: Es fühlt sich grad so einswärts genau invertiert, also alles irgendwie andersrum.
03:01:52: Ja, es ist irgendwie kein richtiges Date und du redest mit dem Ex-Partner und du redest über den aktuellen Partner oder halt den zukünftigen, vielleicht Partner oder so.
03:02:02: Grundsätzlich würde ich überhaupt nicht sagen, dass man mit Ex-Partner nicht über die... Also wenn man mit Ex-Partnern Kontakt hat, dann würde ich denken, dass die neuen Partner keine... Tabuthemen sein sollten.
03:02:14: Nee, aber also in der Szene ist es ja schon unangenehm.
03:02:18: Ja.
03:02:19: Und ich habe gerade so gedacht, eigentlich ist es genau auf eine ähnliche Art und Weise unangenehm, wie wenn ich auf einem Date bin und ich rede nur von meiner letzten Beziehung gerade und auch nur davon quasi.
03:02:29: Und so ähnlich ist es da ja anscheinend auch gelaufen.
03:02:31: Wie gesagt, irgendwie alles so in so einem komischen Spiegeluniversumsgedanke hier gerade, um jetzt auch noch in der Star Trek-Anspielung zu machen, wenn wir schon über Star Wars kurz geredet haben.
03:02:40: Okay, also das ist Tessas Erlebnis mit dieser bessere Hälfte Challenge.
03:02:44: Sie fliegt nicht raus.
03:02:46: Sie hat es erfolgreich hinter sich gebracht, war ein bisschen doof, war nach zwanzig Minuten vorbei.
03:02:49: Ja, und ist den Creepy Stalker los geworden?
03:02:51: Ja, gut, was heißt Creepy Stalker?
03:02:52: Der hat sie ja vorher auch... Ach so, den... Ich hab gerade gedacht, du meinst ihn Ex-Freund, aber du meinst es diesen Sonnenbrillentypen, ne?
03:02:59: Ja.
03:02:59: Ja, das ist natürlich richtig erfolgreich auf jeden Fall.
03:03:02: Und sie ist dieses Mal nicht entführt worden.
03:03:03: Auch
03:03:03: das ist hilfreich, würde ich sagen.
03:03:05: Was übrigens eine gute Variante wäre, sich eine Stunde lang mit seiner Ex oder seinem Ex zu treffen.
03:03:10: wenn ich diesen Ben hab, die Person einfach für eine Stunde zu entführen, mich daneben zu setzen und zu sagen, ja, ich muss diese Stunde mit dir verbringen, aber du darfst nicht reden, sorry.
03:03:20: Weil ich will nicht, dass du mir Fragen stellst, sondern krieg die Person direkt einen alten Socken in den Mund und dann...
03:03:25: Boah Tobias,
03:03:27: nee.
03:03:29: Sei froh, dass ich da nicht mitmache.
03:03:32: Ich würde mir sofort einen Ben mieten.
03:03:35: Wow, und also dann auch noch eine alte Socke.
03:03:38: Also ich meine, das ist ja wirklich schon einfach nur noch sadistisch.
03:03:42: Also man könnte ja auch, man kann ja Leute auch anders zum Schweigen bringen, als ihnen eine alte Socke in den Mund zu stopfen.
03:03:48: Meinst du, ich sollte wenigstens eine frische Wasche mitnehmen?
03:03:51: Wenigstens das.
03:03:52: Ja, also das ist so das absolute Minimum.
03:03:55: Ganz abgesehen davon, dass du bitte, ob man keine Leute entführen sollst, zu dann am Rennen händeln sollst.
03:04:01: Ich
03:04:01: würde mir einen echten Hund ausleihen, um die Leute in den Wellen zu laufen.
03:04:05: Den können sie dann streicheln, während sie entführt werden.
03:04:07: So als...
03:04:07: Das macht schon mal deutlich besser.
03:04:08: Als
03:04:09: Kidnapping-Begeleithund.
03:04:10: Das macht es definitiv besser, aber trotzdem absolut nicht okay.
03:04:14: Manu.
03:04:15: Keine Leute entführen.
03:04:16: Manu.
03:04:17: Tut mir leid, da bin ich Spaßbremse.
03:04:18: Aber
03:04:18: für fünf Millionen könnte ich mir eine Menge Anwälte leisten danach.
03:04:21: Das stimmt.
03:04:23: Gut, dass das eh ein fiktives Szenario ist und du nirgendwo die Möglichkeit hast, fünf Millionen zu gewinnen, in denen du nicht nimmst.
03:04:29: Das macht die Welt seinen besseren Ort.
03:04:32: Von.
03:04:33: Ja.
03:04:33: Okay, dann haben wir noch Philipp.
03:04:34: Ja.
03:04:35: Philipps Ex-Partnerin ist Finja.
03:04:37: Mhm.
03:04:38: Die haben sich vor acht Monaten getrennt, bzw.
03:04:41: Finja hat es losgemacht.
03:04:42: Und zwar hat sie, also erst hat sie ihn einfach gehostet.
03:04:45: Also das finde ich schon in der Datingphase scheiße.
03:04:47: Aber in der Beziehung dann einfach den Kontakt abzubrechen, finde ich noch viel schlimmer.
03:04:51: Dann haben sie sich kurz getroffen.
03:04:52: Also irgendwie hat sie dann halt doch reagiert aus seine, hey, was ist los, quasi nachfragen.
03:04:57: Haben sie sich kurz getroffen.
03:04:58: Boah, ich würde mich ja richtig ärgern, wenn die mich ghostet und ich sie dann irgendwie anfrage, ob sie sich treffen will und dann ausgerechnet antwortet sie, das ist sie.
03:05:07: Ja, aber also sie haben damals, also auch nach dem Ghosting gab es einen kurzes Treffen, also das ist jetzt nicht jetzt dann das erste Mal, sondern da hat sie sich dann auf ein ganz kurzes Treffen dann doch irgendwie eingelassen und ihm erzählt, dass es halt einen anderen gibt.
03:05:19: und mehr hat sie ihm halt nicht gesagt.
03:05:21: Und ja, damit war es halt vorbei.
03:05:23: und ja, es ist jetzt also für Philip eine ziemlich blöde Situation, die jetzt kontaktieren zum... Er hofft so ein bisschen, dass sie einfach eh nicht reagiert, so.
03:05:31: Und dass er dann gar nichts dafür kann.
03:05:33: Aber natürlich reagiert sie.
03:05:34: Und sogar einigermaßen enthousiastisch.
03:05:37: Also, sagt halt so, ja, es gäbe eine Menge zu erzählen.
03:05:40: Äh, sie ist schwanger von ihm?
03:05:43: Nee.
03:05:43: Zum Glück nicht.
03:05:44: Gut.
03:05:45: Aber also, ich hab halt auch, wenn sie so sagt, es gibt eine Menge zu erzählen, hab ich halt auch erst so gedacht, so, ja, ich will jetzt irgendwie, sie will jetzt irgendwie im Ex unter die Nase reiben, dass sie jetzt irgendwie das perfekte Leben hat und keine Ahnung, grad ein Herrratsantrag oder was.
03:05:56: nach acht Monaten natürlich super.
03:05:57: Früher aber.
03:05:58: Irgendwie so was oder jetzt weiß ich nicht.
03:06:01: So in die Richtung hab ich gedacht.
03:06:03: Als sie gesagt hat, als sie geschrieben hat, es gibt eine Menge zu erzählen.
03:06:06: Aber so ist es nicht und sie fragt ihn, sie bittet ihn, dass er zu ihr nach Hause kommt.
03:06:12: Das heißt, die treffen sich jetzt nicht in einem Café, sondern treffen sich bei Finja zu Hause, Finja wohnt in der WG.
03:06:17: Wird das vielleicht auch einfach bequem für Finja?
03:06:19: Ja, genau.
03:06:20: Und als sie kommt, äh, nicht als sie kommt.
03:06:23: Als er kommt?
03:06:24: Als Philipp kommt, wirkt Finja irgendwie so ein bisschen gestresst.
03:06:28: Und das ist, ja, es ist irgendwie dann doch eine komische Situation.
03:06:33: Also sie meint so, ja, sie hat ja vorher geschrieben, es gibt viel zu erzählen.
03:06:37: Jetzt erzählt sie aber irgendwie gar nicht sofort irgendwie, was es alles zu erzählen gibt und so.
03:06:41: Sie sitzt in einer Küche und dann kommt Liam nach Hause.
03:06:44: Das ist ihr WG-Mitbewohner.
03:06:46: Sportstudent und wahnsinnig muskulös und attraktiv und... Würdest
03:06:50: du den Deutsch aussprechen, Liam?
03:06:52: Ich kann den englischen Namen... Ich weiß noch nicht, wie man den englischen Namen ausspricht, bitte.
03:06:56: Liam.
03:06:57: Liam.
03:06:58: Okay, dann wird er wahrscheinlich so ausgesprochen.
03:07:01: Also Liam kommt nach Hause, Sportstudent, muskulös, eiltraktiv, gut aussehend.
03:07:06: Der Mitbewohner, um den Philipp sich damals keine Sorgen machen sollte.
03:07:10: War Liam?
03:07:11: Ja, also es war der Mitbewohner, um den er sich keine Sorgen machen sollte, weil es ja nur der Mitbewohner, es war nicht nur der Mitbewohner.
03:07:16: Liam kommt nach Hause, sieht die beiden da sitzen und sagt zu Finne, ah, hast du es ihm endlich erzählt?
03:07:21: Na endlich.
03:07:22: Ist jetzt aber ein bisschen komischer Zeitpunkt, das ihm dann zu erzählen, nachdem wir uns gerade getrennt haben.
03:07:26: Ja, ähm, krass.
03:07:27: kann man machen, ein bisschen komische Reaktionen.
03:07:30: Ich glaube, das ist auch gestellt, oder?
03:07:32: Bitte?
03:07:32: Das ist doch gestellt.
03:07:33: Wie das ist gestellt?
03:07:34: Naja,
03:07:35: also kann ja sein, dass sie ihm irgendwas erzählen soll oder so, aber du würdest doch nicht nach Hause kommen, so Bedeutungsschwanger sowas in den Raum werfen und dann wieder weggehen, weil du ja gar nicht weißt, was in dem Gespräch genau gelaufen ist.
03:07:47: Also ich kann mir vorstellen, dass man da reinguckt und wenn man arschig ist, fragt, hast du es ihm erzählt oder willst du es ihm gerade erzählen oder so.
03:07:53: Aber die zu sehen, nicht zu wissen, was abgelaufen ist und dann automatisch davon auszugehen, ah, du hast es ihm gerade erzählt.
03:07:59: Du weißt auch gar nicht, wie lange die Person da schon ist und die da sitzen.
03:08:02: Ja, das ist richtig.
03:08:03: Das ist jetzt kein besonders nettes Verhalten.
03:08:04: Aber ich würde schon ein bisschen davon ausgehen, wenn ich der Mitbewohner wäre.
03:08:08: Und die hat das quasi, also die hat ja den Kontakt mit dem Ex eigentlich vermieden und jetzt sitzen die da zusammen in einem Zimmer, also in der Küche.
03:08:16: Ja klar, dass er da auch wohnt und dass er da auch rumlaufen kann.
03:08:20: Das heißt, es ist irgendwie naheliegend davon auszugehen, dass man jetzt kein Geheimnis mehr ist.
03:08:24: So, das kann ich schon irgendwie verstehen.
03:08:25: Das ist natürlich trotzdem beschissen.
03:08:27: Also ich meine, das ist sowieso in jeder Situation.
03:08:29: Wenn ihr Leute nicht in eine unangenehme Situation bringen wollt, dann fragt sie nicht, während die andere Person dabei ist, hast du es eben jetzt erzählt?
03:08:35: Damit bringt ihr Leute in total beschissene Situationen offensichtlich.
03:08:40: Ja, das ist ja natürlich auf einer anderen Ebene noch das Problem.
03:08:43: Aber in das grundsätzliche Problem, Da kommt gerade diese Formulierung, so wie du es jetzt wiedergegeben hast, vom Dialog her ein bisschen komisch vor.
03:08:49: Ja, ich weiß, vielleicht stand es im Buch ein bisschen anders.
03:08:51: Ja, das war natürlich gerade auch verkürzt, was ich gesagt habe.
03:08:53: Okay, ich sollte vielleicht nicht zu sehr auf den Dialogen des Buches rumreiten, basierend auf deinen Schädelungen.
03:08:58: Nee, solltest du nicht.
03:08:59: Also, jetzt nochmal der klare Disclaimer.
03:09:01: Ich gebe keine wörtlichen Dialoge wieder.
03:09:04: Wenn irgendwas wörtlich ist, dann lass ich es dich aus dem Buch vorlesen.
03:09:07: Alles klar.
03:09:07: Ich habe ansonsten für alle, die Spaß haben wollen, auch ein Disclaimer mitmacht es nicht.
03:09:11: Aber was sehr lustig ist, wenn man in einem Raum ist, mit einer Person redet und eine dritte Person... kommt den Raum rein, dann kann man aus dem Raum rausgehen und zu der Person, mit der man gerade gesprochen hat, noch sagen.
03:09:20: Na, dann kannst du es ihr jetzt auch selber sagen.
03:09:25: Habe ich mir nicht ausgedacht, ich glaube irgendein Comedian oder so hat das mal so als Gag vorgeschlagen, aber ich finde es ultra lustig auf eine Art und Weise.
03:09:34: Und ja, man ernt in eine Menge verwirrteren Blicke, wenn man das macht.
03:09:38: Es funktioniert aber nicht so cool, wie man sich das vorstellt, sondern einfach alle verwirrt.
03:09:42: Also ich glaube, das kommt sehr darauf an, in welcher Beziehung die Leute, also alle Betaligten zueinander stehen.
03:09:49: Und also ich glaube, du kannst damit auch richtig Ärger machen, wenn du, also gerade wenn zwischen den beiden vielleicht gerade alles nicht ganz so in Ordnung ist.
03:09:57: Also wenn da sowieso irgendwelche Spannungen sind und dann machst du so einen Move, dann kann das glaube ich zu richtig Ärger führen.
03:10:02: Ja, also ich... Ja, man muss sowieso erst mal aufpassen, wenn die Spannung da sind und die Stimmung scheiße ist und du kommst dann mit so was um die Ecke.
03:10:10: Das fällt dir dann ja im Zweifel, also entweder gibt es eine richtige Eskalation zwischen den beiden oder es fällt dir richtig auf die Füße, dass die sagen, sag mal, hackts bei dir so.
03:10:19: Wenn die Stimmung aber gut ist und man unter Freunden ist oder so, dann fühlt es halt nicht zu einem Streit, sondern irgendwie nur zu wirklicher Verwirrung in der Regel.
03:10:27: Mag den Gedanken aber.
03:10:28: Ich verstehe, warum das als Vorstellung lustig ist.
03:10:30: Ja, wie gesagt, ich hab's für euch ausprobiert.
03:10:32: In der Praxis ist es... irgendwie auch lustig, aber es führt mehr zur Verwirrung als das ist.
03:10:36: Wie du hast es tatsächlich ausprobierend?
03:10:37: Ja.
03:10:38: Ja gut.
03:10:38: Also Philipp weiß jetzt, dass dieser Mitbewohner, um den er sich damals keine Sorgen machen sollte, doch ein Typ war, um den er sich hätte Sorgen machen sollen.
03:10:46: Er hat jetzt den Eindruck, dass Finja sich halt wegen Liam von ihm damals getrennt hat.
03:10:52: Und jetzt kommt er beim Gespräch raus.
03:10:54: Oder Liam sagt es vor allem nicht daran, dass ich irgendwie besser aussehe als du oder so, sondern Finja hatte Angst vor dir.
03:11:02: Und Philipp ist so völlig von Kopf gestoßen, wie sie hatte Angst vor mir.
03:11:06: Langsam.
03:11:07: Hä, wat?
03:11:08: Liem kommt nach Hause, entsteht irgendwie ein Dialog, wo rausklar wird, dass Finja irgendetwas nicht erzählt hat.
03:11:12: Und dann quatscht er jetzt alleine mit Liem über Finja, oder sitzt Finja daneben, oder?
03:11:16: Ja, die sitzen zusammen da jetzt.
03:11:17: Oder ich weiß nicht, ob Liem sich dazugesetzt hat oder so, in einem Türrahmen steht oder so, aber die sind jetzt, also sind gerade alle drei zugegen.
03:11:23: Und
03:11:23: Liem haut jetzt raus.
03:11:24: Ach so, übrigens, ich hab sie gebummst, während ihr zusammen wart.
03:11:27: Nee, das hat er nicht gesagt.
03:11:29: Naja,
03:11:29: das ist die Implikation oder nicht.
03:11:31: Also, die Implikation ist, Finja hat sich von Philipp getrennt, gesagt, es gibt eine andere.
03:11:37: und der andere Typ ist Liam.
03:11:38: Okay.
03:11:38: Es heißt aber nicht, dass die schon angefangen haben, irgendwas zu machen, während Philipp noch
03:11:44: mit
03:11:44: ihr zusammen war.
03:11:45: Also da darfst du wissen wir nicht.
03:11:46: Kein Betrug stattgefunden, okay.
03:11:48: Und Finja hatte Angst vor ihm.
03:11:50: Das haut Liam jetzt raus.
03:11:51: Genau.
03:11:52: Okay.
03:11:52: Und Finja sagt dazu was?
03:11:54: Finja ist peinlich berührt, aber gibt schon zu erkennen, dass das stimmt.
03:11:58: Und hat man vor Philipp Angst?
03:12:00: Ja genau, das ist die gute Frage.
03:12:01: Das versteht Philipp auch überhaupt nicht.
03:12:03: Und Finja sagt ihm jetzt, dass ... er nachts immer, oder was heißt immer, aber nachts oft geschrien und um sich geschlagen hat.
03:12:11: Und das fand Finja hochgradig unheimlich.
03:12:13: Ja.
03:12:14: Und also Philipp Weiß davon, nee, sie hört davon gerade zum ersten Mal, dass er das irgendwie angeblich macht und ist so komplett so, bitte, was mache ich?
03:12:20: Warum hast du mich da nie darauf angesprochen?
03:12:22: Danke, meine Frage.
03:12:25: Ja, also ich finde auch, dass es irgendwie auch ein super komischer Trennungsgrund, wenn jemand nachts... Also ich meine, ja, ich kann natürlich verstehen, dass man vielleicht, also möchte vielleicht auch nicht so gerne mit jemandem Bett schlafen, der nachts um sich schlägt.
03:12:37: Das ist ja irgendwie auch gesundheitsgefährdend.
03:12:39: Die Frage ist halt auch, wie schnell geht es?
03:12:41: Fängt Philipp schon an zu prügeln, wenn er nur so döst?
03:12:43: Nee.
03:12:44: Nee, nee.
03:12:44: Ich
03:12:44: stell mir grad so vor, er sitzt irgendwo auf dem Sofa, hat so Sekunden schlafen, nickt so ne Sekunde weg und derzeit hat sie direkt seine Hand in der Fresse.
03:12:53: Ja, sie war
03:12:54: so beim Fernsehen irgendwie zusammen eingeschlafen.
03:12:56: Und ja, genau.
03:12:57: Und sie blutet so komplett und er so, was ist los Schatz, was ist los?
03:13:02: Nein, so nicht.
03:13:03: Aber halt, also wenn er halt so eine tiefsteht, dann in der Traumphase ist, anscheinend ist es häufiger vorgekommen, dass er dann geschrien hat und um sich geschlagen hat und... Ich glaube,
03:13:14: wenn man schreit, würde man aber auch wachwert davon irgendwann mal.
03:13:17: Ja, also er hat es tatsächlich nie mitbekommen.
03:13:19: Also er weiß davon einfach absolut gar nichts und ist jetzt auch, kann sich auch nicht erinnern, dass er aus irgendwie so krassen Albträumen aufgewacht wäre oder so, ne?
03:13:28: Also dass man jetzt vielleicht nicht unbedingt selber weiß, dass man geschrien hat, aber also... kann sich jetzt nicht erinnern, dass ja irgendwie so viele so schlimme Träume gehabt hätte, dass er das irgendwie nachvollziehen kann.
03:13:37: Dann fragt sie jetzt halt deshalb auch so ein bisschen, okay, fabriziert sie sich jetzt hier irgendwie was zusammen?
03:13:41: Ist das einfach das, was sie Liam damals erzählt hat, damit er irgendwie keine Ahnung ein besseres Gefühl dabei hat?
03:13:48: Also das ist ja nicht das Gefühl, er hat jetzt irgendwie Philipp die Freundin weggeschaut oder wie auch immer.
03:13:52: Also Philipp ist sich nicht sicher, ob das stimmt und will jetzt wissen, ob das wirklich so ist.
03:13:57: Und wohnt ja praktischerweise selber auch in der WG.
03:14:00: Also fragt jetzt auch... mal seinen Mitbewohner, ob er das schon mal gehört hätte, dass er nachts irgendwie schreit, ist irgendwie naheliegend.
03:14:05: Ja.
03:14:06: Sein Mitbewohner hat davon noch nichts mitbekommen.
03:14:08: Ich lebe dabei auch mit Europax.
03:14:10: Ja, natürlich.
03:14:12: Das
03:14:12: heißt?
03:14:13: Was
03:14:13: ein Zufall.
03:14:14: Genau.
03:14:16: Und befriedigen.
03:14:17: Ja.
03:14:17: Findet Philipp auch.
03:14:18: Was Philipp jetzt macht ist, er bittet Tessa um Hilfe.
03:14:21: Also er schreibt Tessa, dass er ein bisschen, also eine ungewöhnliche Anfrage hat sozusagen und
03:14:30: sich über
03:14:30: ihre Hilfe freuen würde.
03:14:31: Kannst du bitte mit Gesichtsschutz neben mir schlafen?
03:14:34: Nee, also halt schon, also sie sollte dann im Bett schlafen und er schläft auf dem Sofa oder so, also halt so, dass es schon auch räumlich getrennt ist.
03:14:42: Jetzt macht es schon Sinn, weil es ja auch anscheinend lebensgefährlich sein könnte, den Philipp zu schlafen.
03:14:46: Möglicherweise, aber also Finja sagt jetzt nicht, also und auch, also es kommt jetzt nicht irgendwie raus, dass Finja dauernd irgendwie Verletzungen hatte oder so.
03:14:55: Das hätte Philipp ja wahrscheinlich auch während der Beziehung hoffentlich gemerkt.
03:14:58: So wie mein Philipp in dem Buch kennenlernt, das ist schon eigentlich ein ganz aufmerksamer Partner und so.
03:15:02: Ich
03:15:02: habe mich auch gerade lustig gemacht, aber wenn er jetzt auf die Nase haut und sie Nasenbluten hätte.
03:15:06: Sie kann ja auch, also wird wahrscheinlich nicht ein Bett neu beziehen oder so.
03:15:09: Nein.
03:15:09: Und wenn sie ein Feilchen oder so davon trägt, das würde man ja auch sehen.
03:15:12: Und jeder Mensch verritiert, wenn man abends mit seiner heilen Freundin ins Bett geht und am nächsten Tag, als die Freundin kaputt, also am nächsten Morgen.
03:15:19: Ja, schon.
03:15:20: Da
03:15:20: würde man Fragen stellen.
03:15:22: Auf jeden Fall.
03:15:23: Das heißt, aber Philipp hat sich gewissermaßen auch ein Date mit Tessa klargemacht.
03:15:27: Weil, also er lädt sich jetzt halt ein, bei ihm zu schlafen und ihre Reaktion ist erst mal so, also ich habe schon Zeit, ich bin nicht sicher.
03:15:33: das möchte.
03:15:34: Ja.
03:15:34: Also halt fragt und kommt dann aber und also es ist auch erstmal total schön sie essen zusammen, sie gucken ein Film zusammen, kommen sich dabei so ein klein bisschen näher so datemäßig und dann gehen sie halt schlafen.
03:15:45: also halt wie gesagt getrennte Schlafstätten und es ist halt also auch so.
03:15:49: also wenn es so stimmt wie Finja das erzählt hat dann muss Tessa jetzt nichts besonderes machen sondern würde sie einfach davon aufwachen.
03:15:55: wenn er jetzt also wenn er so krass schreit wie Finja das erzählt hat dann würde sie das nachzmerken.
03:16:00: Ja ist eigentlich auch total gut dass die beiden sich treffen, weil die haben ja agreement, dass sie sich keine Fragen stellen.
03:16:05: Ja,
03:16:05: es ist auch wieder so, dass es echt super angenehme Gesellschaft ist und sehr entspannt so zusammen.
03:16:11: Aber
03:16:11: das heißt, die Situation da, dieses Dreiergespräch mit Liam und Finja ist an der Stelle dann beendet?
03:16:15: Ach
03:16:15: so, genau, das ist, ja, ja, ja, Entschuldigung, das habe ich nicht gesagt.
03:16:18: Also, Philipp geht dann mit dieser Info nach Hause und geht dann erstmal so, fragt erstmal seinen Mitbewohner und fragt dann Tessa, ob sie ihm helfen kann.
03:16:26: Es gibt viel zu erzählen, war jetzt einfach eigentlich die Sache mit Liam oder hat sie ihn nicht rausgerückt?
03:16:32: Ja, genau, es gibt viel zu erzählen, ist irgendwie so dieses Ja, also die Sache mit Liam und jetzt getrennt.
03:16:38: und also Liam ist halt auch so ein bisschen irritiert, dass sie sich ausrechnet bei ihrem quasi ex ex Partner über ihren jetzt ex Partner, möglicherweise irgendwie also über ihre aktuelle Trennung jetzt ausheulen will und so.
03:16:49: Und das ist anscheinend dieses viel zu erzählen.
03:16:52: Jetzt nicht so richtig wirklich viel zu erzählen im Sinne von...
03:16:57: Also gar nicht so ein.
03:16:58: Ich hab dir viel mitzuteilen, sondern ich brauche mich zum...
03:17:01: Ja, so, ja.
03:17:03: Gut, Philipp schläft ein, springt wieder zu Tessa und Philipp.
03:17:06: Genau,
03:17:06: und dann wachen sie morgens auf.
03:17:07: Gut, erholt und er hat
03:17:08: nicht geschrien.
03:17:09: Gut, erholt und er hat nicht geschrien.
03:17:10: Gut, heißt jetzt auch nicht, dass es jede Nacht passieren muss.
03:17:13: Also irgendwie...
03:17:14: Was für ein Jammer, Tessa, du musst dir jetzt die ganze Woche lang schlafen.
03:17:18: Ja, das vielleicht nicht, aber er sagt zumindest, er macht dir dann Frühstück und sagt, wenn du willst, mache ich dir auch Abendessen.
03:17:25: Also es ist halt schon so eine klare Einladung, komm gerne heute Abend wieder und lass uns das wiederholen.
03:17:31: Und mit der Nacht Snack.
03:17:32: Den würde er mit Sicherheit auch machen.
03:17:37: Ja, damit sind wir schon ungefähr bei der Hälfte der Folge angekommen.
03:17:41: Und wie am Anfang angekündigt, geht es dann in der nächsten Folge mit dem zweiten Teil zu Scandal weiter.
03:17:46: Bis dann.
03:17:48: Auch im Namen von Elisa, ciao!
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